Schnelles Internet wie zuhause für Camper

LTE oder 5G fürs Wohnmobil/Wohnwagen & Camping


schnelles Internet auch beim Campingurlaub via LTE

Reisen mit dem Wohnmobil, bzw. Campen an sich, erfährt sein einigen Jahren ein echtes Comeback. Besonders im Coronajahr 2020 boomt mangels Alternativen der Urlaub im Caravan wie nie zuvor. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie man auch im mobilen Heim auf vier Rädern bzw. beim Campen allgemein nicht auf schnelles Internet/WLAN wie zuhause verzichten muss – egal, wo man gerade steht.

1. Internet und WLAN wie zuhause per LTE/5G

Auch auf Reisen muss man heute nicht mehr den gewohnten Internet-Komfort von daheim missen. Dank des mittlerweile in Deutschland exzellent ausgebauten LTE-Netzes, können fast überall Datenübertragungsraten von über 50 MBit/s gewährleistet werden. Technisch sind momentan per 4G bis zu 500 MBit möglich, was dem Zehnfachen eines herkömmlichen VDSL-Anschlusses entspricht. Mit dem gerade entstehenden 5G-Netz werden sogar Gigabit-Geschwindigkeiten greifbar – auch außerhalb der Städte.

Von einzelnen Anbietern werden spezielle „nomadische“ LTE-Tarife angeboten, welche den DSL-Anschluss ersetzen und sozusagen transportabel machen. Ursprünglich waren diese eigentlich zum stationären Einsatz in Regionen gedacht, welche kein oder nur sehr langsames DSL boten. Mittlerweile werden diese Angebote aber für dutzend andere Szenarien genutzt. Zum Beispiel als Internetzugang für kleine Läden, im Homeoffice, an Tankstellen, Ferienwohnungen/Häuser oder eben beim Campen.

2. Vorteile von LTE-Internetanschlüssen für Camperfreunde

Egal ob im Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt, hier spielen die Ersatz-Tarife über LTE voll ihre Stärken aus. Denn man kann den Internetzugang bundesweit flexibel mitnehmen und so dutzende Endgeräte mit superschnellem WLAN (bis 500 MBit) versorgen. Dann steht selbst bei Regenwetter einem Netflixabend nichts mehr im Weg ...

Benötigt wird offiziell nur ein Stromanschluss für den Router – wie wir weiter unten bei den Tipps zeigen werden, lässt sich aber sogar das noch „autarker“ lösen.


  • unterwegs preiswert Internet – auch für Fernsehabende
  • wahlweise auch mit monatlicher Abrechnung (nur bei Nutzung) erhältlich
  • bis zu 500 MBit/s möglich per LTE
  • über 5G noch höherer Datenraten machbar
  • WLAN wie daheim


2.1 Alternative zum (teuren, schlechten) Campingplatz WIFI

Zwar bieten die meisten Camping- und Zeltplätze heute ebenfalls WLAN für Gäste. Doch aus Erfahrung haben die Betreiber nicht selten damit zu kämpfen, für jeden Stellplatz ein ausreichend starkes Signal zur Verfügung zu stellen. Zudem lässt oft die Geschwindigkeit zu wünschen übrig, da sich dutzende Nutzer die Kapatität teilen müssen.

Internet wie zuhause auf dem Campingplatz

Surfen auch beim Wohnmobilurlaub wie daheim | Bild: Vodafone


Doch nicht nur das kann einem das Camperleben schwer machen. Denn leider wirken bekanntlich Wohnwagen/Caravans wie eine kleine Abschirmkapsel für Mobilfunk aller Art, was den Empfang nochmals erschwert. Zu guter Letzt lassen sich die Campingplatzbetreiber den WLAN-Service meist gut bezahlen. Tarife von 3 - 5 € am Tag sind auf modernen Anlagen keine Seltenheit mehr, sodass man auf die Dauer mit eigenen Lösungen erheblich Geld sparen kann – besonders als Dauercamper.

Schon ab 10 - 14 Tagen pro Jahr, lässt sich mit dem eigenen, mobilen Internetzugang per LTE Geld sparen!

3. So funktioniert das ...

Alles was Sie benötigen, sind drei Sachen. Erstens einen passenden Tarif (siehe folgend), zweitens eine Stromquelle und schließlich noch einen LTE-Router, der für den Empfang zuständig ist und letztendlich Ihre Geräte in der Umgebung über WLAN mit Internet versorgt. Letzteren erhält man mit der Bestellung beim Anbieter der Wahl kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr dazu. Die Router werden üblicher Weise über einen regulären 220V-Anschluss mit Strom versorgt. Unter Punkt 8 (Energieversorgung) zeigen wir aber, wie es bei Bedarf auch anders geht.

4. Tarife und Anbieter für Camping-Internet per LTE

Kommen wir zu den Anbietern. Für Heim-Internetzugänge per Funk (4G/5G) gibt es aktuell vier Anbieter, nämlich congstar, O2, die Deutsche Telekom sowie Vodafone.

Für Camper kommen aber nur die Angebote von Vodafone (Gigacube) sowie der Telekom (Speedbox) in Frage. Denn congstar (Info) und O2 (Info) erlauben die Nutzung nur immer an einer festgelegten Adresse (Homezone). Zwar kann diese geändert werden, doch muss dies dann bei jedem Standortwechsel erfolgen. Zudem wird eine Gebühr verlangt, wie z.B. im Fall von congstar pro Änderung 25 Euro. Daher sind diese für den Outdoor-Einsatz in den Ferien völlig ungeeignet, weswegen wir folgend nur die Gigacube- und Speedbox-Tarife vorstellen.

Nur Vodafones Gigacube und die Speedbox der Telekom können bundesweit ohne Einschränkung genutzt werden. ..

quasistationäre Tarife per LTE/5G Vodafone Dt. Telekom
Angebotsbezeichnung Gigacube Speedbox
LTE Datenrate Download bis 500 MBit/s 300 MBit/s
5G möglich ja ja (+ 5 €)
Datenvolumen (begrenzt) 50-250 GB 100-200 GB
Unbegrenztes Volumen verfügbar? ja, Gigacube Pro ja, Speedbox XL
Bundesweit einsetzbar? ja ja
Nutzung im Ausland möglich? nein nein
Verfügbarkeit / Netzausbau sehr gut sehr gut
Preis pro Monat ab 34.99 € ab 39.95 €
Auch ohne Laufzeit verfügbar? ja ja
Unsere Wertung SternSternSternSternStern SternSternSternSternkein Stern
direkt zum Anbieter » zu Vodafone Gigacube » zu Telekom Speedbox

schnelles Internet fürs Tablet per Gigacube beim Campingurlaub

Gigacube-Router versorgt Tablet mit Wifi beim Campen


5. Datenvolumen: auf ausreichen Kapazität achten

Besonders wichtig bei der Wahl des Tarifes ist die Frage nach dem benötigten Datenvolumen. Wer beim Campen oder Zelten nur sehr, sehr selten über den Internetzugang fernsehen möchte, sondern diesen primär zum Surfen oder für Social Media nutzt, kommt mit 50-100 GB monatlich gut zurecht.

Erst falls auch Filme oder Serien z.B. per Netflix/Disney+ gestreamt werden sollen, braucht es erheblich mehr! Gleiches gilt in dem Fall, dass der TV-Anschluss, statt über SAT/DVB-T, übers Internet kommen soll. Anbieter wie Waipu.TV oder Zattoo bieten entsprechende Lösungen.

Wie viel Datenvolumen benötigt wird, hängt zum einen von der gewünschten Qualität ab (HD, UltraHD) und dem genutzten Streaming-Anbieter. Als Richtwert kann man bei HD-Auflösung von 2 bis 3,5 Gigabyte pro Stunde ausgehen. Beim noch schärferen Ultra-HD (4K) sind es sogar gut 7 GB. 100 GB würden demnach für maximal 50 Stunden in HD bzw. 14 Stunden (4K) reichen. Also täglich 1 bis 0,5 Stunden bei einer Campingurlaubsdauer von 30 Tagen. Beträgt der Aufenthalt dagegen exemplarisch nur 14 Tagen, was die Regel sein dürfte, verdoppelt sich dieses tägliche Zeitfenster entsprechend. Für andere Internetaktivitäten ist dann aber das Kontingent schon erschöpft, so dass für TV-Streamer eher 200-250 GB ratsam sind.

Werbemobil von Vodafone für Caming LTE

Gigacube Wohnmobil | Bild: Vodafone


Für Großfamilien im Campingurlaub mit Streaming-Ambitionen empfehlen sich dagegen sogar völlig unlimitierte Angebote. Vodafone und die Telekom haben auch hier passende Tarife, welche je um die 75 € monatlich kosten.


Tipp der Redaktion: Flex-Varianten für Wohnmobilisten und Camper ideal ...
Unsere Spar-Empfehlung (wir nutzen diesen selbst im Wohnmobil), geht an die Gigacube-Flex Variante von Vodafone. Dieser erscheint uns ideal, da hier immer nur der Monat abgerechnet wird, in dem man das Angebot auch aktiv nutzt. Schließlich verbringt man nur einige Wochen im Jahr im Wohnmobil/Zelt. Hier stehen im Flex-Tarif für rund 35 € 50 GB monatlich zur Verfügung.

Für Vielnutzer (Streaming etc.) geht der Top-Tipp dagegen an den Speedbox-Flex-Tarif der Telekom. Hier gibt es 100 GB für 44.95 € und es erfolgt ebenfalls eine bedarfsweise Abrechnung.

Die Vertragsvarianten, mit laufender Grundgebühr jeden Monat lohnen sich dagegen entweder für Dauercamper (mind. 6 Monate im Jahr) oder wenn der LTE-Router ohnehin auch zuhause fürs Internet sorgen soll. Dann ist unser Tipp der Gigacube Max Tarif mit 250 GB.

6. optimaler Standort für den Router

Alte Wohnmobilveteranen werden das Problem bereits kennen – der Innenraum ist praktisch ein fahrbares Funkloch. Handyempfang oder WLAN von außen kommen kaum durch, erst mit geöffneter Tür oder Fenster bessert sich die Situation etwas. Daher gilt es für die Standortwahl immer Fensterplatz! Noch besser ist aus zweierlei Gründen aber, den Empfang komplett nach außen zu verlagern. Dass reduziert die Strahlenbelastung auf nahe Null und verbessert die Signalqualität erheblich. Und damit auch die Stabilität sowie Geschwindigkeit der Internetverbindung!

Wir empfehlen eine derartige, fest installierbare Multiband-Stabantenne. Diese Modelle können außen fest installiert werden und sind wetterfest. Der Leistungsgewinn fällt, im Gegensatz zu Richtantennen, zwar geringer aus. Doch diese müssten dann auch nach jedem Standortwechsel per Hand aufwendig neu ausgerichtet werden, was sich nur bei sehr langen Standzeiten lohnt. Die oben verlinkte Antenne von „Blankenburg“ unterstützt die drei wichtigsten LTE-Frequenzen in Deutschland - zudem GSM (2G) und WLAN bei 2.4 GHz. Für MIMO (Multiantennentechnik) müssen übrigens immer 2 Stück installiert werden, was die möglich Datenrate verdoppelt. Aber Achtung: Die Antenne verfügt über SMA-Stecker. Einige Gigacube-Router haben allerdings TS-9, ebenso die Speedbox von der Telekom. Daher werden Adapter benötigt …

7. Nutzung im Ausland

Stellt sich nur die Frage, ob der Internetanschluss per LTE auch im Ausland funktioniert. Schließlich beschränkt sich nicht jeder beim Campingurlaub auf Deutschland. Die Antwort lautet hier leider nein. Sämtliche der genannten LTE-Angebote funktionieren leider nur bei uns. Roaming sehen diese Tarife nicht vor! Wer dennoch nicht auf schnelles Internet verzichten möchte, kann aber den Router natürlich auch mit einem Tarif des jeweiligen Landes nutzen. Bei Wohnmobil-Reisen in Norwegen z.B., empfiehlt sich daher der Erwerb eines der günstigen Prepaid-Angebote für Touristen. Diese bieten für wenig Geld teils sehr viele Gigabyte Volumen oder sogar unbegrenzte Kontingente.

8. Energieversorgung

Hier kommt es darauf an, welches Angebot/Router man nutzt. Die Speedbox von der Dt. Telekom verfügt über einen eigenen Akku und kann daher über Stunden autark von einer externen Stromquelle betrieben werden. Ideal also z.B. für Zelt-Camper. Die Gigacube-Router hingegen benötigen jeweils eine Steckdose, so dass sich diese eher im Wohnwagen/Wohnmobil empfehlen oder auf Zeltplätzen mit ausreichend Stromversorgung.

Speedbox von der Dt. Telekom

8.1 Alternative: Thetering

Wer sich für die Gigacube-Angebote von Vodafone entscheidet, kann aber noch zu einem Trick greifen. Offiziell ist der Betrieb nur in den dazu angebotenen Gigacube-Routern und mit Stromanschluss möglich. Tatsächlich kann aber fast jedes andere Endgerät, welches LTE unterstützt, genommen werden. Also Smartphone, Tablet und andere Router. Man muss nur auf eines achten. Wie genau das funktioniert, zeigen wie Ihnen hier.

Hat man die Gigacube-SIM erfolgreich ins Smartphone oder ein Tablet eingelegt, lassen sich über die Thetering-Funktion alle anderen Endgeräte, die ins Internet sollen, per WLAN ins Internet einbinden. Das Handy fungiert dann praktisch als LTE-Router.

Nur bei der Telekom und der Speedbox klappt das leider nicht, da diese explizit der IMEI fancing den Einsatz im besagten Router vorgibt.

9. Telefonie

Bei jedem der nomadischen LTE-Tarife handelt es sich um reine Datenpakete ohne Telefonie. Man kann aber natürlich über VOIP telefonieren und mit einem Trick sogar ein handelsübliches Analogtelefon anschließen. Dann haben Sie im Wohnwagen ihren eigenen Festnetzanschluss :-) Das klappt allerdings nur bei den Gigacube-Tarifen – wie, zeigen wir hier.

10. Sicherheit

Das man sein WLAN ordnungsgemäß (mindestens WPA2, starkes Passwort) verschlüsseln soll, hat sich sicher längst rumgesprochen. Es gibt aber gerade für Wohnmobilbesitzer noch einen weiteren Sicherheitsaspekt, bei dem die mobilen Internetzugänge helfen. Gemeint ist der Einbruchschutz. Gerade die oft hochwertige Ausrüstung und das Gepäck von Wohnmobilisten lockt Einbrecher geradezu an. Vodafone bietet hier beispielsweise ein vernetztes Alarmsystem namens „Cobra AK46GPS-C“. Bereits beim Einbruchversuch an den Türen (oder Stauklappen) wird Alarm ausgelöst. Der Kunde bekommt dann eine Push-Nachricht aus sein Smartphone. Zusätzlich hindert eine Wegfahrsperre den Dieb am Wegfahren. Im Innenraum sorgen Ultraschallsensoren für eine Bewegungsüberwachung und lösen ebenfalls Alarm aus. Sollte das Wohnmobil dennoch gestohlen werden, kann es über Ortungsdienste von der Polizei sichergestellt werden. Mit knapp 800 € ist das System zudem relativ preiswert.

Weiterführendes

» beliebte Urlaubs-Apps
» günstig außerhalb der EU nach Deutschland telefonieren



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