Zur Beantwortung dieser Frage haben wir speziell eine Extraseite zum Thema „Verfügbarkeit von LTE in Deutschland“ eingerichtet. Dort berichten wir regelmäßig für Sie über Fortschritte und dem aktuellen Status des LTE-Ausbaus. Zudem finden Besucher eine Karte, mit einer Vielzahl von LTE-Standorten bundesweit. Diese wird in Zukunft um Großstädte erweitert, in denen LTE verfügbar ist.
Weil Nachfolgestandards in der Regel erhebliche Verbesserungen gegenüber ihrem Vorgänger bieten, werden UMTS und HSDPA früher oder später dem moderneren LTE weichen. Da dies natürlich ein Jahrzehnte lang andauernder Vorgang ist, bietet die Abwärtskompatibilität von LTE genug Spielraum für diesen evolutionären Prozess.

Seit Jahren bereits werden von Politik und seitens der Wirtschaft immer wieder Versprechungen laut, mehr für den Ausbau des schnellen Internets auf dem Land zu tun. Doch auch heute klaffen immer noch weiße Flecken auf der Breitbandinternet-Landkarte. Und Besserung schien viele Jahre nicht in Sicht. Internet via Funk per LTE bedeutet endlich die Lösung für betroffene Gebiete. Denn in entlegenen Regionen sind kabelbasierte Netze einfach zu teuer und zu unwirtschaftlich. Spätestens bis 2016 sollen die Probleme gelöst, sprich alle Breitbandflecken geschlossen sein. Wahrscheinlich wird diese Ziel jedoch schon 1-2 Jahre eher erreicht werden.
Die Lösung fürs Land verspricht genaue genommen die so genannte "digitale Dividende". Hierbei handelt es sich um ein Frequenzband im 800-MHz-Bereich, welches nicht mehr benötigt wurde und somit frei für alternative Aufgaben war. Genutzt wurden die Frequenzen vorher für die Übertragung des analogen Antennen-Fernsehens. Auch das Militär hatte einige davon in Benutzung. Ein weiterer Vorteil der Frequenzen im 800-MHz-Bereich ist, die höhere Reichweite dieser Wellen. Damit sinken gleichzeitig auch die Kosten für eine großflächige Versorgung auf dem Land. Zwar sind die effektiv zu erwartenden Datenübertragungsraten niedriger, als die in Zusammenhang mit LTE meistens angegebenen Maximalwerte von 100 Mbit. Aber auch Leistungen im zweistelligen Megabit-Bereich sind für diese Regionen bereits ein Segen.
Wahrscheinlich schon. Denn bei LTE handelt es sich nicht um eine Technologie von einem Unternehmen oder eines Landes im Alleingang. Die LTE-Netze werden weltweit massiv ausgebaut. Hinter LTE steht das so genannte 3GPP – dem "3rd Generation Partnership Project". Das ist eine weltweite Kooperation von Standardisierungsgremien, die z. B. schon die Fäden für die Standardisierung der weltweit genutzten UMTS-Mobilfunktechnologie zogen. Daher können LTE-Geräte auch überall im Ausland genutzt werden, sofern sie mehrbandfähig sind. Denn in anderen Ländern werden andere Frequenzbänder genutzt. Einige Leser werden dies vielleicht von ihrem Handy kennen. In diesem Zusammenhang spricht man oft auch von Tri- oder Dualband-Handys, welche etwa auch in Amerika funktionieren. Doch für eine endgültige Aussage ist es leider noch zu früh.
Zwar ist LTE international bislang nur mittelmäßig verbreitet. Dennoch wird bereits seit einiger Zeit am Nachfolgestandard gearbeitet. Ganz genau genommen handelt es sich bei LTE auch noch nicht um ein Netz der vierten Generation, wie dies häufig behauptet wird. Korrekter wäre die Bezeichnung 3.9G mit „G“ für „Generation“. Erst „LTE-Advanced“ trifft alle von 3GPP geforderten Parameter der 4. Generation. Es spricht jedoch vieles dafür, dass dieser kleine aber feine Unterschied keine Berücksichtigung findet und LTE im allgemeinen Sprachgebrauch bereits als 4G eingeordnet wird. LTE-Advanced verspricht vor allem noch höhere, maximale Datenübertragungsraten. Theoretisch bis in den Bereich von 1000 MBit/s. Doch bis solche High-Speednetze auch in Deutschland Realität werden, dürften zumindest noch 7 Jahre oder mehr ins Land gehen.