Reiseguide: Mobilfunk mit LTE in Australien

Günstig und zuverlässig im Australien-Urlaub surfen oder telefonieren


LTE im Outback Australiens?

Australien – der fünfte Kontinent, gilt als Sehnsuchtsziel für viele Reisende, Rucksacktouristen, Aussteiger und Abenteurer. Das Land lockt mit einer Flora, Fauna und Landschaft, welche vielfältiger kaum sein kann. Vom tropischen Norden, über die Wüstengebiete des Outbacks, bis in den gemäßigten, kühlen Süden – eine Australienreise ist für jeden unvergesslich. Je nach Reiseroute, kann die Wahl des richtigen Mobilfunknetzes jedoch nicht nur Geld und Nerven sparen, sondern im Ernstfall sogar Leben retten! Wir konnten Erfahrungen überall in Australien sammeln. Egal ob Outback, Norden, Süden, Ost oder West-Australien -  in unserem Erfahrungsbericht zeigen wir, wie Sie bei Ihrem Reise-Abenteuer gut gewappnet sind!


Mobilfunk- und LTE-Anbieter in Australien

In Australien teilen sich insgesamt drei Netzbetreiber den Markt auf. Dies sind namentlich „Optus“, „Vodafone Hutchison“ und „Telstra“. Alle bieten, neben gängigen Laufzeitverträgen (Plans) für Einheimische, auch preiswerte und unkomplizierte Prepaid-Lösungen. Letztere können einem im Urlaub ungemein helfen. Unterschiede gibt es aber nicht nur beim Preis, sondern vor allem in Hinblick auf den Netzausbau und der Abdeckung. Letztere ist, wie wir noch sehen werden, entscheidend.

Telstra Shop von innen | Shop inside

Links Telstra Shop in Adelaid | recht Optus Shop

Vodafone Australia Shop innen (Perth)

Bester Anbieter in Australien

Zwangsläufig stellt sich die Frage nach dem „besten Mobilfunkanbieter“ für den Aufenthalt. Je nach Reiseregion oder Route, sind bestimmte australische Anbieter geradezu ein „no go“. Andererseits macht es in anderen Gebieten kaum einen Unterschied, was man bucht. Der Grund ist simpel. „Down Under“ ist bekanntlich riesig! So riesig, dass Deutschland nahezu 22 Mal in die Fläche passt - größer als Europa also. Zudem weist das Land, im weltweiten Vergleich, eine extrem dünne Besiedelung auf. Trotz der enormen Fläche, beträgt die Bevölkerungszahl nur rund ein Viertel von Deutschland. Genauer gesagt, um die 23 Millionen. Der überwiegende Teil davon, lebt in den wenigen Großstädten bzw. an den Küstenregionen im Westen, Osten oder Süden. Die Bevölkerungsdichte liegt daher bei winzigen 2.5/km². Hierzulande drängen sich fast um den Faktor 100 Menschen auf einen Quadratkilometer. Klar also, dass die Mobilfunknetzprovider hier vor ganz anderen Problemen und Herausforderungen stehen wie in Europa und das es hier nie eine flächendeckende Verfügbarkeit geben wird.





Für Australienreisende empfiehlt sich vorrangig auf den Faktor Zuverlässigkeit und Netzabdeckung zu setzen und weniger den Preis als Kriterium in Betracht zu ziehen. Bei den ohnehin meist horrenden Reisekosten, spielen 10 € mehr oder weniger auch keine Rolle. Dagegen kann die Wahl des falschen Netzes mitunter lebensbedrohend sein. Wie wir noch zeigen werden, hatten wir auf unsere Reise oft mit Vodafone gar kein Netz, während Telstra uns gleichzeitig 4G oder zumindest 3G lieferte…


Anbieter nach Reise-Route

Pauschal kann man festhalten, dass wer sich nur in Städten aufhält, wie Sydney, Canberra, Perth, Melbourne, Brisbane Darwin, Adelaide, Broome oder Cairns, kann beruhigt zu jedem Anbieter greifen. Hier sind alle Provider gut vertreten.  Soll die Route allerdings auch durch entlegene Regionen, insbesondere dem Outback führen, ist Telstra das Maß aller Dinge und im Ernstfall eine kleine Lebensversicherung!

In Städten ist auch Optus oder Vodafone eine Möglichkeit – überall anders ist Teltra geradezu Pflicht!



Netzabdeckung in Zahlen

Optus versorgt eigenen Angaben zufolge, rund 98,5 Prozent der australischen Bevölkerung. Das klingt viel, aber wie schon erwähnt leben auch nahezu 99 Prozent in Städten. Telstra deckt dafür eine mehr als doppelt so große Fläche mit Mobilfunk ab! Mitte 2016 betrieb Telstra übrigens 4600 4G/LTE Funkstationen. Optus mit 4700 Stück etwas mehr. Vodafone rangiert dabei etwas abgeschlagen und verzeichnete zu dem Zeitpunkt 3900 Stück. Die reine Zahl ist allerdings noch kein starkes Indiz für die Gesamtversorgung. So decken 10 Masten bei 700 MHz im Outback eine viel größere Fläche ab, als 100 Stationen auf 1800 MHz in den Innenstädten. Wer sich selbst ein Bild von der Netzabdeckung machen möchte, findet folgend die jeweiligen Karten beim Anbieter:

» Netzabdeckungskarte Optus
» Netzabdeckungskarte Telstra
» Netzabdeckung Vodafone AU



Prepaid-Karte oder Roaming im eigenen deutschen Vertrag?

Wer eine längere Reise vorhat, sprich über 1 Woche, dem raten wir dringend auf Roaming über den eigenen Vertrag aus Deutschland zu verzichten. Die Kosten für Internet und Telefonie sind durchweg exorbitant. Schon ein kurzer Internetbesuch von wenigen Minuten, kostet teils mehr als ein Prepaid-Set für 1 Monat – inklusive mehrerer Gigabyte und 4G.



Startersets von Optus, Vodafone und Telstra

Vodafone zum Beispiel, informierte uns per SMS über folgende Kosten: „Mit Ihrem Word-Tarif zahlen Sie im Partnernetz Vodafone Hutchison Australia für Anrufe nach Deutschland vor Ort 2,73 Euro pro Minute sowie 0,49 € je SMS. In allen anderen Netzen 3,04 € je Minute.“  Das bedeutet also gut 27 € in 10 Minuten oder sogar mehr als 30 €, sofern man in einem anderen Netz vor Ort roamt, weil Vodafone gerade nicht verfügbar ist. Und Internet? Das „Reisepaket „Data“, mit mageren 100 MB, berechnet Vodafone mit 5,99 €. Das Volumen reicht gerade zum Versenden von ca. 20 Fotos. Zudem gilt das Kontingent nur für 1 Tag. Während einer 30-tägigen Tour können da locker über 100 € zusammen kommen. Die Telekom berechnet sogar 2.99 € (Ländergruppe 3) pro Minute nach Deutschland. Andere deutsche Anbieter verlangen ähnlich viel oder sogar noch höhere Beträge.

Günstige Prepaid-Tarife gibt es dagegen schon für umgerechnet rund 25-30 Euro. Diese decken dann aber 1 Monat lang mehrere Gigabyte Highspeed LTE ab und teils noch kostenlose Gespräche in Australien. Mit einem Trick telefoniert man dann, dank der Daten-Pakete, nach Deutschland für unter 2 Cent je Minute. In 1a Qualität und völlig bequem!

Eine Prepaid-Lösung vor Ort lohnt fast immer und kostet kaum mehr als 10 Minuten telefonieren nach Deutschland oder 500 MB Internet per Roaming.


Telstra Pre-Paid – die Kosten & Tarife

Aus bereits genannten Gründen, setzten wir auf Telstra als Netzpartner unserer Prepaid-Karte. Damit tourten wir 5 Wochen lang quer durch Australien. Das nötige Starterset ist in den lokalen Supermärkten (Coles, Woolworth), in diversen Einzelhandelsläden und natürlich den Telstra Mobilfunkshops erhältlich, welche es in jeder größeren Stadt gibt. Das „TELSTRA PRE-PAID SIM STARTER KIT“ kostet lediglich 2 AU$ und enthält alles Nötige für den Anfang. Nämlich die SIM-Karte in Nano-Micro und Full-Size, sowie ein Handbuch. Mehr zur ersten Aktivierung erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Prepaid Starterset SIM von Telstra

Während der Aktivierung, muss man sich für den ersten Monat (wie in Deutschland erfolgt die Prepaid-Buchung immer á 30 Tage) einen Tarif aussuchen. Mehr zur Aktivierung hier. Ideal für die meisten Reisenden, dürfte die Variante „Freedom Plus“ mit 40$ „Recharge“ (Aufladung) sein. Dann stehen für 1 Monat satte 6 Gigabyte Datenflat bereit. 3 GB davon fallen in den sogenannten Nachttarif (Night Data) von 8 Uhr abends, bis 8 Uhr morgens. Für nur 10$ mehr, bekommt man sogar 8 GB Daten. Des Weiteren sind alle Gespräche zu australischen Standard-Nummern abgedeckt. Nützlich insbesondere bei Hotelreservierungen, Nachfragen beim Autovermieter oder Pannen.

Freedom Plus Tarife 30$ Recharge 40$ Recharge 50$ Recharge
Prepaid ja ja ja
Mindestlaufzeit nein nein nein
Highspeed-Volumen / Monat 1.5 GB 3 GB 4 GB
Nachtvolumen (20-8 Uhr) + 1.5 GB + 3 GB + 4 GB
Volumen insgesamt demnach 3 GB 6 GB 8 GB
Inklusivminuten in Australien - Flat Flat
SMS inklusive Flat Flat Flat
Preis pro 28 Tage-Buchung 30$ 40$ 50$
in Euro (basierend auf Kurs: 1.50) 20 € 26,67 € 33,33 €
zu den Angeboten


Stand: August 2016, ggf. geänderte Konditionen.


Die Tarife „Simplicity“ richten sich eher an alle, die viel innerhalb von Australien telefonieren und simsen wollen. Das Internetkontingent fällt dafür sehr mager aus. Bei 50$ Recharge stehen gerade mal 400 MB bereit.

Aktivierung der Telstra-Prepaid SIM Karte

Wer das Prepaid-Set besorgt hat, kann dieses selbst recht einfach in Betrieb nehmen. Wie das geht, erfahren Sie hier in unserem Spezial zur Telstra-Aktivierung. Ansonsten sind, unserer Erfahrung nach,auch die Telstra-Shops vor Ort sehr hilfsbereit bei dieser Aufgabe. Man benötigt lediglich die Adresse vom ersten Hotel, eine Kreditkarte und den Reisepass.


Telstra Prepaid-Stick mit LTE

Ebenfalls sehr praktisch für die Reise, ist ein Kombi-Set aus LTE-Stick und Prepaid-SIM. Das Gerät wird einfach in den Auto-Zigarettenanzünder gesteckt und verwandelt das Auto in einen fahrenden WLAN-Hotspot.

Pre-Paid Kit mit Car LTE-Stick


Damit lassen sich dann weitere Endgeräte, wie Tablets oder Smartphones in Internet bringen. Der Preis liegt, aktionsabhängig, bei zirka 70$, also rund 50 Euro, was überaus fair ist. Denn  darin enthalten ist neben dem Stick, gleich noch ein 3 GB Kontingent für 30 Tage.


LTE-Stick von Telstra mit Adapter am Zigarettenanzünder als WLAN-Hotspot für mehrere Endgeräte im Auto





Tests auf der Reiseroute – so zuverlässig ist das Telstra-Netz

Wir testeten die Prepaid-Karten von Telstra gleich in mehreren Regionen Australiens. Einmal im Süden – sowohl im städtischen Raum (Melbourne), als auch in sehr ländlichen Gefilden mit Mecklenburg-Vorpommerischen Niemandsland-Charme.

Australien Karte mit Messpunkten

Auch der tropische Norden zwischen Darwin und Katherine stand auf der Reiseroute. Des Weiteren ausgedehnte Outback-Regionen zwischen Katherine und Broome, einschließlich der einsamen Gibb River Road. Zudem nahezu die komplette Westküste samt Perth. Die Ostküste ist sehr dicht besiedelt, so dass dort, wie schon erwähnt, Telstra, Optus und Vodafone gut vertreten sind. Sollte Ihre Tour hierentlang führen, sind also keine Defizite zu erwarten.

Folgend schildern wir unsere Erfahrungen je nach Region. Zum Einsatz kam ein praktisches Samsung S5 Mini mit der hervorragenden App „Network Cell Info“ in der Pro-Version. Damit dokumentierten wir die Empfangssituation an ausgesuchten Orten der Route.

Süd-Australien:
Viele Australienreisen werden zweifelsohne in Melbourne beginnen oder enden. Die Millionenmetropole (> 4 Mio Einwohner) verfügt erfreulicher Weise über ein ausgezeichnetes Mobilfunknetz. Hier muss man praktisch keinerlei Einschränkungen fürchten. Wer hier seine Tour beginnt, kann die Stadtbesichtigung nutzen, um sich mit einem der Prepaid-Sets auszustatten. Ein zentraler Shop, leicht westlich, liegt bei Queenstreet Ecke Little Bourke. Zudem in der „Block Arcade“ an der Elizabeth Street und ein weiterer an 406 Collins Street. Genug Auswahl also!




Während der ersten Fahrt in den ländlichen Raum nordöstlich von Melbourne, prangte die meiste Zeit erstaunlicher Weise weiter das „4G“ Symbol am Handy. Hin und wieder erfolgte ein Wechsel auf H+ (HSDPA+). In dem kleinen, verschlafenen Städtchen „Daysford“ war durchgehend 4G möglich, wobei der Empfang meist mit -120 bis -140 dBm (RSRP) eher im grenzwertigen Bereich lag.



Wieder südlich, entlang an der Küste (Great Ocean Road), war LTE praktisch immer in Ortsnähe verfügbar. Lediglich in den Streckenabschnitten dazwischen, muss man ggf. kurz mit UMTS vorlieb nehmen.


Auch in mittelgroßen Orten, wie Victor Harbor oder Naracoorte, war 4G mit guten Empfangswerten ohne Probleme nutzbar. Selbst an entlegenen Orten mit extrem geringer Siedlungsdichte, zeigte sich überraschend eine sehr gute Funkabdeckung. Genauer gesagt in der Region um „Cape Jervis“. Ein winziges Durchfahrtsörtchen zur Fähre nach Kangoroo Island – der drittgrößten australischen Insel. Selbst bei Wanderungen in der praktisch menschenleeren Region im Deep Creek Conservation Park, muss man auf Internet nicht verzichten. 3G mit guten Empfangsparametern sprechen für sich. In Deutschland hat man beispielsweise im Spreewald oft schon 1000 Meter entfernt von Ortschaften kaum noch irgendein Netz ...

Auch winzige Städten, wie „Normanville“ sind tadellos abgedeckt. Selbst Spaziergänge entlang der weitläufigen Strände muss man nicht ohne Highspeed-Internet absolvieren.

In Adelaide, der Hauptstadt von Südaustralien, führten wir auch erstmals einen Speedtest durch. Dieser attestierte uns jeweils rund 10 MBit beim Up- und Download bei ca. -100 dBm. Ein recht passables Ergebnis für einen Prepaid-Tarif. Lediglich die Pingzeiten von teils 500 ms irritierten uns sehr.



Scheinbar wird auch in den Städten maßgeblich mit Richtfunk gearbeitet. Im ländlichen Raum ist Richtfunk dagegen der einzig wirtschaftliche Weg, um das riesige Land mit Mobilfunk zu erschließen. Rund aller 30-40 Kilometer finden sich an den Highways daher meist Sendemasten mit riesigen Richtfunkelementen.

Typischer Richtfunkmast im Outback von Ausralien | Klicken zum vergrößern


Fazit zum Süden: Hier ist die Netzabdeckung exzellent, so dass Reisende keinerlei Einschränkungen bei Telstra zu erwarten haben.

Australiens Norden:

Hauptreiseziel und gleichsam Sprungbrett fürs Outback, ist die Küstenstadt „Darwin“ im tropischen Norden ("Top End"). Die Stadt quillt zur Reisesaison über mit Backpackern, Studenten und Abenteurern. Klar, dass hier LTE bereits allgegenwärtig ist. Allerdings zeigte sich der Empfang bereits 1-2 Kilometer außerhalb der City verbesserungswürdig. Bei „The Gardens“, einer Art botanischen Park im Norden, kamen wir nur noch auf rund -115 dBm. Für 1.5 km Luftlinie zur Innenstadt ist das nicht besonders, allerdings noch völlig ausreichend.

Auf dem Weg ins "Rote Zentrum" führt kein Weg durch das am Stuart-Highway gelegene „Katherine“ vorbei. Der Ideale Ort, um nochmal die Vorräte aufzufüllen und etwas Zivilisation vor der „Pampa“ zu genießen. Das Gebiet ist anscheinend gut mit Mobilfunk versorgt. Selbst auf halber Strecke zum überaus lohnenden Nitmiluk Zeltplatz (knapp 30 km nordöstlich), attestierte das Handy noch LTE mit -115 dBm.


Das Outback:

Gerade in entlegenen Regionen, zählt nur eines – Empfang! Zwar gehört bei den Autovermietern, wie Britz oder Apollo, ein sogenanntes „Safty Bacon“ zur Grundausstattung. Dieses ist aber ausschließlich zur Rettungsortung in absolut lebensbedrohlichen Notfällen gedacht. Die Bergungskosten sind nämlich erheblich! Wer nur eine einfache Panne hat, sollte sich per Telefon verständigen können.

Erstaunlicher Weise sind die wenigen Hauptverkehrswege exzellent erschlossen. Selbst in Gebieten, wo einem mitunter Stunden lang kein Auto begegnet. Der folgende Screenshot zeigt links eine Kreuzung im Niemandsland rund 35 Kilometer westlich von Kununurra. Rechts auf der Gibb River Road in der Nähe des Cockburn Range Viewpoints. Im letzteren Fall erfolgte die Verbindung mit einem Sendemast in Wyndham, welches 45 km(!) Luftlinie entfernt war!


Blick auf die Cockburn Range von der Gibb River Road

Der nächste Ort befindet sich in selber Entfernung nördlich. Westlich und Südlich gibt es nur Wüste. Dennoch zeigte das Handy tadellosen 3G-Empfang an und das Surfen war in annehmbarer Geschwindigkeit möglich. Folgt man dem Highway 1 nach Süden, ändert sich dieses Bild kaum. Nur hin und wieder finden sich Versorgungslöcher.

Sobald man allerdings den Highway verlässt, ist spätestens nach 10 km Schluss. Gebiete die nur per Jeep zu erreichen sind, wie Purnululu (Bungle Bungle), sind völlig unerschlossen. Selbst auf dem höchsten Punkt, ist nicht ein Balken in Sicht. Maximal mit guten Antennen hätte man hier eine Chance. In solchen Gebieten helfen im Notfall nur die Ranger oder ggf. Notrufstationen, welche sich mitunter an populären, touristischen Ziele befinden.

Weiter testeten wir auf der fast 500 km langen Strecke von Port Headland nach Newman, welche bis auf eine Tankstelle praktisch zivilisationsfrei ist. Und selbst da zeigte sich nicht selten das 4G-Symbol im Handy, wenn auch meist nur mit einem Balken und um die -120 dBm. Dennoch erstaunlich!

Unglaublich: Mitten in der Pampa 4G mit -115 dBM


Australiens Westen:

Ab der Westküste, Höhe Exmouth und dem lohnenden „Coral Bay“, gibt meist nur noch kleinere  Einschränkungen auf den langen Strecken zwischen den nächsten Orten. Also Carnavon-> die Shark Bay Region und Kalbarri bzw. Northampton. Spätestens ab „Geraldton“ nimmt die Abdeckung wieder spürbar zu. Hier sind dann ähnliche Versorgungsqualitäten wie an der Ostküste zu erwarten. Im Westen sind also praktisch keine größeren Schwierigkeiten beim Empfang zu erwarten, sofern man sich nördlich der Kalbarri-Region nicht zu weit ins Inland begibt.

Datenübertragungsrate

Während hierzulande die Geschwindigkeit im LTE-Netz fast schon zu einem Fetisch für die Provider avanciert – jeder will auf dem Papier das schnellste Netz haben – wird man in Australien keinerlei Angaben zu Datenrate in den Tarif-Beschreibungen finden. Diese unterscheiden sich lediglich in puncto Inklusivvolumen, Preis und Telefonie-Einheiten. Man erhält also offensichtlich einfach immer das vor Ort gerade maximal mögliche. Leider bedeutet es, wie in unserem Test, dass man in einer Innenstadt selbst mit 4G oft eben auch nur um die 10-15 MBit erzielt. Lediglich ein winziger Hinweis auf der Telstra-Hompage verriet, dass „typische Datenraten mit 4G zwischen 2-50 MBit liegen“. Also deutlich weniger als hierzulande. Allerdings sind hier die mittleren Datenraten gemeint, welche ein Kunde in Echt auch erwarten kann. Im Gegensatz zu unseren Providern, werben die Australier also nicht mit extrem selten möglichen Maximalwerten. Technisch gesehen sind die Anbieter nämlich oft sogar weiter als in Deutschland! Bereits 2015 knackte Telstra die 600 MBit-Marke in ersten Tests.

Im Urlaub spielen aber eher Zuverlässigkeit und Informationen die entscheidende Rolle. Google Maps und die Tanken-App funktionieren auch mit geringen Datenraten weiter exzellent.

Update:

Anfang 2017 meldete Telstra, dass in Sydney, Melbourne und Brisbane erstmals Datenraten von bis zu 1000 MBit erreichbar sind. Zumindest mit der passenden Hardware. Damit erreichen die Australier die Gigabitgrenze sogar noch vor den Deutschen!

LTE-Frequenzen in Australien

Wer seine eigenen Geräte mitbringt, sollte folgendes Bedenken. Egal ob Smartphone, Tablet, Stick oder Mini-Router - in Australien wird LTE und 3G teils auf anderen Frequenzen genutzt wie hierzulande. Telstra und Vodafone betreiben 4G/LTE auf 1800 und 700 MHz. Optus dagegen setzt auf ein weit breites Spektrum bei 700, 1800, 2100, 2300 und 2600 MHz. In jedem Fall sollte also 700 und 1800 MHz unterstützt werden, wobei 700 MHz insbesondere in entlegenen Regionen relevant ist.

LTE-Sendemast in einer australischen Kleinstadt

Die besten Apps für die Reise

Damit Sie das zur Verfügung stehende Volumen auch gut ausnutzen können, haben wir die unserer Erfahrung nach besten Apps für den Urlaub zusammengestellt. Tanken Sie in Australien immer an der günstigsten Gas-Station und schicken persönliche Urlaubskarten nach Hause.


Viel Spaß bei der Reise durch Australien, wünscht das LTE-Anbieter.info Team. Wir würden uns übrigens über einen Erfahrungsbericht im Forum freuen!





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