Testbericht: Dovado Tiny AC Router

Was taugt das neue, handliche Modell von Dovado?


Mit dem Dovado Tiny AC ist seit kurzem ein neuer WLAN-Router erhältlich, der auf die Nutzung mit einem LTE-Stick optimiert ist. Beim "Tiny AC" handelt es sich um den Nachfolger des "Dovado Tiny". Er ist mit allen LTE Surfsticks kompatibel, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Auch die Nutzung eines mobilen WLAN-Hotspots, wie etwa dem Huawei E5786, ist problemlos möglich, sodass die maximale Geschwindigkeit am Dovado Tiny AC derzeit bei bis zu 300 MBit/s über LTE liegt. Neben dem Internet-Zugang über Mobilfunk, ist auch der Anschluss über ein gewöhnliches DSL- oder Kabel-Modem möglich - selbst ein bereits vorhandenes WLAN-Netz kann als Zugang genutzt werden. Wir haben den neuen, vielfältigen Dovado-Router für diesen Artikel einem ausführlichen Test unterzogen.

Der Tiny AC Router von Dovado

Vorteil und Nachteil: Kein integriertes Modem

Der Dovado Tiny AC ist zwar für die Nutzung im Mobilfunk-Netz optimiert, besitzt aber kein fest integriertes Modem. Dies bringt zwei Vorteile mit sich: Erstens ist das Gerät im Vergleich zu anderen LTE-Routern recht günstig. Zweitens kann man schnell auf ein anderes bzw. aktuelleres Modem umsteigen, ohne direkt den ganzen Router neu kaufen zu müssen. Insbesondere bei LTE entwickelt sich die Technik aktuell so schnell weiter, dass man problemlos jedes Jahr ein leistungsfähigeres Modem erwerben könnte. Natürlich lässt sich das Fehlen eines Modems auch als Nachteil begreifen, denn so wird immer noch ein zweites Endgerät für den Betrieb als Mobilfunk-Router benötigt.

Sehr kleiner Router

Noch vor der ersten Inbetriebnahme, fallen die geringen Abmessungen des Tiny AC´s auf. Ebenso ist das Gewicht erfreulich niedrig, sodass man den kleinen Router problemlos auch unterwegs mit sich führen kann, zum Beispiel im Auto oder im Rucksack. Leider ist aber kein Akku integriert, sodass ein externes Netzteil mitgenommen werden muss. Die Verarbeitungsqualität ist unserer Auflassung nach durchweg gut und das schwarz-violette Plastik-Gehäuse macht einen stabilen Eindruck.

Umfangreiche Schnittstellen

Der neue Dovado verfügt über viele Schnittstellen. Auf der Front wurde vom Hersteller ein USB 2.0 Anschluss angebracht. Daneben befinden sich einige LEDs zur Signalisierung der verschiedenen Funktionen. Auf der Rückseite gibt es einen Gigabit LAN-Port zur Anbindung von Endgeräten, sowie einen Gigabit WAN-Port zum Anschluss des Dovado Tiny AC an ein Modem.

Vorderseite

Rückseite und Anschlüsse

Die Rückseite beherbergt links die abnehmbare Dualband WLAN-Antenne für 2,4 und 5 Gigahertz, welche sich problemlos durch eine andere WLAN-Antenne ersetzen lässt. Auch Ein- und Ausschalter, der Anschluss für das Netzteil, sowie eine Reset-Taste befinden sich auf der Rückseite. Da der Router im Betrieb recht warm wird, sind oben und unten im Gehäuse Lüftungsschlitze integriert worden, die für ausreichende Kühlung sorgen.

Zugang per WAN und WLAN

Ein besonderes Augenmerk haben wir in diesem Test auf die drei Zugangs-Arten gelegt, also den Internetzugriff über ein externes Modem via WAN-Anschluss, über einen LTE-Surfstick und über WLAN. Vorweg: Alle drei Möglichkeiten, den Dovado Tiny AC mit dem Internet zu verbinden, funktionieren einwandfrei, erfordern aber etwas Konfigurations-Aufwand. Schaltet man den Router das erste Mal ein, so wählt man aus, wie das Gerät verbunden werden soll. Im ersten Test wurde er per LAN-Kabel mit einem Kabel-TV-Modem verbunden, um den WAN-Port zu testen. Die Verbindung stand bereits nach kurzer Zeit und die Geschwindigkeit war sowohl über WLAN als auch über LAN sehr gut.

Danach haben wir den Zugang per WLAN unter die Lupe genommen, welcher sich zum Beispiel auch ideal für die Nutzung in einem Hotel eignet. Mit der „SpotBoost“ genannten Technologie scannt der Dovado Tiny AC zuerst alle WLAN-Netze in der Umgebung und listet diese auf. Folgend wählt man das Netzwerk per Klick aus, welches für den Zugang verwendet werden soll. Nach der Eingabe des WLAN-Passwortes und eines kurzen Neustarts ist der Router verbunden. Sicher: Man könnte in vielen Fällen auch einfach alle Endgeräte direkt mit dem WLAN verbinden, welche der Dovado-Router als Zugang nutzen soll. Aber das ist nicht immer möglich, etwa wenn der Zugriff auf ein Gerät beschränkt ist. Außerdem ist es natürlich deutlich schneller und einfacher, immer nur den Tiny AC zu verbinden und alle anderen Endgeräte dann über das WLAN des Dovado laufen zu lassen.

Internet über Mobilfunk-Modem

Die dritte Zugangs-Möglichkeit repräsentiert den Weg über ein USB Mobilfunk-Modem. Wie anfangs erwähnt, werden quasi alle auf dem Markt erhältlichen USB-Modems unterstützt. Wir haben für den Test einen Telekom Speedstick LTE und einen Telekom Speedstick LTE III verwendet. Beide Modems werden von Huawei hergestellt und waren mit einer Telekom SIM-Karte bestückt. Im Webinterface des Gerätes muss zuerst der Anbieter aus einer Liste ausgewählt sowie der SIM-Pin eingegeben werden, danach erfolgt ein Neustart des Routers.

Die Verbindung war mit beiden Surfsticks sowohl über UMTS als auch über LTE sehr schnell und die Latenzzeiten im Speedtest durchweg gut – hier konnte man keinen nennenswerten Unterschied gegenüber dem Anschluss des Sticks direkt am PC feststellen. Interessant: Bei einigen Modems, wie etwa dem Telekom Speedstick LTE, erlaubt das neue Modell die manuelle Wahl des LTE-Frequenzbandes, was zum Beispiel in Regionen mit schwachem Empfang sinnvoll sein kann.

Schnelles WLAN-ac

Zum Abschluss des Testberichtes soll das WLAN-Modul des Tiny AC nicht unerwähnt bleiben: dieses unterstützt Dualband WLAN auf 2,4 GHz und 5 GHz und erreicht damit – je nach Endgerät - Geschwindigkeiten von bis zu 750 MBit/s über WLAN 802.11ac. Daher rührt auch der namensgebende Zusatz "AC". Natürlich ist der Router auch abwärtskompatibel zu älteren Standards, über das 5 GHz Band können bis zu 450 MBit/s erreicht werden, über das 2,4 GHz Band bis zu 300 MBit/s. Die Reichweite des WLAN-Signals war im Test trotz der kleinen Gehäuse-Abmessungen sehr gut.

Fazit

Der Dovado Tiny AC ist ein leistungsfähiger Router, der dank Zugangsmöglichkeit über Mobilfunk, WAN und WLAN sehr universell einsetzbar ist und sich insbesondere für die Nutzung unterwegs eignet. Das Gerät ist vergleichsweise klein und trotzdem muss man nicht auf eine moderne Ausstattung wie WLAN-ac, Gigabit LAN und den Anschluss für eine externe WLAN-Antenne verzichten.

Er eignet sich gewiss nicht für jeden Nutzer. Wird ein einfach zu bedienender LTE-Router im stationären Einsatz (LTE Zuhause) gesucht, so könnte die Ausstattung des Dovado Tiny AC zu umfangreich und die Bedienung zu kompliziert sein. Auch für den mobilen Einsatz gibt es möglicherweise bessere Geräte, da der Router keinen integrierten Akku besitzt und zwingend ein Surfstick mitgeführt werden muss. Doch das Gesamtpaket ist einzigartig und dürfte genau deswegen eine Nische finden und viele Nutzer genau das richtige sein.

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