LTE-Empfang verbessern ohne Firmware-Änderungen

Dieses Thema im Forum "Hybrid LTE|DSL" wurde erstellt von Pacman0811, 23. Januar 2017.

  1. Pacman0811

    Pacman0811 New Member

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    Hallo Zusammen!

    das hier ist mein erster Beitrag, daher habt bitte etwas Nachsicht..

    Folgende Situation:


    Wir nutzen nun schon seit knapp einem Jahr den Hybrid-Tarif der Telekom und es kommt per DSL (Magenta Zuhause Hybrid M) die volle Leistung von 50 Mbit an.
    Per LTE liegen ebenfalls mit der internen Antenne bei unserer nahegelegenen Zelle Übertragungsraten (LTE only) von 16-20 Mbit down / 8-10 Mbit up) an.
    Wenn wir den Antennenmodus auf extern stellen, wodran unsere Antennenwerk 800 MHz Antenne angeschlossen ist, dann bekommen wir bei direkter Auslastung (Spiele-Download, etc.) den vollen Durchsatz (95-100 Mbit).
    Ist die Last jedoch zu Ende (Download abgeschlossen, etc.) und es liegt nur noch eine leichte Teillast an, dann wechselt der Speedport Hybrid direkt auf einen nahezu in gleicher Richtung befindlichen LTE-Masten mit 1800 MHz, jedoch gute vier Kilometer weiter entfernt (dabei sei angemerkt, dass nach dem Wechsel auf die weiter distanzierte Zelle die Dämpfungswerte sowie der Durchsatz massiv in den Keller gehen).

    Jetzt ist meine Frage, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, bei denen man dem Speedport sagen kann, er möchte doch bitte nur auf 800 MHz empfangen?


    Und nein, die Antenne ist keine Multiband-Antenne.



    Falls ich das verkehrte Unterforum erwischt haben sollte, dann verschiebt mich bitte.


    Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!


    Euer Pacman0811
     
  2. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Eine gute 1800er Antenne ist auch immer eine schlechte Antenne für alle anderen Frequenzen. Wenn das Signal also ausreichend hoch ist, wirst du mit deiner Antenne auch immer das 800er Signal empfangen. Und das Netz wird dich auf diese Zelle umbuchen, wenn es die Netzkapazitäten erfordern.
    Austricksen kannst du das Ganze nur, wenn du mit Hilfe von zusätzlichen Filtern in deiner Antennenleitung dafür sorgst, dass die 800er Frequenzen gar nicht erst bis zu deinem Router vordringen können.

    Wenn ich bei Praxistests unserer Antennen zu starke 800er Zellen ausblenden musste, habe ich mich für diese Lösung hier entschieden:

    http://194.75.38.69/pdfs/VHF-1320 .pdf

    Jeweils eins davon in jede Antennenleitung (direkt am Router) und schon wird jedes Signal einer 800er LTE-Basistation um 50 ... 60 dB zusätzlich gedämpft. Zusammen mit der schlechteren Leistung der Antenne in diesem Frequenzband kommt da dann nichts mehr durch.

    Ein Filter kostet aktuell 27,42 Euro (Abnahmemenge 1 ... 4 Stück), wenn man es bei Mini Circuits direkt bestellt. Bei höheren Stückzahlen gibt es auch billigere Preise.
    Siehe auch: http://194.75.38.69/MCLStore/ModelPriceDisplay
     
  3. Pacman0811

    Pacman0811 New Member

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    Hallo tomas-b,

    Vielen Dank für Deine schnelle Antwort, aber ich befürchte, du hast mich etwas missverstanden.. also die nahegelegene Basisstation ist eine 800 MHz Station, mit welcher wir auch den vollen Durchsatz erhalten. Erst wenn die Last sinkt und wir auf unserer externen Antenne bleiben, springt der Speedport auf die entfernte 1800 MHz Station.

    Dazu sei gesagt, dass die internen Antennen die entfernte 1800er Zelle nicht einmal finden kann.

    Vielleicht helfen Dämpfungswerte in Verbindung mit dem Durchsatz etwas:

    Intern / 800 MHz: -89 / -7 down: ~55-60 Mbit up: ~ 16-18 Mbit
    Extern / 800 MHz: -59 / -6 down: ~95-100 Mbit up: ~ 18-20 Mbit
    Extern / 1800 MHz: -93 / -7 down: ~60-65 Mbit up: ~ 12-15 Mbit

    (Download- und Upload-Ergebnisse durch ein Langzeit-Log auf einem und demselben Server reproduzierbar erstellt)
     
  4. bruno54

    bruno54 Member

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    Moin,

    es gibt eine relativ einfache Möglichkeit, hier mal lesen: https://forum.stricted.net/
    Oder Du machst dir aus Koaxialkabel 50Ohm solche Filter für 1800MHz, wobei die Lösung mit dem Tool von Stricted schon
    sehr bequem ist - nur etwas Vorbereitung nötig ;)

    Gruß bruno
     
  5. Pacman0811

    Pacman0811 New Member

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    Hallo bruno54,

    natürlich, davon habe ich auch schon gehört, bzw. dort im Forum auch etwas hin- und hergeschrieben, aber da ich nun mal nur einen Speedport Hybrid als Miete besitze, möchte ich sehr ungern an der Firmware etwas verändern, daher der Header..
     
  6. bruno54

    bruno54 Member

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    Deshalb ja die andere Option mit den Sperrkreisen aus Koaxialkabel ;)
    Man kann sowas auch kaufen aber kostet viel und ist auch nicht besser wie handgemacht :D für diesen
    Anwendungsfall.
    1/4 Lamda, Ende offen = Bandsperre
    1/4 Lamda, Ende kurzgeschlossen=Bandpass
    1/2 Lamda, Ende offen = Bandpass
    1/2 Lamda, Ende kurzgeschlossen = Bandsperre
    Die kann man auch mehrfach hintereinander schalten um die Dämpfung zu erhöhen aber ich denke mal für die 1800MHz
    reicht jeweils ein Stub pro Antennenleitung.
     
  7. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Ich habe so meine Bedenken, dass ein koaxiales Filter breitbandig genug ist, um das Band 3 komplett auszublenden. Sind ja immerhin 75 MHz nur für das RX-Band und 170 MHz für das gesamte Band (TX, RX und Duplexlücke). Effektiv bekommt man 20 ... 30 MHz hin und wenn man nicht absolut akkurat arbeitet, versaut man sich die Anpassung in den eigentlichen Nutzbereichen. Und auch die Einbindung als Stub in das bestehende Antennenkabel ist unter dem Aspekt der 50 Ohm - Einhaltung nicht ganz so trivial, genau so wie das "einfach hintereinander schalten".

    Als Microstrip-Leiterplattenstruktur bzw. bei Frequenzen bis 300 MHz aus einem Koaxialkabel ist das alles kein Thema, bekommt man die Genauigkeit hin und kann auch mit Transformatoren die Impedanz wieder gerade biegen. Aber bei einem Arbeitsbereich von 700 ... 1900 MHz wird das selbst als "technikbegeisterter Laie" schon eine ziemliche Herausforderung.

    Wer sich die Bastelei nicht zutraut oder keine Lust drauf hat, nimmt halt fertige Filter. Einfach in die Leitung einschleifen und gut isses... :)

    Natürlich gibt es die Filter auch als Low Pass Filter, damit kannst du die hohen Frequenzen abblocken.

    Hier das Datenblatt:
    http://194.75.38.69/pdfs/SLP-1200 .pdf

    Und hier die Preise:
    http://194.75.38.69/MCLStore/ModelPriceDisplay
     
  8. bruno54

    bruno54 Member

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    Da habe ich nicht die kleinsten Bedenken, es ist ja nur notwendig die Empfangsfrequenz zu blocken. Wenn der SPH nichts empfängt
    wird er auch nichts senden. @jonasolof hatte sowas schon mal verlinkt hier, finde es nur nicht mehr ;)
    Es war aber auch nur ein Vorschlag, es muß ja keiner .....

    Das Problem bei dem von Dir verlinkten Filter wird sein, nur für Firmen - nicht für Endkunden ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2017
  9. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Vor 2 Jahren hab ich da auch privat bestellt, war kein Problem... Da brauchte ich allerdings ein anderes Bauteil...
    Und ich finde deinen Ansatz ja auch gut, wir leben ja schließlich von der Vielfalt... Jetzt kann er sich aussuchen, was für ihn das Beste ist... :)
     
  10. Pacman0811

    Pacman0811 New Member

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    Ich denke mal, dass die für mich einfachere (wenn auch teurere) Methode ist der fertige Filter.

    Aber spielt es dann überhaupt eine große Rolle, zwischen dem SLP 1200+ und dem SLP 1000+ zu unterscheiden? Ich meine, der SLP 1000+ hat ja prinzipiell nur einen Vorteil, dass nach "oben" hin die anderen Frequenzen noch eher gedämpft werden, verstehe ich das richtig?
     
  11. bruno54

    bruno54 Member

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    Die 1200+ haben eine minimal geringere Einfügedämpfung, da der Preis ja gleich ist .....
    Sperrwirkung ist annähernd gleich von daher ;)
    Du bist mit etwa 100€ dabei :D
     
  12. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Ja, ich habe da nach den Verlusten im Nutzband geguckt. Da ist das 1200+ etwas besser.
     

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