Testbericht zur Speedbox II mini

Wie schlägt sich der erste LTE-Advanced Mini Router von der Telekom?




Die Telekom Speedbox LTE mini II ist der erste mobile WLAN-Router mit integriertem Modem für LTE-Advanced Kategorie 6. Damit sind im Netz der Deutschen Telekom bis zu 300 Megabit pro Sekunde im Downlink und 50 MBit/s im Uplink möglich. Der Nachfolger der Telekom Speedbox LTE mini verfügt zudem über ein gut ablesbares Display, eine schnelle WLAN-Verbindung und einen starken Akku. Max von LTE-Anbieter.info hat das Gerät eine Weile testen können und berichtet im folgenden Testbericht von seinen Erfahrungen mit der Telekom Speedbox LTE mini II.

Lieferumfang

Das Gerät wird in einer Pappbox, ähnlich denen von Smartphones, ausgeliefert. Darin enthalten neben dem Router lediglich ein äußerst rudimentäres Infoheftchen + die Sicherheitsinformationen von Huawei. Außerdem liegt ein USB Netzteil (100-240V; Output 5V, 2A) sowie einem USB Kabel bei.


Mobiler LTE-Router mit Vollausstattung

WLAN-Router mit Mobilfunk-Modem gibt es schon ab rund 30 Euro ohne Mobilfunk-Vertrag. Doch wer auf aktuelle Technik, ein modernes Modem und praktische Extras wie Anschlüsse für eine externe Antenne nicht verzichten mag, der muss etwas mehr investieren – etwa 220 Euro ohne Vertrag für die Telekom Speedbox LTE mini II. Dafür bekommt man dann jedoch auch die absolute Vollausstattung. Das integrierte Modem arbeitet im 2G, 3G und im LTE Modus. Die WLAN-Schnittstelle unterstützt den aktuellen 802.11ac Standard auf 2,4 und 5 Gigahertz. Ein helles Display informiert über den aktuellen Betriebsstatus. Der 3000 mAh starke Akku sorgt für bis zu 10 Stunden Betriebszeit.

Erster Eindruck: Klein und handlich

Die Telekom Speedbox LTE mini II ist mit einem Gewicht von 145 Gramm und einer Größe, welche mit einem Smartphone vergleichbar ist, sehr handlich und kompakt. Die Front wird von einer durchsichtigen Plastik-Scheibe bedeckt, während die Seiten und die Rückseite aus mattiertem, schwarzen Plastik bestehen. Auf der Vorderseite ist neben dem Display und dem darunter liegenden Telekom-Logo noch die Power-Taste zu finden. Das Display zeigt allerlei Informationen - etwa zum Empfang, den Netzbetreiber, das verbrauchte Datenvolumen, die Online-Zeit oder die Netz-Technologie. In Verbindung mit der Power- und der Menü-Taste lässt es sich zudem für einige (wenige) schnelle Einstellungen verwenden.

Unten befindet sich der MicroUSB-Anschluss zum Aufladen des Akkus oder zur Verbindung mit einem Computer. Entfernt man die Abdeckung von der Rückseite, so erhält man Zugriff auf den Schacht für die Micro-SIM Karte sowie den Steckplatz für MicroSD-Speicherkarten.
Der Akku ist leider fest im Router verbaut und nicht durch den Nutzer wechselbar. Auch alle weiteren Anschlüsse sind unter der rückseitigen Abdeckung zu finden. Direkt neben dem MiniUSB befinden sich die beiden Ports für eine externe Antenne, mit denen sich der Empfang verbessern lässt. Die Stecker sind übrigens durch ein weiteres, schmales Plasteteil geschützt, welches man nur schwer abgedeckt bekommt. Zudem hat Huawei etwas viel Platz gespart finden wir. Nur mit Mühe konnten wir die Verbindungsstecker anbringen.

Schnell dank LTE-Advanced

Das Modem der Speedbox LTE mini II unterstützt LTE auf 800, 850, 900, 1800, 2100 und 2600 Megahertz (Übersicht aller Bänder) und ist damit nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch weltweit in vielen LTE-Netzen funktionsfähig. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 300 MBit/s im Downlink, wobei einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich so hohe Geschwindigkeiten erzielen lassen. So braucht man einen passenden Tarif der Telekom mit Freischaltung für „LTE Max“ und es muss sowohl LTE1800 als auch LTE2600 verfügbar sein. Denn die Speedbox LTE mini II bündelt die beiden Frequenzbereiche (Carrier Aggregation), um die 300 MBit/s erreichen zu können.

Natürlich unterstützt die Telekom Speedbox LTE mini II nicht nur LTE, sondern auch GSM und UMTS. Via GSM lassen sich die Frequenzbereiche um 850, 900, 1800 und 1900 MHz nutzen, bei UMTS die um 850, 900, 1900 und 2100 MHz. Damit ist der Router auch in vielen UMTS-Netzwerken Nordamerikas einsetzbar, ein großer Vorteil, falls das Gerät mit auf die Dienst- oder Urlaubsreise genommen werden soll. Die maximale Geschwindigkeit im UMTS-Netzt beträgt 42,2 MBit/s im Downlink und 5,76 MBit/s im Uplink, sofern die DC-HSPA+ Technologie im Netzwerk aktiviert ist.

Die Empfangsqualität der Telekom Speedbox LTE mini II ist sowohl im UMTS- als auch im LTE-Netz sehr gut, oft deutlich besser als die von vielen Smartphones. Auch in Regionen mit schlechtem Empfang kann noch sehr schnell über LTE im Internet gesurft werden.

WLAN-ac auf zwei Frequenzbändern

Die Verbindung zum Endgerät erfolgt entweder per USB-Port oder eben mittels WLAN-Verbindung. Die Telekom Speedbox LTE mini II hat ein aktuelles WLAN 802.11a/b/g/n/ac Modul verbaut, welches bis 866 MBit/s schnell ist und wahlweise auf 2,4 GHz oder auf 5 GHz funkt. Der Vorteil des 5 GHz Bandes ist, dass in diesem Frequenzbereich meist weniger Störungen durch andere WLAN-Netze auftreten. Bis zu 10 Geräte lassen sich zeitglich per WLAN mit der Telekom Speedbox LTE mini II verbinden, die Reichweite im Gebäude beträgt etwa 10 bis 15 Meter.

Bedienung und Software

Die Inbetriebnahme der Telekom Speedbox LTE mini II ist recht einfach. Nach dem Einlegen der SIM-Karte muss das Gerät angeschaltet werden (durch Drücken der Powertaste für 2-3 Sekunden) und ein Computer, Tablet oder Smartphone per WLAN verbunden werden. Das entsprechende WLAN-Passwort wird im Display des Routers angezeigt, steht aber alternativ auch unter der Abdeckung auf der Rückseite.



Im Normalfall ist das Gerät nach Eingabe der SIM-PIN sofort im Internet und die Einrichtung ist abgeschlossen. Natürlich können aber noch weitere Einstellungen vorgenommen werden, etwa Name und Passwort des WLAN-Netzwerkes geändert werden. Diese Einstellungen sind direkt im Browser über das Webinterface möglich, alternativ gibt es aber auch eine App für das Smartphone (Android und iOS Betriebssystem). Geben Sie nach dem Aktivieren des Routers in die Adresszeile des Browsers 192.168.8.1 (die Router-IP) ein, um zum Menü zu gelangen.

Das Webinterface ist recht schlicht gehalten und erlaubt nur die wichtigsten Einstellungen. Speziellere Dinge wie die Festlegung des Routers auf ein bestimmtes Frequenzband oder eine ausführliche Diagnose-Funktion fehlen leider. Auch Informationen zu wichtigen Empfangsparametern, wie RSRQ oder SINR fehlen gänzlich. Dafür gibt es jedoch ein spezielles Tool, was wir weiter unten noch vorstellen werden.

Über den Reiter „Statistik“ können Informationen zum Datenverbrauch und zur Online-Zeit abgerufen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Datenplan zu hinterlegen, etwa die Volumen-Werte aus dem eigenen Mobilfunk-Tarif. Folgend finden Sie drei ausgesuchte Beispielscreenshots aus der Benutzeroberfläche.

Beispiel 1:


Beispiel 2: 


Beispie 3: 


LTEWatch: Das unabdingbare Info-Tool

Mit „LTEWatch H“ bietet LTE-Anbieter.info ein sehr nützliches kleines Programm für Nutzer des Speedport II mini. Damit können erstmalig auch nicht AVM-Kunden wichtige Empfangswerte über das Endgerät ablesen. LTEWatch zeigt z.B. bei LTE-Verbindungen den RSRP, RSRQ, SINR und RSSI an. Zuden kann man aktiv die Frequenz wechseln und vieles mehr. Einzelheiten dazu und den Downloadlink finden Sie hier:


Fazit: Sehr guter mobiler LTE-Router

Die Telekom Speedbox LTE mini II ist ein sehr guter mobiler LTE-Router. Insbesondere die guten Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s und die ausgezeichneten Empfangsqualitäten können überzeugen. Aber auch das WLAN-Modul ist schnell und zukunftssicher. Ohne Vertrag kostet die Speedbox LTE mini II etwa 220 Euro, einen SIM-Lock gibt es nicht. Mit einem neuen Telekom Mobilfunk-Vertrag ist der Router ab 1,00 Euro erhältlich. Empfohlen werden zum Gerät die Data Comfort Tarfe, welche schon ab zirka 15 € monatlich erhältlich sind.


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