Fragen zu Ospels Doppel-Biquad LTE Eigenbau

Dieses Thema im Forum "Antennen" wurde erstellt von Thotti63, 28. Januar 2015.

  1. bruno54

    bruno54 Member

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    Schade, das der Beitrag hier endet:confused: (fand ich super)
    @ospel,
    ich habe ein paar Fragen zu deinem Antennenprojekt 800MHz:
    - warum ist Frequenz bei 816MHz "Telekom" festgelegt ( die Mittenfrequenz wäre ja 836MHz 811-862=51MHz)
    - in den Darstellungen steht das Doppelquad nicht auf der Spitze ( kostet bei mir einen Balken)
    - in der allgemeinen Beschreibung steht Antenne1 an Tx/Rx (Antenne mit höherem Gewinn) Antenne2 an Rx (Antenne mit geringerem
    Gewinn) wäre es nicht andersherum besser um die Sendeleistung nicht unnötig zu erhöhen?

    Einen Versuch habe ich mit Antenne1(die vordere) 816MHz und Antenne2(die hintere) 862MHz gemacht, Abstand Reflektor 46 und 44mm. Gab aber auch keine relevanten Auswirkungen.

    Ich habe zu Testzwecken auch mal eine "Loop" gebaut um zu sehen ob es wegen der Überlappungen beim Quad verluste gibt, ohne entsprechende Meßtechnik lässt sich jedoch kein Unterschied feststellen.
    Loop.jpg

    Bei den Quads für 1800/2600 sind die einzelnen Antennen ja getrennt weil sich so etwas mechanisch übereinander schlecht abbilden lässt. Da sind die Diagramme und die Leistung bestimmt besser.

    Hier noch eine Möglichkeit zur Berechnung von Quads: http://www.df7sx.de/

    Beste Grüße und weiterhin viel Spaß beim Basteln:)

    bruno54
     
  2. ospel

    ospel Administrator

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    Hallo Bruno,

    Ja, die Antenne ist auf die Downlink-Frequenz optimiert aber sie funktioniert ja nicht nur exakt auf dieser Frequenz. Die SB-Antenne hat eine gewisse Bandbreite die durch die Drahtdicke geregelt wird. In unserem Fall 3,5mm und das entspricht ca. +- 10MHz (wenn ich richtig gerechnet habe)

    In der Regen ist es so, dass vom Sender aus die MIMO-Signale in einer Polarisation von +45° und -45° gesendet werden. Deshalb ist die Antenne eigentlich auch so ausgerichtet. Warum es anders (Biquad auf die Spitze stellen) bei dir besser funktioniert kann ich dir nicht sagen. Aber das ist ja im Einzelfall sehr schnell probiert.

    Das hat folgenden Grund. Empfangen wird das LTE-Signal ja über beide Antennen, gesendet aber nur über eine. Da ja die Biquads auf die Downlink-Frequenz optimiert sind sollte die Sendeantenne, die ja von ihren Dimensionen her sowieso etwas neben der Frequenz liegt, wenigstens den optimalen Abstand zum Reflektor haben. Die Vermessung von Chriska hat ja gezeigt, dass das die bessere Variante ist.

    Wie schon oben geschrieben, da über beide Biquads empfangen wird macht man sich die Geometrie der Antenne kaputt wenn man unterschiedlich große Quads baut. Der Abstand zwischen gutem und schlechtem Signal sollte durch die Polarisation erreicht werden und nicht durch 2 unterschiedlich große Biquads.

    Mit dem Gedanken mit Loops zu experimentieren hatte ich auch schon mal. Für mich war aber ein exaktes Quadrat leichter herzustellen als ein exakter Kreis ... das liegt aber an meiner Grobmotorik :eek:
    Im Endeffekt haben beide Bauformen ihre Berechtigung.

    Da hast du vollkommen recht. Das wirkt sich sehr positiv aus wenn die Biquads nicht übereinander sondern nebeneinander sind. Dann stören sie sich nicht gegenseitig. Bei den 800MHz-Antennen sind die Quads aber so groß, dass der Reflektor Quadratisch und mindestens 500 x 500mm sein muss. Die Anordnung übereinander habe ich damals nur aus Platzgründen gemacht.

    Sehr schöner Link Bruno ... Danke dafür!

    Ich hoffe ich konnte deine Fragen alle soweit beantworten.

    VG
    Ospel
     
  3. bruno54

    bruno54 Member

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    Moin Bernhard,

    ist immer eine Freude zu sehen wie Du dich der Sache annimmst:) Danke für die Antworten, mir macht das Basteln mit Antennen auch sehr viel Spass.
    Habe mal eine Zeit (analog) TV-DX betrieben, war immer ein Hit wenn ein Sender aus 160-200Km und weiter im UHF-Breich glasklar durchkam.

    Noch was zu deinem "Weltbild" im Bezug auf MiMo. Ich habe jetzt auch 50Mbit (Option M bei Hybrid) und da sind 2Antennen ein muß.;)
    Bei 16Mbit ging es ohne Probleme mit einer Antenne, hatte immer 2,3-2,6MB/s im DL aber jetzt war bei 2,7-3,2MB/s schluß mit lustig.

    Beste Grüße aus MV

    bruno54
     
  4. blacky

    blacky New Member

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    Hallo,

    bin ganz neu hier und habe bereits das Bastelequipment eingekauft aber noch eine Frage:

    ist 4 Quadrat CU Draht besser als 2,5 Quadrat oder ist das gleichgültig ? Muss mit dem 4 Quadrat neu berechnet werden ?
    Ich hätte beide Sorten zur Verfügung.....

    Grüße
    Blacky
     
  5. ospel

    ospel Administrator

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    Hallo blacky und Willkommen hier :)

    ich bin jetzt etwas Verwirrt. Für welche Frequenz willst du denn die Antenne bauen? Bei der 800er ist eigentlich eine 10mm[SUP]2[/SUP] Kupferleitung vorgesehen oder spricht die von Durchmesser (ca. 3,5mm)

    Aber grundsätzlich gilt, je dicker der Draht um so größer wird das Frequenzband aber der Draht ist dann auch schwerer zu biegen. An der Länge und den Abmessungen ändert sich aber nichts.
     
  6. bruno54

    bruno54 Member

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    @blacky,

    der Drahtdurchmesser oder Querschnitt ist bei diesen Antennen nicht kritisch, auch die Abmessungen sind mit 1mm Toleranz
    zu betrachten. Es ist eine Ganzwellenschleife und ob die 100% Resonanz jetzt bei 816MHz (für LTE800) oder 3% höher oder tiefer liegt ist egal. Man sollte halt so genau arbeiten wie man kann ab nicht übertreiben;)

    Gruß bruno54
     
  7. blacky

    blacky New Member

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    Hallo ospel, danke für den netten Empfang :)

    ich hab mir die Zutaten für den Bau einer 1800er Antenne, deren (Deinen) Plan ich via Google gefunden hab', besorgt. Unter anderem eben auch 4 Quadrat CU, weil ich mir dachte vielleicht bringt's mehr.... Na, mit dem Biegen werde ich ja noch meine Freude haben, wie bringst Du das alles so gerade hin ?

    Ist eine möglichst exakte Bauweise wirklich erforderlich oder kann man auch ein bisschen lässig dabei sein ?
    Die Abstandshalter hab' ich ungefähr bereits genau mit 20mm zugeschnitten, denn bei 4 Quadrat (DM 2,0mm) hab ich dann die geforderten 21mm im Zentrum des Drahtes. Als Grundplatte hab ich ein schönes 200mm x 200mm x 0,5mm Alublech, ich hoffe es ist stabil genug, sonst bringe ich es noch auf eine Kunststoff oder Holzplatte auf.

    Was mich etwas stutzen lässt ist die Bohrung für die Verlötung des Kabels.
    Ich hab zwar solches Werkzeug, bin aber nicht sicher ob ich das hinkriege.... Genügt einfach nur anlöten ?

    Über die 2600er mach ich mich erst später. Meine Basisstation ist etwa einen Kilometer in verbautem Gebiet entfernt und leider die einzige deren Strahl zu mir leuchtet.
    Alle anderen zwischen 250 und 500 Meter entfernten schauen jeweils in andere Richtungen. Also denke ich, bin ich bei dieser Entfernung mit der 1800er fast besser dran.

    LG Blacky
     
  8. blacky

    blacky New Member

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    hallo bruno,

    uff, Gottseidank, :D , ich arbeite zwar schon gern genau aber Uhrmacher bin ich keiner ...:rolleyes:
    ich ziele auf das 1800er Band ab, bei einem Kilometer Entfernung mit DL von ~ 27 - 42 Mbit, sowie (zurzeit) UL 33 - 47 Mbit,

    Wobei mir der gute UL nicht ganz verständlich ist, Huawei E3276 mit einer Dual single Quad von Brennpunkt.
    Ich hab die Antenne zerlegt und festgestellt, daß die eher gar nicht sooo exakt aufgebaut ist wie ich mir vorstellte das es sein muss.

    LG blacky
     
  9. ospel

    ospel Administrator

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    Wegen der Genauigkeit hat Bruno ja schon alles geschrieben (Danke!) und auf die Bohrungen zum Anlöten kann ohne weiteres verzichtet werden. Die Abschirmung kannst du auf der einen Seite einfach in den Biegeradius legen und verlöten, dann führst du die Seele nach oben weiter, machst einen hübschen 90grad Bogen (noch mit Isolierung) dann isolierst du von der Seele ein etwas längeres Stück ab und legst es ein bisschen um den Biquads und lötest das dann auch noch fest. Ist auch eine Saubere Lösung.

    Viel Erfolg und auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt ;)

    Edit: ach ja, dein Draht passt für die 1800ter ...
     
  10. blacky

    blacky New Member

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    bin auch schon gespannt wie sie wird und ob ich da noch ein bisschen was an Geschwindigkeit rausholen kann. :cool:

    LG
     
  11. bruno54

    bruno54 Member

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    @blacky,
    ich benutze zum Testen auch einen 3276 und der ist von der Empfindlichkeit schon ohne externe Antennen gut.
    Dein UL wird höchstwahrscheinlich auch besser bleiben den der DL hat ja leider das Problem mit dem Sharing und da hilft auch die beste Antenne nicht. Aber dein Ansatz ist richtig so ein Quad ist schnell gebaut und man freut sich doch wenn es dann klappt;)
    (und auch Brennpunkt kocht nur mit Wasser)
    Viel Erfolg:cool:

    Gruß bruno54
     
  12. LTE-Anbieter-JPK

    LTE-Anbieter-JPK New Member

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    Kann mir (Anfänger und Neuling hier im Forum) vielleicht jemand sagen, ob und wo ich eine passende Außenantenne für meinen mobiles Telekom WLAN Speedbox mini II finde?
    Vielleicht sogar eine mobile Außenantenne mit Adapter (die Speedbox mini II hat zwei Anschlußsellen)?
     
  13. Echankar

    Echankar New Member

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    Hallo Ospel
    Ich habe das hier gelesen aber kein Platinenlayout gefunden, nur das zum biegen.
    Gibt es hier im Forum einen 1:1 Ausdruck für eine 2600 MHz Antenne zum selber ätzen der Platine, bzw wenn noch nicht würdest du das hochladen bitte.
    Ich wüsste die Abmessung , Anordnung dazu nicht.
    Braucht man dazu eine doppelseitige Platine?
     
  14. Echankar

    Echankar New Member

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    Ich meine wenn es ginge würde ich mir die Novero-Dabendorf MIMO 2600 nachbauen, die mit den hohen Gewinnen
     
  15. ospel

    ospel Administrator

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    Servus Echankar,
    meine Konstruktionen sind immer Biegevarianten und weil es dabei auch immer auf die Drahtstärke ankommt kann ich dir nicht sagen, ob man die Maße 1:1 auch zum Ätzen verwenden kann. Da müssten wir mal @tomas-b fragen. Der weiß das mit 100%iger Sicherheit.
     
  16. wirelessfriend

    wirelessfriend Member

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    Moin,

    nebenbei bitte bedenken - es kommt auf das Platinenmaterial an - das bestimmt den veränderten Abstand zum Reflektor (wegen epsilon relativ)..
    Also Rückflußdämpfung messen oder ein Programm zum Rechnen finden.
     
  17. bruno54

    bruno54 Member

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    Warum soviel Arbeit machen für ein Ergebnis was schlechter ist als Bernhards Original mit Rundmaterial.
    Eine Antenne auf einer Platine kann niemals die gleichen Eigenschaften erreichen wie eine aus Draht.
    HF mag nun mal keine Kanten, das Basismaterial erfordert eine andere Berechnung (Verkürzungsfaktor)
    und das sollte bekannt sein - ist hier auch irgendwo super festgestellt worden mit
    CNC/Laser/Wasser gefrästen Quadelementen - wegen schlechter Wirkung von den Akteuren verworfen ;)
     
  18. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    1. Antenne auf Leiterplatte geätzt: Funktioniert super gut, wenn man Verkürzungsfaktor und so berücksichtigt. Vorteil: Sehr präzise, Nachteil: Leiterplatte ist nicht gleich Leiterplatte, es gibt also keinen Universal-Verkürzungsfaktor... Ohne ein gescheites Simulationstool und präzise Daten vom LP-Hersteller wird es sehr schwer...

    2. Die gefrästen BiQuad-Elemente (Eine Idee von Ospel und mir): Die haben ebenfalls sehr gut funktioniert. Nur nicht in der gewohnten Anordnung 90° versetzt und übereinander sondern 90° versetzt und nebeneinander. Hintergrund war, dass die Elemente so genau waren, das sich die Kanten der versetzten Antennen auf 0,001 mm direkt überlagerten und sich die Antennen somit gegenseitig beeinflussten. In der Simulation war das gut zu sehen, wie sich die parasitären Felder ausgebildet hatten und es so zu Auslöschungen schon auf dem Weg zum Reflektor gekommen ist. Nebeneinander montiert haben wir den maximalen Gewinn von 12 dBi rausgeholt (bei einem Öffnungswinkel von 60° und einer Frequenzbandbreite von knapp 100 MHz) Aber für LTE 800 war diese Antenne dann einfach zu groß, deshalb wurde der Ansatz nicht weiter verfolgt... Der Prototyp müsste noch bei Ospel rumschwirren... :)
     
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  19. ospel

    ospel Administrator

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    Richtig, ist bei mir und verstaubt ... :D
     
  20. Echankar

    Echankar New Member

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    Danke. Jetzt frage ich mich da ich mit den intensiven Informationen bischen überfordert bin; was ist für 2600 die effektivste? Die Loop oder die mit Kanten? Fräse habe ich keine. Ich dachte halt ätzen wäre sehr genau da es kaum Abweichungen vom Ausdruck geben wird und leicht zum herstellen. Da habe ich mich getäuscht. kannst du mir bitte ospel zum Schema die passenden Beitragsnummern posten, da es doch einige auf den 4 Seiten zu unterscheiden gibt. Ich erinnere mich vage daran das die Loop wider erwarten nicht besser war als die andere, oder hat sich da etwas geändert. Danke
     

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