
Ende der Sommerferien heißt es Landauf Landab stets „Back to School“ oder "Welcome to School". Für die meisten Eltern spielt dabei die Erreichbarkeit der Kinder eine neue Rolle. Doch ab wann ist ein Smartphone/Handy heute ratsam? Was muss das Gerät leisten und welcher Tarif ist für Kinder und Jugendliche bzw. Schüler ideal?
LTE-Anbieter.info will Ihnen als Eltern in diesem Ratgeber die Entscheidung vereinfachen und zeigt, welche kindgerechte Lösungen es aktuell gibt. Für jedes Alter und Geldbeutel. Zudem stellen wir eine gänzlich kostenlose Möglichkeit vor!
Zunächst steht die Frage im Raum, in welchem Alter was empfohlen wird bzw. was eine altersgerechte Nutzung heute ausmacht. Dazu gibt es glücklicher Weise einige Studien mit interessanten Erkenntnissen und Ratschlägen, welche wir folgend kurz anreisen wollen …
Ab welchem Alter Kinder bereits ein eigenes Smartphone besitzen sollten, daran scheiden sich nach wie vor die Geister. Bei den 6- bis 7-Jährigen nutzen einer Studie der Bitkom aus 2024 [1] zufolge, bereits 59 Prozent ein Smartphone (selbstständig oder mit den Eltern). Im Jahr 2014 lag die Quote nur bei 20 Prozent. Die Onlinezeit betrug in der Altersklasse bereits im Schnitt 37 Minuten täglich. Nicht zuletzt spielt aber eher die Erreichbarkeit für Eltern eine entscheidende Rolle.

Ab spätestens dem 10. Lebensjahr sind dagegen heute alle Kinder am Smartphone online. Hier lag der Anteil schon im Jahr 2024 bei 94 Prozent. Ganz oben auf der Beliebtheitsliste stehen dabei Videos über Youtube, Instagram, Tiktop und Snapchat. Whatsapp war jahrelang sehr relevant, ist aber eher Snapchat gewichen. Facebook und X spielen eher keine Rolle bei Kindern.
Weiterhin stellt sich die Frage, was sollte ein Schüler-Tarif bieten? Grundsätzlich müssen Eltern darauf achten, dass diese auf die Nutzungsbedürfnisse der jeweiligen Altersklassen zugeschnitten sind. Wie schon angedeutet, kann bei Kindern bis ca. 10 Jahren alleine der Aspekt der Erreichbarkeit im Vordergrund stehen. Also die Möglichkeit, sich mit Freunden und Eltern gleichermaßen per Messenger/SMS auszutauschen.

Über 10 Jahren spielt dagegen auch die Internetnutzung allgemein eine zunehmende Rolle. Sogar für Hausaufgaben! Aber besonders Youtube und Social-Media stehen hier ganz oben auf der Wunschliste, was auch veränderte Ansprüche an den Tarif mit sich bringt!
Von einem allgemeinen Handyverbot sollte man übrigens dringend Abstand halten! Auch wenn man die Entwicklung, dass die meisten Kinder ein Smartphone nutzen, vielleicht nicht gutheißt. Ansonsten drohen Ausgrenzungen im sozialen Umfeld der Kinder, was weit schlimmer sein kann als die Gefahr einer falschen oder zu häufigen Mediennutzung. Ohnehin empfehlen Pädagogen in den ersten Jahren nur eine begleitete Internetnutzung mit den Eltern. Darüber hinaus eine intensive Aufklärung über mögliche Gefahren und Risiken im Netz. Mit genug Medienkompetenz sind die Kinder dann auch für eine eigenständige Nutzung ab einem bestimmten Alter gerüstet und werden zu mündigen "digital natives" erzogen.
Bereits für Erwachsene stellt sich stets die Frage: Prepaid oder Vertrag (Postpaid)? Gerade für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre spricht unserer Ansicht nach fast alles für Prepaid. Denn hier gibt es mehrere Vorteile - für Kinder und Eltern gleichermaßen.
Prepaid bedeutet ja soviel wie „vorausbezahlt“. Daher können keine Kosten über dem Niveau der getätigten Aufladung entstehen, also eine Art „Kostenairbag“. Darüber hinaus können die beim jeweiligen Anbieter zur Verfügung stehenden Tarifoptionen monatlich gewechselt werden, je nach Bedarf. Auch existiert keine Mindestlaufzeit oder eine Grundgebühr. Denn alle Anbieter bieten optional ein Basispaket, wo nur pro SMS oder Telefonat verbrauchsabhängig bezahlt wird (meist 9 Cent). Nicht zuletzt kann so auch der verantwortungsvolle Umgang mit einem begrenzten Budget vermittelt werden.
Wichtig für Kinder ist in jedem Fall die Aktivierung der sogenannten Fremdanbietersperre und Sperre von Premium- und Sonderrufnummern. Damit können dann weder teure und oft dubiose Hotlines angerufen werden, noch andere kostenpflichtige Dienste oder Apps.
Generell würden wir Eltern mit unter 9-Jährigen Kindern empfehlen, auf Angebote mit Internetzugang zu verzichten. Einerseits raten Experten in diesem Alter ohnehin nur zu einer begleitenden Internetnutzung - oder zumindest nur in geschützten Surfräumen über spezielle Software. Andererseits ist ein mobiler Internetzugang in diesem Alter prinzipiell kaum notwendig. Ab 10-11 Jahren sollte aber der Zugang erlaubt werden. Wenn auch auf bestimmte Zeiten und im Umfang begrenzt sowie mit vorheriger Aufklärung.
Unsere Redaktion hat sich dutzende Prepaid-Angebote am Markt angeschaut. Prinzipiell kann man fast alle bedenkenlos empfehlen. Doch besonders gut eignet sich unserer Ansicht nach ein Anbieter: WhatsApp-SIM (www.whatsappsim.de). Bisher ist der Provider noch kaum bekannt, punktet aber gerade für Kids mit einigen unschlagbaren Vorteilen!

Damit können Eltern einerseits immer über den Messangerdienst kostenlos in Kontakt zum Nachwuchs stehen, andererseits wird den Kindern auch die Kommunikation untereinander ermöglicht. Wohlgemerkt alles gratis!
Bis zum 9. oder 10. Lebensjahr reicht textbasiertes Schreiben in der Regel völlig! Ein weiterer Pluspunkt dieser Lösung: Es ist im Basis-Paket keine sonstige Internetnutzung möglich (außer ggf. über WLAN), so dass eine Kontrollnotwendigkeit entfällt. Internet muss also nicht extra gesperrt oder mit diversen Apps die Nutzung eingeschränkt werden. Das erleichtert die Aufsicht.
Whatsapp SIM bietet auch noch drei weitere Tarife, welche dann für Teenager ideal sind. Die Altersgruppe 12-16 will natürlich über Whatsapp auch hin und wieder Fotos verschicken und nicht nur Text. Oder letztendlich auch „richtig“ mobil ins Internet. Hier können Eltern stufenweise, mit zunehmendem Alter, aufstocken.
Der Tarif „WhatsAll 3000“ bietet dann 3000 Einheiten á 4 Wochen, welche für SMS, Telefonminuten oder Internet (gemessen in Megabyte) genutzt werden können. WhatsApp-Nachrichten in Textform -ohne Bilder- sind weiter unlimitiert enthalten. Die Kosten betragen dabei günstige 5 € für 4 Wochen. „Whatsall 25000“ bietet dagegen schon 25000 Einheiten (z.B. 25 GB bzw. 25000 SMS/Telefonieminuten) für 10 Euro. Alternativ bietet der Anbieter auch noch einen Tarif mit 50.000 Einheiten. Gesurft wird je mit LTE und bis zu 50 MBit im O2-Netz über LTE oder 5G.


Sollte Ihr Sprössling jedoch oft und viel telefonieren, empfiehlt sich der Wechsel vom verbrauchsabhängigen Basispaket (minutenweise Abrechnung) auf eine Allnetflat. Diese decken für einen Pauschalbetrag alle Gespräche im Festnetz und Mobilfunk bundesweit ab. Zudem ist hier meist noch ein Internetkontingent gleich mit enthalten. Whatsapp SIM bietet leider noch keine solche Allnetflat, wobei 25.000 Einheiten bei „Whatsall 25000“ schon recht üppig bemessen sind. Immerhin wären so Gespräche von über zu 12 Stunden täglich möglich.
So könnten exemplarisch z.B. 4000 Einheiten genutzt werden:
mögliche Aufteilung der Freieinheiten | Screenshot whatsappsim.de
Soll es dennoch eine Sprachflat sein, empfehlen wir Aldi-Talk. Bereits der Einstiegstarif „Paket S“ bietet, neben unbegrenzten SMS/Minuten, noch 25 GB Datenvolumen (LTE/5G) für moderate 8.99€ á 4 Wochen. Eine Übersicht aller Prepaidangebote können Sie zudem hier einsehen.
Tipp 3 für Kinder geht an die Telekom: Im Einsteigertarif „MagentaMobil S Young“ mit satten 30 GB (30 €) gibt es das Beste Netz mit viel Datenvolumen für anspruchsvolle Zöglinge ...
Prinzipiell hat sicher jeder seine eigene Vorstellung und Schmerzgrenze, was so ein Kinder- und Jugendtarif kosten kann oder soll. Aber grob über den Daumen gepeilt kann man als Richtwert das Alter als Obergrenze in €/Monat ansetzen. Für einen 8-Jährigen reicht also in der Praxis bei weitem ein Tarif für 5-8 Euro monatlich. Bei 14- bis 15-Jährigen wären Tarife mit 10-15 Euro angebracht. Ab 18 Jahren darf es auch etwas mehr sein.
Nicht nur der Handytarif sollte bedarfs- und kindgerecht sein, sondern natürlich auch das Endgerät. Abermals empfiehlt sich hier eine Altersgruppenbetrachtung! Unter 10 Jahren steht die Funktion im Vordergrund, so dass man durchaus auch zu günstigen Auslaufmodellen greifen kann, welche im Bereich von 80-200 Euro liegen. Auch ein gut erhaltenes Gebrauchtes wird seinen Zweck erfüllen.

Das Smartphone ist für Kids auch Fotoapparat und Musikplayer ...
Ideal für Teens sind unserer Ansicht nach Mittelklasse-Geräte. Die günstige A-Serie von Samsung bietet glücklicher Weise ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis mit schnellen Prozessoren, guten Kameras und hervorragenden Interneteigenschaften. Beispielsweise das Samsung A36 mit 5G. Kostenpunkt: Rund 250 Euro.
Auch ab 18 muss man glücklicher Weise noch nicht immer die vollen Preise bezahlen. Viele Anbieter haben spezielle Jugend-Tarife im Angebot. Diese bieten einige Vergünstigungen oder andere Vorteile. Ideal also bei Ausbildung oder Studium.
Quellen:
[1] Bitkom Studie Kinder und Jugendliche
Ergänzend JIM Studie 2026