O2 Free Spezial

Alles zu den "unlimitierten" Tarifen von O2


Der Mobilfunkanbieter O2 hat Ende 2016 seine Smartphone Allnet-Flat Tarife komplett überarbeitet. Mit „O2 Free“ führte der Provider ein neues, innovatives Feature ein, welches dem Kunden endlich mehr Freiheit beim mobilen Surfen einräumen soll. Statt einer Vollbremsung auf der Datenautobahn bei Volumenüberschreitung, geht’s mit mittlerer Geschwindigkeit weiter. Ja selbst Videostreaming soll (unendlich) möglich sein! LTE-Anbieter.info hat O2 Free für Sie genau getestet und zeigt, was die „endlos“-Tarife im Alltag leisten und vor allem, wie sich O2 Free beim Streaming schlägt. Zudem erfahren Leser natürlich alles zu den Kosten und Tarifmodellen.


Werbeversprechen: O2 Free geht beim Surfen nie wieder die Luft aus

O2 Free Werbung


1. Was ist O2 Free und was macht die Tarife besonders?

Bei „O2 Free“ handelt es sich um die Smartphone Allnetflat-Tarife des Anbieters, welche zur Einführung 2016 auf dem deutschen Mobilfunkmarkt geradezu einen Paradigmenwechsel markierten. Geworben wird mit Versprechen wie „unendlich surfen“ oder „unendliches Datenvolumen“. Sogar Sky für unterwegs ist testweise gratis mit inklusive. Konventionelle Smartphone-Tarife bieten bislang immer nur die volle Datenrate, solange das vertraglich gesicherte Highspeedvolumen innerhalb von 4 Wochen nicht aufgebraucht wird. Gängig sind z.B. Tarife mit 2-4 Gigabyte (GB) pro Monat. Gerade Videostreaming zehrt aber extrem am Kontingent. Pro Stunde fallen in der Praxis zwischen 400 MB und 3 GB an. Die fatale Konsequenz dürfte jeder Verbraucher kennen. Statt superschnell, beispielsweise mit 150 MBit/s per LTE, surft man extrem langsam weiter. Und zwar mit weniger als dem 15stel eines MBits(!) und kaum schneller als das uralte ISDN.

Eine Nutzung im Alltag wird damit bis zum Rest des Monats praktisch unmöglich, es sei denn, man kauft sich teuer aus der Limitierung wieder frei. O2 Free räumt mit dieser Praxis, welche seit jeher den Mobilfunkmarkt beherrscht, endlich auf und sichert zumindest noch eine alltagstaugliche Datenrate von 1 MBit/s zu.

O2 Free - unendlich surfen

1.1 Hintergrund zur Drosselung

Der Grund dafür, dass Mobilfunkkunden in der Regel nicht wie zuhause unlimitiert im Internet surfen können, liegt darin begründet, dass sich die begrenzten Ressourcen der Funkmasten alle Nutzer in einer Zelle teilen müssen. Ohne Limitierung würden mittelfristig alle Kunden, rein technisch bedingt, stark ausgebremst. Vereinfacht gesagt, verhindert die Drosselpraxis also eine Überbelastung der Funknetze, sofern diese noch nicht genügend Kapazitäten (wie vielleicht künftig 5G) bieten. Allerdings bemängeln Kritiker seit Jahren zu Recht, dass eine Abbremsung auf 32 oder 64 KBit heute völlig an der Endkundenrealität vorbei geht. Eine sanfte Drosselung, wie bei O2 Free, bildet unserer Meinung nach genau einen goldenen Mittelweg. Vielleicht zeigt der Praxiseinsatz auch, dass künftig 2 MBit oder mehr möglich wären. Ebenso könnte der Ansatz in Zukunft Schule machen.

1.2 Unlimitiert surfen mit 1 MBit

Die abgefederte Drosselung auf 1000 KBit bzw. 1 MBit soll Free-Kunden beim Überschreiten des Highspeed-Volumens weiter (zufrieden) online halten. Versprochen wird zum Beispiel, dass Youtube-Videos, Musik streamen oder Bilder verschicken, immer noch relativ flott möglich ist. Ganz ohne Grenzen und Mehrkosten. Seit Anfang 2017 geht O2 sogar noch einen Schritt weiter und legt selbstbewusst ein Sky-Ticket für 6 Monate gratis dazu! Damit genießen Kunden auf Wunsch auch unterwegs Serien oder die Bundesliga live bei Sky.


1.3 Wofür reicht 1 MBit aus?

Die schon genannte Maximaldatenrate von 1 MBit nach aufbrauchen des Inklusivolumens, ist natürlich nicht ganz so flott wie daheim per WLAN oder vollem LTE-Highspeedvolumen. Tatsächlich reicht die Leistung für die meisten Alltagsaufgaben jedoch völlig aus. Also Facebook, Whatsapp, Chatten oder Bilder versenden. O2 verspricht sogar das Videostreaming möglich ist. Ob die 1 MBit im Schnitt tatsächlich auch für eine flüssige Darstellung ausreichen und die gängigen Alltags-Dienste wirklich noch gut laufen, werden wir im Test weiter unten noch zeigen. Zunächst schauen wir uns noch kurz die Tarife und Preise genauer an.

2. Preise und Modelle

Die O2-Free Tarife gibt es in vier verschiedenen Varianten. Allen gemein ist der Zugang zum O2 LTE-Netz, welches aktuell mit bis zu 225 MBit pro Sekunde (LTE Max) aufwartet. Vorausgesetzt, dass Smartphone beherrscht mindestens LTE nach CAT6 oder höher (LTE-Advanced). Ebenfalls tarifübergreifend inklusive, sind eine Allnetflat für unbegrenzte Gespräche im deutschen Festnetz sowie zu anderen Mobilfunknetzen. Darüber hinaus gehört eine EU-Roamingflat, plus 1 GB Roaming-Internet (EU weit) zur Grundausstattung. Die folgende Vergleichstabelle zeigt die Möglichkeiten und Kosen auf.

Free Tarifpakete im Vergleich O2 Free 15 O2 Free S O2 Free M O2 Free L
LTE mit bis zu  225 MBit 225 MBit 225 MBit 225 MBit
Highspeedvolumen 15 GB 1 GB 2 GB 4 GB 4 GB 6 GB
Unendlich mobil surfen (1 MBit) ja ja ja ja
Telefonflat im EU-Ausland ja ja ja ja
1 GB im EU-Ausland surfen inklusive inklusive inklusive inklusive
Sky Ticket testen inklusive inklusive inklusive inklusive
Multicard inklusive nein nein nein 1 Multicard
Aktion bis 30.04. Aktion (!)
Grundgebühr für 6 Monate 5 € günstiger
Preis pro Monat 29.99 € 24.99 € 34.99 € 44.99 €
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Wie der Vergleich zeigt, unterscheiden sich die Tarife vor allen in Hinblick auf die sogenannten Multicards (mehr als 1 SIM-Karte) und dem vorhandenen Highspeed-Volumen. Nur mit diesem Kontingent kann die maximale LTE-Geschwindigkeit von 225 MBit per LTE erreicht werden. Dann folgt die erwähnte Reduzierung auf maximal 1 MBit und der Switch auf 3G. Uns stand zum Testen übrigens die Variante „O2 Free M“ mit 4 GB zur Verfügung.



2.1 Junge Leute Vorteil

Für Junge Leute (< 26 Jahre) gibt es O2 Free aktuell mit einem speziellen Rabatt. Bei Onlinebestellung beim Anbieter, winken 12 x 10 € Sparvorteil. Gerade für Teens und Tweens sind die Free-Tarife unserer Meinung nach wie geschaffen. Denn vor allen diese Zielgruppe ist für intensiven Gebrauch beim mobilen Internet bekannt. Messenger und Videos saugen stetig am Highspeedvolumen.


3. Praxistest O2 Free: Schwerpunkt Streaming

Fernsehen zum Mitnehmen ohne Limit?

Soviel zunächst zu den versprochenen Vorteilen und Kosten der O2-Free Allnetflats. Doch wie steht es um die Marketingversprechen in der Praxis? Aussagen aus der O2-Werbung, wie „Mach dir nie wieder Gedanken um dein Highspeed Volumen“, klingen zumindest verheißungsvoll und machen Lust auf mehr. LTE-Anbieter.info hat daher zwei Wochen lang O2 Free M mit Sky-Ticket ausführlich getestet. Klappt „unendlich“ surfen und streamen von Videos auf gängigen Portalen und Diensten wirklich? Sind Youtube, Sky, Mediatheken & Co. auch nach Verbrauch des Highspeed-Volumens bei 1 MBit noch ruckelfrei nutzbar? Und wie sieht es mit populären Internet-Diensten aus - also Skype, Whaptsapp oder stinknormales surfen? Unsere Redaktion hat all dies ausführlich getestet – los geht’s!


4. Verfügbarkeit & Netz

Insgesamt bauen in Deutschland drei Provider die Mobilfunknetze aus. Einmal die Telekom, Vodafone und natürlich O2. Durch die Zusammenlegung mit dem Eplus-Netz, konnte O2 Telefónica die Reichweite und Qualität weiter steigern und die Abstände zu den Mittbewerbern verkleinern. Zwar schneidet O2 in den letzten Netztests immer noch etwas schlechter ab, dafür schwindet die Distanz zunehmend. Im „Netzwetterbericht“ der Connect Ausgabe 3/17 stellte das Magazin z.B. fest: Die „Zusammenlegung der Netze von E-Plus und O2 zeigt nach anfänglichen Problemen nun eine Tendenz, die sich für die Kunden positiv bemerkbar macht.". Auch wenn die 4G-Abdeckung noch nicht das Niveau der Telekom heranreicht – O2 setzt bislang auf einen guten Kompromiss aus Qualität und fairen Preisen. Aktuell beträgt die O2 LTE-Abdeckung übrigens rund 60 Prozent. Ob auch Ihre Region dabei ist, zeigt diese Karte des Netzanbieters.

Sendemast O2 im ländlichen Raum

Der Umstand, dass in der Drosselung auf 1 MBit bislang kein LTE, sondern nur 3G zur Verfügung steht, hat übrigens auch Vorteile. Denn die 3G-Verfügbarkeit bei O2 gehört in Deutschland zu den besten. Nicht zuletzt aufgrund der Fusion mit E-Plus.


5. Interview mit O2

Rund ein halbes Jahr nach der Einführung, haben wir in einem Interview mit der O2-Pressestelle über die Free-Tarife gesprochen. Werden die Tarife angenommen und wie sehen die Zukunftspläne aus? Wird das Sky-Ticket von den Kunden akzeptiert und was gibt es für Kunden-Feedback? Antworten auf diese und mehr Fragen, gibt es hier im ausführlichen Interview zu O2 Free.


6. Häufige Fragen

Kann ich Kabel, IPTV, DVBT oder SAT kündigen und mit O2 per Zattoo, Waipu & Co fernsehen?

Nach der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 im März 2017, ist auch der letzte vollkommen kostenlose TV-Empfangsweg Geschichte. Für private Sender müssen Interessenten nun überall zahlen, erst recht in HD. Das sogenannte „Cord Cutting“ liegt daher nicht nur in den USA im Trend. Gemeint ist die Abnabelung von klassischen TV-Empfangswegen hin zu Streamingdiensten, wie Netflix, Amazon oder eben Sky. Gerade beide erstgenannten, locken mit einem riesigen Spektrum hochwertiger, selbstproduzierter Serien. Immer mehr TV-Konsumenten sagen dem langweiligen klassischen TV-Programm daher adieu und steigen auf Alternativen im Internet um. Prinzipiell ist das denkbar, allerdings reicht 1 MBit in der Drossel kaum für ein klares Bild auf dem großen TV-Screen. Per WLAN spricht natürlich nichts gegen den Umstieg aufs Streaming TV. Öffentlich rechtliche Sender sind übrigens auch per Internet live ansehbar.

Amazon Fire TV - Cord Cutting

Wie sieht es im EU-Ausland aus? Müssen da extra Daten-Pakete gebucht werden?
Zunächst einmal gilt bei allen O2-Free Tarifen die Telefonflat auch im europäischen Ausland. Während des Urlaubs, telefonieren Sie also ohne Mehrkosten wie zuhause. Einzig das mobile Internet ist auf 1 GB begrenzt. EU-Ausland bedeutet konkret alle 28 Mitgliedsstaaten. Plus Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Isle of Man, Gibraltar, San Marino, Vatikanstadt, Jersey, Französisch-Guayana, Guernsey, Guadeloupe und La Réunion (Stand Q1/2017). Außerhalb der EU, benötigt man für mobiles Internet sogar spezielle Auslands-Internetoptionen. Wichtig: Im EU-Ausland ist nach Verbrauch des Inklusiv-Gigabytes die mobile Datennutzung, während des selben Abrechnungszeitraums, nur noch über kostenpflichtige Zusatzoptionen möglich. Es gibt also keine Drossel auf 1 MBit (oder geringer) außerhalb von Deutschland. Sobald das vorgesehene Volumen aufgebraucht ist, erlischt die Internetfunktion. Wer sich auf unlimitiertes, deutsches Fernsehen im Ausland freut, muss also an der Stelle leider enttäuscht werden.

Kann ich Sky und andere Video-Streamingdienste außerhalb von Deutschland nutzen?
Zattoo, Waipu und Sky sind auf den deutschen Raum beschränkt. Einzig Youtube kann im Ausland genutzt werden. Die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender stehen eingeschränkt zur Verfügung. Beachten Sie zudem unbedingt die vorherige Frage zum Datenvolumen im Ausland!

Kann ich z.B. Sky auch am Fernseher sehen?
Ja, über einen Umweg ist dies möglich und funktionierte in unserem Test einwandfrei. Dafür benötigen Sie lediglich einen Google Chomecast. Per Chromecast-App wird dann einfach in der Sky-App das Bild zum TV geswitcht. O2 gibt zudem an, dass der Weg über die PS4 möglich ist. Weitere Alternativen könnten in naher Zukunft wahrscheinlich noch folgen. Stichwort Android TV.




Können TV-Inhalte aufgezeichnet werden?
Beim "Sky-Ticket" Angebot sind leider keine Aufnahmen möglich. Ansonsten richtet sich die Aufnahmefähigkeit eher nach der Funktionalität der genutzten App oder des TV-Dienstes. Bei Waipu.TV z.B., können mit der App Aufnahmen programmiert und diese später wieder abgespielt werden. Wer gerne häufig Sendungen aufzeichnen und später abspielen will, dem empfehlen wir den Aufnahmedienst „Save.TV“.

Mehr Infos zum Thema

» Sky mit O2 Free im Test
» Interview mit O2 zum Free Tarif und den Plänen
» Testbericht zu O2 Free: Videoportale und Alltagstest mit 1 MBit
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