LTE FAQ - häufige Fragen mit Antworten rund ums Thema ...


Was heißt eigentlich "LTE"?

Die Buchstaben in der Abkürzung von „LTE“ stehen für „Long Term Evolution“ - die Mobilfunktechnologie und wird als Nachfolgestandard vom UMTS angesehen. Früher wurde LTE in der Literatur gelegentlich auch mit „HSOPA“ bezeichnet. Geläufiger, wenn auch nicht ganz korrekt, ist heute die Abkürzung "4G". Weit präziser wäre dagegen die Einstufung als 3.9xG-Standard. Denn der Spezifikation der 3GPP nach, ist LTE in der ersten Form noch nicht zur 4. Generation zuzuordnen. Erst LTE-Advanced (ab CAT6) erfüllt alle Vorgaben erfüllen. Nichtsdestotrotz wird im Marketing, seitens der Mobilfunkprovider, nicht selten von 4G gesprochen.




Wer bietet LTE, beziehungsweise welche Anbieter gibt es in Deutschland?

Im Mai 2010 endete erst die Auktion für die LTE-Nutzfrequenzen. Zuschläge erhielten Vodafone, die Telekom, E-Plus und O2. Von diesen vier Providern ist die Mobilfunktechnik schon in sehr vielen Gebieten UND Städten verfügbar. Eine Übersicht aller LTE-Anbieter, mit weiteren Zusatzinformationen, haben wir für Sie hier noch einmal zusammengestellt. Neben den Netzbetreibern, führen noch etliche Drittmarken entsprechende Tarife, wie unsere Marktübersicht zeigt.


Wie schnell ist LTE?

In zwei Wörtern: "sehr schnell!" Hier bietet sich ein sehr schöner Vergleich zur guten alten „DSL“-Technik an. DSL-Anschlüsse leisten in Deutschland Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 16 MBit/s (DSL 16000). LTE hingegen war bereits in der ersten Generation für Downloadraten um die 100 MBit/s ausgelegt. Für den Upload stehen in der Spitze 50 MBit/s zur Verfügung. Im Sommer 2013 gingen zwei Netzbetreiber noch einen Schritt weiter. Auf Basis des LTE-Release 8 mit der Gerätedefinition CAT-4, sind seitdem bis zu 150 MBit machbar.



Nochmals verbesserte Varianten, genauer gesagt das sogenannte „LTE-Advanced“, können im Zusammenspiel mit moderneren Modulationsverfahren und Antennentechnologien, sogar Leistungen von 300, 500 oder gar 1000 MBit/s ermöglichen. Damit hat die Technik selbst für Anwendungen, die noch in ferner Zukunft liegen, genug Leistungsreserven. Das diese Werte keine reine Theorie und Labor-Spinnereien sind, wurde bereits vor Jahren in Praxistest mehrfach [-1-] [-2-] bewiesen. Angeboten wird das schnelle Advanced übrigens seit November 2014 von der Telekom (Tarife hier), O2, sowie Vodafone. Brachiale Downloadraten von sage und schreibe 500 MBit liegen aktuell im Bereich des Möglichen. In naher Zukunft sollen sogar Tarife mit um die 1000 MBit erwartet ...

Was ist Hybrid-LTE?

Seit Ende 2014 gibt es von der Telekom eine neue Technik, die DSL mit LTE bündelt und so rasend schnelles Internet auch in Regionen ohne flottes DSL bringt. Und zwar ganz ohne Drosselung oder Datenvolumenbeschränkung. Alles Wichtige zu den Hybrid-Flatrates, erfahren Sie hier.

Kann ich mit LTE auch Onlinespiele nutzen?

Gamer, die lange auf einen Breitbandanschluss gewartet haben, wollen natürlich auch online spielen. Doch jeder, der sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat weiß: Spiele á la World of Warcraft, Battelfield oder League of Legends stellen hohe Anforderungen an den PC UND den Internetzugang. Neben der Datenrate, die möglichst über 6 MBit liegen sollte, spielt insbesondere die Pingzeit (Latenz) eine wichtige Rolle. Nur bei ausreichend schnellen Serverantwortzeiten sind ruckelfreie Interaktionen und schnelle Reaktionen möglich. Der Ping sollte möglichst unter 60-70 ms liegen. LTE schafft dies rein technisch ohne Probleme. Prinzipiell sind unter Idealbedingungen Werte um 15-30 ms erreichbar. In der Realität liegt das Ergebnis meist irgendwo zwischen 20 und 80 ms. Eine ausführliche Studie unserer Redaktion hat gezeigt, dass die niedrigsten Pingwerte (im Schnitt) Telekom-Nutzer erwarten können, nahe gefolgt von Vodafone. Wer im Mittel schlechtere Werte misst, sollte den nächsten Abschnitt lesen. Was Spieler mit LTE-Anschluss sonst noch wissen und beachten sollten, lässt sich hier in unserem großen Themenspezial nachlesen.

Mein LTE-Anschluss scheint zu langsam, was kann ich machen?

Führen Sie zunächst im Tagesverlauf mehrere Male einen LTE-Speedtest durch. Erst dann sollten Sie auf Grundlage des Mittelwertes eine Schlussfolgerung ziehen. Liegt der Wert offensichtlich (>30%) unter der vom Tarif festgelegten maximalen Datenrate, lohnen sich Optimierungen. Eine Übersicht der Möglichkeiten zur Speedverbesserung finden Sie hier. Zudem bietet unsere Community eine erstklassige Anlaufstelle für "härte" Problemstellungen, z.B. wenn keine der Maßnahme fruchten will. Beachten Sie insbesondere auch diesen ausführlichen Beitrag zum Thema Empfangsverbesserung für LTE-Kunden.

Benötige ich einen Telefonanschluss bzw. wie geht das mit dem Festnetz?

Nein, für LTE benötigen Sie prinzipiell keinen Festnetzanschluss, da es sich ja um eine autonome Funktechnik handelt. Lediglich bei DSL bildet das Festnetz die physische Grundlage zur Datenübertragung. Allerdings existieren zwei Ausnahmen. Bei der Deutschen Telekom gibt es den DSL-Ersatz-Tarif „Call&Surf via Funk“ nur in Verbindung mit Festnetzanschluss - die Tarife werden aber ohnehin nur noch angeboten, wenn MagentaHybrid nicht verfügbar ist. Bei diesen basiert der Telefonanschluss ebenfalls auf VoiP - dafür wird zumindest ein langsamer DSL-Anschluss vorausgesetzt. Vodafone stellt Sie vor die freie Wahl. Der Telefonanschluss wird bei "reinen" LTE-Zugängen mittels VOIP realisiert. Daher können die Provider dennoch Komplettpakete mit Festnetzflatrates anbieten.



Was kostet LTE?

LTE gibt es für den stationären Einsatz zuhause (DSL-Ersatz) und zum Surfen für unterwegs mit Highspeed-Turbo. Die Preise unterscheiden sich teils enorm und schwanken in einer Bandbreite von rund 10 – 200 Euro. Abhängig sind die monatlichen Kosten in erster Linie natürlich von der Geschwindigkeit, und dem Inklusivvolumen und dem Telefonanschluss (mit oder ohne Flat). Komplettpakete fürs Smartphone sind mittlerweile schon ab ca. 10-20 Euro monatlich erhältlich. Wir empfehlen daher einen unabhängigen Tarifvergleich mit einer Übersicht aller Anbieter und Preise.


Gibt es LTE auch für das Handy/Smartphone?

Da es sich bei LTE um eine Mobilfunktechnologie handelt, gibt es selbstverständlich auch Handys, die den 4G-Standard unterstützen. In der Anfangszeit bis 2013, ließ die Auswahl teils noch sehr zu wünschen übrig. Mittelwelle kommt fast kein neues Smartphone mehr ohne 4G-Suport heraus - selbst im Billig-Segment unter 100 Euro. Die Vorteile: Neben schnellerem, mobilem Internet, sorgt LTE (per VoLTE) auch für eine deutlich bessere Sprachqualität, schnelleren Rufaufbau und geringeren Energieverbrauch. 2015 starteten O2 und Vodafone erstmals VoLTE im eigenen Netz. Darüber hinaus sind neue Anwendungen am Smartphone möglich, die sehr hohe Datenmengen generieren, wie zum Beispiel Videotelefonie in HD-Auflösung. Die hohen Datenraten bieten ein völlig neues Benutzererlebnis - auch bei "normaler" Nutzung. » Übersicht aller verfügbarer LTE-Smartphones.




Wird DSL oder VDSL durch LTE ersetzt?

Die Frage ist bei weitem nicht so weit hergeholt, wie sie am Anfang zunächst klingen mag. Denn rein technisch gesehen, hätte LTE auf jeden Fall das Potenzial dafür. Übertragungsraten jenseits von 100 Mbit/s lassen zumindest DSL-Anschlüsse im wahrsten Sinne des Wortes "ziemlich alt aussehen". Zudem ist die Versorgung eines Gebietes mit Mobilfunktechnologie weitaus günstiger, als Kupfer- oder Glasfaserkabel über große Entfernungen, in einem weitläufigen Netz und in jedes Haus zu legen.


Daher ist tatsächlich anzunehmen, dass LTE in einigen Regionen zu den klassischen, kabelbasierten Breitbandnetzen ergänzend (Stichwort Hybrid) oder sogar substitutiv auf den Breitbandausbau wirkt. Letzteres bedeutet im Klartext: Anbieter erschließen bestimmte Regionen auf dem Land nur per LTE und nicht mehr mit kostspieligem kabelbasierten Internet. In diesem Punkt sehen einige Verbraucher sogar eine Gefahr als eine Chance. Voraussetzung für dieses Szenario wäre jedoch zunächst eine hohe und weitläufige Verfügbarkeit von LTE. Das derartige Gedankenspiele keine reine Fiktion sind, zeigte eine Ankündigung von Vodafone Mitte 2011, als der Konzern tatsächlich ankündigte, künftig vor allem auf LTE beim Breitbandaufbau zu setzen. Man plante sogar ursprünglich den DSL-Vertrieb sukzessive zurückzufahren. Mittlerweile ist der Konzern von diesen Plänen zwar wieder abgerückt, was aber nicht bedeutet, dass eine rein mobile Zukunft in einigen Dekaden gänzlich unmöglich wäre. Bis mindestens 2020 wird LTE-Mobilfunk definitiv Teil des Breitbandmixes bleiben, diesen aber nicht dominieren. Mit 5G könnte sich das erstmals ändern, denn Anfang 2017 berichteten wir erstmals von der Möglichkeit, in Zukunft die Mobilfunktechnik für die letzte Meile zu verwenden. Also statt dem Festnetz. Das würde deutlich schnellere stationäre Internetzugänge ermöglichen.


Welche Vorteile bzw. Nachteile bietet LTE?

LTE zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Verbesserungen und Vorteilen gegenüber den Vorgängermobilfunkstandards aus. LTE hat sogar Potenzial, DER Standard für mobile Datenübertragung und Kommunikation in den nächsten 10 Jahren zu bleiben, auch wenn 5G (zumindest auf dem Papier) schon in den Startlöchern steht. Lesen Sie hier in unserem Spezial alles zu den Vorteilen von LTE im Überblick und Detail.


Kann ich LTE auch zuhause nutzen?

Ganz klares Ja! Natürlich können Sie LTE auch in den eigenen vier Wänden einsetzen. Dahinter steckt ja eine Mobilfunktechnologie, die (zumindest bei Verfügbarkeit) ortsunabhängig genutzt werden kann. Dank der hohen Datenübertragungsraten und weiterer Vorteile, sind kabelgebundene Breitband-Internetzugänge sogar ersetzbar. Sie könnten den Internetanschluss dann (bildlich gesprochen) überall mit hinnehmen. Im ländlichen Raum ist LTE primär als DSL-Ersatz, also für zuhause, vorgesehen -überall dort, wo es bis dato kein DSL gibt oder nur sehr langsames. Diese Regionen werden oft auch mit dem Begriff der "weißen Flecken" umschrieben.


Welche Hardware benötige ich für LTE?

Je nach Anwendungsgebiet, benötigen Sie entweder ein LTE-taugliches Smartphone oder ein LTE-Modem. Bei Letzterem gibt es verschiedene Ausprägungen und Möglichkeiten die, je nach Anwendungszweck, Vorteile oder Nachteile aufweisen. Lesen Sie dazu am besten unser Spezial zum Thema LTE Modems. Beim stationären Einsatz empfehlen wir einen LTE-Router. Zudem empfiehlt sich beim häuslichen Einsatz in den meisten Fällen die Installation einer zusätzlichen externen Antenne zur Empfangsverbesserung.


Worauf zielt die LTE-Technik technisch und praktisch gesehen?

Die Technik zielt auf eine Verbesserung der der so genannten Spektraleffizienz, niedrigeren Kosten und höhere technische Servicequalität (QoS). Und dass bei gleichzeitiger Abwärtskompatibilität zu Vorgängerstandards, wie UMTS! Durch diese und einigen anderen, vom weltweiten Mobilfunk-Standardisierungsgremium 3GGP festgelegten Parametern, verspricht die LTE-Technik eine Reihe von sehr bedeutenden Vorteilen.


Was bedeuten Revision XY und die Gerätekategorien 1 bis 15 (CAT) bei LTE?

Der LTE-Standard wird stetig weiterentwickelt. Es gibt sozusagen nicht "das LTE". Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass unterschiedliche Geräteklassen (bei Surfsticks oder Routern z.B.) existieren, die bestimmte Entwicklungsstufen schon unterstützten oder eben nicht. Speziell dazu haben wir hier einen ausführlichen Beitrag für Sie erstellt, der über diese Zusammenhänge informiert.

Was steckt hinter den Begriffen "Max LTE" oder "RealLTE"?

Bei Vodafone und Telekom taucht in den Produktprospekten öfters der Termini "Max LTE" auf. Und auch "RealLTE" ist mitunter zu lesen. Sind das schon wieder neue Funktechniken? Was damit genau gemeint ist, erfahren Sie ausführlich hier.


Gibt es LTE nur mit, oder auch ohne Mindestvertragslaufzeit?

Der Regelfall sind Vertragstarife mit 24 monatiger Laufzeit. Aber tatsächlich finden sich einige wenige Angebote ohne MVLZ - dadurch muss man sich nicht unbedingt für 2 Jahre binden.

Ist Roaming möglich?

Seit Mitte 2014 können endlich auch deutsche Kunden im Ausland LTE per Roaming nutzen. Dies war zuvor nicht möglich. Doch noch funktioniert das längst noch nicht überall auf der Welt. Dann erfolgt der Internetzugriff weiter nur per 3G oder im noch langsameren 2G-Modus. Mehr zum aktuellen Stand und den Entwicklungen, finden Sie hier in diesem Ratgeber.

Wie findet man raus, ob man evtl. schon LTE hat?

Diese Frage ist gar nicht so trivial, wie sie scheint. Denn alleine die Geschwindigkeit ist z.B. keinesfalls ein hinreichendes Kriterium. Auch die Beantwortung würde den Rahmen dieses kleinen FAQs sprengen. Alle Antworten gibts daher hier in diesem Infospezial.


Seit wann wird LTE schon angeboten?

Die Versteigerung der nötigen Mobilfunklizenzen wurde erstmals im Mai 2010 abgeschlossen. Ende 2010 starteten die LTE-Anbieter erste Pilotprojekte mit Testkunden. Seither läuft der Netzaufbau kontinuierlich weiter. Regelmäßig verkünden die Unternehmen nun neue Sendestationen in ganz Deutschland. Die Entwicklung können Sie regelmäßig hier bei uns im Newsbereich verfolgen.  Vodafone bot Anfang 2011, als erster Anbieter, LTE in vereinzelten Regionen. Die Deutsche Telekom startete zum 01. April 2011 die Vermarktung. O2 folgte im Sommer desselben Jahres, genauer gesagt am 1. Juli. Anfang März 2014 schloss letztendlich auch E-Plus auf und offeriert seinen Kunden seither den Zugriff auf LTE ohne Aufpreis. Aufgrund der Übernahme von O2, verschmelzen beide Netze aber Mitte seit 2016 zu einem.



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