LTE in der Schweiz – Ausbau, Tarife und Verfügbarkeit

Alle Details zum Schweizer 4G-Internet


Schweiz Grindelwald

Der Urlaubsort Grindelwald erhielt als einer der ersten Regionen LTE

Die Schweiz verfügt mittlerweile über ein sehr gut ausgebautes LTE-Netz. Wie auch im Fall Österreich, gibt es allerdings einige Unterschiede im Vergleich mit Deutschland. In diesem Beitrag haben wir für Sie u.a. den aktuellen Stand des Schweizer Netzausbaus zusammengefasst und geben einen Überblick zu den einzelnen 4G-Mobilfunkanbietern samt den passenden Tarifen und Kosten.


LTE Ausbau – Stand und Perspektiven 2022

Leider gibt es bis dato praktisch keine kumulativen Zahlen zum Netzausbau aller Anbieter. Also derart: „XY Prozent der Schweizer Haushalte können LTE nutzen“. Wohl aber gibt es Fakten zu den jeweiligen Ausbauerfolgen der einzelnen Netzprovider. Daher portraitieren wir folgend den jeweiligen Status quo nach Anbieter.

Swisscom:

Swisscom connect Test
Der Konzern betreibt zurzeit das fortschrittlichste bzw. am besten ausgebaute 4G-Netz des Landes. Bereits Ende 2012, also nur wenige Tage nach dem kommerziellen Netzstart, waren 26 Städte und Gemeinden erschlossen. Innerhalb von nur ½ Jahr steigerte die Swisscom die Zahl um 140 weitere Ortschaften. 2014 schließlich bezifferte die Swisscom den Ausbaustatus auf satte 91 Prozent! Mittlerweile (2022) verweist die Swisscom-Homepage prozentual auf eine LTE-Verfügbarkeit von sagenhaften 99 Prozent der städtischen und ländlichen Bevölkerung. Das liegt ein Tick über dem aktuellen Niveau in Deutschland von rund 98 Prozent! Seit 2019 wird zudem auch der Nachfolger 5G massiv vorangetrieben. 2021 verwies die Swisscom bereits auf eine Abdeckung von über 96 Prozent. Aber wo genau sind 4G und 5G von der Swisscom schon verfügbar? Dies können Sie hier auf der Netzkarte genau verfolgen.


Salt (ehemals Orange):

Als zweiter LTE-Mobilfunkprovider in der Schweiz, gab im Mai 2013 „Salt“ den Beginn des Netzbetriebs bekannt. Damals mit einer Abdeckung von rund 35 % und ca. 110 Gemeinden. 2015 betrug die Quote bereits 92 Prozent. Immerhin plante Salt damals, nach eigenen Angaben, nicht mehr oder weniger, als die Marktführerschaft im LTE-Segment. Seit 2022 beträgt die 4G-Verfügbarkeit nun immerhin schon 98 Prozent. 4G+ gibt Salt mit 55 Prozent an. Wer sich die LTE-Netzabdeckung auf einer Karte ansehen möchte, wird hier fündig. Diese zeigt auch die aktuelle 5G-Abdeckung, zu der wir keine Zahlen fanden.

Sunrise:

Der Provider „sunrise“ startete als letzter Schweizer Mobilfunkkonzern sein Highspeed-4G-Netz. Am 19.06.2013 gab das Unternehmen offiziell die Inbetriebnahme in einer Pressemitteilung bekannt. Sunrise-Kunden können seither mit einem LTE-fähigen Smartphone, Tablet oder Surfstick mobil surfen. Mittlerweile sogar mit bis zu 300 MBit/s. Auf der Webseite gibt der Anbieter eine Verfügbarkeit von 98 Prozent an. Sunrise sicherte sich im connect Netztest 01/2021 zudem das Prädikat "Überragend". Hier gehts zur Verfügbarkeitskarte von Sunrise. Das 5G-Netz ist, laut Anbieter, das schnellste im ganzen Land und erreicht bereits 90 Prozent der Bevölkerung.


LTE-Advanced: Schweiz als früher Vorreiter

Im Juli 2014 nahm die Swisscom erstmals die nächste 4G-Generation namens LTE-Advanced in Betrieb. Wenig später folgten Konkurrenten wie SALT. LTE-Advanced bietet zunächst eine Datenrate von 300 MBit pro Sekunde, statt der zuvor maximal möglichen 150 MBit. Zudem verbessert sich die Netzkapazität vor Ort, so dass tendenziell mehr Kunden gleichzeitig auch von den höheren Datenraten profitieren. Zunächst war LTE-Advanced nur an ausgesuchten Punkten verfügbar – vornehmlich dort, wo stetig hohe Netzauslastungen gängig sind. Den Anfang machten Spots in Bern und Lausanne, später sollen Bern, Biel und weitere Städte folgen. Die Swisscom nahm übrigens sogar eine Vorreiterposition ein und startete in die nächste Generation damals noch vor Deutschland. Mittlerweile (2021) ist die Technik jedoch exzellent ausgebaut, der Fokus liegt nun eher beim 5G-Ausbau.


Der lange Weg zum 1. kommerziellen LTE-Netz

Die Anfänge der 4. Mobilfunkgeneration gehen in der Schweiz zurück auf das Jahr 2010. Im Herbst startete die Swisscom in „Grenchen“ erstmals ein Pilotnetz zu Testzwecken. Rund 1 Jahr später folgten weitere Testnetze, etwa in Davos und diversen Ski-Paradiesen, wie Grindelwald oder Saas-Fee. Der Allgemeinheit blieb der Zugang jedoch noch lange Zeit verwehrt. Denn während in Deutschland die Versteigerung der Nutzfrequenzen bereits Mitte 2010 erfolgte, ließen sich die Schweizer noch 1,5 Jahre Zeit. Im Februar 2012 schließlich teilten sich die führenden Mobilfunkkonzerne des Landes (Orange, Swisscom und Sunrise) den Kuchen auf und investierten zusammen fast 1 Mrd. Schweizer Franken in die Zukunft des heimischen Mobilfunks. Ersteigert wurden vornehmlich Frequenzen im Bereich von 800 MHz, 1800 MHz und 2600 MHz – also wie in Deutschland. Bis zum kommerziellen Netzstart sollte allerdings nochmals etwas Zeit vergehen. Erst November 2012 fiel der endgültige Startschuss für den kommerziellen Vertrieb der ersten LTE-Tarife.



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