{"id":6158,"date":"2012-02-20T14:05:50","date_gmt":"2012-02-20T13:05:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/?p=6158"},"modified":"2012-04-11T19:16:13","modified_gmt":"2012-04-11T17:16:13","slug":"rundfunk-oder-mobilfunk-harte-diskussionen-auf-der-weltfunkkonferenz-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/rundfunk-oder-mobilfunk-harte-diskussionen-auf-der-weltfunkkonferenz-2012","title":{"rendered":"Rundfunk oder Mobilfunk? Harte Diskussionen auf der Weltfunkkonferenz 2012"},"content":{"rendered":"<p>Funkwellen machen an keiner Staatsgrenze halt. Unterschiedliche Verbreitungseigenschaften unterschiedlicher Frequenzb\u00e4nder in mannigfaltigen Landschaften machen es extrem schwer, Funkzellen so zu planen, dass keine St\u00f6rungen, insbesondere an L\u00e4ndergrenzen auftreten. Aus diesem Grund ist Koordination gefragt, und das weltweit. Dazu trat in den vergangenen Tagen die Weltfunkkonferenz in Genf zusammen und lieferte teils \u00fcberraschende Ergebnisse.<!--more--><\/p>\n<h2>Umwidmung in vollem Gange<\/h2>\n<p>Die Funkwelt wird un\u00fcbersichtlicher. Durch den enorm gestiegenen Bandbreitenbedarf im Bereich Mobilfunk und mobiles Internet der vergangenen Jahre, werden mehr und mehr Umwidmungen notwendig. In Deutschland hat vor allem die sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/digitale_dividende.php\">Digitale Dividende<\/a>\u201c, welche durch die Abschaltung des analogen Fernsehrundfunks frei geworden ist, und nun f\u00fcr mobile Datendienste genutzt wird, f\u00fcr Aufsehen gesorgt. Doch solche \u00c4nderungen m\u00fcssen nat\u00fcrlich international harmonisiert werden. So geschehen in der vergangen Woche auf der Weltfunkkonferenz in Genf. <\/p>\n<h2>Araber und Afrikaner dr\u00e4ngen auf \u00c4nderungen<\/h2>\n<p>Vor allem auf Druck afrikanischer und arabischer Staaten kam ein Thema auf die Tagesordnung, welche so zumindest aus europ\u00e4ischer Sicht nicht vorgesehen und auch nicht w\u00fcnschenswert war: Das 700 MHz Band. Die Staaten forderten eine Freigabe dieses Bandes im Bereich 694 \u2013 790 MHz f\u00fcr den Mobilfunk und hatten damit Erfolg. Die Weltfunkkonferenz entschied, dieses Band k\u00fcnftig gleichberechtigt f\u00fcr Mobilfunk und Rundfunk zuzuweisen \u2013 und dass f\u00fcr die gesamte Funkregion 1, zu der Afrika und Europa geh\u00f6ren. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es, dass bereits 2007 f\u00fcr Mobilfunk umgewidmete Band im 800 MHz Bereich, w\u00fcrde im Bereich der afrikanischen und arabischen Staaten zumeist nicht genutzt.<\/p>\n<h2>Konsequenzen f\u00fcr Rundfunk weitreichend<\/h2>\n<p>Eine weitreichende Entscheidung, die nach langwierigen Diskussion wie es hei\u00dft auf 2015 verschoben worden konnte, den Rundfunk in Deutschland aber in Bedr\u00e4ngnis bringen k\u00f6nnte. Denn das 700 MHz Band ist hierzulande f\u00fcr den digital terrestrischen Rundfunk verplant. Umplanungen k\u00f6nnten hier zu erheblichen Kosten f\u00fchren, warnt das Institut f\u00fcr Rundfunktechnik M\u00fcnchen (IRT). <\/p>\n<h2>Medien- und Kulturschaffende geraten in Bedr\u00e4ngnis<\/h2>\n<p>Schlimmer noch k\u00f6nnte es Medien- und Kulturschaffende treffen, die Funkmikrofonsysteme nutzen. Diese werden vor allem in den Frequenzl\u00fccken des Rundfunks im 700 und 800 MHz Bereich betrieben und kommen in nahezu allen Fernseh- und Kulturproduktionen zum Einsatz. Durch die Umwidmung der \u201edigitalen Dividende\u201c f\u00fcr LTE k\u00f6nnen in absehbarer Zeit bereits im 800 MHz Band keine solcher Ger\u00e4te mehr betrieben werden. W\u00fcrde auch das 700 MHz Band wegfallen, gliche das einer Katastrophe, schlie\u00dflich w\u00fcrden zum einen hunderttausende Ger\u00e4te nicht mehr nutzbar, zum anderen m\u00fcssten neue Frequenzbereiche gefunden werden \u2013 und die werden immer knapper. Es ist also auf eine besonnene Entscheidung der Bundesregierung zu hoffen. Das IRT stellt dar\u00fcber hinaus die Frage, ob es \u00fcberhaupt zweckm\u00e4\u00dfig ist, Regelungen, wie die der zuk\u00fcnftigen Nutzung des 700 MHz Bandes f\u00fcr Mobilfunk in Afrika, die dort ja durchaus sinnvoll sein kann, auf Europa zu \u00fcbertragen. Auch \u00fcber diese Frage wird wohl die Politik zu befinden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden Sie in jedem Fall auf dem Laufenden halten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"quellenews2\">\nQuelle: IRT\n<\/div>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funkwellen machen an keiner Staatsgrenze halt. Unterschiedliche Verbreitungseigenschaften unterschiedlicher Frequenzb\u00e4nder in mannigfaltigen Landschaften machen es extrem schwer, Funkzellen so zu planen, dass keine St\u00f6rungen, insbesondere an L\u00e4ndergrenzen auftreten. Aus diesem Grund ist Koordination gefragt, und das weltweit. 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