Erfahrungs- und Testbericht zum Vodafone GigaCube

Wie schneidet der Datentarif im Test ab?


Vodafone bietet mit dem GigaCube-Tarif eine interessante Alternative zu den örtlich beschränkten „LTE-Zuhause Tarifen“ aus dem eigenen Haus. Mit dem GigaCube surfen Sie überall in Deutschland mit bis zu 150 MBit im LTE-Netz bei satten 50 GB Highspeedvolumen pro Monat. Doch wie schlägt sich der Tarif in der Praxis und wo hat das Angebot Schwachstellen? Die Redaktion von LTE-Anbieter.info hat den Gigacube-Router samt Tarif ausführlich eine Woche für Sie auf Herz und Nieren getestet. Dabei gab es einige Überraschungen. Zudem geben wir nützliche Tipps und Tricks im Testbericht.

Der Vodafone GigaCube im Praxistest


1. Bestellung und Bestellverlauf des GigaCubes

Die Testbestellung unserer Redaktion hier auf www.vodafone.de/gigacube lief einfach und unkompliziert. Einfach zwischen GigaCube-Standard und der Flexi-Variante wählen, Anschrift sowie Zahlungsweise festlegen und los geht’s. In unserem Fall dauerte die Lieferung vier Werktage. Fairer Weise sei erwähnt, das wir zu den ersten Bestellern überhaupt gehörten, so dass das Aufkommen wahrscheinlich auch überdurchschnittlich hoch ausfiel. Ursprünglich prognostizierte Vodafone 2 Werktage für die Lieferung, was im Regelfall auch realistisch erscheint. Wichtig ist, dass Sie am Liefertag persönlich anwesend ist, da die Identität per Ausweis vom Boten geprüft wird. Wer hier beruflich bedingt weniger flexibel ist, kann sich den Router aber auch in die nächste Filiale zur Abholung liefern lassen. Erfreulicher Weise bietet  Vodafone eine Bestellverlaufsübersicht, wie man Sie von diversen Postdiensten her kennt. Damit kann sich der Kunde genau über den aktuellen Status informieren, wie der folgende Screenshot zeigt. Den Link erhalten Sie nach Bestellung per Mail – oder hier *klick* einfach Name und PLZ eingeben.



2. Lieferumfang: Was gehört dazu?

Das Paket selbst enthält lediglich den Router-Karton und einen Starterkit-Umschlag mit der Aufschrift „Los geht’s“ und „Hier ist Deine SIM-Karte“. Neben dem B528 Huawei 4G-Router enthält ersterer noch ein LAN-Kabel, dass Netzteil (kein Accubetrieb) und die Schnellstartanleitung. Wer hier ein gedrucktes Handbuch erwartet, wird leider enttäuscht. Auch im Netz findet sich keine Handbuch-PDF, leider. Der Gigacube-Router bietet lediglich im Menü eine rudimentäre HTML-Hilfe.



Alle Informationen sind sehr spartanisch gehalten. So informiert das Merkblatt etwa darüber, dass die vordere Signalstärkenanzeige (obere LED) Blau/Blaugrün und Gelb anzeigt, aber nicht welche Farbe was bedeutet. Als Erklärung findet sich lediglich der Hinweis „Mit einem mobilen Netzwerk mit unterschiedlicher Signalstärke verbunden.“. Welche Farben für welchen Funkstandard stehen, haben wir für Sie ermittelt. Dunkles Blau steht für guten Empfang. Rot signalisiert kein bzw. extrem schlechte Bedingungen oder fehlende / defekte SIM-Karte. Blaugrün (oder Türkis?) steht für ungenügende Signalstärke. Die Art des Mobilfunkstandards, also LTE, 3G oder 2G, lässt sich rein über die LEDs hingegen nicht ablesen. Die Empfangsqualität lässt sich übrigens auch im Menü abfragen, dazu später mehr.

LEDs und Buttons auf der Vorderseite

Unter der Signal LED folge die LAN-Leuchte (grün = LAN aktiv), eine Wifi LED (grün = WLAN aktiv), sowie die Power Leuchtdiode. Es folgen zwei Buttons für An/Aus, sowie Refresh.

3. Was kann der GigaCube-Router & erster Eindruck?

Hersteller des Gerätes, dessen genaue Bezeichnung B528s-23a lautet, ist der chinesische Konzern Huawei. Die nach oben leicht konisch geformte Box, ist mit 17,5 cm Höhe und 10,5 cm Sockelbreite nicht unbedingt ein Westentaschen-Modell. Beim Wiegen ergab sich ein Gewicht von 430 Gramm. Die Verarbeitung des Routers ist solide und ordentlich, allerdings wird die etwas schlichte Optik wohl keinen Designpreis gewinnen.

Technisch allerdings bewegt sich der GigaCube absolut auf der Höhe der Zeit, so dass er es prinzipiell auch mit den LTE-FritzBoxen von AVM aufnehmen kann. Von Haus aus unterstützt das Modell LTE-CAT6, so dass Tarife bis 300 MBit damit betrieben werden können. Vodafone hat allerdings eine Begrenzung auf 150 MBit, passend zum Tarif, installiert. Das WLAN-Modul kann auch mit dem WLAN-ac Standard umgehen, so dass auch auf 5 GHz und mit ausreichend Performance gefunkt werden kann. Löblich ist, dass sich Vodafone für ein Gerät entschieden hat, welches die Anbindung einer verstärkenden, externen Antenne zulässt. Dies ist insbesondere in empfangsschwachen Regionen, wie Wäldern oder im ländlichen Raum häufig hilfreich bzw. sogar nötig. Alle Features und Eckdaten zum GigaCube, haben wir für Interessenten hier ausführlich zusammengefasst.

4. Installation, Anschluss und erste Schritte

Auch an dieser Stelle müssen wir Vodafone bzw. Huawei ein kleines Lob aussprechen, denn die Inbetriebnahme könnte einfacher nicht sein. Auch der Hinweis auf dem Karton des GigaCube-Routers ist wörtlich zu nehmen. Dort wird geworben mit der Aussage „Plug and Play, einfach SIM-Karte einlegen und das Gerät einschalten.“. Besser kann man es nicht zusammenfassen, denn (fast) genauso ist es!

Nehmen Sie zunächst den GigaCube heraus und legen die SIM-Karte ein. Diese befindet sich im rot-weisen Willkommensumschlag. Der SIM-Slot (Micro-SIM) befindet sich auf der Unterseite, wie das folgende Bild zeigt. Die Kerbe gehört in die obere rechte Ecke.




Verbinden Sie nun einen PC oder Laptop mit dem beiliegenden gelben LAN-Kabel. Prinzipiell funktioniert die Einrichtung auch kabellos, nur ist diese Variante schneller. Jetzt nur noch das Netzteil dran und es kann losgehen. Steht die LAN-Verbindung am Computer her und geben in der Browser-Adresszeile bitte giga.cube oder 192.168.8.1 ein. Damit gelangt man zum Routermenü des GigaCubes. Beim ersten Aufruf wird ein kurzes Quicksetup durchgeführt. Dabei werden Sie einerseits aufgefordert das Routerpasswort, welches auf der Unterseite verzeichnet ist, einzugeben und durch ein Neues zu ersetzen. Zudem kann auf Wunsch die WLAN-SSID geändert werden.

Startbildschirm Konfigurationsmenü

Menü Startbildschirm des GigaCube Routers für alle Einstellungen


Zu guter Letzt fragt der Router, ob man künftig automatisch (empfohlen) oder manuell Firmwareupdates erhalten möchte. Nun können Sie auf alle Menü- und Einstellungspunkte zugreifen, wie etwa zur Sicherheits- oder WLAN-Konfiguration. Die Grundeinstellung ist nun bereits abgeschlossen und das Surfen im Internet sollte problemlos möglich sein. Wenn nicht, werfen Sie bitte einen Blick auf unseren Abschnitt zur Empfangsverbesserung.

4.1 Einrichtung per Smartphone oder Tablet

Wer kein PC vor Ort hat, kann sich auch über mobile Endgeräte via WLAN mit dem GigaCube verbinden. Der Einfachste Weg führt dabei für Einsteiger über die HiLink App von Huawei. Im Zuge der Einrichtung muss nur die passende SSID (Kennung) des GigaCube-WLANs angeklickt werden. Anschließend das WLAN-Passwort eintippen, welches man ebenfalls am Boden verzeichnet findet oder auf dem beiliegenden Sticker. Fertig! Anschließend lässt sich der Router auch mit der Hilink App rudimentär einrichten und verwalten. Leider bietet die App nur sehr wenig Einstellmöglichkeiten, so dass wir den direkt Zugriff per Browser empfehlen.

GigaCube per Tablet


5. Test: Wie gut ist die LTE-Empfangsqualität des Routers?

Einer der wohl wichtigsten Eigenschaft eines guten LTE-Routers sind die Qualitäten des verbauten Modems. Oder anders ausgedrückt, wie viel holt der Router aus den gegeben Empfangsbedingungen ohne Zusatzhilfsmittel, wie Antennen, heraus? Um das zu testen, haben wir den GigaCube gegen zwei aktuell erstklassige, stationäre Endgeräte und ein Tablet von Samsung (Tab S) antreten lassen. Eigentlich war noch der Check im LG G5 geplant, doch leider sieht die GigaCube-SIM für die erforderliche Nano-SIM keine Stanzung vor, so dass wir diese nicht einlegen konnten. Gegeneinander traten also der Zyxel 4506, die FritzBox 6820, sowie das Galaxy Tab S an. Allesamt verfügen selbst über sehr gute LTE-Modems mit CAT4-CAT6. Bei allen Geräten wurde die GigaCube-SIM eingesetzt und am selben Standort je 10 Minuten die Durchschnittswerte ermittelt. Sofern möglich der RSRQ, RSRP, RSSI und SINR. Beim GigaCube konnten wir die Werte mit unserem Tool LTEWatch genau beobachten. Etwas schwieriger gestaltete sich das die Messung bei der Fritzbox, wo wir im Menü des Routers die Mittelwerte jeweils rechnerisch bestimmten. Im Zyxel wird leider nur der RSRP ausgegeben, selbiges gilt für das Tab S per App. Zumeist wählten sich die Endgeräte in eine 800 MHz LTE-Zelle von Vodafone ein. Die FritzBox 6820 bevorzugte jedoch zunächst eine bei 2600 MHz, so dass wir hier beide Werte angegeben haben.

800 MHz

800 MHz

2600 MHz

800 MHz
2600 MHz ?

GigaCube

FritzBox 6820

FritzBox 6820

Zyxel 4506

Galaxy Tab S

RSRQ mittel

-5

-12

-11

?

?

RSRP mittel

-99

-98

-113

-88

-115

RSSI mittel

-74

-

-

?

?

SINR mittel

13 dB

9 dB

13 dB

?

?


Aufgrund der vielen fehlenden Werte, ist besonders der Vergleich mit der LTE-Fritzbox aussagekräftig. Hier zeigt der GigaCube, das er sich wahrlich nicht verstecken muss, im Gegenteil. Die Werte sind durchgängig leicht besser, abgesehen von dem einen Messwert beim Signalrauschabstand bei 800 MHz der FritzBox. Der GigaCube spielt also empfangstechnisch auf jeden Fall im oberen Feld mit, da gibt es nichts auszusetzten. Mit passender LTE-Antenne, sollte man also auch schwierige Empfangsbedingungen, z.B. in bergigen Regionen, problemlos meistern.

Tipp: Im Menü können Sie zwischen interneb und externen Antennen manuell wechseln. Und mit LTEWatch ist es sogar möglich direkt das gewünschte LTE-Band anzuwählen ...



6. WLAN im Test: Wie gut ist das kabellose Heimnetz des Gigacubes im Vergleich?

Rein von den technischen Eckdaten gibt es beim GigaCube im Vornherein nichts auszusetzen. Bis zu 64 Endgeräte können sich mit dem Gerät verbinden, das ist mehr als ausreichend. Zudem unterstützt der B528 den leistungsstarken WLAN-ac Standard (802.11ac), der gegenüber 802.11n mehr Performance und Reichweite verspricht. Wir empfehlen den Betrieb auf dem 5 GHz Band, sofern das alle Ihre Endgeräte unterstützten.

Um die Leistungsfähigkeit des integrierten WLAN-Moduls zu testen gingen wir wie folgt vor: Der GigaCube trat dabei gegen nichts Geringeres an, als einen der leistungsstärksten Premium-Router aus dem Hause AVM – der Fritz!Box 7850. Dazu platzierten wir beide Geräte abwechselnd an ein und dieselbe Stelle im Büro. Abwechselnd, um eine gegenseitige Störung auszuschließen, führten wir an zwei festgelegten anderen Positionen jeweils Messungen der verbleibenden Signalstärke vor. Einmal musste das Signal linear durch 2 Türen, also ohne Mauerwerk-Hindernis (Messpunkt 1). Messpunkt 2 lag eine Etage höher durch eine Decke am selben vertikalen Punkt. Die Position 3 lag eine Etage höher in einem Nebenraum. Durchgeführt wurde die Messung der Signalstärke jeweils mit einem LG G5. Der Test fand ausschließlich bei 5 GHz und via WLAN ac statt. Um mögliche Unterschiede hinsichtlich der Kanalwahl auszuschließen, haben wir beide Router zudem auf Kanal 44 fixiert. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse im Überblick.

WLAN Test Messpunkt 1 Messpunkt 2 Messpunkt 3

GigaCube

-77 bis -83 dBm

-60 bis -68 dBm

-75 bis -80 dBm

Fritzbox 7580

-77 bis -80 dBm

-60 bis -65 dBm

-63 bis -66 dBm


Die ermittelten Ergebnisse zeigen praktisch keine nennenswerten Unterschiede, außer bei 3. Messpunkt. Möglich also, dass das WLAN-Modul vom GigaCube nicht ganz so gut mit baulichen Hindernissen umgehen kann. Dennoch schlägt sich die Box hier hervorragend gegen die starke Konkurrenz von AVM. Kurz zur Interpretation: Werte von -40 bis -60 dBm gelten als sehr gut – Pegel bis ungefähr -80 sind gut bis ausreichend. Hier sind ggf. nur Performanceminderungen zu erwarten. Erst ab Signalwerten unter -100 dBm treten langsam deutlichere Probleme bis Verbindungsabbrüche auf.


Cube daheim im Einsatz

7. Speedtest: Wie schnell ist GigaCube in der Praxis?

Natürlich wollten wir auch wissen, in wie weit sich die in Aussicht gestellten 150 MBit im Downstream und 50 MBit beim Upstream im Alltag erreichen lassen. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass die Empfangsbedingungen vor Ort ausreichen (siehe weiter unten). Ein weiterer Aspekt: Sofern man nur mit einer Funkzelle im 800 MHz Frequenzbereich (Band 20) verbunden ist, limitiert sich die Datenrate technisch ohnehin auf 50 MBit. Denn hier beträgt die nutzbare Bandbreite im Vodafone-Netz lediglich 10 MHz. Erst bei 1800 oder 2600 MHz lassen sich CAT4-typische Geschwindigkeiten bis 150 MBit erreichen, da hier 20 MHz verfügbar sind.



Als erstes führten wir einen Speedtest im Büro sowie einer Wohnung durch. Hier erzielten wir etwas mehr als 50 MBit. Der Router präferierte hier eindeutig eine Zelle bei 800 MHz, da vor Ort diese die besten Empfangsbedingungen liefert. Daher führten wir direkt in der Innenstadt noch zwei Messungen durch, in der Hoffnung dort einen Mast im Band 2600 zu erwischen. Doch leider quittierte der Speedtest auch hier nur marginal mehr als 55 MBit und rund 18 MBit im Upload.

8. Telefonie nicht möglich?

Viele werden sich sicher wundern, warum die Box auf der Rückseite einen Telefonanschluss besitzt. Immerhin schließt Vodafone jegliche Telefonie und SMS-Nutzung beim GigaCube aus. Auch im Routermenü fehlen sämtliche Einstellmöglichkeiten. Tatsächlich wurde die Firmware wohl zumindest soweit modifiziert, dass man den Port nicht nutzen kann. Dafür kann man aber per SIP über einen Umweg sehr wohl mit seiner Festnetznummer telefonieren und anrufen. Mittels der SIP-App, konnten wir am Tablet jedenfalls ganz normal telefonieren. Wie man telefoniert und ein Festnetztelefon anschließt, verraten wir hier ganz genau im SpezialGigaCube Hacks: So holen Sie alles aus dem Tarif heraus.


Anschlüsse des Routers auf der Rückseite

9. Routerzwang? Mitnichten, aber …

In der Werbung liest es sich ein bisschen so, als ob man zur Nutzung unbedingt den GigaCube-Router benötigt und der Betrieb nicht in anderen Endgeräten möglich sei. So heißt es z.B. „Sie brauchen nur Vodafone Mobilfunk-Empfang und einen Stromanschluss.“ oder „Einfach Stecker in die Steckdose und überall surfen. So einfach geht Internet unterwegs.“ Tatsächlich geht es noch einfacher. Denn wir konnte die SIM in jedem beliebigen Endgerät verwenden. Dafür sind jedoch einige kleine Handgriffe nötig, die wir im nächsten Abschnitt verraten. Dass es keine feste Routerbindung gibt, hat gleich mehrere Vorteile. Ohne Frage ist die GigaCube-Box daheim oder im Wohnwagen ein probater Begleiter, doch für den Alltag unterwegs viel zu sperrig. Kaum jemand wird das Gerät in einem Café auf dem Tisch platzieren und nach Strom fragen wollen. Schließlich fehlt dem der Router auch der Akku. Wer will, packt die SIM-Karte also einfach in sein Tablet, einen LTE-Stick oder einen Mini-Hotspot-Router wie es sie heute zuhauf gibt – meist sogar mit Akku.

9.1 Anleitung: So nutzen Sie die GigaCube SIM in anderen Geräten

Um die SIM-Karte auch außerhalb des GigaCube-Routers einsetzen zu können, bedarf es nur einiger kleiner Handgriffe. Wer die Karte z.B. in sein Tablet legt, wird zunächst nicht ins Internet kommen. Exemplarisch zeigen wir folgt am Beispiel eines Drittrouters von AVM und einem Samsung Tablet, was zur Einrichtung nötig ist.

Fall A – Tablet: Nach dem Einlegen einer Fremd-SIM-Karte, verschickt der Provider normaler Weise eine Konfigurations-SMS mit den nötigen Eckdaten für das Endgerät. Da Vodafone offensichtlich nicht daran interssiert ist, dass Kunden den Tarif in Fremdgeräten nutzen, bleibt diese hier aus. Stattdessen muss man selbst die Konfiguration per Hand vornehmen. Das Prinzip ist für iOS-Geräte ähnlich – dieses Beispiel richtet sich an Android-Nutzer. Nach dem Einlegen der SIM, gehen Sie bitte in den "Einstellungen" und „Weitere Einstellungen“. Dort benötigen wir die Option „Mobile Netzwerke“ und „Zugangspunkte“. Wie auf dem folgenden Screenshot zu sehen, ist hier standardmäßig nur 1-2 Zugangspunkte mit den APNs web.vodafone oder event.vodafone.de hinterlegt. Diese ist aber falsch! Klicken Sie rechts oben auf „Neuer APN“. In diesem Menü vergeben wir einen Namen (optional), z.B. „GigaCube“ und tragen bei „APN“ home.vodafone.de ein. Nun zurück und das Profil „GigaCube“ auswählen! Spätestens nach 3-4 Sekunden sollte oben eine LTE-Verbindung angezeigt werden.



Fall B – Drittrouter: Auch bei Verwendung anderer Router ist die Umstellung der APN in diesem Fall unerlässlich. Die meisten Endgeräte bieten dazu ein entsprechendes Feld im Konfigurationsmenü. Einzig die Vodafone EasyBox LTE haben wir mit der GigaCube SIM nicht zum Laufen gebracht, da diese zu Beginn eine automatische Einrichtung startet ohne die Möglichkeit zur APN-Änderung. Getestet haben wir daher wieder mit dem schon erwähnten Zyxel-Router und der FritzBox 6820. Loggen Sie sich wie gewohnt im AVM-Router ein und wählen links den Menüpunkt „Internet“. Unter „Zugangsdaten“ lässt sich ein neues Profil anlegen samt der nötigen APN home.vodafone.de. Belassen Sie Mobilfunkart und LTE-Frequenzband auf „automatisch“.

Fritz!Box 6820 LTE mit einer GigaCube SIM


10. Empfangsverbesserung

Der GigaCube-Router kann sowohl mit den internen Antennen, als auch mit externen Zusatzantennen betrieben werden. Letztere empfehlen sich dann, wenn die Signalstärke am Einsatzort über die implementierten Empfangselemente nicht mehr ausreicht. Indizien dafür währen z.B. ein RSRP über dem Wert (größere Zahl) von minus 110 dBm.



Beim stationären Einsatz reicht aber bereits oft eine Änderung des Aufstellortes. Vermeiden Sie z.B. die Platzierung in den Räumen – erstrecht in Schränken etc. Der beste Ort findet sich meist am Fenster. Probieren Sie zudem verschiedene Ausrichtungen, also z.B. Hausvorderseite, Rückseite, Obergeschoss etc. Wenn sich auch hier keine ausreichenden Pegel erzielen lassen, macht der Kauf einer Zusatzantenne Sinn. Auch auf Reisen kann diese ggf. Verbindungen drastisch verbessern oder überhaupt erst möglich machen.


Jetzt hier auf www.vodafone.de/gigacube online bestellen und durchstarten.

10.1 Welche Antennen passen und welche Adapter brauch ich?

Brauchbare LTE-Antennen für den GigaCube mit passendem TS9-Stecker (der Anschluss für Antennen auf der Rückseite), gibt es leider sehr wenige am Markt. Insbesondere von billigen „Wunderantennen“ bei Ebay & Co. sollte man Abstand nehmen, da hier in der Regel keinerlei Verbesserungen erzielt werden. Unser Tipps gehen an die seit Jahren bewehrte Novero Dabendorf Antenne (gibt es für 800, 2100 und 2600 MHz) und die „Fledermausantenne“ von FTS-Hennig. Letztere gibt es direkt als Variante mit TS9 Stecker. Bei der Novero benötigt man noch zwei Adapterstecker von SMA auf TS9. Wer sich nicht auf eine Betriebsfrequenz festlegen kann oder möchte, sollte zur Fledermausantenne greifen, da es sich hier um eine sogenannte Breitbandantenne handelt. Sie kann also sowohl für 800, 1800 als auch 2600 MHZ eingesetzt werden. Bei der Dabendorf muss man sich hingegen konkret für eine Variante entscheiden, was aber auch mit höheren Empfangsgewinnen honoriert wird.

angeschlossene Antenne
Adapter TS9 auf SMA

Und welche passt für mich am besten? Wenn Sie den GigaCube vorrangig an ein und demselben Platz für längere Zeit betreiben wollen (z.B. im Ferienhaus), dann wäre die Novero stehts die bessere Wahl. Wer oft den Standort wechselt, wie beim Camping, und flexibel bleiben will, der fährt mit der FTS-Antenne am besten. Diese ist federleicht, einfach zu verstauen, mit Saugfüßen anbringbar und muss nicht genau ausgerichtet werden.

10.2 Empfangsstärke ermitteln und auslesen

Die nützlichsten Parameter zur Signalqualität lassen sich direkt im Menü des Routers ablesen. Zu finden unter "System" -> "Geräteinformationen". Noch komforabler geht es aber mit unserem kostenlosen Programm "LTEWatch". Damit werden alle Parameter kontinuierlich ausgelesen, die Mittelwerte bestimmt und grafisch dargestellt. Zudem können Sie mit dem Tool - und das ist einzigartig - aktiv die gewünschte LTE-Frequenz wählen.




Unser Fazit

Testurteil Vodafone GigaCube
Vodafone hat mit dem GigaCube hier auf www.vodafone.de/gigacube ein exzellentes Produkt kreiert. Der relative Preis je GigaByte, kann sich praktisch mit jedem Discount-Datentarif messen lassen. Und 50 GB ab 25 €, gibt es aktuell sonst nirgends. Auch der Router kann überzeugen, obgleich er aber vorrangig für den Einsatz an einem Ort konzipiert ist. Wie wir aber zeigen konnten, lässt sich der Tarif mit wenigen Kniffen auch in anderen Geräten mobil einsetzen. Die Einsatzmöglichkeiten sind äußerst vielfältig, was das Angebot für eine breite Zielgruppe interessant macht. Daher unser Top-Tipp in der Rubrik (reiner) LTE-Zuhause-Tarife.

Weiterführendes

» Ratgeber LTE für Zuhause
» Ratgeber zur Empfangsverbesserung bei LTE
» LTE Speedtest durchführen

Bilder: lte-anbieter.info



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