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Nov 12 2010

 von: Sarah_Klare

Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg. Diese Worte von Henry Ford gelten ganz klar für viele Lebenssituationen. Oft bringt die Zusammenarbeit schneller den gewünschten Erfolg als stur nebeneinander her oder gar gegeneinander zu arbeiten. Doch gerade die Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und O2 scheinen da anderer Meinung zu sein. Gemeinsam haben sie im Mai LTE-Frequenzen für insgesamt 3,6 Milliarden Euro ersteigert. In Medienberichten hieß es danach immer wieder, die Mobilfunker würden auch beim Netzausbau zusammenarbeiten. Jetzt bestätigte die Telekom gegenüber LTE-Anbieter, dass es erst einmal keine Zusammenarbeit geben werde.

Telekom: „Netzausbau lässt sich schnell und kostengünstig realisieren“

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„Da beim Aufbau des LTE Netzes vorhandene Mobilfunkstandorte genutzt werden können und nur begrenzt neue Standorte erschlossen werden müssen, lässt sich ein Netzausbau vergleichsweise schnell und kostengünstig realisieren“, sagte ein Telekom-Sprecher gegenüber LTE-Anbieter.info. Allerdings lässt er bei dieser Aussage einen entscheidenden Aspekt unter den Tisch fallen. Denn beim Verkauf der LTE-Lizenzen haben die Mobilfunkanbieter die Auflage erhalten zuerst ländliche Gebiete mit einer unzureichenden Internetverbindung mit LTE zu versorgen. Aufgrund geringer Einwohnerzahlen, ist das jedoch in einigen Gebieten finanziell nicht rentabel. Eine Lösung wäre eine Absprache der Mobilfunkanbieter, damit in dünn besiedelte Regionen nicht mehrfach Netze ausgebaut werden. Die Anbieter könnten dadurch Kosten in Millionenhöhe einsparen. Die Bundesnetzagentur und das Kartellamt hätten gegen so eine Kooperation keine Einwände. Allerdings scheint es, als hätten die Mobilfunkanbieter andere Prioritäten.

Das Ziel: Kundenbindung

Im Eiltempo versuchen die Unternehmen ihre LTE-Netze auszubauen. Die Telekom will bis Jahresende noch 500 LTE-Standorte errichten. Vodafone bis März 2011 sogar insgesamt 1.500. Eine Hetzjagd – der Grund dafür liegt auf der Hand. Wer zuerst einen Standort erschließt bindet hier mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kunden an sich. Eine Tatsache, die nicht zu unterschätzen ist und für die beiden ehrgeizigen Unternehmen ein Grund erst einmal höhere Investitionskosten in Kauf zu nehmen.

 

Nur O2 scheint da eine etwas andere Einstellung zu haben. Zwar hat sich der Mobilfunkanbieter auch das Ziel gesetzt, im Laufe des kommenden Jahres 1.500 LTE-Standorte auszubauen. Allerdings wäre das Unternehmen einer Zusammenarbeit nicht abgeneigt. „Unser Ziel ist es ein hochleistungsfähiges LTE Netzwerk für die schnelle Daten-Verbindung unserer Kunden auszubauen. Für mögliche Kooperationen sind wir offen“, erklärt ein Sprecher von O2. Ob es also vielleicht doch noch zu einer Kooperation beim LTE-Netzausbau kommt wird sich zeigen. Für die Verbraucher jedenfalls kann dieser Wettkampf nur von Vorteil sein. Sie werden so auf jeden Fall schnell eine mobile Breitbandverbindung erhalten.

Wissenswertes zum Thema:

» LTE-Anbieter Übersicht
» LTE Verfügbarkeit prüfen

Quelle: Telekom

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