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Router: EasyBox 904 von Vodafone


Seit September 2012 bietet Vodafone eine neue Router-Generation für LTE-Kunden (Zuhause) an. Seither benötigen VF-Kunden endlich nur noch ein Gerät, denn die Easybox 904 LTE erfüllt 3 Funktionen auf einmal – also die des LTE-Modems und des Routers. Gleichzeitig fungiert die Box als Telefonieanlage. Unsere Redaktion hat folgend für Sie alle wichtigen Eckdaten, Vorteile und Nachteile der EB904 zusammengestellt.

 

 

Features und Eigenschaften des Easybox 904 LTE
Hersteller und TypenbezeichnungArcadyan 904L (MRL952AKW33 1-E-IR)
Downloadrate bisbis 50 MBit/s
Uploaddrate bisbis 10 MBit/s
unterstützte LTE-Bänder:LTE bei 800, 1800 und 2600 MHz
sonstige kompatible Standardsab 2013 optional via Surf-Stick geplant
MIMO Support:ja 2x2
Anschluss für externe Antenne ja 2 x SMA
Kategorie:LTE-Modem der Kategorie 3 (3GPP Release 8)
Telefonie
integrierter Telefonanlageja
DECT-Supportnein, fehlt leider
Anschluss für ISDN Telefoneja, 1 x ISDN-S0-Bus für TK-Anlagen und ISDN-Telefone
Anschluss für analoge Telefoneja, 3 Anschlüsse für analoge Telefone, Fax und Anrufbeantworter vorhanden
Netzwerk | LAN & WLAN
LAN Ports4 Gigabit LAN-Ports (!)
WLAN StandardsWLAN 802.11n, g, b
5 GHz WLAN Unterstützungja
Verschlüsselung WEP, WPA/WPA2
USB2x USB 2.0
Maße (H|T|B) & Gewicht B 245 x H 190 x T 36 (mm) bei 620 Gramm
Infomaterial
Handbuch downloaden» Handbuch als PDF
verfügbar bei:» erhältlich bei Vodafone

 

Hinter der neusten LTE-Router-Generation von Vodafone, verbirgt sich ein OEM-Gerät der chinesischen Firma Arcadyan. Diese fertigt z.B. auch diverse Speedport-Router für die Telekom, wie den aktuellen Speedport W921V. Bisher lieferte Vodafone zwei Geräte an Kunden aus, welche die LTE-Zuhause-Tarife mit Telefon bestellten. Denn weder der B1000, noch die Turbobox hatten eine Telefonanlage „on board“. Mit der Easybox 904 kann das Unternehmen endlich ein Einzelgerät anbieten. Optik und Verarbeitung der Box sind durchweg edel. Ins Auge sticht sofort das Farbdisplay auf der Vorderseite, worüber (alternativ zum Backend über den Browser) Einstellungen und Konfigurationen durchgeführt werden können. Zudem liefert das Touch-Display Informationen zur Verbindungsgüte in einer Skala von 1-10.

WLAN & LAN

Technisch ist die Easybox auf der Höhe der Zeit. Das merkt man bereits am WLAN-Modul. Dieses unterstützt alle relevanten Standards (WLAN 802.11n, g, b). Natürlich auch den leistungsstarken N-Standard, welcher eine Datenrate von 300 MBit/s ermöglicht. Der Router beherrscht Wireless LAN sowohl auf 2.4, als auch auf 5 GHz. Das letztere Band gilt als weniger störanfällig, da in diesem Frequenzbereich keine anderen Haushaltsgeräte Interferenzen verursachen können (Babyphones etwa). Für kabelbasierte Heimnetzwerke finden sich auf der Rückseite der EB904 gleich 4 gigabitfähige LAN-Ports sowie zwei USB 2.0 Anschlüsse.

Telefonie

Die Telefonanlage der Easybox bietet Anschlussmöglichkeiten für ISDN- und Analogtelefone. Insgesamt können Nutzer drei analoge Telefone, Faxgeräte oder Anrufbeantworter anbinden bzw. eine ISDN-Anlage über den ISDN-S0-Bus. Der wohl größte Nachteil des Gerätes, ist die nicht vorhandene DECT-Unterstützung – eigentlich eine Selbstverständlichkeit möchte man meinen.

LTE-Modem

Überraschend vielseitig zeigt sich der Router im LTE-Netz. Die Easybox kann theoretisch LTE-Verbindungen im Bereich von 800, 1800 und 2600 MHz herstellen. Zurzeit ist für Vodafonekunden aber maßgeblich LTE800 relevant. Ein Fallback-System gibt es leider (noch) nicht. Dabei handelt es sich praktisch um eine Art Netzausfallabsicherung. Nehmen wir an, es gibt eine Störung im LTE-Netz in Ihrer Region, dann fällt ärgerlicher Weise das Internet für diesen Zeitraum komplett aus. Die Lösung könnte dann das Umschalten auf einen alternativen Funkstandard sein, der zwar langsamer ist, aber immerhin die Kommunikation aufrechterhalten kann. Leider beherrscht der Router weder UMTS noch andere 2G oder 3G-Standards. Vodafone plant jedoch, ab 2013, die Funktion über einen Surfstick nachzuliefern.

Preis und Verfügbarkeit

Die Easybox 904 ist ausschließlich bei Vodafone in Verbindung mit einem Neuvertrag (Tarife zeigen) erhältlich. Die Kosten betragen einmalig rund 20 € plus 2,50 € monatlich. Demnächst soll es die Box im Vodafoneshop auch einzeln (ohne Vertrag) geben. Bei knapp 250 €, kommt man dann aber schon in Dimensionen, für die auch eine Fritz!Box 6840 zu haben ist. Solange der Preis nicht deutlich sinkt, empfehlen wir daher eher den Griff zum AVM-Produkt.

Fazit

Platzersparnis, gutes WLAN-Modul, innovatives Touch-Panal und schickes Design sind nur einige Argumente, die für die neue Easybox sprechen. Neukunden können ruhigen Gewissens zugreifen. Für Bestandskunden lohnt der Umstieg wahrscheinlich eher nicht. Zumal der Einzelpreis mit rund 250€ nahezu dem Preis der FritzBox 6840 entspricht. Und diese ist, wenn auch nur in wenigen Punkten, technisch nach wie vor überlegen. Einzig der fehlende DECT-Support trübt den sonst so positiven Gesamteindruck.

aktuelle Firmware

Im Prinzip versucht die Box automatisch die neuste Version zu laden. Das klappt selbstverständlich nur bei bestehender LTE-Verbindung. Wer die Firmware alternativ direkt laden will, kann die neuste Version der Easybox 904 hier downloaden.

Weiterführendes

» direkt zu Vodafone
» Tarife von Vodafone im Überblick


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Vom: 23 Okt 2012 | Kategorie: Anbieter, Router, Sonstige, Vodafone | Schlagwörter: ,


6 Responses to “Router: EasyBox 904 von Vodafone”

  1. Mirko Meichsner sagt:

    Guten Tag,

    ich war gerade auf der Suche nach Erfahrungsberichten dieses Gerätes,
    denn ich habe diese Box mit meinem Anschluss LTE-Zuhause von Vodafone bekommen.

    Ich bin von diesem Gerät überhaupt nicht begeistert und frage mich, warum in Ihrem Bericht nicht auf die Einschränkungen eingegangen wird ?

    Man bekommt eine sogenannte SuperPIN, die zur Einstellung „hier werden die Zugangsdaten Tel usw von einem Server geholt“ benötigt wird und wenn man etwas ändern will ist dies nicht möglich.

    Da LTE die Telefonie über VOIP erledigt und ich ohnehin mittels einer
    VOIP-Anlage (Asterisk) arbeite, würde es doch schön sein die Anmeldung am
    VOIP-Server von Vodafone unterdrücken zu können um doppelte Anmeldungen
    zu unterbinden.

    Des weiteren, werden einfach Ports blockiert. Wenn man diese
    Explizit mittels Portmapping eintragen möchte, kommt sogar die Meldung
    „Folgende Ports werden von der Box genutzt“.

    Ich finde, dass man bei diesen Geräten sehr eingeschränkt ist
    und diese somit im „Professionellem Bereich“ nichts zu suchen haben.

    Nachdem ich mich mit Vodafone über diesen Umstand unterhalten habe,
    nach 9 Personen hatte mich jemand überhaupt verstanden, wurde mir
    die Kombination EB 803 und der LTE-Tubobox zugesandt, da diese einen
    Expertenmodus haben soll.

    Pustekuchen…

    Die Verbindung dieser Boxen ist eine Art Notbehellf !

    Im Expertenmodus ist LTE nicht einrichtbar.

    Mit freundlichem Gruß
    Mirko Meichsner

    • admin sagt:

      Hallo,
      nun die EB904 ist ja auch eigentlich ein Router für Privatnutzer und nicht für „Professionelle“ Anwender gedacht.
      Die wenigsten Privatkunden werden einen Asterisk-Server zuhause betreiben…
      Daher wird das Gerät auch nur mit den Privatkunden-Tarifen ausgeliefert. Für Businesskunden, sind die „S“-Tarife
      konzipiert und dort erhält man bspw. einen B2000. Von daher kann ich die Kritik nicht ganz verstehen.
      Man kauft ja auch kein Polo, wenn man als Spedition Möbel transportieren will…
      Und jede nur erdenkliche Kombination mit Router X und Asterisk-Server Y können wir hier nun auch nicht
      durchspielen und bewerten. Wenn Sie einen richtig professionellen LTE-Router suchen, empfehle ich
      ihnen diesen von TDT. Dort gibt es so ziemlich alles, was das Herz begeht. Da rangiert der Preis allerdings schon im vierstelligen.

      Viele Grüsse

  2. Magnar Hirschberger sagt:

    Dieses Gerät ist bereits mangels IPv6-Unterstützung nicht auf der Höhe der Zeit und z.Z. (8/2013) steht ein Firmwareupdate bereits seit 8 Monaten aus. Die Box läuft instabil, baut bei LTE-Verbindungsabbrüchen die Verbindung nicht erneut auf. Nur ein Powercycle scheint dann noch zu helfen. Es fehlen elementarste Logging- und Monitoringoptionen und auch der angefallene Traffic wird nicht angezeigt. Die WPS- und die WDS-Funktion sollten unbedingt ausgeschaltet werden, ansonsten kann die Box mit Leichtigkeit geknackt werden!

    Schönes Design allein reicht eben nicht.

    Magnar Hirschberger

  3. Uwe sagt:

    Leider ärgere ich mich täglich über die 904. LTE Verbindungsabbrüche sind an der Tagesordnung. Wenn auch über LTE telefoniert wird, sind diese Verbindungsabbrüche besonders nervig. Die Box ist keinesfalls zu empfehlen und Vodafone muß sich m.E. Sehr schnell was einfallen lassen. Wenn das so weitergeht werde ich den Anbieter demnächst wechseln.

Wie finden Sie das Gerät?





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