LTE Advanced Pro & 4.5G

Alles zum Turbo-Standard auf dem Weg zu 5G


Ende des Jahres 2010, wurde in Deutschland erstmals das sogenannte “LTE” kommerziell eingeführt. In den 7 Jahren bis heute hat der Standard eine enorme Entwicklung hinter sich – nicht umsonst steckt schon in der Abkürzung das Wort „evolution“, markiert durch das „E“ in „LTE“. Die Entwicklung Richtung Nachfolger 5G hat mehrere technische Verbesserungen hervorgebracht.

Experten klassifizieren diese nach sogenannten Release-Versionen unterteilt in Gerätekategorien - genauer gesagt ist das Aufgabe des 3GPP Gremiums. Die erste Generation von LTE, wie wir sie kennen, genügte dem Release 8 und die frühesten Hardwaremodelle unterstützten CAT3 und später CAT4. Ab Rel.10 und CAT6 spricht man dagegen vom sogenannten „LTE-Advanced“. Grund ist ein technischer Quantensprung, der hier markiert werden sollte. Erstmals können Frequenzbänder auf verschiedenen Abschnitten des Spektrums zusammen gebündelt werden – mit der sogenannten Carrier Aggregation. Diese Bündelung ist elementar für alle folgenden Verbesserungsschritte bis hin zum LTE-Nachfolger 5G. Durch die Zusammenfassung von zwei Bändern, können die LTE-Anbieter so seit 2015 bis zu 300 MBit Datenrate erzielen. Nötig sind dafür jedoch beim Kunden Endgeräte mindestens nach CAT6. Vodafone bietet aktuell in immer mehr Regionen sogar 500 MBit, wofür CAT11 oder höher benötigt wird. Mehr dazu siehe folgender Abschnitt.

Auf dem Weg zum Gigabit-Netz

LTE-Advanced Pro (LTE-AP)

Mit dem Zusatz “Pro” soll ein weiterer Entwicklungsschritt markiert werden. In dieser Ausbaustufe werden meist mindestens drei Bänder aggregiert, was die Geschwindigkeit vorläufig auf bis zu 600 MBit treibt. Von LTE-Advanced Pro spricht man ab dem Release 12 und der Kategorie 11 (CAT11). In der folgenden Übersichtstabelle sind alle wichtigen Unterscheidungskriterien verzeichnet. Einfach auf die Tabelle klicken um die Ansicht zu vergrößern.


LTE Downlink Kategorien 12 & 13

alle Eigenschaften der Release-Stufen 12 & 13 samt Hardwarekategorien | klicken zum vergrößern


LTE Uplink Kategorien 12 & 13



Was ist 4.5G?

Im Zusammenhang mit fortschrittlichen LTE-Techniken, taucht in letzter Zeit auch immer wieder die Abkürzung 4.5G auf. Dabei ist das „4.5G“ keineswegs ein offizieller Termini, so dass von unterschiedlichen Ausbaustufen die Rede sein kann. Manchmal ist lediglich „LTE-Advanced“ gemeint, manchmal „Pro“. Wir bevorzugen letzteres, da 4.5G gut den letzten Zwischenschritt hin zu 5G markieren könnte.

Endgeräte die Advanced-Pro unterstützen

Ohne kompatible Hardware, nützt einem der beste LTE-Standard leider nichts. Und genau hier hapert es noch gewaltig. Zwar bringen die CPUs (ab Snapdragon 820) der meisten modernen Smartphone-Flaggschiffe nativ Support von CAT9 oder darüber mit sich – das Feature wird aber für Europa meist deaktiviert, warum auch immer. Das eingestellte Galaxy Note 7 beherrschte sogar bereits CAT12, wurde aber in der EU kastriert mit CAT9-Support verkauft. Der Snapdragon 835 (z.B. im Samsung Galaxy S8) wird erstmals helfen, LTE Advanced Pro (CAT12, evtl. auch CAT16) weitläufig die Grundlange für schnellere Netze zu legen. Welche Modelle welchen Standard unterstützen, erfahren Sie jeweils in unserer Smartphone Rubrik. Zudem hier für Router und Sticks.

Ausbau und Status in Deutschland bei LTE-AP

Noch bieten weder Vodafone noch Telekom oder O2 LTE-Advanced Pro in Deutschland. Zwar verkündete Vodafone im Sommer 2016 stolz, das Netz sei jetzt in ersten Städten kompatibel zu 4.5G und biete bis 375 MBit, doch wie wir gesehen haben ist der Begriff Auslegungssache. Vodafone selbst spricht bereits von "4.5G" bei CAT9. Diese Ansicht kann man teilen oder nicht. Bis erstmals bundesweit LTE nach CAT11 oder höher ausgebaut bzw. gefunkt wird, dürfte es wohl noch etwas dauern.

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