LTE: Frequenzen und Anbieter weltweit

Globale Anbieter-Karte von 4G-Betreibern und Nutzfrequenzen


Seit dem Jahre 2009 gibt es auf der ganzen Welt immer mehr Ländern, in denen der neuste Mobilfunkstandard „LTE“ (Long Term Evolution) ausgebaut wird. Das erste 4G-Netz überhaupt, wurde damals in Schweden gestartet. Leider sind die Nutzungsfrequenzen weltweit recht unterschiedlich, was zu einigen Problemen führen kann. Denn: In nahezu allen Ländern sind die Frequenzbänder knapp und z.B. durch ältere Netzstandards, wie UMTS belegt. Daher kann es unter Umständen sein, dass Land A ein Band um 700 MHz für LTE nutzt, sonst aber kaum ein anderes. Das genannte Beispiel ist kein geringerer als die USA, obgleich dort natürlich auch noch andere Frequenzbänder für LTE reserviert sind bzw. zum Einsatz kommen.

Die folgende Karte gibt zunächst einen Überblick, in welchen Ländern Telekommunikationsunternehmen den LTE-Ausbau schon vorangetrieben haben. Beim Überfahren mit der Mouse erfahren Sie zudem, wie viele Anbieter dort eigene Netze betreiben. Zum Beispiel 3 in Deutschland (Eplus wurde ja von O2 übernommen.).



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In der nachfolgenden Ländertabelle zeigen wir, welche Anbieter LTE anbieten und welche Frequenzbänder in diesen Ländern zum Einsatz kommen. Dabei konzentrieren wir uns der Übersichtlichkeit zunächst auf 57 Länder, wobei Mitte 2013 der Ausbau schon in 75 Ländern erfolgte. In der Liste ausgenommen wurden z.B. einige afrikanische Staaten, wie Tansania und Uganda oder Inselstaaten, wie Guam.



Kontinentale Gemeinsamkeiten

Als Fazit der Tabelle, könnte man grob nach Kontinenten derart klassifizieren. Gängig sind demnach folgende Bänder in:


  • Europa: 800 MHz (ländlicher Raum), 1.8 und 2.6 GHz | 900 MHz auch, aber eher seltener
  • Nordamerika: vorrangig 700, 1700, 1900 und 2100 MHz
  • Asien: 850 MHz, 1.8 GHZ, 2.1, 2.3 GHz und 2.5 GHz
  • Afrika: hier fehlen uns leider noch die Daten…


Wozu ist es wichtig die Bänder zu kennen?

Nicht jedes Endgerät unterstützt auch alle Frequenzen. Sticks und Smartphones, welche in Deutschland verkauft werden, funken meist auf 1.8 GHz (1800 MHz) oder 2.6 GHz. Das dies nicht rein subjektiv so scheint, bestätigte eine Studie der GSA vom Juli 2013. Demnach nutzen 43 Prozent der Netzbetreiber weltweit LTE auf Basis von 1800 MHz, gefolgt von 2,6 GHz mit einem Anzeil von 34 Prozent.
Die Folge: In Kanada z.B., könnte man unter Umständen Geräte aus Deutschland auf einer Reise garnicht verwenden. Selbst mit passender SIM-Karte. Und anders herum - Geräte aus den USA laufen meist nicht in Europa, da dort 700, 1700 und 1900 üblich sind. Beispiele für solche Probleme gab es 2012 gleich mehrfach. So konnte das iPad3 hierzulande nicht mit LTE genutzt werden. Und das iPhone 5 läuft bis dato nur im 4G-Netz der Telekom. Denn nur diese betreibt bis dato City-LTE-Netze auf 1800 MHz. Im Oktober erschien zudem eine interessante Analyse von "Informa Telecoms & Media", über die welteite Entwicklung der Frequenzverteilung bis 2018.


Weltweite Verfügbarkeit und Nutzerzahlen

Das amerikanische Marktforschungs-Unternehmen „iSuppli“, legte im Januar 2013 eine neue Studie vor. Diese prognostiziert die Entwicklung der 4G-Nutzerzahlen bis zum Jahre 2016. Wie sie der Balkengrafik entnehmen können, steht die Mobilfunktechnik demnach noch ganz am Anfang eines langen Entwicklungszykluses. Allein von 2013 bis 2015 rechnen die Analysten mit einem Wachstum von über 300%. Von 2010 (0,621 Mio) bis 2016 könnte sich, den Prognosen nach, die User-Zahl um den Faktor von 18.000 erhöhen und 2015 oder 2016 erstmals die Milliardengrenze überschreiten. Als Treiber gelten der Smartphone-Boom und der damit einhergehende Hunger nach mehr Datenrate. Nicht zuletzt verbessert sich in allen Ländern seit 2010 sukzessive die Verfügbarkeit in den Ländern. Wie es um diese in Deutschland steht, erfahren Sie hier.



Quelle: IHS iSuppli Studie Januar 2013


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