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Der Ausbau erfolgt jedoch nicht wahllos, sondern orientiert sich in erster Linie an bestimmten Vorgaben. Die Lizenzhalter der LTE-Frequenzen im Bereich von 800 MHz, müssen nämlich bestimmte Auktionsauflagen erfüllen. Also auch die Telekom. In der Startphase gibt es 4 Priorisierungsstufen. Unter die 1. Stufe fallen Orte mit weniger als 5000 Einwohnern. Folgend haben wir alle 4 Priorisierungsstufen einmal aufgezählt. Hier haben wir für Sie zudem eine Karte mit den jeweiligen Orten erstellt.
1. Priorität: Orte < 5.000 Einwohner
2. Priorität: Orte 5.000 – 20.000 Einwohner
3. Priorität: Orte 20.000 – 50.000 Einwohner
4. Priorität: Orte mit über 50.000 Einwohner
Interessanter Weise ist also die vorgegebene Priorisierung genau entgegen der Interessen eines Unternehmens, welches Geld verdienen möchte. Ohne die Vorgaben der Bundesnetzagentur würde der LTE-Ausbau sonst natürlich in dem Ort mit den meisten Einwohnern beginnen. Die Breitbandinitiative der Bundesregierung, im Rahmen des Konjunkturpaketes II, gilt hier als weiterer Wegbereiter zur Erschließung der „weißen Flecken“.
Dieses Datum ist allerdings auch der maximale Zeithorizont, der sich aus den Lizenzauflagen im Zuge der LTE-Versteigerung ergibt. Michael Keller, Technikleiter der Deutschen Telekom, gab sich im September 2010 in einer Pressemitteilung zuversichtlich, dass das Ziel wahrscheinlich deutlich eher erfüllt wird. Aus heutiger Perspektive scheint er Recht zu behalten. Denn Anfang 2012 waren schon mehr als die Hälfte der Bundesländer mit über 90% LTE-versorgt. Die Grafik auf der linken Seite illustriert noch einmal zusammenfassend die Ausbaupläne der Telekom für den urbanen Bereich (rechts / 1.8-2.6 GHz) und den ländlichen Bereich (links 800 MHz).
Seit Monaten gehen regelmäßig neue LTE-Anlagen der Telekom bundesweit in Betrieb. Den Anfang machte 2010 Kyritz. Einen Monat später folgten erste Standorte in Bayern. Genauer gesagt in Hemau, Nennslingen, und Wörth. Seit dem 01. April 2011 bietet die Telekom LTE schon in ausgewählten Regionen an. Rund 750 Standorte sorgen bis dato für den reibungslosen Netzbetrieb. Die entsprechenden Tarife laufen unter der Bezeichnung "Call & Surf via LTE". Seit Ende 2011 sind, wie erwähnt, schon über 2000 Sendemasten im Einsatz. Tendenz weiter steigend.
Die Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Erschließung der weißen Flecken sind teilweise schon erfüllt. Daher wird es 2012 schrittweise an die Erschließung der Städte gehen. Der Prozess ist schon im vollen Gang und LTE in immer mehr Regionen auch mobil nutzbar. Ein Tarif heißt z.B. web´n´walk XXL. Aktuelle Konditionen und ein Test der Verfügbarkeit finden Sie hier unter tmobile.de.