zu Vodafone LTE

LTE FAQ - häufige Fragen mit Antworten rund ums Thema...


Was heißt LTE?

Die Buchstaben in der Abkürzung von „LTE“ stehen für „Long Term Evolution“. LTE ist eine Mobilfunktechnologie und wird als Nachfolgestandard vom UMTS angesehen. Manchmal wird LTE in den Medien oder der Literatur auch mit „4G“ oder „HSOPA“ bezeichnet. Präziser ist allerdings die Einstufung als 3.9xG-Standard. Denn der Spezifikation der 3GPP nach, ist LTE in der jetzigen Form noch nicht zur 4. Generation zuzuordnen. Erst LTE-Advanced wird alle Vorgaben erfüllen. Nichtsdestotrotz wird im Marketing schon von 4G gesprochen.


Seit wann gibt es LTE?

Die Versteigerung der nötigen Mobilfunklizenzen wurde im Mai 2010 abgeschlossen. Ende 2010 starteten die LTE-Anbieter erste Pilotprojekte mit Testkunden. Seither läuft der Netzaufbau kontinuierlich weiter. Regelmäßig verkünden die Unternehmen nun neue Sendestationen in ganz Deutschland. Die Entwicklung können Sie im Newsbereich verfolgen.  Vodafone bot Anfang 2011, als erster Anbieter, LTE in vereinzelten Regionen an. Die Deutsche Telekom startete zum 01. April 2011 die LTE-Vermarktung. O2 plant folgte im Sommer des selben Jahres, genauer gesagt am 1. Juli. Wann E-Plus LTE anbieten möchte, ist bisher leider noch nicht bekannt. Als relativ sicher gilt jedoch, dass es nicht vor 2013 sein wird.


Wer bietet LTE, beziehungsweise welche LTE-Anbieter gibt es?

Im Mai 2010 endete erst die Auktion für die LTE-Nutzfrequenzen. Zuschläge erhielten Vodafone, die Telekom, E-Plus und O2. Von Vodafone, O2 und der Deutschen Telekom, ist LTE regional schon in sehr vielen Gebieten verfügbar. Spätestens im Verlauf des Jahres 2012 erwarten wir in allen Bundesländern eine Abdeckung von 90% der weißen Flecken. Ende 2011 waren nämlich bereits in 50 Prozent der Bundesländer diese Quote erreicht. Eine Übersicht aller LTE-Anbieter finden Sie hier.


Wie schnell ist LTE?

In zwei Wörtern: "sehr schnell!" Hier bietet sich ein sehr schöner Vergleich zur guten alten „DSL“ Technik an. DSL-Anschlüsse leisten in Deutschland Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 16 MBit/s (DSL 16000). LTE hingegen ist bereits in der ersten Generation für Downloadraten um die 100 MBit/s ausgelegt. Für den Upload stehen bis 50 MBit/s zur Verfügung. Verbesserte LTE-Varianten oder das so genannte „LTE-Advanced“, könnten im Zusammenspiel mit moderneren Modulationsverfahren und Antennentechnologien in Zukunft sogar Leistungen von 300, 500 oder gar 1000 MBit/s ermöglichen. Damit hat die Technik auch für Anwendungen, die noch in ferner Zukunft liegen, genug Leistungsreserven. Das diese Werte keine reine Theorie und Labor-Spinnereien sind, wurde bereits in Praxistest mehrfach bewiesen.


Kann ich mit LTE auch Onlinespiele nutzen?

Gamer, die lange auf einen Breitbandanschluss gewartet haben, wollen natürlich meist auch online spielen. Doch jeder, der sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat, weiß: Spiele á la World of Warcraft, Battelfield oder League of Legends stellen hohe Anforderungen an den PC UND den Internetzugang. Neben der Datenrate, die möglichst über 6 Mbit liegen sollte, spielt die Pingzeit eine wichtige Rolle. Nur bei ausreichend schnellen Serverantwortzeiten sind ruckelfreie Interaktionen und schnelle Reaktionen möglich. Die Pingzeit sollte möglichst unter 50-60 ms liegen. LTE schafft dies rein technisch ohne Probleme. Prinzipiell sind unter Idealbedingungen Werte um 20ms erreichbar. In der Realität liegt der Wert meist irgendwo zwischen 20 und 60ms. Wer im Mittel schlechtere misst, sollte den nächsten Abschnitt lesen.

Mein LTE-Anschluss scheint zu langsam, was kann ich machen?

Führen Sie zunächst im Tagesverlauf mehrere Male einen LTE-Speedtest durch. Erst dann sollten Sie auf Grundlage des Mittelwertes eine Schlussfolgerung ziehen. Liegt der Wert offensichtlich (>30%) unter der vom Tarif festgelegten maximalen Datenrate, lohnen sich Optimierungen. Eine Übersicht der Möglichkeiten zur Speedverbesserung finden Sie hier.


Benötige ich einen Telefonanschluss bzw. wie geht das mit dem Festnetz?

Nein, für LTE benötigen Sie prinzipiell keinen Festnetzanschluss, da LTE ja eine autonome Funktechnik ist. Lediglich für DSL ist das Festnetz die physische Grundlage. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Bei der Deutschen Telekom gibt es den DSL-Ersatz-Tarif „Call&Surf via Funk“ bislang nur in Verbindung mit Festnetzanschluss. Bei Vodafone haben Sie die freie Wahl. Der Telefonanschluss wird bei reinen LTE-Zugängen übrigens mittels VOIP realisiert. Daher können die Provider dennoch Komplettpakete mit Festnetzflatrates anbieten.

Was kostet LTE?

LTE gibt es für den stationären Einsatz zuhause (DSL-Ersatz) und zum surfen für unterwegs mit Highspeed. Die Preise für LTE unterscheiden sich teils enorm und schwanken in einer Bandbreite von rund 20 – 80 Euro. Abhängig sind die monatlichen Kosten in erster Linie natürlich von der Geschwindigkeit und dem Inklusivvolumen. Zudem gibt es LTE-Tarife für zuhause mit ohne Telefonanschluss, optional inklusive Festnetzflatrate. Wir empfehlen daher einen unabhängigen Tarifvergleich mit einer Übersicht aller Anbieter von und deren Preise.


Worauf zielt die LTE-Technik?

Die Technik zielt auf eine Verbesserung der der so genannten Spektraleffizienz, niedrigeren Kosten und höhere technische Servicequalität (QoS). Und dass bei gleichzeitiger Abwärtskompatibilität zu Vorgängerstandards wie UMTS! Durch diese und einigen anderen, vom weltweiten Mobilfunk-Standardisierungsgremium  3GGP festgelegten Parametern, verspricht die LTE-Technik eine Reihe von sehr bedeutenden Vorteilen.


Gibt es LTE auch für das Handy?

Da es sich bei LTE um eine Mobilfunktechnologie handelt, gibt es selbstverständlich auch Handys, die den LTE Standard unterstützen. Noch lässt die Zahl eher zu wünschen übrig, aber es gibt Fortschritte. Die Vorteile liegen in der Möglichkeit für höhere Sprachqualität (VoLTE) und schnellerem, mobilem Surfen am Handy. Des Weiteren sind auch Anwendungen am Handy möglich, die sehr hohe Datenmengen generieren, wie zum Beispiel Videotelefonie in hohen Auflösungen. Noch ist dieser Bereich jedoch ganz am Anfang. Echte, marktfähige Services erwarten wir nicht vor 2013. Hier finden Sie ein Übersicht verfügbarer LTE-Smartphones.


Wird DSL oder VDSL durch LTE ersetzt?

Die Frage ist bei weitem nicht so weit hergeholt, wie sie am Anfang zunächst klingen mag. Denn rein technisch gesehen, hätte LTE auf jeden Fall das Potenzial dafür. Übertragungsraten jenseits von 100 Mbit/s lassen zumindest DSL-Anschlüsse im wahrsten Sinne des Wortes "ziemlich alt aussehen". Zudem ist die Versorgung eines Gebietes mit Mobilfunktechnologie weitaus günstiger, als Kupfer- oder Glasfaserkabel über große Entfernungen, in einem weitläufigen Netz und in jedes Haus zu legen.

Daher ist in der Tat anzunehmen, dass in einigen Gebieten und Regionen, LTE zu den klassischen kabelbasierten Breitbandnetzen nicht nur ergänzend sondern auch substitutiv verwendet wird. Sprich: Eine wachsende Zahl an Nutzern könnte, statt auf VDSL oder Kabel, komplett und ausschließlich auf LTE setzen. Beziehungsweise andersherum: Anbieter erschließen bestimmte Regionen auf dem Land nur per LTE und nicht mit kabelbasierten Internet. Voraussetzung hierfür wäre jedoch eine hohe und weitläufige Verfügbarkeit von LTE. Mitte 2011 kündigte Vodafone tatsächlich an, künftig vor allem auf LTE beim Breitbandaufbau zu setzen. Der Konzern wolle sogar langfristig den DSL-Vertrieb sukzessive zurückfahren. Auch diese Entwicklung untermauert unserer Meinung nach die These. Zumindest auf lange Sicht.


Welche Vorteile bietet LTE?

LTE zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Verbesserungen und Vorteilen gegenüber den Vorgängermobilfunkstandards aus. LTE hat sogar Potenzial, DER Standard für mobile Datenübertragung und Kommunikation für die nächsten 10 - 20 Jahre zu werden. Lesen Sie hier in unserem Spezial alles zu den Vorteilen von LTE im Überblick und im Detail.


Kann ich LTE auch zuhause nutzen?

Ja! Natürlich können Sie LTE auch zuhause nutzen. Denn LTE ist eine Mobilfunktechnologie, die (zumindest bei Verfügbarkeit) ortsunabhängig genutzt werden kann. Durch die hohen Datenübertragungsraten und weitere Vorteile ist es möglich, den kabelgebundenen Breitband-Internetzugang zu ersetzen. Sie könnten ihren Internetanschluss dann sogar (bildlich gesprochen) überall mit hinnehmen. Im ländlichen Raum ist LTE primär als DSL-Ersatz (für zuhause) vorgesehen. Und zwar überall dort, wo es bis dato kein DSL gibt. Diese Regionen werden oft auch mit dem Begriff der "weißen Flecken" umschrieben.


Welche Hardware benötige ich für LTE?

Je nach Anwendungsgebiet für LTE, benötigen Sie entweder ein LTE-taugliches Handy oder ein LTE Modem. Bei Letzterem gibt es einige verschiedene Ausprägungen und Möglichkeiten, die je nach Anwendungszweck, Vorteile oder Nachteile aufweisen. Lesen Sie dazu am besten unser Spezial zum Thema LTE Modems. Beim stationären Einsatz empfehlen wir einen LTE-Router. Zudem empfiehlt sich beim häuslichen Einsatz in den meisten Fällen die Verwendung einer zusätzlichen externen Antenne zur Empfangsverbesserung.




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