Testbericht Vodafone R210 LTE Router

Der mobile Hotspot-Router für LTE-Nutzer


Seit Anfang August 2012 bietet Vodafone mit dem R210 einen mobilen WLAN-Hotspot mit eingebautem Akku an, der neben GSM und UMTS auch LTE beherrscht. Max vom LTE-Anbieter.info Team hat das Gerät genauer unter die Lupe genommen und im Vodafone Mobilfunknetz getestet. Ob sich der Kauf des knapp 200 Euro teuren Hotspots lohnt, lesen Sie hier im Test.


Erster Eindruck

In der Verpackung findet man neben dem Vodafone R210 noch ein USB-Kabel und ein Netzteil zum Aufladen des Akkus an der Steckdose. Auf Wunsch kann das Gerät aber natürlich auch direkt am USB-Anschluss des Computers aufgeladen werden.

Mini-HOT-SPOT Router für LTE - Bild: lte-anbieter.info


Das Gerät an sich ist in etwa so groß wie ein Handy und wiegt, auf Grund des mit 3000 mAh sehr üppig dimensionierten Akkus, etwas mehr als andere mobile Hotspots. Leider ist der Akku fest im Gerät verbaut - ein Wechsel vom Benutzer ist also ausgeschlossen. Das Gehäuse wurde vollständig aus Plastik gefertigt. Dennoch liegt der R210 gut in der Hand. Seitlich vom Gerät finden sich die Power Taste und die Taste für die WPS-Verschlüsselung, welche das drahtlose Verbinden mit Computern deutlich vereinfacht. Außerdem wurde eine kleine Reset-Taste verbaut – sie liegt direkt neben dem MicroUSB-Anschluss zum Aufladen der Batterie. Ebenfalls auf den Seiten des R210 befinden sich die Einschübe für die Simkarte und eine Speicherkarte vom Typ MicroSD. Auf Wunsch kann auch eine externe Antenne angeschlossen werden. Der dafür übliche TS9-Anschluss ist hinter einer Abdeckung verborgen.

Seitliche Slots - Bild: lte-anbieter.info


Los geht´s . Inbetriebnahme des R210

Die Inbetriebnahme des Vodafone R210 ist eigentlich denkbar einfach, wäre da nicht der recht komplizierte SIM-Slot, an dem einige Nutzer wohl etwas länger sitzen werden: Es wird nicht sofort klar, in welcher Position die Simkarte in das Gerät gesteckt werden soll. Zwar zeigt ein kleines Symbol neben dem Steckplatz an, wie es geht, doch das Symbol ist extrem klein und dank Hochglanzlackierung kaum sichtbar. Eine Lupe kann vielleicht helfen!

Hat man die Simkarte dann eingelegt, muss man den Hotspot nur noch mit einem kurzen Druck auf den Power Knopf starten. Daraufhin wählt sich der R210 in das Beste verfügbare Mobilfunknetz ein – idealerweise natürlich ins LTE-Netz, sofern vor Ort verfügbar. Verbindungseinstellungen, wie etwa der APN, müssen nur eingegeben werden, wenn eine Simkarte eines anderen Providers genutzt wird – was generell problemlos möglich ist, denn der R210 hat keinen Simlock. Vodafone-Karten benötigen generell keine Konfiguration.


Diverse Informationen zur aktuellen Mobilfunkverbindung werden direkt auf dem Display des R210 von Vodafone angezeigt. Dazu gehört etwa die Onlinezeit, verbrauchtes Datenvolumen, aktueller Ladestand des Akkus, sowie die Netztechnologie welche vom Gerät aktuell genutzt wird. Auf Wunsch kann man sich auch eine entsprechende App für Apple iOS oder Android-Smartphones und Tablets aus dem jeweiligen App-Store herunterladen und die Daten direkt auf dem Smartphone einsehen. Möchte man größere Einstellungen vornehmen, muss dies aber weiterhin über das Webinterface direkt im Browser geschehen. Dazu gibt man in die Adressleiste „vodafonemobile.wifi“ ein und nach Eingabe des Passwortes „admin“ sind diverse Einstellungsmöglichkeiten gegeben. So kann zum Beispiel festgelegt werden, dass der mobile Hotspot nur das LTE-Netz benutzen und nicht auf das 3G oder 2G Netz zurückfallen soll. Insbesondere in Regionen mit schwachem LTE-Empfang kann die Fall-Back-Funktion aber sinnvoll sein.


Leistung und Datenraten

Kommen wir zu den Datenraten. Technisch gesehen ist der Vodafone R210 hier perfekt ausgestattet: Das integrierte Modem kann LTE mit bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 50 MBit/s im Upload händeln (CAT3), sofern das Netz und vor allem der genutzte Tarif diese Datenraten ebenfalls zulassen. Im UMTS-Netz sind immerhin noch 43,2 MBit/s dank dem Datenbeschleuniger DC-HSPA+ möglich. Zur Not kann natürlich auch ein alter 2G-Standard genutzt werden – hier sind dann mit EDGE etwa 250 Kilobit pro Sekunde möglich.

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In meinem Test habe ich eine Simkarte von Vodafone genutzt, die bis zu 50 MBit/s im Download unterstützt hat. Außerdem wurden Speedtests im Telekom Netz durchgeführt, wobei dwe Tarif auf 100 MBit/s beschränkt war. Im 4G-Modus (LTE) zeigte sich schnell, dass nicht etwa das Netz oder der Tarif der limitierende Faktor sind, sondern die WLAN Schnittstelle des Vodafone R210: viel mehr als 30 MBit/s sind nicht möglich. Ein Blick in die technischen Daten eröffnet auch schnell, wieso das so ist: Zwar unterstützt der Router WLAN nach dem aktuellen n-Standard, allerdings nur mit maximal 72 MBit/s brutto – was die niedrigen netto-Datenraten erklärt. Das ist schade, aber für die meisten Nutzer dürften auch die 30 MBit/s absolut ausreichend sein. Via UMTS (Telekom) habe ich im Speedtest übrigens knapp 28 MBit/s erreicht. Bei Vodafone limitierte das Netz die gemessene Leistung auf rund 14 MBit/s im Download. Eine Nutzung des Modems über USB ist nicht möglich, der USB-Anschluss dient lediglich der Stromversorgung.


Fazit zum R210 Hotspot-Router

Der Empfang des Vodafone R210 ist absolut in Ordnung, setzt aber keine neuen Maßstäbe – sowohl im LTE- als auch im UMTS-Netz muss sich der Hotspot dem Vodafone K5005 Surfstick geschlagen geben. Nichts desto trotz ist der Empfang besser als bei den meisten Smartphones. Der integrierte Akku ist mit 3000 mAh ausreichend groß dimensioniert und hielt im Test knapp sechseinhalb Stunden im Dauerbetrieb. Das ist deutlich länger, als die meisten anderen mobilen Hotspots durchhalten.


Alles in Allem ist der Vodafone R210 ein sehr empfehlenswertes Gerät. Endlich gibt es einen mobilen Hotspot, der mit LTE, UMTS und GSM alle drei Mobilfunkstandards in einem Gerät vereint und auch im Dauerbetrieb überzeugt. Lediglich die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 MBit/s wegen der schwachen WLAN Leistung trüben das Bild etwas. Trotzdem sind die 199,90 Euro gut angelegt, die der Vodafone R210 ohne Vertrag und ohne Simlock kostet. Mit neuem Vodafone Datenvertrag ist er natürlich deutlich günstiger, mit der MobileInternet Flat 50,0 kostet er zum Beispiel einmalig 19,90 Euro Zuzahlung. Hier finden Sie eine Übersicht aller LTE-Tarife von Vodafone.


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Bilder: lte-anbieter.info


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