LTE Vodafone funktioniert nicht mit Smartphone - Verstärker basteln?

Dieses Thema im Forum "HTC" wurde erstellt von wassereimer, 10. Juni 2012.

  1. wassereimer

    wassereimer New Member

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    Für unser Pfadfinderprojekt haben wir ein G4 fähiges Smartphone HTC "Velocity" besorgt. Die von Vodafone versprochene Netzabdeckung (Indoor&Outdoor) konnten wir mit diesem Smartphone in Calw und in umliegenden Orten bisher nicht nutzen.
    Wir wollen eine Antenne nach der Bauanleitung auf dieser Internetseite selber basteln, die nach Möglichkeit auch mobil (Zeltlager) als Verstärker eingesetzt werden kann.

    Denkt ihr wir haben damit die Chance damit dann das LTE-Netz zu nutzen?
    Welchen Antennenverstärker könnt ihr uns empfehlen, wenn wir möglichst viele Leute (Zeltlager) dann mit LTE 4g versorgen wollen? Wie können wir in dieser Fragen weiterkommen/lösen?

    Danke für eure Hilfe!
     
  2. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Jetzt mal der Reihe nach: Was wollt ihr machen?
    Mit dem Handy LTE nutzen oder ein Camp mit Internet versorgen?

    Technisch eins vorweg:
    Einen Repeater für Mobilfunknetze (egal ob 2G/3G/4G) wirst du für dein Zeltlager nicht bekommen bzw. dir nicht leisten können. Diese Geräte dürfen hier nur von den Netzbetreibern selbst in Betrieb genommen werden werden. Das kostet dann einen 4stelligen Eurobetrag und wird bestimmt auch nicht als Lösung für 14 Tage in Frage kommen.

    Wenn möglichst viele Camper mit Internet versorg werden sollen, würde ich das auch über einen entsprechenden Router (Fritzbox LTE, B1000 oder B2000) und ein paar Accesspoints (wenn nötig) realisieren und nicht über die Hotspotfunktion des HTC Velocity.
    Grund: Das Velocity hat keine Anschlüsse für externe Antennen, die genannten Router aber schon. Da es ja laut deiner Aussage ein Problem mit der Netzabdeckung gibt, wirst du aber mit einer externen Antenne arbeiten müssen.

    Euine andere Frage ist, ob du das LTE-Handy mit einem entsprechendem Tarif zusammen gekauft hast oder mit welchem Tarif du das Telefon betreibst. Wenn da eine SIM-Karte aus einem älteren Mobile-Connect-Flat-Tarif drinsteckt, braucht es 1 ... 2 Tage, bis die SIM sich auch ins 4G-Netz einbuchen kann...
     
  3. wassereimer

    wassereimer New Member

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    Unser Ziel ist es in unserem Pfadfinderheim (ohne Telefonanschluss) für einen Erfinderclub das LTE Netz zu nutzen und gemeinsam mit Kindern- und Jugendlichen technische Projekte umzusetzen. Dieses System möchten wir als mobiles System auch auf Zeltlager einsetzen können. Daher war mein erster Gedanke einen kleinen low-cost Repeater zu nutzen, der eben auch die Verwendung des Velocity als Hotspot oder im mobilen Einsatz erlaubt.

    Auf meinem Vodafone-Vertrag steht: "Vodafone SuperFlat Internet Plus mit Handy" Aktivierungsdatum: 5.6.2012

    Wir haben am 9.6. das Handy an 3 unterschiedlichen Orten (Feld, Wiese, mit und ohne Häuser, Berghügel,... im Kreis Calw erfolglos mehrere Stunden getestet, wo Vodafone eigentlich eine umfangreiche "Outdoor"-LTE Netzabdeckung vorgibt. Nach unseren Aufzeichnungen hat sich das Gerät ein nur einziges mal für 2-8 Sekunden an einer Stelle ins 4G Netz eingebucht, konnte diese Verbindung aber nicht halten.

    Der vorgeschlagene Router wäre da durchaus eine attraktive Lösung, würde aber natürlich auch nochmals weitere Kosten verursachen und das Velocity wäre dann für uns ein wertloser Begleiter! Wäre dieser Router mit Antenne denn auch mobil zu betreiben?

    Danke für Deine Unterstützung!
     
  4. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Das Problem wäre die Stromversorgung des Routers, in eurem Sinne wäre es aber auch eine technische Herausforderung... :)

    Der B1000 benötigt 12 Volt Betriebsspannung, die durch ein Steckernetzteil 12 Volt / 2 Ampere bereitgestellt wird.
    Wenn ich jetz davon ausgehe, dass der Router das Netzteil bei Maximallast zu 80% auslastet (Reserven beim Netzteil müssen ja sein), würde der Router eine Leistungsaufnahme von 19,2 Watt (12 Volt x 1,6 Ampere) hat.

    Beim mobilen Einsatz (ohne vorhandene Stromversorgung) gibt es nun die Möglichkeit, den Router über eine solare Insellösung zu versorgen. Bei der Dimensionierung spielt natürlich auch die geplante Laufzeit des Verbrauchers pro Tag eine Rolle. Ich gehe ersteinmal von 24h pro Tag aus. Benötigt werden hierzu:

    1. Solarpanele
    Sie sollten mindestens das doppelte an Leistung produzieren, wie die Summer der angeschlossenen Geräte verbraucht. Das ist notwendig, weil ja neben dem Betrieb der Geräte auch noch ein Akku geladen werden muss, der den Nachtbetrieb sicherstellt. Wenn noch andere Geräte betrieben/geladen werden sollen, muss das auch berücksichtigt werden. Hier gehe ich erst einmal von den 19,2 Watt aus, die Panele sollten also mindestens 40 Watt erzeugen können.

    2. Laderegler und Akku

    Passend zu den Solarpanelen muss dann der Laderegler dimensioniert werden. Eine Standardgröße von 50 Watt wird hier gute Dienste tun. Ein Gerät mit integrierter Leistungsanzeige erleichtert die Justierung bzw. ermöglicht es, die Panele im Laufe des Tages regelmäßig nachzuführen, um den Ertrag zu steigern.
    Beim Akku ist die Kapazität das Wichtige. Sie wird in Ah (Amperestunden) angegeben. Damit kann man dann auch ausrechnen, welche Kapazität man benötigt.
    Der Router hat eine Stromaufnahme von 1,6 Ampere, wenn er eine Stunde lang an ist, verbraucht er also 1,6 Ah. Bei ca. 13 Stunden ohne Sonne (Sicherheit mit eingeplant) ergibt sich also eine benötigte Kapazität von mindestens 21 Ah (1,6 A x 13 h = 20,8 Ah)
    Ein Bleigel-Akku in dieser Größe ist auch noch recht transportabel. Wenn die Möglichkeit besteht, die Technik zum Camp zu fahren, sollte der Akku ruhig etwas größer dimensioniert werden, dann kann man auch mal einen bewölkten Tag überbrücken.

    3. Ein geeignetes Trägersystem für die Panele
    Für Pfadfinder sollte es ja kein Problem sein, so etwas vor Ort direkt aus den Materialien der Natur zu konstruieren. Aber man kann sich natürlich auch aus leichten Alu-Profilen ein portables System konstruieren. Da der Schwerpunkt bei euch ja auf der Technik liegt, ist das bestimmt auch ein interessantes Projekt.
    Bei letzterer Lösung sollte man auch gleich noch berücksichtigen, dass das Gestell drehbar und in der Neigung variierbar gestaltet wird.

    Auch wenn sich das jetzt etwas kompliziert liest, ist es das bei weitem nicht. Ich habe für Wochenendhäuser schon 3 von diesen Insellösungen zusammengebaut, die laufen jetzt seit ca. 2 Jahren störungsfrei. Mittlerweile gibt es auch schon komplette Sets in den verschiedensten Leistungsklassen. Da wird dann alles etwas einfacher...
    Bei Bedarf und ausreichender Dimensionierung kann man das System auch noch mit einem Wechelrichter erweitern. Dann stünde auch einer 220 Volt - Steckdose mittem im Wald nichts mehr im Wege...
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2012
  5. Keitel0815

    Keitel0815 New Member

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    mit großer Sicherheit kann man das ganze auch mittels Autobatterien ermöglichen. Wieviel Wochen wollt Ihr denn das am Stück nutzen? NAch gebrauch wieder aufladen.
    Aber man sollte eher darüber Nachdenken, daß man Zwar dann Internet und auch Telefon hat.
    ABER:
    Wozu Internet, wenn der Rechner Schlapp macht. So ein Laptop bzw. mehrere wollen auch ab und an mal Futter aus der Dose.

    Ein Stromerzeuger würde da eventuell mehr Sinn machen. Da kann man dann auch mal einen Rechner zum Laden dranhängen.

    Was auch noch zu bedenken ist, daß Ein Handy (Vor allem wenn es 4G Empfang und W-Lan Hotspot arbeiten soll) Recht viel Hunger entwickeln kann. Selbst da wird wohl eine Acculadung nicht mehr als 24 Stunden halten. Wohl eher weit weniger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2012
  6. mgutt

    mgutt New Member

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  7. tomas-b

    tomas-b Well-Known Member

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    Bei einem Stick (K5005 zum Beispiel) wäre aber nur ein Rechner versorgt, Ziel war es ja, ein ganzes Camp auszuleuchten.

    Und bei einer Camptour von 2 Wochen muss die Batterie schon sehr groß sein, wenn man ohne zusätzliche Ladung auskommen will.
    Da müsstest du in etwa 14 Autobatterien mit einer Kapazität von 40 Ah vollgeladen mitnehmen, um über die Runden zu kommen.
     
  8. mgutt

    mgutt New Member

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  9. Franz

    Franz Active Member

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    :rolleyes::D:D

    da kann er sich noch ein paar Arbeitslose organisieren die ihm die Batterien schleppen :cool:
    die anderen Rechner wollen auch mit Strom versorgt sein :rolleyes:

    Gruß

    Franz
     
  10. mgutt

    mgutt New Member

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    Also der Stick kann alle Frequenzen:
    http://www.t-mobile.com/shop/Phones/cell-phone-detail.aspx?cell-phone=T-Mobile-Jet-2.0-Laptop-Stick
    Heißt Huawei E366:
    http://www.huaweideviceusa.com/products/features?id=27

    So ein Stick an einen Notebook mit sehr gutem Akku, das genannte Programm installieren und schon hat man seinen mobilen LTE Router. Ersatzakkus und Ladegeräte für Auto usw. gibt es ja in der Regel auch genug für Notebooks.
     
  11. AndiGS

    AndiGS New Member

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    Hallo erstmal, ich bin neu hier :) Kenne mich aber schon recht gut mit der Thematik rund um LTE/UMTS/GSM aus. Der T-Mobile Jet Stick, auf den du mgutt verwiesen hast ist ein HSPA+ Stick. Dies wird in den USA von einigen Anbietern als 4G vermarktet weil es vergleichsweise hohe Geschwindigkeiten bietet, bitte also nicht davon ablenken lassen. Der kann nur das, was wir 3G nennen. Hoffe meine späte Antwort hilft noch was, viel Spaß im Lager : )
     

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