Installation: Ratgeber für LTE Zuhause Kunden

Fehler vermeiden und LTE richtig einrichten - so gehts!


Installationsanleitung LTE / 4G


Mobilfunk per LTE ermöglicht auch in Regionen ohne DSL-Verfügbarkeit den schnellen Zugang zum Internet. In der Regel sind bis zu 100 MBit möglich, teils auch mehr. Im Gegensatz zu kabelbasierten Anschlüssen, wie DSL oder VDSL, sollten bei der Installation des LTE-Zugangs allerdings einige Besonderheiten beachten werden. Wir zeigen, wie Sie Telefon und Internet richtig installieren und einrichten und nicht die gängigen Fehler machen. Wer diese vermeidet, kann sich über stabilere und schnellere Internet- sowie Telefonverbindung per LTE freuen. Los geht’s!

Zunächst widmen wir uns dem Angebot von Vodafone, das als einziges momentan auf eine „LTE-only“ Lösung setzt. Unter dem Gliederungspunkt 2) stehen wir dagegen Telekom-Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Hier handelt es sich nämlich um sogenanntes „Hybrid“ aus LTE & DSL, was bei der Installation und Einrichtung einige Besonderheiten mit sich bringt.

Folgend erfahren Sie noch, was man beim Router-Stellplatz beachten sollte und welche Hilfsmittel mitunter nützlich sind. All diese Arbeitsschritte gleichen sich, sind aber im Detail vom verwendeten Endgerät abhängig. Hierzu geben wir in den folgenden Ratgebern eine Router-spezifische Anleitung und Hilfestellungen.

1. Installation bei Vodafone´s LTE für Zuhause

Schon seit 2017 bietet Vodafone einen interessanten Tarif für schnelles Internet. Das ganze funktioniert auch in Gebieten, wo bisher kein kabelbasiertes Highspeed-Internet ausgebaut ist! Die Angebote werden demnach rein über Funk bereitgestellt! Gemeint sind die GigaCube-Tarife. Hierüber sind immerhin 50 bis 500 MBit pro Sekunde im Vodafone LTE-Netz möglich.

Gigacube 4G-Router einrichten und nutzen

Die Einrichtung des Routers ist recht simpel und kann problemlos auch von Laien durchgeführt werden. Allgemein sieht der Werdegang wie folgt aus: Nach der Bestellung erhalten die Kunden nach 2-5 Werktagen den LTE-Router, sowie einen separaten Brief mit der Freischaltbestätigung, der SIM-Karte und den Zugangsdaten. Tipps zur Einrichtung und Installation des GigaCube-Routers, haben wir hier für Sie zusammengestellt: » Vodafones GigaCube richtig installieren

Wer mit dem Gigacube-Tarif einen AVM-Router nutzen will, findet hier die passende Einrichtungs-Anleitung für LTE Fritzboxen. Für ältere Verträge hier noch die Anleitung mit der Easybox 904 LTE.

2. Installation Hybrid (Telekom)

Nutzer der innovativen Telekom Hybrid-Tarife, freuen sich über einen ungedrosselten Internetzugang, da hier LTE-Funk und DSL geschickt kombiniert wird. Doch gerade, weil dabei zwei Empfangs-Komponenten fusioniert werden, stellt dies etwas andere Anforderungen an die Installation. Per se fällt diese nicht unbedingt schwieriger aus als bei „only LTE“-Lösungen von Vodafone. Dennoch gilt es im Zuge der Standortauswahl einiges zu beachten, wie Sie unter Punkt 5.1 erfahren werden. Zunächst muss jedoch der Router mit dem Internet verbunden und für den ersten Start konfiguriert werden. Wie das im Einzelnen aussieht, zeigen wir hier: » Telekom Hybrid-Router installieren

Speedport Pro Hybrid-Router von der Telekom einrichten

3. Congstar

Auch congstar bietet eine Art DSL-Ersatz über Funk (LTE). Die sogenannten Homespot-Tarife ähneln dem Angebot von Vodafone in gewisser Weise, werden aber im 4G-Netz der Deutschen Telekom betrieben. Mittlerweile werden zwei Modelle angeboten. Eines mit CAT4 von 2018 (zur Anleitung) und der neuste von 2020 mit LTE CAT7, wo Sie hier die passende Anleitung finden.

PS: Die ersten Kunden wurden noch über einen Huawei-Router ins Netz geschickt. Die dazugehörige Installationsanleitung finden Sie hier.


4. O2 Telefónica

Auch von O2 gibt es Heim-Tarife per LTE. Wie der der zugehörige O2-Homespot-Router installiert und eingerichtet wird, erfahren Sie hier im Testbericht zum Angebot.

5. Der richtige Standort für den Router

Nachdem das Endgerät nun korrekt eingerichtet und mit dem Internet verbunden ist, sollten wir uns dem wohl wichtigsten Punkt widmen – dem Standort und der Empfangsoptimierung. Bei der Wahl des Platzes im Haus bzw. der Wohnung, gehen viele Verbraucher leider den bequemsten Weg. Der Router landet wie bei DSL-Zugängen meist dort, wo das Telefon steht. Also im Flur oder im schlimmsten Fall noch versteckt in einem Schränkchen neben jenen.

Was für DSL-Kunden kein Problem darstellt, ist hingegen bei LTE wohl der schlimmste Fehler den man als "via Funk" Kunde machen kann! Hier sollten wir uns noch einmal vor Augen halten, dass es sich bei 4G um eine Funktechnik handelt! Telefon (falls im Tarif enthalten) und Internet funktionieren also am besten und störungsfrei, wenn die Empfangsqualität stimmt. Sie telefonieren mit dem Handy ja schließlich auch nicht vorzugsweise im Keller …

Standortwahl für den 4G-Router

Daher ist der beste Platz generell am Fenster und so hoch wie möglich. Wo genau im Haus, muss man leider selbst ausprobieren, da die individuellen Empfangsbedingungen sich stets unterscheiden.

Der Router gibt die Empfangsstärke über eine Balkenanzeige grob wieder, was bei einer ersten Orientierung hilft. Sollte sich kein Fleck finden, wo mehr als ein Balken signalisiert wird, empfiehlt sich der Anschluss und die Installation einer externen LTE-Antenne zur Empfangsoptimierung.


geeignete Positionen für den LTE-Router

5.1 Standortwahl für Hybrid-Router

Rufen wir uns noch einmal kurz ins Gedächtnis, dass für Hybrid-Internet einmal die Luftschnittstelle via LTE und zusätzlich DSL als Zweitkomponente verwendet wird. Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, repräsentiert ein möglichst hochgelegener Fensterplatz prinzipiell die beste Position für einen LTE-Router. Sollten externe Antennen eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4), sind Platzierungen so nah wie möglich an der Außenantenne vorzuziehen, um die Kabellängen minimieren zu können. Die Telefondose für den DSL-Zugang befindet sich allerdings meistens im Erdgeschoss bzw. im Flur.

Hybridkunden stehen daher vor einer Art „trade off“ Situation, denn Flur und hochgelegene Zimmer mit Fensterplatz schließen sich untrennbar aus. Aus Kostengründen empfiehlt sich dann folgendes: Das mitgelieferte TAE-Telefonkabel für den IP-basierten Anschluss (grauer Stecker), wird einfach zum idealen Hybrid-Router Standort verlängert.

Unser Fazit: Die ideale Position des Hybridrouters ist für jeden Haushalt individuell und muss anhand der beiden Parameter „Nähe zur TAE-Dose“ und „bester Standort für idealen LTE-Empfang“ abgewogen werden.

5. Empfang verbessern mit externer Antenne

Empfang mit Antenne optimieren

Der Markt bietet eine Vielzahl von Antennen für LTE-Kunden zur Optimierung bei schlechten Empfangssituationen vor Ort. Bei den meisten Routern der Heimtarife heute (congstar, O2, Telekom und Vodafone), haben die Router TS9-Antennenanschlüsse. Daher sind entweder passende Adapter mit zu besorgen oder gleich Antennen-Kits mit diesen Buchsen.

Etliche ältere stationäre LTE-Router verfügen aber über SMA-Antennenbuchsen. Das trifft sowohl für den ersten Telekom Hybrid-Router*, als auch Vodafones Easybox 904 sowie der FritzBox 6890, 6840, 6850, und 6842 zu. Einzig bei der FritzBox 6810 und 6820 hat Hersteller AVM auf eine solche Möglichkeit verzichtet. Hier schafft aber bei Bedarf ein Umrüst-Kit Abhilfe. Eine Beratung, wie man die persönlich beste LTE-Antenne findet, würde allerdings hier den Rahmen sprengen, so dass wir dem Thema einen extra Ratgeber gewidmet haben.


* der aktuelle Hybrid-Router der Telekom, der Speedport Pro+, bietet leider keinen Antennenanschluss mehr.

6. DLAN als Hilfsmittel zur Standortwahl

Eine Alternative zum Wireless-LAN (WLAN), ist das sogenannte dLAN. Die Technik kann unter Umständen helfen, den Standortnachtteil bei der Positionierung des LTE- bzw. Hybrid-Routers wieder auszugleichen. Mit einem dLAN-Adapterset, lassen sich nämlich Daten im hauseigenen Stromnetz übertragen. Die Handhabe ist dabei äußerst simpel: Im Umfeld des Routers, wird per LAN-Kabel das Datensignal in einen dLAN-Adapter eingespeist. Letzterer wird dafür einfach in die Stromdose gesteckt. Über den passenden Gegenadapter kann nun an einer beliebigen Stelle im Haus das Signal wieder per LAN-Kabel abgegriffen werden. Die Datenübertragung erfolgt natürlich verschlüsselt, wie auch bei WLAN-Netzen.

dLAN Starterkit von Devolo

Entsprechende Kits gibt es im Fachhandel ab ca. 50 Euro. Teurere Modelle verfügen meist über eine höhere Übertragungsrate (bis 1600 MBit) und gleich über mehrere Adapter. Über dLAN-Sets lässt sich der Router also auch an etwas abgelegenen Ecken im Haus platzieren. Nur fürs Telefon muss dann unter Umständen ein längeres TAE-Kabel gezogen werden. Dieses Szenario ist aber weit günstiger und weniger aufwendig, als möglicher Weise mehrere WLAN-Repeater zu installieren. Oder gar lange, teure LTE-Antennenkabel einzusetzen, die wiederum viel vom Antennengewinn kosten.

Weiterführendes

» Ratgeber Empfangsoptimierung
» LTE Speedtest durchführen
» mehr über LTE für Zuhause erfahren
» Höhenprofil erstellen
» LTE Stick mit Fritzbox betreiben
» zum LTE-Forum


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