Kein DSL

LTE als günstige DSL-Alternative


Kein DSL verfügbar - kein Problem! LTE als DSL-Ersatz.
Obwohl die DSL-Breitbandtechnik schon mehr als fünfzehn Jahre alt ist, gibt es bundesweit immer noch zahlreiche Regionen, in denen darüber noch kein schnelles Internet zur Verfügung steht. Und während die meisten Stadtbewohner sich schon über Downloadraten von 50, 100, 300 oder sogar 450 MBit je Sekunde freuen, sind für betroffene Bewohner der „weißen Flecken“ oft nicht einmal 1 MBit/s möglich. Letzterer Wert steht zurzeit für die Grenze, bei der in der gängigen Definition von „Breitbandinternet“ gesprochen wird. Einige ziehen sogar 2 MBit als Untergrenze. So schnell muss also ein Internetzugang mindestens sein, um in die Kategorie "Breitbandinternet" eingeordnet zu werden. Nichts desto trotz kommt die DSL-Technik langsam in die Jahre. Eine Maximal-Datenrate von 16 MBit wird noch einige wenige Jahre als ausreichend gelten. Dann ist DSL sprichwörtlich „Schnee von gestern“. Etwa so, wie heute ISDN-Internetzugänge. Eine Alternative müsste also her! Tatsächlich gibt es seit 2011 eine bezahlbare und zugleich leistungsfähige Alternative zu DSL!


LTE – wenn kein DSL möglich ist …

Der Name der Alternative lautet „LTE“. Die drei Buchstaben stehen für „Long Term Evolution“. Dabei handelt es sich um eine neuartige Mobilfunktechnik, die das gute alte UMTS mittelfristig ablösen wird. Während UMTS zur 3. Netzgeneration gehört, wird LTE in die 4. Generation eingeordnet und eignet sich durchaus als schnelle Alternative, wenn kein DSL verfügbar ist. Allerdings gibt es auch Abstriche, die nicht verschwiegen werden sollen. Folgend wollen mit diesem Beitrag kurz die Möglichkeiten ansprechen, die die Technik Ihnen bietet und einige mögliche Alternative Optionen aufzeigen.



Verfügbarkeit mittlerweile „gut“

Sendemast für LTE auf dem Land
Die LTE-Anbieter bauen seit Mitte 2010 die LTE-Netze massiv aus. Bereits Ende 2012 waren laut Bundesnetzagentur alle Breitbandlücken in ländlichen Gefilden zu 90% geschlossen - dank LTE Funk. Vodafone z.B. erreichte Anfang 2017 schon ca. 65 Millionen potenzielle deutsche Kunden mit dem 4G-Netz, ähnlich wie die Telekom. Die Voraussetzungen sind also gegeben, um auch daheim im ländlichen Raum flottes Internet zu empfangen. Den aktuellen Stand und eine Verfügbarkeitskarte finden Sie hier.


Long Term Evolution als DSL-Ersatz

Wenn die Verfügbarkeit erst einmal gegeben ist, bietet LTE im Heimbereich (DSL-Ersatz) Downloadraten von bis zu 50 MBit/s. Damit ist 4G um ein Vielfaches schneller, als jeder DSL-Anschluss. Auch die Ping-Zeiten sind deutlich kürzer als noch beim Vorgängerstandard UMTS oder HSPA. Das macht sich darin bemerkbar, dass Applikationen im Internet schneller reagieren. Zudem können mittels LTE (dank der kleinen Ping) erstmals sogar Onlinegames ohne Probleme gespielt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

In städtischen Gebieten können es sogar 100-450 MBit sein. Letzteres allerdings nur über den neuen LTE-Advanced-Standard, der auch neue kompatible Geräte mindestens nach LTE-CAT6 (oder höher) erfordert. In urbanen Gefilden zielt die Technik aber eher auf den Einsatz in mobilen Endgeräten ab.

Preise für LTE daheim

Noch ist die Funktechnik recht neu. Wie zu erwarten liegen die Preise etwas über gängigen DSL-Tarifen. Dennoch gibt es schon attraktive, stationäre Komplettangebote mit schnellem Internet und Festnetzflat (!) für knapp 35 € im Monat. Angeboten werden die Pakete etwa von Vodafone (Preise) oder der Telekom (Preise). Letztere bietet per Hybrid-Technik sogar unlimitiertes Internet! Machen Sie jetzt den Tarifvergleich und bestellen Ihren DSL-Ersatz.


Hybrid Internet: Der elegante Mittelweg

DSL ist mäßig schnell, drosselfrei, aber nicht überall ausgebaut. LTE dagegen turboflott, oft verfügbar, dafür leider im Volumen limitiert. Warum nicht beides zu einem Anschluss fusionieren? Diesen Plan folgte die Deutsche Telekom und kreierte die sogenannte Hybrid-Technik, bei der DSL und LTE als „Partner“ zusammen arbeiten. Ein spezieller Router (Hybrid Speedport), sorgt für den reibungslosen Ablauf. Der Effekt: Das Volumen des LTE-Anschlusses wird entlastet, gleichzeitig surft der User schneller. Ein Win-Win Situation also. Und das Beste: Es gibt keine Drosselung beim LTE-Zugang! Mehr über Hybrid Internet, den Tarifen, Angeboten und Preisen, erfahren Sie hier in unserem Themenspezial.



Die Sache mit der Drosselung

Das einzige Argument was noch gegen LTE spricht, ist die Beschränkung des Highspeedvolumens bei allen Tarifangeboten. Die volle Übertragungsrate wird nämlich (wie im Mobilfunk allgemein üblich) nur für das sogenannte Inklusivvolumen gewährleistet. Wer dieses innerhalb von 4 Wochen überschreitet, muss sich bis zum nächsten Monat mit einem Bruchteil zufrieden geben. Den ganzen Tag online Videos schauen und Dauer-Downloaden ist daher auch mit LTE noch nicht in unbegrenztem Maße möglich. Eine Ausnahme bildet das oben bereits genannte Hybrid-Internet aus DSL und LTE.


Alternativen bzw. Ausweichmöglichkeiten

Mit LTE erhält man wirklich eine gute Alternative zum herkömmlichen DSL-Zugang, wenn man nicht völlig undiszipliniert mit dem Volumen umgeht und ein Paket mit möglichst hohem Umfang wählt. Wir empfehlen 15-30 Gigabyte. Geblendet von den hohen Geschwindigkeiten prüfen allerdings viele Verbraucher gar nicht mehr, ob doch DSL am Wohnort verfügbar ist. Wenn auch in einer langsameren Variante von 2-6 MBit zum Beispiel. Und das ist öfters der Fall als man denkt! Der Vorteil - hier gibt erhält man eine „echte“, also unbegrenzte Flatrate. Gerade auf dem Land hat die Telekom die DSL-Verfügbarkeit in den letzten Monaten massiv gesteigert durch eine technische Modifikation. Die Rede ist von DSL-RAM und der Annex-J-Spezifikation. Ob auch Sie vielleicht davon profitieren und viele weitere Tipps, erfahren Sie hier in diesem Spezial zu DSL-RAM. Darüber hinaus könnte auch Satelliten-Internet eine interessante Alternative, wenn kein DSL möglich sein sollte. Zwar weisen die meisten Tarife auch Volumenbeschränkungen auf, doch es gibt auch Angebote ohne!


Sendeanlage im ländlichen Raum

Breitbandausbau: Stand und Ausblick in Deutschland

Laut aktuellem Breitbandatlas, ist Highspeed-Internet für ungefähr 98,5 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar. Darin eingerechnet sind aber alle möglichen DSL-Alternativen. Die Zahl derer, die auf einen adäquaten DSL-Ersatz angewiesen sind, da kein DSL verfügbar ist, geht nach wie vor in die hunderttausende. Nach den Plänen der Bundesregierung, sollen die letzten Breitbandlücken in den nächsten 1-2 Jahren geschlossen werden. Eine wichtige Rolle im Technologiemix spielt dabei zweifelsohne LTE. Zum Einsatz kommen dabei vorrangig die Funkfrequenzen im Bereich von 800 MHz.


Weiterführendes

» LTE Ausbau und Karte
» alle Alternativen im Überblick



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