Der Name der Alternative ist „LTE“. Die drei Buchstaben stehen für „Long Term Evolution“. Dabei handelt es sich um eine neuartige Mobilfunktechnik, die das gute alte UMTS mittelfristig ablösen soll. Während UMTS zur 3. Netzgeneration gehört, wird LTE in die 4. Generation eingeordnet. LTE eignet sich hervorragend als Alternative, wenn kein DSL verfügbar ist. Die LTE-Anbieter bauen seit Mitte 2010 die LTE-Netze massiv aus. Telekom und Vodafone strebten bis Jahresende 2011 an, bundesweit jeweils über 1500 Standorte ans Netz zu bringen. Dieser Plan wurde schließlich sogar übererfüllt und in 8 Bundesländern konnten die Auflagen zum LTE-Ausbau mit 90 Prozent Abdeckungsquote vermeldet werden. 2012 geht der Ausbau selbstverständlich mit Nachdruck weiter voran.
Wenn die Verfügbarkeit erst einmal gegeben ist, bietet LTE Downloadraten von bis zu 50 MBit/s. In städtischen Gebieten können es sogar 100 MBit sein. Damit ist LTE um ein Vielfaches schneller, als jeder DSL-Anschluss. Auch die Ping-Zeiten sind deutlich kürzer als noch beim Vorgängerstandard UMTS oder HSPA. Das macht sich darin bemerkbar, dass Applikationen im Internet schneller reagieren. Zudem können mittels LTE (dank der kleinen Ping) erstmals sogar Onlinegames ohne Probleme gespielt werden.
Das ist mit Sicherheit die interessanteste Frage. Vielleicht sogar schon an Ihrem Wohnort! In wenigen Sekunden und mit wenigen Klicks erfahren Sie, ob Ihre Region bereits mit LTE versorgt wird. Machen Sie hier den LTE Verfügbarkeitscheck.
Noch ist die Funktechnik recht neu. Wie zu erwarten liegen die Preise etwas über gängigen DSL-Tarifen. Dennoch gibt es schon attraktive Komplettangebote mit schnellem Internet und Festnetzflat (!) für unter 50 € im Monat. Machen Sie jetzt den Tarifvergleich und bestellen Ihren DSL-Ersatz.
Laut Breitbandatlas 2010, ist Breitbandinternet für ungefähr 98,5 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar. Darin eingerechnet sind aber alle möglichen DSL-Alternativen. Die Zahl derer, die auf einen adäquaten DSL-Ersatz angewiesen sind, da kein DSL verfügbar ist, geht nach wie vor in die hunderttausende. Geht es nach den Plänen der Bundesregierung, sollen die letzten Breitbandlücken in den nächsten 1-2 Jahren geschlossen werden. Eine wichtige Rolle im Technologiemix spielt dabei zweifelsohne LTE. Spätestens bis 2016 sollen die LTE-Provider, laut Auflagen der Bundesnetzagentur, mindestens 90 Prozent der Landbevölkerung mit LTE versorgen können. Zum Einsatz kommen dabei die Funkfrequenzen im Bereich von 800 MHz.