Ospel - Empfang vom Dach ins Haus

Dieses Thema im Forum "Bastel-Ecke" wurde erstellt von betbow, 22. Juli 2019.

  1. betbow

    betbow New Member

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    Hallo,

    ich und meine Frau haben ein Haus in Ortsrandlage gekauft. Leider haben wir im Haus kaum Empfang (GSM und LTE). Auf dem Dach haben wir „guten“ LTE Empfang (Siehe Angefügtes Bild).

    Unser Wunsch ist primär stabile Telefonie, LTE wäre schon nett, aber kein muss.

    Mit Hilfe der Ospel Antenne würde ich gerne den guten Empfang vom Dach hinein ins Haus „spiegeln“ bzw. umlenken. Ich dachte ein eine Lösung mit einer Ospel auf dem Dach und einer nach unten gerichtet in die Decke im Obergeschoss (Siehe Schemazeichnung).

    Zu meinem Vorhaben habe ich Fragen zur Ospelantenne:

    1. Frequenzen: Was ich nicht verstehe ist die Optimierung des Upstream und gleichzeitig Downstream. Bei GSM/Telekom: Uplink 900 – 915 Mhz = 907,5 Mhz und 945 – 960 Mhz = 952,5 Mhz. Worauf muss ich nun die Drahtlänge berechnen? Oder wird in der Antenne eine „acht“ für Uplink berechnet und eine für Downlink?

    2. Ich würde zwei Ospelantennen bauen. Eine auf dem Dach auf den Sendemast gerichtet. Die andere nach unten gerichtet zu Verteilung des Signals im Haus. Reicht mein „Gewinn“ um im Haus das Signal zu verbessern?

    3. Warum hat der Bauvorschlag zwei Antennenanschlüsse?

    4. Kann ich eine Antenne bauen, die auf LTE und GSM optimiert ist? Oder muss ich insgesamt zwei aufs Dach bauen?


    Die Verbindung der Antennen führe ich mit hochwertigen Kabel mit 0,168 Verlust pro Meter aus. Ich benötige 5 Meter:

    Dämpfung bei (20°C in dB/100m):
    100 MHz5,6 dB
    200 MHz8,4 dB
    300 MHz10,2 dB
    500 MHz12,8 dB
    800 MHz16,8 dB
    1000 MHz20,0 dB
    1350 MHz22,2 dB
    1750 MHz28,3 dB
    2050 MHz31,1 dB

    https://www.elektro-wandelt.de/Koaxialkabel-KHC-203-100-RL-4-fach-geschirmt-120dB-100-Meter.html

    Ich würde mich sehr über die Beantwortung meiner Fragen freuen. Als Alternative habe ich schon über ein aktives System nachgedacht – nur habe ich doch starke Bedenken. Über eine Geräteempfehlung würde ich mich dennoch sehr freuen.


    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen


    Björn

    Antenne.png Network Cell Info.png
     
  2. ospel

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    Hallo Björn,

    leider ist dein Gedankengang in eine falsche Richtung gegangen. Die Ospel-Antenne ist eine "Verlängerung" der Antennen die sich im LTE-Router befinden um den Ort des Empfangs an eine bessere Stelle, also nach draußen zu verlegen. So wie du dir das denkst, dass man das Signal oben einfängt und unten wieder ausstrahlt funktioniert nicht.

    Zu deiner 1. Frage: Die Drahtlänge berechnet sich nach der jeweils mittleren Frequenz, also

    Mittel Uplink-Frequenz + Mittel Downlink-Frequent /2 = 907,5 + 952,5 : 2 = 930

    Den Rest macht dann die dicke das Drahtes.

    Zu deiner 2. Frage: Wie oben schon geschrieben, das funktioniert so nicht. Die Antenne ist dafür gedacht, sie direkt am LTE-Router anzuschließen.

    Zu deiner 3. Frage: LTE Arbeitet mit MIMO und dafür braucht man zwingend 2 Antennen. Die beiden "Biquads" sind im Prinzip 2 einzelne Antennen die nur übereinander gestapelt sind. Auch jeder LTE-Router hat 2 Antennenanschlüsse.

    Zu deiner 4. Frage: Nein, das funktioniert nicht. Außerdem arbeitet GSM nicht mit MIMO und dafür bräuchte man nur einen "Biquad" oder wie du es genannt hast eine "acht". Aber dann müsste auch diese Antenne mittels Antennekabel direkt mit dem Handy verbunden werden. Und das ist sicher nicht in deinem Sinn.

    Ich hoffe ich konnte soweit etwas Licht ins Dunkel bringen …
     
  3. betbow

    betbow New Member

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    Hallo Ospel,

    das konntest Du, vielen Dank! Vor allem das MIMO war mir nicht bewusst (Hätte den Wikipediaartikel genauer lesen sollen).

    Auch mein Gedankenansatz zur Umlenkung mit Hilfe deiner "Ospel" geht dann wohl tatsächlich in die falsche Richtung, wenn diese zur Anbindung an ein Gerät gedacht ist.

    Wieder etwas gelernt :)

    Ich mache mir nun weiter Gedanken wie ich mein Signal vom Dach ins Haus bekomme. Ich würde es wirklich gerne passiv hinbekommen. Mein Wissen ist jedoch (zu) begrenzt.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hier bald meinen nächsten Ansatz nocheinmal zu Diskussion stellen dürte.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

    Björn
     
  4. bruno54

    bruno54 Member

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    Wenn Du es passiv machen willst, bau eine Yagi mit 14-16 dBi und entsprechender Bandbreite 800-980MHz und verbinde
    mit einem entsprechendem Koaxkabel 50Ohm (kein Fernsehkabel) einen Rundstrahler mit 5-7 dBi . Das bekommt man für
    rund 30€ gebacken und Versuch macht "kluch" :) GSM und LTE sollten dann aus einer Richtung kommen und bei Montage
    auf dem Dach auch an Blitzschutz denken, zum Testen geht es bestimmt auch erst mal auf dem Boden.
     
  5. betbow

    betbow New Member

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    Hallo Bruno,
    danke für deine Antwort. Ich will es gerne mit einer Yagi probieren.
    Eine Frage:
    Wo kann ich etwas über den Bau eines Rundstrahlers (=Omni-Antenne??) nachlesen?
    Eigentlich brauche ich doch eine Halbkugel die nach unten vom Dachboden ins Haus strahlt, oder?

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

    Björn
     
  6. bruno54

    bruno54 Member

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    Schau mal hier nach: https://adko.eu/Antennen_1_s2
    Man kann fertige Antennen auch "umarbeiten" wenn die Frequenzen nicht passen und den Rundstrahler gibt es fertig.
    Als Vorlage ist das Ding allemal gut.
    Viel Glück :)
     
  7. KOSH

    KOSH Active Member

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    Empfang-vom-dach-ins-haus

    Ich hab es über die Dachrinne verkabelt gemacht. Muss man halt nicht alles aufstemmen
     

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