LTE für Zuhause

Ratgeber zur schnellen DSL-Alternative per Funk


LTE zuhause nutzen - schnell surfen auch wenn kein DSL geht!

Die LTE-Funktechnik beschleunigt mittlerweile das mobile Internet vieler Smartphone-Nutzer. Doch 4G LTE erfüllt noch eine weit wichtigere Funktion: Nach dem Start vor 8 Jahren, konnten erstmals auch ländliche und mit DSL unerschlossene Gebiete mit Highspeed versorgt werden. Die Erschließung von „weißen Flecken“ war für die Mobilfunkprovider sogar eine verpflichtende Auflage. Mittlerweile können fast alle Verbraucher, in den ehemals betroffenen Gebieten, von der neuen Technik profitieren. Dieser Ratgeber zeigt, was beim Einsatz von „LTE für Zuhause“ alles nötig ist und wo die Vor- und Nachteile liegen. Zudem geben wir viele wertvolle Tipps für Einsteiger!

1. Für wen eignet sich LTE Zuhause?

Auch im Jahr 2018 gibt es leider nach wie vor Regionen auf der Landkarte, die vollkommen von der DSL-Versorgung abgekoppelt sind - von VDSL oder Glasfaser ganz zu schweigen. Oder aber die Daten tröpfeln so langsam durch die Leitung, dass zeitgemäße Applikationen im Internet schlicht unmöglich sind - Stichwort „DSL-Light“. Es werden zwar Alternativen wie SAT-DSL angeboten, doch auch hier existieren wie so oft Schattenseiten. LTE für Zuhause, also den stationären Einsatz, verspricht zumindest temporär Abhilfe, bis in Zukunft kabelbasierte Breitbandangebote erschlossen sind. Aktuell bieten drei Anbieter in Deutschland Kombipakete aus einem LTE-Anschluss mit 50-200 MBit und auf Wunsch samt Festnetzflatrate. Solche Lösungen sind nicht einmal besonders teuer. Ab ca. 25 Euro monatlich geht es los. Die Angebote werden wir später noch genau vorstellen.

2. Voraussetzungen bzw. Verfügbarkeit

Router für den LTE-Empfang stationär im Haus

LTE-Router für Daheim - Beispiel

Die Verfügbarkeit für „Heim LTE“ ist mittlerweile exzellent. Spätestens 2020 wird eine nahezu flächendeckende Versorgung erwartet. Ende 2018 konnten Vodafone und die Telekom schon für rund 95-98 Prozent der Haushalte bzw. Verbraucher 4G bereitstellen.

Zum Einsatz von LTE Zuhause, wird außerdem ein spezieller LTE-Router benötigt. Konventionelle DSL-Router sind natürlich nicht geeignet, da diese über kein passendes Funkmodul verfügen. Kompatible Geräte erhält man beim Anbieter der Wahl zu einem Neuvertrag oder erwirbt ein Modell separat im Einzelhandel. Die Auswahl an passenden Endgeräten ist mittlerweile recht gut. Unsere Empfehlung für Heimkunden geht an die Fritz!Box 6890 von AVM oder das Modell 6820.

3. Vorteile und Nachteile von LTE für daheim

Die Vorzüge liegen klar auf der Hand. Auch ohne DSL sind per LTE Datenraten erreichbar, welche sonst nur über VDSL- oder Kabelanschlüsse angeboten werden. Unter guten Bedingungen, lassen sich im stationären Bereich durchaus 50 bis 200 MBit erzielen. Bereits innerhalb weniger Tage nach Bestellung erhält der Kunde Zugriff auf eine funkbasierte Highspeed-Lösung.

Es gibt aber natürlich auch Nachteile: Wie jede Funktechnik, ist auch LTE anfällig für Störungen. Bei schlechten Empfangsbedingungen kann es daher nötig sein, diesen mit einer externen LTE-Antenne zu verbessern. Hauptkritikpunkt ist hingegen, dass der superschnelle Zugang meist nicht unlimitiert nutzbar ist. Je nach Tarif und Anbieter, steht dem Kunden aktuell ein Kontingent zwischen 30 und 200 Gigabyte monatlich zur Verfügung. Zum Vergleich: Eine DVD fasst rund 5 Gigabyte. Wird in 30 Tagen mehr verbraucht, rutscht der Kunde in die die sogenannte Drosselung. Statt Highspeed LTE, gibt’s dann Retro-Feeling mit bestenfalls 384 Kbit/s, was einer einfachen UMTS-Verbindung entspricht. Mehr berechnet wird allerdings nicht. Man wird nur ausgebremst. Die folgende Grafik zeigt, wie viel Datenvolumen die Angebote der drei Anbieter für Heim-LTE bieten.

Vergleich:
Highspeed-Volumen der Zuhause-Tarife bei Vodafone und congstar in MB; Telekom unlimitiert


Vermeiden lässt sich das nur, indem man entweder kostenpflichtig neues Highspeedvolumen bucht oder auf „Hybrid“ umsteigt. Letzteres bietet die Telekom seit 4 Jahren, wenn zumindest ein langsamer DSL-Anschluss mit >= 384 KBit anliegt. Die Kombi aus DSL und LTE unterliegt nämlich keiner Volumendrosselung. Seit einiger Zeit bietet die Telekom über Hybrid sogar ihren TV-Anschluss Entertain an! » mehr über Magenta Hybrid ohne Drossel

Tipp: Nur bei der Telekom gibt es unlimitierte Flatrates per Hybrid-Technik!

4. Anbieter, Kosten und Preisvergleich

Wie schon angedeutet, wird Zuhause-LTE momentan ausschließlich von der Telekom. Vodafone und congstar angeboten. Vodafone bietet mit den "GigaCube-Tarifen" eine zeitgemäße "Internet für Überall Lösung". Das Angebot mit 50 GB kostet 34.99 € im Monat. Für satte 200 GB zahlt man 44.95 €. Der GigaCube kann bundesweit genutzt werden, bietet aber keinen Telefonanschluss. Congstars Homespot Tarife ähneln dem Vodafone-Angebot in gewisser Weise, lassen sich aber wirklich nur daheim nutzen und nicht unterwegs. Die Telekom wartet, wie etwas weiter oben schon beschrieben, mit ihren ungedrosselten Hybrid-Tarifen auf. Für den Fall das diese noch nicht verfübar sind, kann optional auf MagentaZuhause via Funk zurückgegriffen werden.

Angebote von Telekom Vodafone congstar
LTE inklusive ja ja ja
Datenrate bis maximal 100 MBit 200 MBit 20-40 MBit
Datenvolumen bis unendlich 50 GB bis 200 GB 30 bis 100 GB
Tarif bundesweit nutzbar nein ja nein
mit Telefonie ja nur über Umweg (Info) nein
mit Festnetzflat ja nein nein
Preis monatlich ab ab 35 € 24.99 € - 44.95 € 20 € - 40 €
unsere Wertung
zum Anbieter » zur Telekom » zu Vodafone » zu congstar

4.1 GigaCube - die Alternative von Vodafone

Nachdem Vodafone mehrere Jahre kein neues LTE-Produkt für den Heimeinsatz auf den Markt gebracht hatte, überraschte der Konzern Anfang 2017 mit der Einführung des „GigaCube“ Tarifes. Seit Mai 2018 lockten die Angebote zudem nicht nur mit 50 GB Datenvolumen, sondern warten mit maximal 200 GB auf! Kombiniert mit 200 MBit Highspeed LTE-Speed versteht sich. Darüber hinaus ist das Produkt deutschlandweit mit dem zugehörigen Cube LTE-Router nutzbar. Auch preislich, gemessen an den Kosten je Gigabyte, weiß das Angebot zu überzeugen. Wir haben für Sie hier alle wichtigen Infos zu Vodafones GigaCube zusammen getragen. Im großen Testbericht, erfahren Sie zudem, was alles in dem Angebot steckt und wie sich Vodafones GigaCube im Praxisalltag schlägt. Sogar Telefonie kann eingerichtet werden, wenn man weiß wie ...

GigaCube Zuhause Tarif zum "mitnehmen" | Bild: Vodafone


4.2 congstar als weiterer Heim-LTE Anbieter

Zur IFA 2016 hatte congstar erstmals einen eigenen Heim-Tarif via LTE gestartet. Später spendierte der Anbieter ein überarbeitetes Homespot-Portfolio mit nunmehr 3 Tarifen in den Ausführungen M, L un XL (Übersicht). Diese Pakete unterscheiden sich vor allen in Hinblick auf Datenvolumen, Übertragungsrate und Preis. Das Konzept an sich ähnelt Vodafones GigaCube in Hinblick auf die einfache Handhabe und günstigen Volumenpaketen. Dennoch gibt es entscheidende Unterschiede. Wir haben uns das Angebot für Sie ganz genau angesehen und getestet: Hier gehts zum congstar Homespot Testbericht.


LTE Zuhause von congstar kommt ....

4.4 O2 zieht nach mit O2 Homespot

Nachdem sich Telekom, congstar und Vodafone bereits mit eigenen LTE-Produkten für den stationären (teils transportabel) Bereich positioniert hatten, zog auch O2 Anfang 2018 nach. Mit dem "O2 Homespot" stehen interessieren Kunden monatlich bis zu 20 GB im LTE-Netz zur Verfügung. Die Datenrate beträgt maximal 150 MBit/s. Preis-Leistungstechnisch unserer Ansicht nach kaum empfehlbar!

4.5 Otelo: Auch Internet für daheim!?

Im Sommer 2015 startete auch die Vodafone Marke „Otelo“ schnelles Internet für Zuhause per LTE-Internet* oder 3G. "Otelo Internet Zuhause" beeindruckte mit einer Besonderheit - nach dem Highspeed-Volumen von 15 GB (bei 16 MBit/s), erfolgte eine Drosselung auf 1 MBit und nicht wie im Heimbereich üblich auf 384 KBit/s. Auch beim Preis von 19.99 € war das Produkt ziemlich attraktiv. Leider handelte es sich nur um einen Testlauf. Im Februar stellte Otelo den Internet-Zuhause-Tarif leider still und heimlich wieder ein.

5. LTE-Zuhause Anschluss richtig einrichten

Im Gegensatz zur Installation von herkömmlichem DSL, gibt es etliche Fallstricke bei der Einrichtung des neuen Anschlusses. Diese führen im schlimmsten Fall dazu, dass entweder kein Empfang besteht oder die Verbindung dauerhaft sehr instabil ist. Je nach gewähltem Anbieter und dem eingesetzten Router unterscheiden sich zudem die ersten Schritte. Gerade für Einsteiger mitunter schwierig. In diesem Installationsratgeber zeigen wir im Einzelnen und verständlich, worauf man achten muss und wie die Konfiguration für die gängigen Router (auch Hybrid) abläuft.



6. Empfangsoptimierung: So holen Sie das Maximum raus

Nur bei optimalen Empfangsbedingungen lassen sich die im Zuhause-Tarif versprochenen Übertragungsraten annähernd erreichen. Daher optimieren viele LTE-User die Verbindungsqualität durch den Einsatz spezieller LTE-Antennen. Diese werden idealer Weise außen angebracht, wie auch bei SAT-Antennen üblich. Wichtig sind dabei vor allem: Eine korrekte Ausrichtung, der Kauf einer für den persönlichen Bedarf geeigneten Antenne, sowie ordentliche Kabel. Im Forum finden Sie zudem eine Anlaufstelle für Fragen aller Art zum Thema.

Was ist mit anderen Anbietern?

Der ein oder andere wird sich fragen, was mit den anderen LTE-Anbietern ist. Tatsächlich hatte auch 1&1 (via Vodafone) in den Anfangsjahren stationäre Tarife im Programm. Doch diese wurden still und leise wieder eingestellt. Zwischendurch sogar einmal kurz Otelo. Aktuell sieht es nicht danach aus, dass es ähnliche Lösungen von den einem der zahlreichen LTE-Discountern in Deutschland geben wird. Maximal 1und1 wäre noch ein denkbarer Kandidat!

Weiterführendes

» Ratgeber zur Empfangsverbesserung bei LTE
» LTE Speedtest durchführen
» Tools zur Empfangsverbesserung für LTE-Zuhause Nutzer


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