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Sep 01 2018

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Mit dem Erscheinen von „MagentaMobil Start XL“, hat auch die Deutsche Telekom seit über einem Jahr einen Tarif mit Allnet-Flat auf Prepaidbasis im Angebot. Seither können Vieltelefonierer auch bedenkenlos zu MagentaMobil Start – Tarifen greifen. Wie schlägt das Paket sich im Vergleich zu anderen Prepaidtarifen von O2 und Vodafone? Wir haben die Angebote der drei großen Netzbetreiber unter die Lupe genommen!

 

Das haben wir verglichen

Unser Vergleich der Prepaid-Allnetflats (mit LTE) orientiert sich an den Alltagsbedürfnissen der Nutzer. Daher haben nach enthaltenen Leistungen (Pauschalen für Gespräche und SMS), der Höhe des enthaltenen Datenvolumens und auf Extra-Leistungen geschaut. Ebenso haben wir den Anschaffungspreis für die Simkarte berücksichtigt. Unsere Kandidaten im Testfeld sind der Tarif CallYa Smartphone Allnet Flat von Vodafone, das Paket O2 my Prepaid und die neue Option MagentaMobil Start XL von der Deutschen Telekom. Alle hier aufgeführten Allnetflat-Tarife auf Prepaid-Basis, werden in ihrer Grundausprägung, also ohne gebuchte Extraoptionen, verglichen.

Für wen eignen sich Prepaid-Allnetflatrates mit LTE?

Mit dem ursprünglichen Bild das man von Prepaidkarten meist hat, haben die von uns verglichenen Tarife wenig zu tun. Statt „Aufladen und Abtelefonieren“, wird nun alle vier Wochen ein fester monatlicher Preis fällig. Natürlich immer mit monatlicher Kündbarkeit bzw. Tarifwechselmöglichkeit. Je nach gebuchtem Tarif und Option fällt dieser Betrag unterschiedlich hoch aus, wie wir noch zeigen werden. Vieltelefonierer können mit sogenannten Allnet-Flat-Tarifen, also Pauschalen für die Kommunikation in alle deutschen Netze, zu einem Festpreis bedenkenlos kommunizieren. Wenignutzer mit geringem Gesprächsbedarf, sind auch weiterhin mit anderen Tarifen besser bedient. Hier empfehlen wir unseren Prepaid-Vergleich.

Telefonieren und SMS schreiben

Bei den enthaltenen Pauschalen ähneln sich die Anbieter: Enthalten ist überall eine Flatrate für Telefongespräche in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze. Sondernummern sind, wie üblich, nicht dabei. Ebenso ist in allen Tarifen eine SMS-Flatrate enthalten, welche das kostenlose Simsen zu allen deutschen Mobilnummern ermöglicht. In dieser Testkategorie sticht demnach kein Anbieter gesondert hervor.

 

Prepaid-Starterset der Telekom

Enthaltenes Datenvolumen und LTE

Der Vergleich zwischen den enthalten Datenvolumen zeigt die ersten Unterschiede auf. MagentaMobil Start XL und My Prepaid S von O2, bieten je 1.5 GB LTE-Volumen. Das Callya-Pendant von Vodafone verspricht immerhin schon 4 GB Volumen. Simkarten aller drei Tarife sind für die Benutzung des jeweiligen Mobilfunknetzes und die jeweils maximale LTE-Geschwindigkeit freigeschaltet. Das bedeutet, dass im Fall von optimaler Abdeckung und dem Vorhandensein eines technisch kompatiblen Geräts bei Vodafone Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBits erreicht werden können. Bei der Deutschen Telekom 300 MBit/s und O2 verspricht maximal 225 MBit/s im Download. Diese Raten werden aber bekanntlich in der Praxis eher selten direkt erzielt.

 

Insgesamt bietet Vodafone in seinem Prepaidpaket am meisten Volumen. Generell sind Kunden von o2 gegenüber Kunden von Vodafone und der Deutschen Telekom eher im Nachteil, da das LTE-Netz weniger ausgebaut ist. Gleichzeitig weist das Netz von o2 die größte Anzahl an Kunden auf, welche bis auf wenige Ausnahmen für die Nutzung des 4G-Netzes von o2 freigeschaltet sind. Dadurch, dass sich mehr Leute ein schlechter ausgebautes Netz teilen, steigt somit das Risiko von Netzengpässen, insbesondere in Umgebungen mit einer hohen Personenfrequenz.

Extraleistungen

Die Tarife von o2 und der Deutschen Telekom kommen mit jeweils mit einer Sonderleistung. Kunden von MagentaMobil Start XL haben die Hotspot-Flatrate mit enthalten. Dank dieser können sie sich an vielen öffentlichen Orten in Deutschland in die WLAN-Spots der Deutschen Telekom einloggen und kostenlos surfen. Der Clou: Über Hotspots versurfte Daten werden nicht auf das enthaltene Mobilfunkvolumen angerechnet. Auch o2 Kunden haben im Vergleich zu den anderen beiden Tarifen einzigartige Vorteile. Sie sind, auch als Nutzer des hier verglichenen Prepaidtarifs, für VoLTE und WLAN-Calling freigeschaltet. Dies bietet einen Ausweg in Umgebungen mit schlechter Netzabdeckung, kompatibles Gerät vorausgesetzt. Dafür gibt es eine Datenautomatik, die, wenn sie nicht abgeschaltet wird, nervige Extrakosten verursachen kann. Vodafonekunden haben „nur“ eine hohe LTE-Geschwindigkeit als Trumpf, die sonst keiner bietet. Ein wirklicher Mehrwert für die Kunden ist das nicht, da 4 GB Tarifvolumen schnell versurft sind und Geschwindigkeiten dieser Höhe nur selten erreicht werden. Bleibt also das etwas höhere Datensalär bei Vodafone, was aber auch deutlich teurer erkauft wird.

Preise der Prepaid Allnet-Flats

Positiv: Die SIM von Vodafone und o2 können kostenfrei im Internet bestellt werden, einmal hier für O2 und hier für Vodafone. Die Simkarte der Deutschen Telekom kostet einmalig 9.95 Euro in der Anschaffung. Alle Tarife werden im 4-Wochen-Rhythmus abgerechnet (28 Tage statt 30 Tage), was zu einer extra Abrechnungsperiode und damit zu mehr Umsatz für die Anbieter führt. Kunden von Vodafone bezahlen 22.50 Euro, während Kunden von MagentaMobil Start XL 24.95 Euro für die Allnetflat aufbringen müssen. Für Nutzer des Angebots von o2 werden für vier Wochen nur 9.99 Euro fällig. Gemäß der neuen EU-Richtlinie ist Roaming bei allen Tarifen innerhalb der Länder der Europäischen Union inklusive.

 

Prepaid Allnet-Flats im VergleichDeutsche TelekomVodafone O2 Telefonica
TarifnameMagentaMobil
Start XL
CallYa Smartphone
Allnet
My Prepaid S
Enthaltene LeistungAllnet-FlatAllnet-FlatAllnet-Flat
SMS inklusivejajaja
Datenvolumen1,5 GB4 GB1,5 GB
Max. Datenrate300 Mbit/500 Mbit/s225 Mbit/s
LTE?jajaja
VoLTE / Wlan-Callnein / neinnein / neinja /ja
Preis für 4 Wochen24,95 Euro22,50 Euro9.99 Euro
Anschaffungspreis9,95 Eurokostenloskostenlos
zum Anbieter» zum Angebot» zu Callya» zu O2

 

Service

Prepaidkunden wurden in der Vergangenheit mehrheitlich als Kunden zweiter Klasse behandelt. Gegenüber Vertragskunden konnten sie nur begrenzt Servicedienstleistungen im Fachhandel in Anspruch nehmen, ebenso war das Navigieren durch die Telefonmenüs nervenaufreibend. In der heutigen Zeit hat sich das Verwalten des eigenen Tarifs durch den Trend zu Apps und Onlineportalen stark verbessert. Dennoch bleiben einige Dienstleistungen kostenpflichtig. Ein Simkartentausch kostet bei o2 nichts, ebenso lässt sich die PUK kostenfrei herausfinden, falls man sie vergessen hat. Auch Vodafone gibt die PUK kostenfrei heraus, berechnet allerdings für eine neue Simkarte einmalig 5 Euro. Teurer ist die Deutsche Telekom: Für Herausgabe des PUK werden an der Hotline 9,95 Euro, für eine Simkarte 29,95 jeweils einmalig berechnet.

Fazit: Ähnliche Tarife -unterschiedliche Leistungen

Die Struktur der verglichenen Prepaid Allnet-Flat Angebote ist relativ ähnlich. Gespräche, Nachrichten und das Surfen im Internet sind mit der Begleichung des Grundpreises abgedeckt. Bei der Höhe der Volumina, des Preises und der enthaltenen Sonderleistungen, gibt es hingegen recht große Unterschiede. Das Angebot von o2 ist zweifellos das Günstigste. Mit rund 10 Euro Grundpreis unterbietet es beide Mitbewerbertarife erheblich und kann außerdem mit VoLTE und WLAN-Calling aufwarten. Diese sind jedoch bei der großen Anzahl an Kunden im LTE-Netz bitter nötig.

 

Am besten gefällt uns das Angebot der Deutschen Telekom. Insbesondere die Hotspot-Flat und die Tatsache, dass „nur“ auf 64 Kbit/s gedrosselt wird, fällt positiv auf. Vodafone ist dagegen ein guter Deal, wenn man zu keinen der grade genannten Anbieter greifen will. Knapp 2,50 Euro günstiger und mit 1500 MB mehr als das Angebot der Telekom, ist die CallYa Smartphone Allnet Flat eine echte Alternative, wenn die Hotspot-Flat nicht benötigt wird und die Netzfrage egal ist.

 

Schlussendlich stellt sich die Frage, ob man „gut“ oder „günstig“ auswählt. Vodafone und die Deutsche Telekom bieten beide sehr gut ausgebaute LTE-Netze mit weniger Mitsurfern pro Funkzelle, wollen dafür auch spürbar besser bezahlt werden. O2 bietet einen Tarif für Sparfüchse, kann aber nur ein schlechter ausgebautes 4G-Netz vorweisen. Gleichzeitig surfen wesentlich mehr Kunden pro Funkzelle im LTE-Netz mit. Welches Angebot daher das Richtige ist, muss daher individuell entschieden werden.

Weiterführendes

» alles über Prepaid mit LTE
» LTE Datentarife vergleichen



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