{"id":8768,"date":"2012-11-06T12:10:45","date_gmt":"2012-11-06T11:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/?p=8768"},"modified":"2012-11-19T19:05:27","modified_gmt":"2012-11-19T18:05:27","slug":"neue-frequenzen-fuer-lte-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/neue-frequenzen-fuer-lte-in-sicht","title":{"rendered":"EU: Neue Frequenzen f\u00fcr LTE in Sicht"},"content":{"rendered":"<p>Die Nutzrechte zur Betreibung von Datendiensten der 4. Mobilfunkgeneration (LTE) wurde 2010 an die Netzbetreiber versteigert. Wie heute bekannt wurde, plant die EU-Kommission nun das Spektrum weiter aufzustocken und so neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Netzbetreiber zu er\u00f6ffnen.<!--more--><\/p>\n<h2>Mehr \u201ePlatz\u201c f\u00fcr LTE<\/h2>\n<p>Funkfrequenzen sind ein sehr knappes und damit wertvolles Gut. Jeder Provider und jede Funktechnik bekommt vereinfacht gesagt eine eigene \u201eDatenautobahn\u201c im Spektrum zugeteilt. Die <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-provider\/telekom\/telekom-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"32\" title=\"LTE- und 5G-Tarife der Deutschen Telekom zeigen\">Dt. Telekom<\/a> zum Beispiel darf LTE (unter anderem) in einem Band um 1800 MHz nutzen. Genauer gesagt, dass 20 MHz breite Band von 1805-1825 MHz zum Senden und von 1710-1730 zum Empfangen von Daten mittels LTE-Mobilfunkt. Doch der Bedarf an mobilen Datendiensten steigt seit einigen Jahren praktisch exponentiell an. Die Kommission geht von einem Wachstum von 26 Prozent pro Jahr bis 2015 aus. Andere Studien mahlen ein <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/studie-datenverkehr-in-den-mobilfunknetzen-nimmt-dramatisch-zu\" target=\"_blank\">\u00e4hnlich d\u00fcsteres Bild<\/a>. Als Treiber gelten vor allem der Tablet und Smartphone-Boom. Um diesem Wachstum besser gerecht zu werden, will man nun offensichtlich der Wirtschaft mit neuen Funkr\u00e4umen unter die Arme greifen. \u201eDank dieser Extra-<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/ratgeber\/frequenzen-lte.php\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"8\" title=\"Rategeber: alles zum Thema LTE-Frequenzen\">Frequenzen<\/a> f\u00fcr die 4G-Technik werden wir in Europa die sich ver\u00e4ndernde und wachsende Nachfrage nach Breitbanddiensten besser bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.\u201c, so Vizepr\u00e4sidentin Kroess in einer <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-12-1170_de.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a>. Insgesamt 120MHz sollen aufgestockt werden. Das klingt nicht viel, birgt aber enormes Potenzial f\u00fcr neue Dienste.<\/p>\n<h2>2 GHz Band aufstocken<\/h2>\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen sieht die Kommission nun vor, ein Band um den 2GHz-Bereich auch f\u00fcr LTE freizugeben. Im gepaarten Band bei 1920-1980 MHz und 2110-2170 MHz sind bis dato 3G-Dienste (<a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/3g\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"74\" title=\"alles \u00fcber 3G und dessen Abschaltung erfahren\">UMTS<\/a>) angesiedelt. Dieses sollen k\u00fcnftig flexibilisiert werden und auf f\u00fcr LTE nutzbar sein. Mobilfunkanbieter k\u00f6nnten dann die Netze weiter ausbauen und optimieren. Die Digitale Agenda der EU sieht bis 2020 ohnehin eine fl\u00e4chendeckende Breitbandversorgung von mindestens 30 MBit vor. Der Schritt, so der Plan, soll einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Zieles leisten. Vielmehr handelt es sich dabei auch <u>nicht um eine Kannbestimmung<\/u>. Denn die Mitgliedsstaaten, also auch Deutschland, werden verpflichtet die betreffenden Frequenzen bis sp\u00e4testens 30.06.2014 freizugeben. EU-weit w\u00fcrde dann ein Spektrum von insgesamt 1000 MHz die mobile Breitbandversorgung sicherstellen. Doppelt so viel, wie in den USA \u00fcbrigens.<\/p>\n<h2>Droht neues Frequenzchaos?<\/h2>\n<p>Das k\u00f6nnte in der Tat die negative Seite der Medaille sein. Schon jetzt zeigen sich direkt beim Kunden die ersten Folgen einer unstandardisierten, globalen Frequenzpolitik. Bestes Beispiel ist das j\u00fcngste iPad von Apple, welches in <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/ipad3-apple-muss-strafe-zahlen\" target=\"_blank\">Australien mit dem Zusatz \u201e4G\u201c verkauft wurde<\/a>, obwohl die dort eingesetzten Funkb\u00e4nder vom iPad garnicht unterst\u00fctzt wurden. In Deutschland kann das iPhone 5 zurzeit <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/lte-news\/probleme-mit-lte-beim-iphone5\" target=\"_blank\">nur \u00fcber das Netz der Telekom<\/a> mit LTE betrieben werden, da nur diese (zuf\u00e4llig) das Band um 1800 MHz f\u00fcr den 4G-Ausbau verwendet. Und f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt m\u00fcssen Smartphone-Hersteller, wie Samsung, stets Modelle mit speziellem Mobilfunkchip herausbringen. Denn auch in den USA gelten andere Nutzb\u00e4nder wie in der EU. Um weltweit mit einem Smartphone im LTE-Netz surfen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen zuk\u00fcnftige Ger\u00e4te also X-Bandig (nicht nur 2,3 oder 4-Bandig) sein. Das bedeutet mehr Kosten bei der Entwicklung und prinzipiell aufw\u00e4ndigere Chips.<\/p>\n<h3>Wissenswertes zum Thema:<\/h3>\n<p>&raquo; <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/ratgeber\/frequenzen-lte.php\" target=\"_blank\">alles zum Thema LTE-Nutzfrequenzen<\/a><br \/>\n&raquo; <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/ratgeber\/4g-frequenzen-weltweit.php\">\u00dcbersicht \u00fcber alle L\u00e4nder weltweit<\/a><br \/>\n\u00bb <a href=\"https:\/\/www.lte-anbieter.info\/verfuegbarkeit\/lte-verfuegbarkeit-testen.php\">LTE Verf\u00fcgbarkeit pr\u00fcfen<\/a><\/p>\n<div class=\"quellenews2\">\nQuelle: europa.eu\/rapid\/press-release_IP-12-1170_de.htm\n<\/div>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nutzrechte zur Betreibung von Datendiensten der 4. Mobilfunkgeneration (LTE) wurde 2010 an die Netzbetreiber versteigert. 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