Allnetflats

Alles zum All-Inklusive Tarifmodell für Vielnutzer


Ratgeber rund ums Thema Allnetflatrate Tarife

Mobiles surfen und telefonieren gehören längst zum Alltag. Doch bei der Wahl des passenden Tarifes, stehen Verbraucher gleich vor mehreren Fragen: Vertrag, Prepaid, günstige Minutenpakete oder doch gleich eine Allnetflat? Die Redaktion von LTE-Anbieter.info zeigt Ihnen in diesem Ratgeber, was eine Allnetflat ausmacht, welche Arten sowie Anbieter es gibt und für wen die Tarife lohnen bzw. wann nicht. Zudem können Interessenten natürlich die Preise vergleichen und mit aktuellen Aktionen kräftig sparen. Los geht’s!

1. Was ist eine Allnet-Flat genau?

Das Wort setzt sich aus zwei Teilen, also „Allnet“ und „Flat“, zusammen. Letzteres kürzt lediglich den Begriff „Flatrate“ ab, welcher ein Tarifmodell bezeichnet, wonach man nur einmal zahlt und dann eine Dienstleistung unbegrenzt nutzen kann. Eine SMS-Flatrate bedeutet also, dass der Mobilfunknutzer für sein monatliches Entgelt unbegrenzt SMS senden kann. Der Teil „Allnet“ hingegen indiziert, dass man in alle Netze als Flatrate, daher ohne Mehrkosten, telefonieren kann.  Es ist daher gleich, ob es sich bei der Nummer des Gesprächspartners um eine Festnetz- oder Mobilfunknummer handelt und ob dieser bei O2, Telekom oder einem sonstigen Provider Kunde ist. Ausgenommen werden in der Regel Sonderrufnummern und ggf. ausländische Netze. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird zudem häufig unterstellt, dass neben der Telefonie-Komponente auch Internet zentraler Bestandteil einer Allnetflat ist. Doch dazu später mehr!

Fazit: Allnet-Flat = pauschal telefonieren zum Festpreis. Egal wohin in Deutschland.


2. Vorteile von Allnet-Flats

Die Vorzüge liegen mehr oder weniger auf der Hand. Denn der Kunde erhält, gegen Zahlung eines vereinbarten monatlichen Betrages, unlimitierte Leistung ohne etwaige Mehrkosten. Vor einigen Jahren waren im Mobilfunkbereich noch Tarifmodelle sehr verbreitet, bei denen man pro Gesprächsminute zahlte. Für Vielnutzer kamen so schnell enorme Beträge zusammen, zumal die Provider für Gespräche zu anderen Netzen oft sogar weit mehr berechneten als im eigenen. Allnet-Flatrates sind daher seit jeher ein nützlicher Kostenairbag für Intensivnutzer. Was „intensiv“ genau bedeutet, werden wir noch im Abschnitt 4 zeigen.

3. Arten von Allnetflats

Zum besseren Verständnis sei zuvor noch erwähnt, dass es prinzipiell zwei Typen von Allnetflats gibt. Die eine zielt auf den mobilen Einsatz unterwegs, zum Beispiel am Smartphone. Es gibt aber auch im Festnetzbereich gleichartige Tarife-Modell. Dazu mehr in Kapitel 5. Zunächst widmen wir uns rein den mobilen Varianten.


Smartphone Allnetflats     Allnetflats für daheim

4. Ratgeber: Allnetflats fürs Smartphone

4.1 Für wen lohnt eine solche mobile Allnet-Flat?

Auch wenn den meisten Verbrauchern wohl die Flatrate-Mentalität geradezu im Blute steckt, nicht jeder profitiert automatisch und immer von so einem Tarif. Am besten lässt sich das kurz mit einer Metapher zu einem All-you-can-eat Buffet verdeutlichen. Wer wirklich hungrig so ein Menü bestellt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach weniger bezahlen, als bei einer Einzelbestellung mehrerer Speisen und somit ordentlich sparen. Eine anderer Gast, welcher aber nur vor hat, einen kleinen Vorspeisen-Salat samt Süppchen zu essen, macht dagegen garantiert Miese. Allnet-Flats lohnen sich also für solche Verbraucher, die regelmäßig sehr viel telefonieren und surfen. Also Monat für Monat, über das ganze Jahr. „Viel“ bedeutet dabei mehr, als der nächstgünstigste, vergleichbare Tarif ohne Flat mit Minutenkontingent hergibt.

Ein Beispiel aus der Praxis: Vodafone bietet bei den Vertragstarifen nahezu ausschließlich Allnetflats und das ab ca. 30 Euro monatlich (zeigen). Als Prepaid-Variante (Callya), stellt Vodafone aber auch Kontingente mit 200 Freiminuten samt Internet für nur 9.99 € parat. Wer nur hin und wieder mehr als 200 Minuten monatlich telefoniert und mit unter 2 GB LTE-Highspeedvolumen auskommt, spart also gegenüber einer Vertrags-Allnetflat deutlich. Andersherum verlangt Vodafone von Prepaid-Kunden, welche die 200 Einheiten überziehen, dann satte 9 Cent pro Minute, was 5.40 € je Stunde entspricht. Viele Anbieter haben Pakete mit 300 bis 600 Gesprächsminuten pro Monat im Angebot. Daher kann man als Pauschale Formel festhalten:

Merke: Wer regelmäßig mehr als 500 Minuten monatlich (~30 Min täglich) telefoniert, spart mit einer Allnetflat in der Regel bares Geld!


4.2  Welche Nachteile gibt es?

Natürlich gibt es nicht für jeden nur Vorteile. Wie im vorherigen Abschnitt bereits hergeleitet, ziehen nicht alle gleichermaßen einen geldwerten Vorteil aus unbegrenzten Kontingenten. Die meisten Angebote schließen zudem eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten ein oder sind bei monatlicher Kündigungsfrist entsprechend deutlich teurer. Wer sein Telefonieverhalten also nicht gut genug kennt, zahlt unnötig drauf. Es gibt aber im Vorfeld eine ganz einfache Möglichkeit dieses zu messen. Installieren Sie dazu eine kostenlose Verbrauchs-Statistik App auf Ihrem Smartphone, wie z.B. diese. Damit lässt sich bequem 1-2 Monate lang überwachen, wie viel Minuten tatsächlich telefoniert und wieviel MB im Internet versurft wurden. Manche Leser werden sicher überrascht sein, wie viel das ist. Wer dies schätzen kann, dem sei unsere oben genannte Pauschal-Formel ins Gedächtnis gerufen.


4.3 Nicht nur zum Telefonieren …

Widmen wir uns nun dem eigentlichen Hauptthema – die Frage nach der idealen Allnet-Flatrate für Ihr Smartphone oder Tablet.  Gerade bei den drei großen Netzbetreibern dominiert dieser Tarif-Typ heute ohnehin. Kontingent-Tarife finden sich vor allem noch bei Discount-Märkten oder im Prepaid-Segment. Allen gemein ist jedoch, dass zur Telefonie-Flat in sämtliche Netze, auch noch eine Datenflat zum mobilen Surfen enthalten ist ...

Allnet-Flatrates zum Highspeed surfen im Internet

4.4 mit Datenflat per LTE (4G) oder 3G

Unserer Redaktion ist zumindest keine Allnetflat auf dem deutschen Markt bekannt, welche nicht auch die Möglichkeit für mobiles Browsen im WWW bietet. Unterschiede gibt es aber in zweierlei Hinsicht. Einmal bezüglich der Frage,  welcher Mobilfunkstandard für die mobile Internetnutzung zum Einsatz kommt und wie gut dimensioniert das Highspeed-Volumen der Flat ausgestattet ist.

Wie schnell ist LTE aktuell? Seit der Einführung von LTE im Jahr 2011, hat sich die maximal erreichbare Datenübertragungsrate vervielfacht. Einige Anbieter und Tarife bieten heute schon Geschwindigkeiten von bis zu  500 MBit. Zum Vergleich: Ein sehr schneller VDSL-Anschluss daheim, leistet maximal 250 Mbit/s. Hier mehr zur Datenrate bei LTE erfahren.
Spätestens seit 2015 dominiert die 4. Mobilfunkgeneration LTE (4G) den Mobilfunksektor weltweit. Kaum ein Tarif heute wird noch ohne angeboten. Und auch die Verfügbarkeit nähert sich seit 2018 langsam der 99 Prozentmarke an. Dennoch gibt es nach wie vor einige wenige Allnetflat-Anbieter, welche kein superschnelles LTE  bieten. Der Discounter Lidl sei an dieser Stelle exemplarisch genannt. Welcher Anbieter 4G/LTE bietet und welche nicht, zeigt hier unsere Mobilfunk-Marktübersicht.

Das zweite wichtige Kriterium beim mobilen Internetzugang betrifft das monatlich verfügbare Highspeed-Volumen. Denn jeder Tarif, egal ob per 3G oder 4G, kann nicht unbegrenzt genutzt werden. Ab dem Überschreiten eines bestimmten, vertraglich zugesicherten Datenvolumens, wird die Geschwindigkeit stark reduziert – und zwar bis zum Folgemonat. Man spricht dann von der sogenannten Drosselung. Gängig sind heute Allnet-Flats mit 1-20 Gigabyte pro Monat. In seltenen Fällen liegt das Kontingent darunter oder darüber.

LTE im Vergleich zu anderen Standards

4.5 Allnetflats mit Internet-Flat aber ohne Datenautomatik präferieren

Bei einigen Tarifen ist für die Internetnutzung eine sogenannte „Datenautomatik“-Funktion enthalten. Diese bewirkt, dass man nicht in die langsame Drosselung rutscht, sondern wie gewohnt schnell weiter surft. Das allerdings lassen sich die Provider teils fürstlich bezahlen. Glücklicher Weise ist das Modell auf dem Rückzug und bedarf heute der Zustimmung der Verbraucher. Es gibt sie aber noch! Mehr hier in unserem Datenautomatik Spezial!

4.6 Allnetflats mit LTE, aber ohne Drosselung

Die Beschränkung des Internetvolumens ist gerade für Vielsurfer zumeist sehr ärgerlich. Vor allem beim Konsum von Videos am Smartphone oder Tablet, ist der Rutsch in die Drossel schon nach wenigen Stunden oder Tagen vorprogrammiert. Bisher gibt es leider nur wenige LTE-Allnetflat Tarife in Deutschland ohne Volumenlimit. Zudem können Nutzer einer Telekom-Allnet-Flatrate, bei Bedarf, eine 24 Stunden lang geltende unlimitierte Dayflat buchen. Und O2´s Free Tarife drosseln „nur“ noch auf 1 MBit statt 32 Kbit, was selbst Streamingdienste wie Youtube zum Teil noch nutzbar macht.

Doch es gibt noch mehr! Das Konzept was einer ungedrosselten Flat ähnelt, ist die von "Stream On". Eine kostenlose Zusatzoption der Telekom, welche für Musik, Radio und Videos einzelner Partner kein Datenvolumen anrechnen. Auch Vodafone bietet so etwas, hier heißt dies "Vodafone Pass".

4.7 Angebote mit vergünstigtem Handy

Gerade Neukunden und Wechsler profitieren bei Neuverträgen meist von attraktiven Rabatten. Etwas in Form von Onlinebesteller-Gutschriften oder durch rabattierte Smartphones und Tablets. Die meisten Anbieter haben spezielle Bundles im Angebot, wo der Kunde z.B. nur 10 € monatlich Aufpreis für ein neues Top-Smartphone bezahlt, welches sonst 600-1200 € im Handel kostet. Wer ohnehin sein altes Gerät tauschen will, kann hier meist ordentlich sparen.





4.8 Varianten ohne Vertragslaufzeit

Wie schon angedeutet, dominieren am Mobilfunkmarkt heute noch Tarife, welche den Kunden 24 Monate an einen Vertrag binden. Es gibt jedoch auch Ausnahmen außerhalb des Prepaid-Bereiches. Etwa mit einem Monat Kündigungsfrist oder moderaten 3 bzw. 6 Monaten. Gerade Wechselwillige oder junge Leute profitieren hier von mehr Flexibilität. Mehr zu diesem Thema, finden Sie hier in unserem Spezial zum Thema „LTE Tarife ohne Vertrag“.


4.9 Prepaid Allnetflats

Am meisten Flexibilität bieten nach wie vor Prepaid-Tarife. Denn hier entfällt eine Vertragsbindung komplett. Ebenso gibt es keinen Mindestumsatz. In diesem Segment dominiert klar die bedarfsweise Minutenabrechnung oder man greift zu günstigen Kombi-Minutenpaketen mit Internet. Dennoch finden sich auch bei Prepaid-Anbietern Flatrates zum Telefonieren samt Internetzugang. Wer also vor einem teuren Vertrag zurückschreckt und keine Vertragsgängelung wünscht, könnte hier genau richtig liegen.


4.10 Mobilfunk Netze (D1, D2) und Netzqualität

Netzausbau von D1 und D2
Vielfach liest man beim Anbieter noch Werbesprüche wie „beste D-Netzqualität“ oder „Qualität dank D-Netz“. Allerdings ist der Informationsgehalt derartiger Aussagen eigentlich heute nahezu Null. Denn die Mobilfunknetze der Telekom (D1) und von Vodafone (D2) sind völlig verschieden. Besonders bei der Netzabdeckung unterscheiden sich beide teils enorm. Viel sinniger und wichtiger ist es daher, sich über die letzten Netztests von Connect, Stiftung Warentest oder Computerbild ein Urteil zu bilden (Übersicht). Im Schnitt rangierte in den letzten 3 Jahren dabei die Telekom auf Platz 1, gefolgt von Vodafone. O2 als dritter Netzbetreiber in Deutschland logiert dagegen meist noch mit größerem Abstand auf Rang 3. Daher kann man grob die Rangfolge in der Netzqualität Telekom -> Vodafone -> O2 bilden. Dies entspricht in etwa auch der preislichen Relation. Allnetflats im O2-Netz (wie z.B. WinSIM) sind dafür aber auch die günstigsten, während man bei Angeboten im Telekomnetz ordentlich draufzahlt. Qualität hat eben ihren Preis!

4.11 Anbieter und Tarife vergleichen

Es gibt eine ganze Menge an Anbietern für Allnetflats am Markt. In unserem speziellen Allnet-Flat Tarifvergleich, finden Sie die gängigsten Provider in der Übersicht. Zudem haben wir hier separat ausführlich die Tarife für die Telekom, Vodafone, O2, congstar, Blau, SIM.de und 1&1 zusammengestellt und in ihren Besonderheiten beschrieben.

» hier gehts zum großen Allnet-Flat Vergleich «



Anbieter für Allnetflats

5. Ratgeber: Festnetz-Allnetflats

Die meisten Leser werden noch einen weiteren Typ kennen oder wahrscheinlich sogar schon länger nutzen  - die Heim-Festnetzflat. Diese deckt, wie der Name schon impliziert, alle Gespräche vom Festnetz zum Festnetz innerhalb Deutschlands ab. Nahezu alle Internet-Tarife beinhalten heute automatisch einen solchen Anschluss. Es gibt aber auch Allnetflats beim Festnetz! Das bedeutet: Alle Telefonate vom heimischen Anschluss auf sämtliche dt. Mobilfunknummern sind gleichsam abgedeckt. Angeboten werden diese „Festnetz-Allnetflats“ zum Beispiel von den größten Internetprovidern, also Vodafone, Telekom, O2 sowie 1&1. Das beste und günstigste Angebot kommt unserer Ansicht nach von O2:

O2 Allnetflat Festnetz: Wer sich für einen der „My Home“ DSL- oder VDSL-Anschlüsse bei O2 entscheidet, profitiert von einem in der Branche bisher einzigartigem Feature. Neben der Sprachflat zum Festnetz, sind bereits alle Gespräche in Mobilnetze abgegolten. Los geht’s bei „O2 my Home S" ab 24.99 € monatlich, komplett für Internet und Telefon. Bei Bestellung hier unter www.o2-online.de/all-in winken sogar noch attraktive Onlinerabatte.

Telekom MagentaZuhause Allnet: Was viele sicher nicht wussten – auch die MagentaZuhause Tarife der Deutschen Telekom lassen sich um eine Heim-Allnetflat ergänzen. Der Aufpreis beträgt 8 € monatlich. Mehr Infos und Bestellung (mit Onlinevorteil) hier auf www.telekom.de/zuhause

Vodafone: Wer einen DSL- oder Kabelanschluss bei Vodafone bucht bzw. schon hat, kann diesen um diverse Telefonflats ergänzen. Etwa mit der „Mobile & Euroflat“ für unlimitierte Gespräche zu 25 EU-Ländern (Festnetz). Die günstigste Variante, welche zusätzlich noch dt. Mobilfunknetze abdeckt, kostet 9.99 € monatlich extra. Mehr hier auf www.vodafone.de/dsl


1und1: Normaler Weise rechnet 1&1 19.9 Cent je Minute ab für Telefonate vom Festnetz zu Mobil. Die „1&1 Mobilfunk-Option“ schafft für 4.99 € monatlich Abhilfe. Allerdings halbieren sich damit die Minutenpreise lediglich! Eine Allnetflat fürs Festnetz gibt’s hier leider nicht. Direkt zu www.1und1.de.

6. Blick zurück: Wann gab es die ersten Allnetflats?

Telefonieren ohne Reue – wo immer man sich befindet und das zum Festpreis. Was uns heute als völlig normal erscheint, ist noch nicht so lange Bestandteil unseres Alltags. Vor 13 Jahren, also 2006, gab es das Tarifmodell der Allnet-Flatrates noch gar nicht. Erst 2007 wurden erste Tarife eingeführt, welche zumindest ein unbegrenztes Gesprächsvolumen versprachen. Allerdings teils auch nur in bestimmte Netze (z.B. Telekom) und zu horrenden Preisen nahe an der 100 € Marke. Unser Retro-Check 2006 bildet noch einmal die damalige Mobilfunklandschaft samt Preisen ab. Sie werden erstaunt sein!



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