Gerichtsurteil verbietet Drosselung im Bereich DSL

Dieses Thema im Forum "Meinungen & Diskussionen" wurde erstellt von ospel, 30. Oktober 2013.

  1. ospel

    ospel Administrator

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    Hallo liebe Community,

    nachdem das Kölner Landgericht die Einschränkung von Surfgeschwindigkeiten bei Pauschaltarifen der Telekom für unzulässig erklärt hat möchte ich heute mal eine kleine Diskussion lostreten weil mich eure Meinung dazu interessiert.

    Meine Meinung dazu:
    das heutige Urteil und insbesondere die Argumentation der Richter lässt genügend Angriffspunkte um das Ganze auch auf den LTE-Bereich zu übertragen. Allerdings denke ich, dass eine Streichung/Aussetzung der Drossel bei LTE uns LTE-User (Landeier) vom Regen in die Traufe bringt. Dann kämpfen wir gegen maßlos überbuchte Basisstationen und die Datenraten gehen geschuldet durch das shared Medium in den tiefsten Keller....:(


    Was meint ihr?

    Viele Grüße
    Ospel
     
  2. AssiY2K

    AssiY2K Member

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    Ich glaube, der Link ist hin... :(
     
  3. nota2225

    nota2225 Active Member

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    kann sein. Aber eine Oeffnung bei LTE auf wenigstens 2Mbit (wegen mir auch nach 30 oder 50 Gb) waere schon lange angebracht.
     
  4. nota2225

    nota2225 Active Member

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    such dir was aus ;):
    klick
     
  5. ospel

    ospel Administrator

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    ....repariert....:eek:
     
  6. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Ich gehe mal davon aus, dass sie nicht die Drossel aus ihren Tarifen streicht sondern nur die Passagen, in denen es um einen Pauschaltarif geht.
    Wenn die Tarife dann nicht mehr Flatrate heißen, ist der Sache auch Genüge getan, wenn auch nicht im Sinne der Kläger und zukünftigen Kunden.
    Und die Werbeprofis lassen sich dann ein neues wohlklingendes Zauberwort einfallen, da der Begriff Flatrate mittlerweile eh durch die ganzen Beschränkungen beim Mobilfunk verbrannt ist...

    Seien wir doch mal ehrlich: Wenn einer von uns einen neuen Vertrag untergeschoben bekommt, egal für was, gucken wir doch erst recht ins Kleingedruckte, wenn über dem Vertrag ganz fett FLATRATE steht... Weil dann ist doch schon zu erwarten, dass dem Vertragsnehmer irgend ein faules Ei untergeschoben werden soll...
     
  7. Waldgeist

    Waldgeist Member

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    Ich denke mal, tomas-b hat da Recht. Wie singen die "Hosen" so schön? "Opium fürs Volk" Kein Gericht entscheidet gegen das Kapital.
    Die nennen das Kind einfach anders und schon haben sie ihr Ziel erreicht.
    Halbherzig und Augenwischerei.
     
  8. Meester Proper

    Meester Proper New Member

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    Das Urteil bezieht sich auf die ursprüngliche Drosselung auf 384 kbit/s in allen Tarifen und die (neue) 2 Mbit/s Drosselung in den VDSL und Fiber (FTTH)-Tarifen, siehe hier.
     
  9. Betamax

    Betamax Member

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    Ich verstehe das Urteil übrigens absolut nicht, denn Flatrate definiert sich ja als "keine Volumen- und Zeitbegrenzung". Über die Geschwindigkeit oder Qualität sagt der Begriff "Flatrate" nichts.

    Aber gut. Wird das Kind halt anders genannt und fertig. Oder in der Revision wird anders entschieden.
     
  10. Meester Proper

    Meester Proper New Member

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    Richtig schlau aus dem Urteil werde ich auch nicht.
     
  11. Fireblade

    Fireblade New Member

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    Ich denke nicht, das sich für LTE Kunden was ändert, da schon immer im Mobilfunkbereich gedrosselt wird. Hier müsste dann explizit geregelt werden das zB Call&Surf via Funk den selben Status Quo wie KabelDSL besitzt.
    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die "PowerUser" Begründung. Ich bezieh mich mal auf die Telekom, da hier für alle der Abrechnungszeitraum der 1.-31. ist. Monatsanfang surft alles im Netz, da sollten logischerweise die Werte im Keller sein :confused::confused::confused: Monatsende ist nur ein "kläglicher Rest" unterwegs......:confused::confused: ...mit bombenwerten :confused::confused::confused:
    Sollte KabelDSL begrenzt werden, ist abzuwarten was Firmen wie Google (youtube) etc unternehmen, da dies eine bestimmt nicht kleine Geschäftseinbuße bedeutet.
    Man könnte das noch weiter führen, indem man behauptet, es wäre für Neugründungen und kleinere Plattformen das "nogo".... und
    Volumen nachkaufen :confused: wäre eine nicht im Vertrag geregelte Preiserhöhung (LTE)........
     
  12. jobo

    jobo Gesperrt

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    Dazu muss man folgendes sagen: Das Urteil bezieht sich zunächst ausschließlich auf DSL/VDSL, obwohl wie Ospel richtig sagt sowohl die Argumentation der VZ als auch der Richter sich auf LTE-zu-Hause exakt übertragen lässt. Warum? Schuld ist der "Mobilfunk"-Mythos, der ja auch hier verbreitet ist. Doch die Trennung in Festnetz und Mobilfunk ist in dunkler Vergangenheit mal anhand der Sprachübertragung (Telefonie) getroffen worden. Festnetz = Telefon an Leitung, Mobilfunk = Telefonie mit beweglichen, drahtlosen Telefonen. Von Datendiensten war da noch gar keine Rede, und man hat dummerweise vergessen das im Laufe der Zeit anzupassen. Nun seht es mal aus heutiger Sicht: Die Call&Surf via Funk Tarife der Telekom bucht man im Festnetzbereich. Denn sie sind an einen Festnetztelefonanschluss gekoppelt. Und sie sind ein Ersatz für DSL und im Prinzip nur für stationären Betrieb geeignet. Ich kann mein Haus nicht in eine andere Zelle tragen. Allein vom Nutzungszweck her sind diese Tarife (auch wenn V kein festnetztelefon dabei hat) nicht für eine mobile Nutzung geeignet und daher sollte jeder Richter einsehen, dass es hier nicht um Mobilfunk geht, wiewohl eine Funktechnologie verwendet wird. Also könnte man "fest" als Gegenteil von "mobil" auch im Sinne von stationär verwenden. Nur mal so, wenn ich Richter wäre...
    Ein zweites Argument, warum man diese Tarife eigentlich tatsächlich mit DSL gleichsetzen sollte: Im Zuge der Versorgungsverpflichtung bei der Versteigerung der digitalen Dividende wurde eine technologieneutrale Versorgung eingeräumt. D.h., es war ihnen freigestellt, eine Region per Funk oder Leitung zu erschließen. Im Ergebnis gab es also die über DSL-Versorgten, mit billigen Tarifen ohne Drossel, und die Funk-Versorgten, im Ergebnis Versorgte zweiter Klasse.
    Das immer wieder angeführte Argument des zusammenbrechenden Netzes ist schon mehrfach ad absurdum geführt. Sowohl die Tatsache, dass (bei der T) alle am Monatsersten ungedrosselt loslegen, dass beliebig Speed On gebucht werden kann, als auch die Beobachtung, dass sich die durchschnittlichen Datenraten am Monatsanfang und Monatsende nicht gravierend unterscheiden spricht dagegen. Um Power-User auszuschließen kann man ein vergleichsweises hohes Drosselvolumen einbauen, etwa 100GB (dynamisch angepasst), oder wie in Österreich durch Vertragsklauseln.
    Nicht mal die Telekom selbst verwendet mehr das Argument der Netzstabilität, sondern erklärt offen, dass es nur ums Geld geht: Mehr Geld für mehr Leistung. Aber warum nur bei LTE? Der veruch bei DSL ist vorläufig gestoppt, aber das wird im Prinzip nichts ändern. man wird Volumentarife einführen oder so. Aber was ein Ende haben muss ist die Zwei-Klassen-Versorgung. LTE zu Hause muss mit DSL gleichgestellt werden.
    Ach, und Fireblade: für LTE-Kunden wird sich nichts ändern, wenn man nichts tut!
    Deshalb hier noch zwei Links:
    https://www.openpetition.de/petitio...if-callsurf-via-funk-abschaffen-oder-anpassen

    https://www.openpetition.de/petition/online/weg-mit-der-vodafone-lte-drosselung

    Eure Unterstützung ist gefragt!

    Viele Grüße
    Jobo
     
  13. Fireblade

    Fireblade New Member

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    Gehn runter wie Oel deine Worte und sind auch logisch voll nachvollziehbar, wenn nicht folgende Aussage von dir wäre...


    Kann ich voll nachvollziehen. Hier wäre erstere Petition für mich maßgebend, nur was dann, abschaffen :confused: oder Anpassung :confused:
    Schon allein wegen der Preisgestaltung in den Tarifen bin ich gegen eine Abschaffung der Drossel. Anpassung -ja. Hier geh ich sogar noch einen
    Schritt weiter und würde eine "familiengerechte" Anpassung befürworten......
     
  14. Moderator

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    Hallo Jobo, ist schon einiges richtig was du sagst.
    Aber viele erleben, selbst mit Drosselungspolitik, in den Abendstunden bzw. zu Stoßzeiten, dass die Geschwindigkeit stark bis extrem in den Keller geht.
    Was glaubst du passiert ohne diese? Wenn dann alle nur mit 500 KBit dahindümpeln, ist auch keinem geholfen. Es sei denn man surft dann, wenn andere schlafen oder arbeiten.
    Erinnert mich an meine DFÜ-Zeiten, wo man nachts nochmal für einen Download aufgestanden ist, weil gegen 0:00 Uhr vielleicht 5, statt 3 KB/s ankamen :)
     
  15. nota2225

    nota2225 Active Member

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    wenn das als Festnetzersatz verkauft wird und die Kapazitaet nicht ausreicht, muss eben ausgebaut werden. So einfach ist das.

    edit:

    das war die Aussage der GK-Hotline, als ich eine Zeit lang miserablen Durchsatz hatte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. November 2013
  16. Waldgeist

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    Beide Argumente sind für mich schlüssig. Nur, wenn sich jeder User 10 GB dazu kaufen kann, schließe ich mich dann schon eher der Meinung @jobo an. Entweder es geht, oder es geht nicht. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die beiden Konzerne ihre Kunden nur abzocken wollen. Im Gegensatz zu meiner sonstigen Meinung, sollte hier der Staat, b.z.w. die Regierung, schnellstens regulierend eingreifen.
    Tut mir leid, aber ich fühle mich von VF abgezockt!
    Und ja @ nota, ausgebaut werden muss damit die vollmundigen Versprechen eingehalten werden können.
     
  17. DXwilli

    DXwilli Member

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    hattest wohl keinen Download Manager:D
     
  18. Vogtländer

    Vogtländer Member

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    Ich stehe ja auch weiterhin offen zu der Meinung, dass eine Drosselung im jetzigen Stil (fest nach Verbrauch ohne jede technische Notwendigkeit) nicht angemessen ist.
    Es gibt auch Zeiten oder Zellen mit geringerer Auslastung, wo freien Resoucen durchaus auch für die Nutzer gewährt werden sollten. Wenn diese Politik mit der Drosselung strikt nach Verbrauch weiterhin so betrieben werden kann, wird sich auch in den nächsten Jahren nichts verändern. Nur durch einen aktiven Kampf gegen ein Tempolimit im Datenverkehr sind auch die Netzbetreiber gezwungen den Netzausbau weiter voranzutreiben. Geschied da nichts, bleiben wir LTE-Nutzer vom Lande wieder auf der Strecke.

    Wer einen konstriktiven Kampf gegen eine Drosselung im LTE-Netz als schlecht und falsch hinstellt, gibt indirekt den Betreibern einen Freibrief mit geringsmöglichen Aufwand den bestmöglichen Gewinn zu erwirtschaften, und das wieder auf Kosten der benachteiligten Landbevölkerung. Wir wurden ja eigentlich schon über viele Jahre genügend gerupft und abgezockt mit teuren Einwahlgebühren für analoges Modem / ISDN im Schneckentempo, oder den teuren DSL via Satellit-Verträgen - oder etwa nicht?
     
  19. Moderator

    Moderator Administrator Mitarbeiter

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    Du meinst eine Art "fair use policy", wie bei einigen SAT-Anbietern. Das wäre doch wirklich ein interessantes Modell. Ich spinn mal:
    Wer in der Drosselung ist und zufällig gerade allein in der Zelle (oder mit sehr wenigen), bekommt temporär mehr, also was gerade machbar ist. Kommen Nutzer mit intaktem Highspeed-Kontingent hinzu,
    gehts wieder ab in den Keller. Das sollte doch gehen?
    @akoch oder Thomas-b: Oder wäre das technisch eher schwierig oder theoretisch machbar?
     
  20. ospel

    ospel Administrator

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    Da bin ich mit dir auf einer Linie Vogtländer => Ist aber wahrscheinlich auch sehr schwer umzusetzen wenn man rund 7000 Sendemasten individuell auf die örtlichen Gegebenheiten anpassen will.

    Ich weiß es nicht...:confused:...und denke es wird sich schon irgendwie weiter entwickeln. Ich für meinen Teil komme sehr gut zurecht so wie es jetzt ist.

    Viele Grüße
    Bernhard
     

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