Selbstbau LTEAntenne

Dieses Thema im Forum "Antennen" wurde erstellt von justWeedy, 9. September 2017.

  1. justWeedy

    justWeedy New Member

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    Hallo,
    bin echt begeistert vom Selbstbauplan der Ospel-LTE Antenne.

    Jetzt habe ich ein bisschen überlegt und habe noch weitere pläne eine LTE antenne zu bauen.
    Wenn es nicht klappt nehme ich die Ospel xD

    Einzelantenne sieht so aus:
    [​IMG]

    das prinzip ist eine Gruppenantenne aus lambda/2 diolen mit zweitem Antenenteil in Lambda entfernung um eine Richtwirkung zu erziehlen.

    Laut 4nec2 simulation lässt sich eine Richtwirkung von 22 dB in Hautrichtung erziehlen...
    Naja wers glaubt.

    Weitere ideen sind:
    -Einspeisepunkt bei Lambda/4 des langen verbindungsdrahtes da dort von der Stehenden welle her ein Spannungsmaximum liegt.
    - könnte man mit zusätzlichen kondensatoren/spulen eine schwinkreisanpassung auf 806MHz erzieheln?
    nach thomsonformel f0=1/(2Pi*sqrt(L*C))
    -außerdem könnte man mit einer Dämpfung durch einen Widerstand im Schwingkreis eine Bandbreitenregulierung erzielen?
    Q(Güte) = 1/sqrt(L/C)
    mit
    Bandbreite dF= f0/Q
    -außerdem müsste man noch die Impedanz der Antennenkonstruktion auf 50 Ohm Wellenwiderstand anpassen
    Z = sqrt(L/C) ~=50 Ohm

    Was meint ihr?
    Gibt es grundsätzliche einwende gegen den Aufbau?
    nicht dass ich zu hohe Spannungen abgreife und meinen LTE-Router schrotte ...

    LG,
    justWeedy
     
  2. justWeedy

    justWeedy New Member

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    Ok,
    nachdem ich mehr über einkopplung (SWR) gelesen habe muss ich das konzept oben verwerfen.
    Habe nun schon mehrere tage an der Antenne rumsimuliert...
    Durch die dichten Drähte scheint die einkopplung der Energie in die Antenne zu schlecht zu sein.
    Dies führt zu einem hohen SWR, dadurch wird die an die antenne gesendete energie reflektiert und kann im schlimmsten fall den sender zerstören...
    Die standart matching-netzwerke können den SWR maximal auf 20-30 senken,
    es wird jedoch 1-2 benötigt, um gut senden zu können.

    Nachdem ich mit einer wendelantenne + polarisationsfilter rumprobiert habe
    bin ich nun doch wieder bei einer verkürzten Yagi antenne gelandet.
    Die soll vergleichbare dbi werte haben (ca 7,5 dbi) wie die Wendel, ist aber einfacher zu matchen,
    da die realimpendanz bereits bei ca 50 Ohm liegt und nur ein positiver komplexer widerstandvon ca 70 ohm vorliegt
    (benötigt nur kondensatoren und keine spulen zur kompensation)
    Kondensatoren kann ich ganz einfach aus Alufolie herstellen, mit dem Kuli solange am Lineal entlangfahren bis die Folie getrennt ist..., dabei kann ich die sogar löten mit standart lötzinn auf der matten oberseite...

    habe die erste antenne grob fertig, werde ergebnisse posten, wenn es was wird.
    als zweite antenne werde ich erstmal garkeine oder eine einfache Stabantenne nehmen, da mir der aufwand für eine zweite zu bauen einfach zu hoch ist.

    ich hoffe das ich 4nec2 mittlerweile etwas besser verstehe, das ist gar nicht so einfach zu verifizieren ob man was gutes konstruiert hat oder ob man einfach ungültige ergebnisse erhalten hat weil man fehler gemacht hat xD
     
  3. bruno54

    bruno54 Member

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    Ich glaube Du solltest erst mal einen "Rothammel" oder "Spindler" lesen bevor Du mit 4nec2 rumspielst:)
    Will dir ja nicht zu nahe treten aber bevor man damit was sinnvolles zustande bringt braucht man ein "paar Tage"
    Und dann ist es immer noch nur eine Brechnung und ohne eine Messung an der erstellten Antenne hat das Ganze
    keinen Wert. Die entsprechende Messung ist aber für den "Bastler" unerschwinglich;)
    Es gibt aber jede Menge Tools mit denen man sich eine Antenne nach einem erprobten Prinzip berechnen kann.
     
  4. justWeedy

    justWeedy New Member

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    hast du schon recht,
    im prinzip hat mich 4nec2 ja auch genau auf diesen weg zurückgeführt:
    ich baue nun eine standart yagi antenne, nur halt kompakt fürs zimmer mit kurzem Kabel.
    das problem ist natürlich das ich die Antenne nicht mit Messgeräten vermessen kann.
    Da wäre schon teures equipment notwendig um einen 806Mhz Bauteil beurteilen zu können...
    Aber wenn ich die Ospel nachbaue weis ich ja auch nicht 100%ig was meine unvermeitlichen Bauteil/Geometrie-abweichungen bewirken
    und trotzdem funktioniert das ja in etwa (z.B. bei anderen).

    Welche Sw wären das für eine Yagi? ich denke so schlecht ist da 4nec2 nicht, kann ja auch schon was.
    Ist halt nur nicht einsteigerfreundlich...
     
  5. bruno54

    bruno54 Member

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    http://www.vk5dj.com/yagi.html
    https://xtronic.org/tips/yagi-calculator-program-calcul-antenna/
    http://pencho.my.contact.bg/start/comp/anteni/Yagi.htm
    http://whirlpool.net.au/wiki/homemade_yagi
    http://docs13.chomikuj.pl/5209776231,PL,0,0,Wombo-LTE-1800-11-Element-Yagi.pdf
    Erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:)
    Genauigkeit 0,5mm reicht völlig aus, die Antennen sind alle so breitbandig das die Toleranz i.O. ist.
    Wenn es genauer werden muß steht es im Allgemeinen dabei.
    Beachten muß man die Art der Montage der Elemente und die Durchmesser Boom/Elemente
    Bis 30Mbit reicht eine Antenne, MiMo braucht man nur wenn man mehr will/kann;)
     
  6. justWeedy

    justWeedy New Member

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    Habe eine kombi aus zwei kurzen Yagi Antennen gebaut (Länge 16cm):
    Ergebnisse sind:

    externe Antenne

    29MS ping
    16 MBIt/s down
    3 MBit/s up

    RSRQ: -7dB
    RSRP: -110dBm
    SINR: 5dB

    interne Antenne (leider weiter vom Fenster weg, ca 20cm kabellänge)

    30ms ping
    8,5 MBit/s down
    4,7 MBIt/s up

    RSRQ: -7dB
    RSRP: -108dBm
    SINR: -3dB

    Offensichtlich ist das senden nicht so effektiv mit meinen Antennen, dafür aber wesentlich der Download...
    Kann man ableiten wieviel meine Verstärkung ist?
    7,5 Dbi sind doch maximal Faktor 6...
    hier ist es aber eher faktor 2
    Mache ich einen Fehler bei der naiven Annahme signalstärke ~ Downloadrate?

    danke nochmal für die Tipps
     
  7. bruno54

    bruno54 Member

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    Die Speedtest's sind doch nur ein Anhaltpunkt und keine zuverlässige Größe weil sich die Bedingungen die man selber
    nicht beeinflußen kann ständig ändern.
    -2 dBi (extern -110dBm/intern -108dBm)
    Deine Antenne ist scheinbar schlechter wie die interne, auch hier das Gleiche - ist nur eine Momentaufnahme.
    Bei einer Baulänge von 16cm bei 800Mhz hat das Ding ja kaum mehr als 4 Elemente und wenn dann die Anpassung
    nicht stimmt ist der vermeintliche Gewinn weg. Du brauchst bis 30Mbit auch nur eine Antenne ....:) (am "Main" Anschluß
    "Div" kann frei bleiben)
    Wenn Du mit Faltdipolen operierst muß entsprechend angepasst werden, die meisten Antennen haben mit Faltdipol
    ca. 240Ohm Fußpunkt. Da muß 1/4 und von symmetrisch auf unsymmetrisch per Balun auf 50Ohm reduziert werden.
    (240/4=60 ist tolerierbar bei 50Ohm)
     

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