LTE Verbindung schwach trotz (mutmaßlich) guter Voraussetzungen

Dieses Thema im Forum "Deutsche Telekom" wurde erstellt von Radiohead81, 24. Februar 2015.

  1. Radiohead81

    Radiohead81 New Member

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    Hallo euch,

    ich habe für einen Bekannten von mir den Tarifwechsel bei der Telekom in Richtung LTE veranlasst.
    Vor der Umstellung hatte mein Bekannter lediglich Zugang zu einer DSL Light Verbindung, die mit 384kbit/s reichlich Verbesserungspotential versprach.

    Da meine Vorab Recherche in Sachen LTE eigentlich gute Voraussetzungen vermuten ließ, war ich optimistisch, das auch ohne Verwendung einer LTE Richtantenne bereits gute, zumindest aber mittemäßige Leistungswerte erzielbar sind. Ich konnte den für mich zuständigen Sendemasten über die Recherche bei der BNetzA (inkl. Standortbescheinigungen) in Verbindung mit hartnäckigen nachfragen bei der Telekom Hotline ziemlich klar ausmachen. Auch die HSRs sind meiner Einschätzung nach nicht nachteilhaft.
    Mit knapp >3km Abstand zum Masten und einem nicht völlig unüberwindbaren Höhenprofil, bin ich eigentlich, wiegesagt von guten Voraussetzungen ausgegangen. (siehe Bild)

    Heute kam dann jedoch der Moment der Wahrheit und auch die direkte Ernüchterung nach dem ich den Speedport LTE 2 am Standort aufstellte und an verschiedenen Plätzen im Haus ausprobierte und dabei nie über 1 Ballken hinauskam, gelegentlich auch schwankend in Richtung 2 Balken aber nie konstant.

    Dabei bewegt sich mein RSRQ permanent stark schwankend zwischen -7 und -12dB, im Mittel eher zwischen -10 und -12dB.
    Bei dem RSRP Wert habe ich keine ganz präzisen Infos zur Hand (bin grad nicht mehr vor Ort) aber dieser bewegte sich definitiv im 3-stelligen Bereich (zwischen -110dBm und -125dBm)

    Da mein LTE Speedtest nichts desto trotz Downstreamraten im Bereich von 15-16Mbit/s und 800kbit/s im Upstream ausgab, kann man angesichts der Tatsache, das die monatlichen Kosten fast gleich geblieben sind natürlich trotzdem mehr oder minder zufreiden sein, ich würde aber trotzdem gerne der Sache etwas mehr auf den Grund gehen und idealerweise auch noch versuchen die Verbindung zu verbessern.

    Auf eine LTE Richtantenne soll nach Möglichkeit aus ästhetischen Gründen verzichtet werden aber auch allgemein scheinen die Vorbehalte beim Eigentümer gegenüber einer Richtantenne zu groß als das ich mir die Mühe machen möchte, diese einzeln auszuräumen. Habt ihr vielleicht Ideen woran es konkret liegen könnte und seht ihr Vorschläge wie man auch auf Verzicht einer Richtantenne noch Verbesserungen erzielen kann?

    Vielen Dank vorab für jede Hilfestellung.

    Grüße

    Dennis
     
  2. nota2225

    nota2225 Active Member

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    mehr braucht´s imho nicht an Erklaerung.
     
  3. ospel

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    Guten Morgen Dennis,

    also wenn man ohne Antenne das Maximum erreichen will kann man folgendermaßen vorgehen:

    1. erst mal muss man die Stelle mit dem besten Signal finden
    2. Ruhig auch mal an einem hochgelegenen, offenen Fenster in Richtung Sendemast probieren
    3. Die internen Antennen des Routers etwas unterstützen, indem man hinter dem Router ein Blech (testweise Kuchenblech, Tortenplatte oder ähnliches) platziert um evtl. Störsignale die von hinten kommen auszublenden. Abstand zum Router 5 - 10cm. Mit der Entfernung kann man etwas spielen. Alternativ kann man den Router auch in eine offene Keks-Blechdose (Öffnung natürlich Richtung Sendemast) stellen. Dann ist die Abschirmung gegen Störsignale ideal.
    4. Den Router + Blechdose + Kuchenblech + ... idealerweise so hoch wie möglich platzieren. Also oberstes Stockwerk - Dachboden - Wetterballon (letzteres ist ein Scherz :) )

    5. Nochmal kurz zur Außenantenne. Die beschriebene Situation schreit förmlich danach. Und es muss ja nicht unbedingt eine 5m lange YAGI sein. Eine Panelantenne, wie z.B. die novero-dabendorf, ist nur ein kleiner grauer Kasten mit 20x20cm Kantenlänge. Diese intelligent montiert fällt kaum auf und ist auch nicht unbedingt hässlich anzusehen. Ein bekannter hat genau so eine Antenne an seinen Kamin geschraubt, die Antennenkabel nach innen geführt und unterhalb der Ziegel hängt der Router am Kamin. Sieht von unten aus wie ein Vogelhäuschen aber nicht wie eine LTE-Antenne.

    Na dann, vier Erfolg!

    PS: Wenn die Keksdosenvariante probiert wird, könntest du dann bitte ein Foto posten? DANKE! ;)
     
  4. Honigdieb

    Honigdieb Member

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  5. dunja

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    äääääääääääääääähmmmmmmmmmmmmm hängt ne dabendorf drann un stell das ding endweder uf fensterbank oder so irgendwo innen un das hilft au schon...............hab i au so gemacht ....
     
  6. Radiohead81

    Radiohead81 New Member

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    @opsel

    Hallo und danke für die vielen Infos.
    Ich werd mal schauen was noch so an Keksdosen/Kuchenblechen/Tortenplatten im Haushalt des Eigentümers greifbar ist, sollte ich das nächste mal vor Ort sein.
    Seine Vorbehalte gegen die Richtantenne werde ich wohl nur schwer aus dem Weg räumen können aber was mich in dem Zusammenhang dann doch nochmal interessieren würde:

    Muss die Richtantenne wie die von euch erwähnte novero-dabendorf zwingend außen angebracht werden?
    Denkbar wäre in seinem Fall auch die Installation auf dem Dachboden der sehr großräumig und in Richtung Westnordwest (zum Sendemast) lediglich die Dachziegeln zusätzlich dämpfen würden, es befindet sich also kein zusätzliches Dämmmaterial unter dem Dach? Dann wären zumindest ästhetische Bedenken ausgeräumt.

    @Honigdieb
    Danke dir, ich les mir deinen Beitrag gleich mal durch :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2015
  7. ospel

    ospel Administrator

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    Das ist durchaus möglich und wird auch eine Verbesserung bringen aber die Antenne kann halt nicht ihr ganzes Potenzial entfalten. Besonders nicht, wenn im Winter ein halber Meter nasser Schnee auf dem Dach liegt. Wenns nicht ausreichend ist kann man ja die Antenne immernoch (heimlich) nach draußen verpflanzen :eek:
     
  8. Honigdieb

    Honigdieb Member

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    Hallo, Dennis,
    also wenn die Winter so sind wie der diesjährige, dann sollte sich nich wirklich ordentlich Schnee aufm Dach ansammeln.

    Bin hier aber in Flachdeutschland, war nich so doll mit Schnee....

    Meine Antennen sitzen auch unterm Dach und läuft ähem.. lief eigentlich ganz gut. VF kommt momentan nich so ausm Quark.

    Desrum habbich mal die Fühler zum RosaRiesen ausgestreckt und hoffe da mal auf ne Antwort...

    GrussGruss
     
  9. Radiohead81

    Radiohead81 New Member

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    Danke euch.
    Bzgl. des Schnees denke ich das er mit dem Nachteil einer dann kurzzeitig schlechteren Verbindung durchaus bereit wäre zu leben, wenn es sic hdadurch erübrigt die antemnne auf dem Dach montieren zu müssen.
    Vielleicht frage ich mal einen Bekannten von mir ob er mir kurzzeitig seine Antenne zur Verfügung stellt, damit ich nicht erst eine kaufen muss und hinterher vielleicht damit dann auch nicht das gewünschte Ergebnis erziele.

    Eine andere Frage die sich dadurch ergibt und ich nie so ganz genau verstanden habe ist die Angelegenheit mit der BnetzA bei Verwendung von Richtantennen.
    Die BnetzA soweit ich das verstanden habe schreibt ja gewisse Grenzbereiche für die zulässige Antennenleistung vor und diese Grenzbereiche werden ja scheinbar schon großteils von den Antennen der Router ausgeschöpft. Ist es also tatsächlich so das ich eine Richtantenne nur dann verwenden darf wenn ich den "Gain" der Antenne quasi wieder im Kabel verliere?
    Kann durch die hohe Leistung einer solchen Antenne eigentlich auch eine gesundheitliche Beeinträchtigung auftreten? Ich weiß die letzte Frage mag naiv erscheinen aber es sind Fragen die mir immer wieder gestellt werden und offen gestanden kann ich die auch nicht klar mit Ja oder Nein beantworten.

    Grüße

    Dennis
     
  10. ospel

    ospel Administrator

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    Zu 1, wo kein Kläger, da kein Richter ...

    Zu 2, auch ein Vorteil einer Richtantenne. Besser die Strahlen gebügelt Richtung Sender schicken als mit einem Rundstrahler in alle Himmelsrichtungen verteilen. Ob das Ganze Gesundheitsschädlich ist weiß ich auch nicht. Persönlich scher ich mich nicht drum ...
     
  11. Radiohead81

    Radiohead81 New Member

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    Hast grundsätzlich zwar recht aber ich möchte dem Eigentümer auch keine Probleme bereiten, da er mir in diesen Fragen sein Vertrauen schenkt.
    Wie lang müsste denn das Antennenkabel sein um noch BNetzA konform zu bleiben, ausgehend von der Funkwerk aka novero Richtantenne?

    Das Kabel müsste ich mir antennenseitig mit BNC Steckern besorgen und routerseitig mit SMA Steckern, lieg ich da soweit richtig?
     
  12. ospel

    ospel Administrator

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    ... da liegst du goldrichtig. Das aller sicherste ist, du nimmst das originale Antennenkabel das von novero angeboten wird. Dann liegst du im gesetzlichen Rahmen. Dieses ist allerdings nur 5m lang. Wenn du was längeres brauchst kannst du unseren extra dafür entwickelten Rechner benutzen. Der sagt die dann genau, welchen Kapebtyp du wie lange verwenden darfst/musst/kannst.

    https://www.lte-anbieter.info/technik/rechner-sendeleistung.php

    Als Router Ausgangsleistung nimmst du 21dBm an und der Antennengewinn der novero liegt bei 8dBi. Alles weitere steht im Begleittext.
     
  13. Honigdieb

    Honigdieb Member

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    Moin!

    Nochmal zwei Dinge:

    Beim Übergang SMA zu BNC oder was auch immer nimm besser zwei Schweineschwänze...auch als Pigtail bekannt.
    Die Hebelwirkung irgendwelcher Adapter oder recht steifer Antennenkabel ist nicht zu unterschätzen.
    Einmal nicht aufgepasst und schon hast du die SMA-Buchsen im Router oder die Platine im Router hingeholfen.
    Folge davon ist meistens Routertotalschaden.

    Und die Frage nach gesundheitlicher Beeinträchtigung:
    ein lizensierter Funkamateur, der auf Kurzwelle arbeitet, sendet mit bis zu 750 Watt an seiner Sendeendstufe.

    Und dieser Sender steht meistens in der Funkbude und wärmt diese im Winter ordentlich mit.

    Und die Antenne steht unmittelbar neben dem Haus, ich kenne keinen von den Funkern,
    die irgendwelche Folgen der Funk"Strahlung" davongetragen haben.

    Und zu hohen EIRP kann man auch mit Dämpfungsgliedern wieder runterziehen, nur um eben irgendwie Gesetzeskonform zu bleiben.

    GrussGruss
     
  14. 72157

    72157 Member

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    Meine novero-dabendorf habe ich innen, nicht unter dem Dach sondern im Vorratsraum, dort nicht am Fenster sondern NEBEN dem Fenster, weil dort die Bandbreiten besser sind. Habe einfach mal rumprobiert und dann am besten Platz montiert. Sie funkt also direkt durch eine Außenwand mit Vollwärmeschutz. Die Werte sind trotzdem deutlich besser als ohne ext. Antenne.
    Durch die Dämpfung, die ich dadurch vermutlich habe, brauche ich mir auch keine Sorge um die Grenzwerte machen und kann ein kurzes Kabel nehmen.
     
  15. Radiohead81

    Radiohead81 New Member

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    Vielen Dank euch allen für die hilfreichen Infos.
    Ich werde nochmal versuchen auf den eigentümer verstärkt einzuwirken was die anschaffung einer Richtantenne angeht und
    es eventuell dann tatsächlioch erstmal mit der Montage auf dem Dachboden probieren. (krieg ich noch am ehesten vermittelt)

    Sollte ich noch Fragen zu den Kabeln haben, melde ich mich nochmal. :)
     
  16. KOSH

    KOSH Active Member

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    Schade das es keine LTE-Fensterscheibenantennenfolien und WLAN-Antennenfolien gibt so wie bei den KFZ für die Radioantenne oder solche Antennenfolien wie in den Handys.
    Würde sicher gut funktionieren bei einen großen Fenster und zusammenrollen könnte man es auch und fürs Auto ist das auch geeignet .
    Gibt halt dann keinen Reflektor es sei den die Gläser sind Metallbeschichtet aber die internen im Router haben das ja auch nicht .
    So wieder was Erfunden muss gleich Novero ein Mail schreiben :) Darf aber nicht mehr als 5€ kosten
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2015
  17. KOSH

    KOSH Active Member

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  18. Benino69

    Benino69 New Member

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    Meine Antenne hängt auch unter Dach, da ich nicht extra einen Mast mit Erdung anbringen wollte, zumal man ja auch nicht wußte, für wie lange diese Lösung benutzt wird (hab jetzt seit 3,5 Jahren LTE). Bald läuft wenige Meter am Haus vorbei ein Glasfaserkabel (am der Grundstücksgrenze kommt ein Schacht hin), da tut sich auch per DSL einiges...
    Meine Antenne hängt ca. 45° schräg, so dass die Dämpfung durch die Ziegel noch etwas größer ist. Deutlich schlechteres Signal habe ich durch den Giebel. Schnee liegt hier auch öfters, manchmal eine ganze Menge, trotzdem ist die Geschwindigkeit deshalb kaum schlechter geworden. Mittlerweile wird's in Stoßzeiten deutlich langsamer, das liegt aber an der Zellenauslastung... Achja, ich hatte mit einer guten Panelantenne unter Dach bei 6,5 km Entfernung, zwei mal 10 m H155 Antennenkabel an der Fritzbox 6850 lange Zeit bei jedem Wetter um die 50 MBit/s, vor einer Woche kam ich bei einem Download von mehreren GB ein paar mal kurz auf 60 MBit/s. Mit 20 cm Schnee auf dem Dach waren aber auch immer noch mind. 40 MBit/s möglich...
    Wenn das Dach nicht isoliert ist würde ich die Antenne unter Dach probieren, das bringt sicher schon eine deutliche Verbesserung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2015

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