Natürlich ist LTE nicht für jeden ein potenziell geeigneter Ersatz zu einem klassischen, leitungsgebundenen Internetzugang. Abgesehen von der individuellen Verfügbarkeitssituation, haben stationäre Breitbandanschlüsse in der Wohnung auch Vorteile. So entfällt im Gegensatz zu LTE etwa die lästige Drosselung. Denn nur bis zum Verbrauch des Volumenkontingentes (z.B. 20GB) wird die maximale Geschwindigkeit auch bereitgestellt. Wer also mit mindestens 20 MBit/s ins Internet will und nicht um jeden Preis mobil surfen muss, kann auch guten Gewissens auf VDSL oder Kabel setzen. Nebenbei bemerkt, bieten die meisten Provider zu den VDSL-Flatrates auch kostengünstige Optionen zum mobilen Surfen via HSDPA …

Die Kabelinternet-Anbieter haben in den letzten beiden Jahren ihre Netze mit viel Voraussicht und Kapital ausgebaut. Die meisten Anbieter haben heute schon Anschlüsse mit 100-120 MBit/s im Angebot. Wenn auch teils noch lokal begrenzt. Geschwindigkeiten zwischen 20 und 50 MBit/s sind aber durchaus vielerorts verfügbar. Am besten Sie testen hier gleich beim Anbieter Ihrer Region:
Unitymedia für Hessen und NRW → zum Verfügbarkeitstest
Kabel BW für Baden-Württemberg → zum Verfügbarkeitstest
Kabel Deutschland für die restlichen Bundesländer → zum Verfügbarkeitstest
Auch bei Kabel kann ein Tarifvergleich natürlich nützlich sein. Wägen Sie die Angebote von Kabel und VDSL doch einfach gegenseitig ab!
Übrigens: Wie auch bei VDSL verfügen die Kabelnetze aber noch über genug Potenzial nach oben, was die Bandbreite angeht. Zudem arbeitet die Deutsche Telekom schon am Netz der nächsten Generation, dass praktisch nur mit Glasfaserkabel konstruiert sein soll. VDSL ist ja eine Mischform zwischen Kupfer- und Fiberoptischen Netzen. Wenn nur Glasfaser bis zu Endkunden verlegt werden, können nochmals enorme Sprünge bei der Datenübertragungsrate realisiert werden. Im ersten Stadium sollen 200 MBit über Fiber-Flatrates möglich sein. Später sogar 1000 MBit oder mehr. Der Start wurde seitens der Telekom für Sommer 2012 in 10 Städten anvisiert.