{"id":15654,"date":"2014-12-11T17:59:41","date_gmt":"2014-12-11T16:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/?p=15654"},"modified":"2014-12-16T11:57:10","modified_gmt":"2014-12-16T10:57:10","slug":"t-mobile-austria-scheitert-mit-klage-gegen-frequenzauktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/t-mobile-austria-scheitert-mit-klage-gegen-frequenzauktion","title":{"rendered":"T-Mobile Austria scheitert mit Klage gegen Frequenzauktion"},"content":{"rendered":"<p>Stolze 654 Millionen Euro f\u00fcr insgesamt neun Frequenzpakete hatte T-Mobile Austria vor gut einem Jahr bei der LTE-Frequenzauktion in \u00d6sterreich zahlen m\u00fcssen. Das war dem Netzbetreiber deutlich zu teuer, doch mit seiner Beschwerde gegen die Vergabe ist T-Mobile jetzt erneut gescheitert.<!--more--><\/p>\n<h2>LTE-Frequenzauktion von 2013<\/h2>\n<p>Im Oktober 2013 ging die <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/osterreich-erzielt-2014-milliarden-euro-bei-frequenzversteigerung\">LTE-Frequenzauktion in \u00d6sterreich<\/a> nach gut sechs Wochen zuende. Versteigert wurden insgesamt 28 Bl\u00f6cke in den <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/ratgeber\/frequenzen-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"8\" title=\"Rategeber: alles zum Thema LTE-Frequenzen\">Frequenzen<\/a> 800, 900 und 1.800 MHz, wof\u00fcr der \u00f6sterreichische Staat insgesamt rund zwei Milliarden Euro erl\u00f6ste. Gut die H\u00e4lfte davon zahlte A1 Telekom, 654 Millionen die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile und 330 Millionen Hutchison (Drei). T-Mobile forderte eine Neuausschreibung, A1 entschied sich gegen eine Klage (<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/frequenzauktion-oesterreich-telekom-klage\">LTE-Anbieter.info berichtete<\/a>).<\/p>\n<h2>EU-Rekord bei Nutzungsentgelten<\/h2>\n<p>T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth ging es vor allem um die enorme Summe: &#8222;Die \u00f6sterreichischen Frequenznutzungsentgelte sind und bleiben absoluter EU-Rekord&#8220;, so der CEO. &#8222;Sie betragen mehr als das F\u00fcnffache als in Deutschland und das Vierfache der Schweizer Entgelte. Da diese enorme Belastung die Investitionsf\u00e4higkeit der Telekom-Industrie in \u00d6sterreich gef\u00e4hrdet, haben wir uns seinerzeit trotz positiver Frequenzausstattung zur <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/t-mobile-austria-klage-wegen-verfahrensfehlern\">Beschwerde wegen Verfahrensm\u00e4ngeln<\/a> entschlossen.&#8220;<\/p>\n<h2>Deutschland im Mittelfeld<\/h2>\n<p>In einer eigens erstellten \u00dcbersicht vergleicht T-Mobile Austria den gezahlten Preis pro Megahertz und pro Kopf in 23 EU-L\u00e4ndern. Verglichen wurden die Frequenzentgelte f\u00fcr 800, 900 und 1.800 MHz. W\u00e4hrend der EU-Mittelwert bei 38 Cent pro MHz\/pro Kopf liegt, zahle man in \u00d6sterreich 85 Cent &#8211; der H\u00f6chstwert in Europa. Zum Vergleich: Bei der <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/lte-frequenzauktion-beendet\">deutschen Frequenzauktion von 2010<\/a>, die dem Staat rund 4,4 Milliarden Euro in die Kassen gesp\u00fclt hatte, musste f\u00fcr die genannten Frequenzen weniger als die H\u00e4lfte pro MHz\/pro Kopf gezahlt werden.<\/p>\n<h2>&#8222;Bedauern diese Entscheidung&#8220;<\/h2>\n<p>T-Mobile Austria wies in seiner Beschwerde auch auf das niedrigere Bruttonationalprodukt sowie die schwierige Geografie des Landes und forderte einen Gesamtpreis f\u00fcr alle Frequenzbl\u00f6cke von unter 700 Millionen Euro. Dies wurde allerdings jetzt vom \u00f6sterreichischen Verwaltungsgerichtshof abgelehnt; die Frequenzvergabe von 2013 wurde h\u00f6chstrichterlich best\u00e4tigt. &#8222;Wir bedauern nat\u00fcrlich diese Entscheidung&#8220;, so Bierwirth. &#8222;Jedoch haben wir schon bei Einbringung unserer Beschwerde betont, dass wir zwar mit dem Umfang der ersteigerten Frequenzen zufrieden sind, nicht jedoch mit den exorbitanten Lizenzgeb\u00fchren, die aus unserer Sicht aufgrund gravierender Verfahrensm\u00e4ngel zustande gekommen sind.&#8220;<\/p>\n<h2>Rechtssicherheit positiv<\/h2>\n<p>Die Entscheidung des Gerichts habe auch etwas Positives, so der T-Mobile-Chef weiter: &#8222;Nachdem mit dieser Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs die Regierung Rechtssicherheit hat, erwarten wir eine rasche Umsetzung der Breitbandf\u00f6rderung&#8220;, forderte Bierwirth. &#8222;Insbesondere Mobilfunk und die daf\u00fcr n\u00f6tigen Glasfaser-Anbindungen sollten in den n\u00e4chsten Jahren forciert werden. Denn dies bringt sehr rasch leistungsf\u00e4hige Versorgung auch in Gebiete, die mit Leitungen nur schwer, langsam und teuer zu erschlie\u00dfen sind.&#8220;<\/p>\n<h2>Versorgung bei 800 und 2.600 MHz<\/h2>\n<p>T-Mobile Austria versorge bereits jetzt die meisten \u00f6sterreichischen St\u00e4dte mit <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/ultraschnelles-lte-in-oesterreich-verfuegbar\">LTE im Bereich 2.600 MHz<\/a>, so Bierwirth weiter. Momentan und im kommenden Jahr liege der Schwerpunkt auf den 800-MHz-Frequenzen zur Versorgung des l\u00e4ndlichen Raums und innerhalb von Geb\u00e4uden. W\u00e4hrend diese LTE-Frequenzen bereits genutzt werden k\u00f6nnten, st\u00fcnden das 900- und das 1.800-MHz-Band erst ab 2016 zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h3>Wissenswertes zum Thema:<\/h3>\n<p>&raquo; <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/laender\/lte-in-oesterreich.php\">mehr \u00fcber LTE in \u00d6sterreich<\/a><br \/>\n&raquo; <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/ratgeber\/urlaub\/winterurlaub-lte.php\">Ratgeber: LTE im Winterurlaub<\/a><\/p>\n<div class=\"quellenews2\">\nQuelle: T-Mobile Austria\n<\/div>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stolze 654 Millionen Euro f\u00fcr insgesamt neun Frequenzpakete hatte T-Mobile Austria vor gut einem Jahr bei der LTE-Frequenzauktion in \u00d6sterreich zahlen m\u00fcssen. 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