{"id":23683,"date":"2016-12-23T12:17:13","date_gmt":"2016-12-23T11:17:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/?p=23683"},"modified":"2023-02-22T09:18:48","modified_gmt":"2023-02-22T08:18:48","slug":"retro-vergleich-handytarife-2006-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/retro-vergleich-handytarife-2006-2016","title":{"rendered":"Retro-Check: Handy- &#038; Daten-Tarife 2006 im Vergleich zu heute"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr 2016 neigt sich schon wieder dem Ende zu. Zeit <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/der-grosse-lte-jahresrueckblick-2016\">f\u00fcr unseren Jahresr\u00fcckblick<\/a> und einen R\u00fcckblick der ganz besonderen Art. Denn in 10 Jahren hat sich enorm viel getan. Die Smartphones hatten ihren Siegeszug noch nicht angetreten, auch LTE lag noch 5 Jahre in der Zukunft. Und nicht nur die Handys von damals wirken heute teils schon wie vom anderen Stern, auch die Tarife, wie wir zeigen wollen.<!--more--><\/p>\n<h2>Connect Heft von 2006<\/h2>\n<p>Beim St\u00f6bern im Archiv viel uns diese Woche ein altes Connect Magazin aus dem Jahre 2006 in die H\u00e4nde. Genauer gesagt, die Ausgabe 5\/2006. Dabei wurde l\u00e4ngst vergessenes wieder wach \u2013 Anlass zu diesem Beitrag, bei denen wir Sie mit auf eine kurze Erinnerungsreise nehmen wollen. Dabei beziehen wir uns auf Tarif-Daten aus dem genannten Heft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"pic_l_cl\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/retro-2006.jpg\" alt=\"Connect Heft 2006 Retro\" class=\"fullwidth\"><\/div>\n<h2>2006: Das Jahr bevor Apple kam &#8230;<\/h2>\n<p>&#8230; und den Siegeszug der Smartphones einleitete. Noch dominieren Nokia, Sony Ericson und Motorola Ger\u00e4te mit Mini-Farbdisplay das Stra\u00dfen- und Handyshopbild. Wie etwa das Sony Ericsson K750i zu rund 380 Euro oder das Sony W900i f\u00fcr 600 Euro. Ebenfalls 2006 popul\u00e4r, dass Nokia N70 (560 \u20ac) und N6230i (320 \u20ac) sowie ein Motorola Razr V3i (380 \u20ac), um nur einige Beispiele zu nennen. Topmodelle der Zeit kosteten schon vor Apples iPhone teils 1000 Euro, wie das Nokia 8800 oder Motorolas A1000 f\u00fcr ca. 900 Euro.<\/p>\n<h2>Nicht alles war fr\u00fcher besser<\/h2>\n<p>Der ein oder andere Leser wird dieses Jahr seinen Tarif gewechselt haben oder ist gerade auf der Such nach einem neuen Angebot. Sogenannte <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/allnet\/allnet-flat-ratgeber.php\">Allnetflats<\/a> sind dabei heute fast selbstverst\u00e4ndlich. Teils f\u00fcr unter 10 \u20ac telefoniert man innerhalb Deutschlands und neuerdings meist auch EU-weit v\u00f6llig ohne Mehrkosten. Zudem gibt\u2019s turboschnelles Internet mit mehreren GB Volumen. Vor 10 Jahren selbst im Ansatz v\u00f6llig undenkbar.<\/p>\n<h2>Von Minutenpaketen sowie Haupt- und Nebenzeiten<\/h2>\n<p>Allnet-Flats, wie sie heute g\u00e4ngig sind, waren 2006 noch g\u00e4nzlich unbekannt. Die meisten Handy-Tarife drehten sich zudem nur rein ums Telefonieren. Internet war entweder in hom\u00f6opathischen Beimischungen (wie 5 MB WAP) inklusive oder musste in der Regel extra gebucht werden. Doch dazu sp\u00e4ter mehr. Bei Vertragstarifen waren Inklusivminuten eher die Ausnahme. In der Regel bezahlte man eine Grundgeb\u00fchr und telefonierte daf\u00fcr zu vergleichsweise geringen Minutenpreisen in ein oder mehrere Netze. Statt aber einfach einen fixen Minutenpreis abzurechnen, musste sich der Kunde in 2006 durch ein regelrechtes Dickicht an Geb\u00fchren k\u00e4mpfen. Je nach Tageszeit, Wochentag und Netz des Gespr\u00e4chspartners, variierten die Minutenkosten teils erheblich. Hauptzeit, Nebenzeit und Wochenende waren also relevante Kostenfaktoren! <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu ein kurzes Beispiel anhand des Tarifes \u201e<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-provider\/vodafone\/vodafone-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"33\" title=\"Vodafone LTE- und 5G-Tarife zeigen\">Vodafone<\/a> Sun\u201c f\u00fcr 9.95 \u20ac Grundgeb\u00fchr im Monat und 5 \u20ac Mindestumsatz. Telefonierte der Kunde zur Hauptzeit (HZ), wurden ins Festnetz satte 49 Cent f\u00e4llig, am Wochenende jedoch nur 9 Cent! Ein Anruf zu einem Freud mit T-Mobile kostete sogar stattliche 79 Cent (HZ) bzw. 39 Cent zur Nebenzeit. Oder der damals popul\u00e4re \u201e<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-provider\/o2\/o2-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"34\" title=\"O2 LTE- und 5G-Tarife zeigen\">O2<\/a> Genion\u201c-Tarif f\u00fcr 9.99 \u20ac. Hier kostete 1 Minute ins Festnetz zur HZ 49 Cent bzw. 39 Cent zu allen anderen Netzen, unabh\u00e4ngig von der Tageszeit. Aus diesem Grund waren reine Vertragstarife oft nur f\u00fcr Wenigtelefonierer sinnvoll. Im genannten Vodafone Sun Tarif h\u00e4tten 500 Minuten im Monat stattliche 262 \u20ac gekostet. <\/p>\n<h2>Volumentarife: mehr als Faktor 10 zu heute<\/h2>\n<p>Statt sich um Haupt- oder Nebenzeiten zu scheren, versprachen auch damals schon fixe Minutenpakete eine Ersparnis und Erleichterung bei der Kostenkontrolle. Allerdings fielen die Preise teils erheblich h\u00f6her aus als heute. Dazu drei Beispiele mit 500 Freiminuten von O2, Vodafone und T-Mobile &#8211; jeweils ohne Inklusivhandy, was damals noch oft gang und gebe war.<br \/>\nVodafone: Vodafone verlangte f\u00fcr sein Premiumpaket mit 500 Minuten (damals das Maximum) satte 87,50 \u20ac je Monat. F\u00fcr jede weitere Minute dar\u00fcber hinaus, berechnete der Mobilfunker zwischen 25 und 30 Cent. T-Mobile vertrieb \u201eRelax 500 eco\u201c zu 85 \u20ac monatlich, bei einheitlich 25 Cent je Extraminute. O2 lockte da mit 42,47 \u20ac f\u00fcr die \u201eActive Card 500) schon zum Knallerpreis, allerdings nur im ersten Jahr, dann vielen ebenfalls 84,95 \u20ac an. Quasselstrippen hatten dazumal also ein ziemlich teures Leben, so dass man sich bekanntlich oft auf das Wesentliche beim Mobilfunktelefonieren konzentrierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Zum Vergleich:<\/u> Heute kosten 600 Freiminuten bei <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/prepaid\/anbieter\/aldi-talk.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"53\" title=\"Aldi-Talk Tarife und Testbericht\">Aldi-Talk<\/a> (+ 1,5 GB Internet) schlappe 12.99 \u20ac im Monat. Oder ein <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/allnet\/tarifvergleich.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"5\" title=\"aktuelle Allnetflat-Tarife vergleichen\">Allnetflat<\/a> ohne Begrenzung bei BASE 14.99 \u20ac, um nur 2 Beispiele zu nennen. Heutige LTE-Tarife k\u00f6nnen Sie \u00fcbrigens <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/tarife\/lte-tarifvergleich.php\">hier<\/a> bei uns vergleichen.<\/p>\n<h2>500 Minuten kosten &#8230;<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend sich heute kaum noch einer mit Minuten-Tarifen abgeben m\u00f6chte, waren sie 2006 wahrscheinlich am preiswertesten, wenn man seinen Verbrauch kannte wohlgemerkt! Dennoch waren 500 Minuten monatlich schon absoluter Luxus. Mit O2 Genion h\u00e4tten Sie mit knapp 80 \u20ac noch recht sparsam gelebt. Im Tarif \u201ePrivat Combi\u201c von E-Plus, w\u00e4ren rund 240 \u20ac auf der Rechnung gestanden. Bei Vodafone Sun sogar, wie bereits verraten, rund 260 Euro. Im Vertragstarif \u201eT-Mobile Active&#8220; ebenfalls stattliche 215 Euro. Berechnet wurden die Daten von Connect damals unter der Pr\u00e4misse, dass 70 Prozent zur Hauptzeit und 30 Prozent zur Nebenzeit telefoniert wird. Doch auch in den Minutenpaketen waren 500 Minuten nicht billig. Am preiswertesten fuhr man mit einer O2-Active Card (ca. 42 Euro). Richtig teuer wurde es, wenn man sein Bedarf falsch bestimmte und das entsprechend unpassende Paket buchte, wie z.B. Eplus Time &#038; More 50 \u2013 dann h\u00e4tten rund 220 \u20ac den Besitzer gewechselt. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz nach der Cebit 2006 erschien auch der T-Mobile Relax Tarif. Das Paket Relax 600 mit 600 Freiminuten in alle Netze war damals schon ein Novum, kostete allerdings auch stattliche 88 \u20ac. Relax 100 erschien dagegen mit 28 vergleichsweise preiswert.<\/p>\n<h2>Mobiles Internet noch Luxus<\/h2>\n<p>2006 gab es nat\u00fcrlich schon UMTS und sogar den Turbo <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/3g\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"74\" title=\"alles \u00fcber 3G und dessen Abschaltung erfahren\">HSDPA<\/a>. Am Handy spielte mobiles Internet aber noch keine gro\u00dfe Rolle. Weder, da Ger\u00e4te noch das Display der meisten Modelle entsprechende Anwendungen zulie\u00dfen. Aber auch wegen fehlender Angebote. Die neu erschienenen RELAX-Tarife der Telekom z.B. boten in der \u201eXL-Variante\u201c 30 MB Inklusivvolumen. F\u00fcr jedes weitere MB berechnete T-Mobile 1,90 Euro. Das Gigabyte h\u00e4tte also schwindelerregende 526 \u20ac gekostet!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mobiles Internet war zu dem Zeitpunkt eher etwas f\u00fcr UMTS-Surfsticks. Furore machte da schon eine neue \u201eDatenflat\u201c von E-Plus f\u00fcr nur 19.95 \u20ac monatlich mit \u201esatten\u201c 150 MB pro Monat. Jedes Zusatz-Megabyte wurde dann mit 33 Cent abgerechnet. Blo\u00df gut, dass dabei ein Kosten-Airbag integriert war, der ab knapp 70 \u20ac den Hahn zudrehte. ;-)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Recht happig auch die <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/tarife\/lte-datentarife-ratgeber.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"6\" title=\"Datentarife vergleichen\">Datentarife<\/a> der Telekom anno 2006. Die \u201eData Flat Giga\u201c mit 1000 MB sprengte ein Loch von 110 \u20ac ins monatliche Haushaltsbudget. Das Pendant von Vodafone hie\u00df \u201eXXL 1000\u201c f\u00fcr 104,40 Euro. O2 verlangte f\u00fcr 500 MB rund 58 Euro. Preiswert aus heutiger Sicht waren einzig Kontingente mit schlappen 30 MB f\u00fcr 10-15 \u20ac im Monat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vodafone hatte allerdings noch einen andere Daten-Tarif im Angebot. F\u00fcr 49,30 \u20ac monatlich gab es  mit der \u201eWeb Fair Flat\u201c immerhin satte 5 GB Volumen, f\u00fcr damals schon ein wahres Monstrum. Allerdings tat man gut daran, diese Grenze nicht zu \u00fcbertreten, da sonst je MB 50 Cent auf dem Kerbholz standen. Pro GB also ebenfalls brachiale 500 Euro!!! Immerhin wurde erst ab dem zweiten Monat in Folge diese Grenz\u00fcberschreitung \u201egeahndet\u201c. Wahrscheinlich setzte man darauf, dass einige deutlich \u00fcber die 5 GB kommen, denn relativ gesehen, war der Preis ein Schn\u00e4ppchen. Gesurft wurde per UMTS. F\u00fcr das moderne HSDPA wurden 10 \u20ac Aufpreis pro Monat verlangt! <\/p>\n<h2>Wann gab es die erste Mobilfunkflat?<\/h2>\n<p>Laut Wikipedia erschien in Deutschland 2007 die allererste Mobilfunk-Flat von Freenet auf den Markt. Sie kostete um die 90 Euro monatlich. Nur zum telefonieren wohlgemerkt &#8230;<\/p>\n<h2>Und DSL?<\/h2>\n<p>Im Jahr 2006 tummelten sich auch noch l\u00e4ngst vergessene Marken am Breitbandmarkt, wie Arcor, GMX, Lycos, Tiscali oder Alice. Allgemein war aber auch die DSL-Verf\u00fcgbarkeit noch recht mager. Wer dennoch einen Anschluss bekommen konnte, musste f\u00fcr eine echte Flat recht tief in die Tasche greifen. Was viele vielleicht nicht mehr wissen: Volumen- und Zeittarife waren 2006 noch nicht ausgestorben. <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-provider\/congstar\/congstar-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"37\" title=\"Congstar Tarife zeigen\">Congstar<\/a> berechnete f\u00fcr DSL mit 2 GB und DSL 6000 noch stattliche 45 Euro. 1&#038;1 verlangte f\u00fcr eine &#8222;Unlimited Flat&#8220; und 6 MBit in etwa das gleiche. T-Online Kunden mussten mit denselben Eckdaten in etwa 55 \u20ac aufbringen. Alles ohne Festnetzflat wohlgemerkt.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>In 10 Jahren hat sich erstaunliches getan. Smartphone CPUs rechnen heute teils schon mit 10 Kernen und \u00fcbertrumpfen damalige Computer bei weitem. Unbegrenztes Telefonieren im In- und Ausland f\u00fcr unter 30 \u20ac geh\u00f6rt praktisch schon zum guten Ton. Einzig unlimitiertes, mobiles Internet ist hierzulande <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/unbegrenzte-lte-flat-anbieter\">noch die Ausnahme oder sehr teuer<\/a>. Telekomkunden k\u00f6nnen die MagentaMobil-Flats f\u00fcr 5 \u20ac t\u00e4glich auf \u201eunendlich\u201c schalten. Andere Nachbarl\u00e4nder haben allerdings schon die <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/lte-unlimited-flat-fuer-unter-30-e-gut-13-der-eu-staaten-hat-sie-schon\">Unlimited LTE-Flat f\u00fcr unter 30 \u20ac<\/a>. Lange kann es also bei uns nicht mehr dauern. Und w\u00e4hrend man sich vor 10 Jahren noch im Schnitt mit 384 Kbit (UMTS) durchs Netz gewunden hat (im besten Fall wenige MBit per HSDPA), bauen die Provider heute schon am Gigabitnetz von Morgen. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens 2017 werden Vodafone und Telekom die 500 MBit Grenze sprengen. Bis zur Gigabitschallmauer ist es nicht mehr weit. Tritt man also einen Schritt zur\u00fcck und betrachtet die Entwicklung aus der Perspektive von mehreren Jahren, ist eben doch nicht alles so schlecht, wie immer gemeint, auch wenn es nat\u00fcrlich immer Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt.<\/p>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr 2016 neigt sich schon wieder dem Ende zu. Zeit f\u00fcr unseren Jahresr\u00fcckblick und einen R\u00fcckblick der ganz besonderen Art. Denn in 10 Jahren hat sich enorm viel getan. Die Smartphones hatten ihren Siegeszug noch nicht angetreten, auch LTE lag noch 5 Jahre in der Zukunft. 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