Alles Wissenswerte über chinesische LTE-Tablets

Was taugen chinesische LTE-Tablets in Deutschland?


Wie schon die fernöstlichen 4G-Smartphones, werden auch die Tablets von Branchengrößen und kleineren Herstellern offeriert. Von den bekannten chinesischen Vertretern sind vor allem Huawei mit seiner MediaPad-Reihe und Lenovo mit den Yoga-Produkten in diesem Marktsegment aktiv. Doch auch die französische Marke Alcatel, welche vom chinesischen Unternehmen TCL genutzt wird, bringt diverse LTE-Tablets heraus. Viele Tablets der letztgenannten Konzerne werden direkt in Deutschland vertrieben, wodurch sie problemlos erworben werden können und zudem über alle notwendigen 4G-Frequenzen verfügen. ZTE hält sich hingegen noch etwas zurück und hat aktuell lediglich den 8,4 Zoll großen Beamer-Flachrechner Spro Plus im Angebot.

Kleinere chinesische Unternehmen veröffentlichen zuhauf neue Tablets, die jedoch nur selten den offiziellen Weg nach Deutschland finden. Unser Ratgeber zeigt, welche Marken für Konsumenten in Frage kommen und wo die Vorteile bzw. Nachteile gegenüber den Platzhirschen am Tabletmarkt liegen.


Hersteller-Übersicht chinesischer LTE-Tablets

Zunächst wollen wir die wichtigsten Firmen aus China auflisten, welche Tablets mit 4G-Konnektivität im Angebot haben. Wir passen diese Auflistung an, sobald weitere nennenswerte Player hinzukommen.

Direkt in Deutschland verfügbar:

  • Huawei
  • Lenovo
  • TCL (Alcatel)

Nur über Import erhältlich:

  • Cube
  • Teclast
  • Cige
  • Hisense
  • Bben

Verfügbare Modellklassen chinesischer LTE-Tablets

Wie auch die Produkte von anderen Unternehmen, werden die chinesichen LTE-Tablets in unterschiedlichen Geräteklassen angeboten. Zunächst die möglichen Konfigurationen nebst einer anschließenden ausführlichen Beschreibung.

a) Standard-Tablet
b) Convertible mit umklappbarem Display
c) Convertible mit ansteckbarer Tastatur
d) exotische Tablets

a) Standard-Tablet

Das traditionelle Tablet ist ein flacher Rechner, der ohne eine physische Tastatur oder ein Touchpad auskommt. Die chinesischen Mobilgeräte dieser Kategorie kommen meist mit Android-Betriebssystem daher. Die Displaygröße variiert dabei standardmäßig zwischen 7 Zoll und 11,6 Zoll. Es gibt auch Hybriden mit 6,8 bis 7 Zoll großem Bildschirm, die sowohl als Tablet wie auch als Smartphone genutzt werden können. Klassische LTE-Tablets eignen sich mangels Hörmuschel und aufgrund der Größe in der Regel jedoch nicht für die gängige Telefonie. Es sei denn, man operiert ohnehin nur über die Freisprechfunktion.




b) Convertible mit umklappbarem Display

Diese Tabletcomputer sind eher als Netbooks anzusehen, da die Tastatur meistens nicht entfernt werden kann. Sie verfügen über einen Bildschirm, der sich nach hinten umklappen lässt. In diesem Modus ist das Eingabegerät also an der Rückseite des Geräts sichtbar und die Bedienung erfolgt über den Touchscreen. Da die Convertibles dieser Klasse in der Regel mit fest verbauter Tastatur daherkommen, fallen sie etwa doppelt so dick als normale Tablets im zusammengeklappten Zustand aus. Das Gewicht erhöht sich ebenfalls erheblich. Hingegen entfällt die Mitnahme eines zusätzlichen Keyboards, wodurch das Produkt vor allem für Office-Anwender interessant ist.

c) Convertible mit ansteckbarer Tastatur

Bei den 2-in-1-Tablets ist diese Ausführung am häufigsten vorzufinden. Convertibles mit ansteckbarer Tastatur sind äußerst universell einsetzbar, da sie je nach Bedarf umgerüstet werden können. Wird lediglich ein LTE-Tablet benötigt, kann der Kunde das Keyboard weggelassen. Möchte man Texte verfassen, dockt man das Keyboard an. Es gibt Modelle, die nach dem Anschluss des Eingabegeräts einen variierbaren Displaywinkel bieten. Andere Produkte verfügen über eine Tastatur-Dockingstation, in die das Tablet abgestellt wird. Dadurch entfällt die Mechanik, die für das Justieren des Bildschirms benötigt wird und die Displayposition bleibt starr.

ThinkPad X1 Tablet | Bild: Lenovo


ThinkPad X1 Tablet | Bild: Lenovo



d) Exotische Tablets

Manche chinesische Hersteller wollen sich durch ungewöhnliche Tablets aus der Breite der Masse hervorheben. In diesem Bereich fällt vor allem Lenovo auf. Der ungewöhnliche Standmechanismus oder der integrierte Beamer mancher Yoga-Modelle seien hier genannt. Auch ZTE geht bei seinen Tablets ungewöhnliche Wege. Die Geräte der Spro-Baureihe sind eher ein Projektor als ein Tablet, verfügen jedoch ebenfalls über einen Touchscreen, Android und 4G-Datenfunk.

Anmerkungen zur Verarbeitung

Die Verarbeitung der China-Tablets variiert je nach Hersteller und Preis. So gibt es günstige Modelle mit einer Hülle aus Kunststoff und hochwertigere Ausführungen mit Aluminiumgehäuse. Der Austausch des Akkus ist – wie schon bei den anderen Herstellern – bei einem chinesischen LTE-Tablet nicht möglich.

Details zu LTE bei chinesischen Tablets

Bei den Modellen der hierzulande präsenten Unternehmen, also Huawei, Lenovo und TCL (Alcatel) können Sie ohne Bedenken zugreifen. Die Mobilgeräte verfügen standardmäßig über alle in Deutschland relevanten 4G-Frequenzen, also das Band 20 (800 Megahertz), das Band 3 (1.800 Megahertz) und das Band 7 (2.600 Megahertz). Meistens werden Modems mit (mindestens) der LTE-Kategorie 4 eingesetzt. Damit sind Bandbreiten von bis zu 150 Mbit/s im Download und maximal 50 Mbit/s im Upload möglich (Tarife). Bei den nicht in Europa vertretenen Herstellern kann es beim LTE-Empfang, vor allem in ländlichen Gebieten, hierzulande zu Problemen kommen, da oftmals das Band 20 nicht unterstützt wird. Des Weiteren setzten chinesische Hersteller ab und an noch auf die veralteten SIM-Standards Micro-SIM und Mini-SIM, wodurch man bei Verwendung der aktuellen Nano-SIM-Karte einen Adapter benötigt.

Häufig verwendete Chipsätze der China-LTE-Tablets

Huawei hat den Luxus, auf seine eigens produzierten SoCs zurückgreifen zu können. Deshalb verfügen die LTE-Tablets dieses Konzerns stets über einen HiSilicon-Kirin-Chipsatz. Die anderen Wettbewerber müssen hingegen bei etablierten Herstellern einkaufen, meistens wird hierbei MediaTek bevorzugt. Hin und wieder bedienen sich die chinesischen Firmen, wie beispielsweise ZTE, aber auch bei Qualcomm. Wenn ein Windows-Betriebssystem eingesetzt wird, findet hingegen zumeist ein Intel-Prozessor Verwendung. In günstigen Modellen ist dieser aus der Atom-Baureihe, bei Highend-Modellen kann auch eine Core-i-Plattform integriert sein. Extrem selten sind Tablets, die auf einen LTE-fähigen Chipsatz von Allwinner setzen.

Fazit zu den chinesischen LTE-Tablets

Es gibt durchaus interessante Modelle aus dem chinesischen Raum, die man in die nähere Auswahl nehmen sollte, allem voran die Produkte der hierzulande agierenden Konzerne. Doch es gibt auch von den Außenseiter spannende LTE-Tablets. Beispielsweise die Windows-Convertibles von BBen und die günstigen – aber häufig mit veralteten Androidversionen ausgelieferten – Geräte von Cube. Ebenfalls interessant ist das Cube W10, ein Tablet-Smartphone-Hybride mit Windows 10 Mobile und 6,98 Zoll großem Bildschirm. Es verfügt über eine Dual-SIM-Funktion, die 800-MHz-Frrequenz fehlt allerdings. Vor dem Kauf eines chinesischen Tablets sollten Sie sich ganz genau über die unterstützten LTE-Frequenzen und die Zusatzkosten beim Import informieren. Wir empfehlen zudem die Bestellung bei einem vertrauenswürdigen Händler wie Tradingshenzen.

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