Winterspecial: LTE im Skiurlaub

Sie möchten mit LTE in den Winterurlaub - das sollten Sie beachten!


Winterurlaub mit 4G

Wer sich an den Komfort seines LTE-Netzes gewöhnt hat, der möchte ihn natürlich auch im Urlaub nicht missen. In der anstehenden Wintersaison wäre es doch praktisch, könnte man beim Skifahren im Ausland mit dem Smartphone mit LTE-Speed ins Internet gehen. Das ist allerdings nicht ganz unproblematisch, da nicht nur der 4G-Netzausbau in Europa unterschiedlich weit vorgeschritten ist, sondern vor allem in Bergregionen Lücken aufweist. LTE-Anbieter.info hat sich die vier beliebtesten europäischen Länder für Skiurlaub - die Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien - in puncto LTE-Versorgung und möglichen Optionen mal angeschaut.

4G-Roaming für Vertragskunden

Will man im Ausland mit dem Smartphone surfen, Fotos bei Facebook hochladen oder Nachrichten per WhatsApp verschicken, schreckten früher die hohen Roamingkosten ab. Im Juni 2017 sind die Roaminggebühren innerhalb der EU endgültig abgeschafft worden. Dank der EU-Roamingverordnung, können Sie mit sämtlichen Smartphone-Tarifen im Urlaub heute ohne Mehrkosten wie zuhause telefonieren. In Punkto Internet gilt dasselbe, nur teils mit Volumenbegrenzungen von z.B. 1 GB je Monat, dies ist tarifabhängig. Nur wenige reine "National-Tarife", wie bei DeutschlandSIM, gelten explizit nur hierzulande. Bei den großen Netzbetreibern ist übrigens sogar LTE-Roaming möglich: Telekom, O2 und Vodafone bieten ihren Kunden an, das 4G-Netz des ausländischen Vertragspartners zu benutzen. Und zwar zu den Konditionen des regulären, persönlichen Tarifes. Das klappt in immer mehr Ländern der Welt.

Unterschiedliches Tempo

Die maximale Surf-Geschwindigkeit ist dabei allerdings weniger abhängig vom eigenen Tarif, sondern von der Verfügbarkeit und dem Höchsttempo in den jeweiligen Partnernetzen. Zudem werden europaweit teils unterschiedliche Frequenzbänder genutzt. Daher kann ein Smartphone, das hierzulande nur für 800, 1.800 und 2.600 MHz ausgelegt ist, in Ländern mit 900 oder 2.100 MHz nicht zurechtkommt. Das trifft auf unsere vier hier vorgestellten Urlaubs-Destinationen Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien aber nicht zu - hier fühlen sich auch deutsche Smartphones "heimisch". Zudem unterstützen modernere Geräte meist ausreichend viele Bänder. Problematisch wird es oft bei Handys mit Baujahr vor 2013.

4G-Roaming im Urlaub bei der Telekom

Die Deutsche Telekom ermöglicht mittlerweile rund 80 Ländern weltweit LTE-Roaming. Bucht man als Telekom-Kunde auf www.telekom.de einen der MagentaMobil-Tarife, ist die EU-Roaming Option bereits inklusive. Damit lässt sich ohne weitere Zusatzkosten, dass LTE-Netz der Telekom-Partner im Ausland nutzen. In der Schweiz heißen diese Partner Swisscom, in Frankreich Orange & Bouygues, in Italien Telecom Italia Mobile (TIM).

4G-Roaming im Urlaub von Vodafone

Mit diesem Service kann natürlich auch der Vodafone-Konzern aufwarten, der LTE-Roaming sogar in schon in über 100 Ländern weltweit bereitstellt. Mit einem Vodafone-LTE-Vertrag entstehen keine Zusatzkosten im Winterurlaub innerhalb Europas. Und zwar weder beim Telefonieren, noch beim Surfen via LTE per Roaming. In Österreich via "Telekom Austria", in der Schweiz via "Swisscom", in Frankreich dank SFR. Italienurlaubern steht als Partner die "Vodafone Italia" zur Seite.

O2 LTE-Roaming

O2 bietet LTE-Roaming bislang ebenfalls in ca. 100 Ländern an. O2-Free Kunden telefonieren im EU-Ausland ebenfalls ohne Mehrkosten und freuen sich über 1 GB Freivolumen.



Alternative zu Roaming: Local Prepaid

Alternativ könnte man natürlich auch vor Ort um einen Prepaid-Vertrag kümmern. Besonders bei längeren Aufenthalten kann man hier mitunter von besseren Konditionen profitieren, wie hier in Deutschland. In einigen Ländern gibt es sogar unlimitiertes Prepaid-LTE zum kleinen Preis!

LTE in der Schweiz

Die Schweiz nimmt eine Sonderstellung auch für EU-Kunden ein, da diese nicht zur europäischen Union gehört und somit nicht die Roaming-Regelung umfasst. Zumindest bei den meisten Tarifen. Daher bietet sich hier eine lokale Prepaid-Lösung an. Beim größten Schweizer Anbieter - der Swisscom (swisscom.ch) - kann man sich ab 19.90 CHF eine "inOne"-Prepaidkarte für Smartphone oder Tablet kaufen. Allerdings nur in einem Swisscom-Shop vor Ort und nicht online. Wer dazu das "Natel easy Datenpaket" für 5 CHF bucht, kann 24 Stunden im LTE-Netz surfen. Dafür stehen satte 5 GB zur Verfügung. Die maximale Downloadgeschwindigkeit ist jedoch auf 50 MBit/s begrenzt; man profitiert hier praktisch nur von kürzeren Ping-Zeiten und der höheren Kapazität des 4G-Netzes, das eigentlich für Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s ausgelegt ist. Alternativ gibt es auch Datenpakete mit bis zu 1.5 GB für 30 Tage.

Gleich fünf Prepaid-Surf-Tarife mit LTE hat der Anbieter Sunrise im Programm. Die Basis bildet dabei "Sunrise prepaid surf". Die Pakete laufen jeweils einen Monat und reichen von 250 MB Datenvolumen für 7.50 CHF bis zu 10 GB für 80 CHF. Die Option verlängert sich nur, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist - passend also für Kurzurlauber. Die SIM-Karte mit 20 CHF Guthaben kostet 19.90 CHF.

LTE in Österreich

Funkantenne im Skigebiet
In Österreich spricht man übrigens meist von "Wertkarten-Tarifen", anstatt von "Prepaid" wie bei uns. Solche Wertkarten führen sowohl T-Mobile, A1 Telekom Austria und Drei.

A1 gewährt seinen Kunden in den "B.free"-Tarifen auch Zugang zum LTE-Netz. Angeboten werden je zwei Varianten mit Mindestaufladung und zwei ohne. "B.free L" verlangt eine monatliche Mindestaufladung von 15 € und bietet 15 GB, sowie LTE mit bis zu 100 MBit. Die 4G-Abdeckung ist in den bergigen Skigebieten mittlerweile sehr gut.

LTE in Frankreich

Der drittgrößte französische LTE-Netzbetreiber Bouygues Telecom bietet gleich vier verschiedene Tarife an (Prepaid heißt hier übrigens "Prepayee"). Internet im 4G-Netz gibt es mit dem Basis-Paket für 5 Euro. Dieses läuft 3 Tage und bietet 500 MB sowie kostenlose Telefonie. Die Spannweite reicht bis zu 40 Euro für 2 Monate mit 5 GB Datenvolumen.

Der Anbieter SFR hat zumindest eine Internet-Prepaidkarte im Programm, die für 10 Euro insgesamt 10 GB Daten und LTE bietet. Beim Provider Orange gibt es ein schier unüberblickbares Angebot an Prepaidkarten und Tarifen [zeigen]. Empfehlenswert erscheinen uns die 3 GB für 25 Euro.

LTE in Italien

In Italien begann die erste Inbetriebnahme von LTE-Netzen im Jahr 2012. Bei der Telecom Italia Mobile handelt es sich um den größten Anbieter des Landes, der unter seiner Marke "TIM" auch LTE-Prepaid-Karten anbietet. Prepaid heißt in Italien "Ricaricabile" oder manchmal auch "Prepagati". Tim offeriert einen speziellen Touristentarif mit 4G und 100 Freiminuten. Der Anbieter "Wind" bietet eine ganze Reihe von Prepaidtarifen. Für 10 Euro gibt es zum Beispiel 10 GB Datenvolumen.

Online oder vor Ort?

Einige Dinge gilt es zu beachten: Manchmal kann es unkomplizierter sein, die ausländische SIM-Karte bereits vor Reiseantritt online zu bestellen - besonders wenn man der Landessprache nicht mächtig ist und in einem Shop vor Ort somit überfordert wäre. Leider sind jedoch Bestellungen an deutsche Adressen bei ausländischen Providern in der Regel nicht möglich. Ein Anbieter, der sich auf ausländische Prepaidkarten spezialisiert hat, ist Prepaid-Global. Hier kann man bequem vor dem Urlaub ein fix-und-fertig Paket bestellen. Und das praktisch für alle gängigen Reiseländer - egal ob Australien, Canada, USA, Norwegen oder Japan.

Wer direkt im Urlaubsland ein Set kauft, sollte nach dem Urlaub nicht vergessen den Tarif zu deaktivieren oder die Karte zu kündigen - je nachdem welche Konditionen man eingegangen ist. Vorausgesetzt die Sprachbarriere ist dabei nicht hinderlich.

Unterschiedliche LTE-Versorgung

Zu bedenken ist außerdem, dass die Versorgung mit LTE nach wie vor überwiegend in Großstädten und Ballungsräumen gegeben ist. Auf dem Land - und erst recht in den Bergen - können Versorgungslücken auftreten. Vor der Reise sollte man sich also beim jeweiligen Netzbetreiber im Urlaubsland über die Mobilfunk-Netzabdeckung informieren. Einige Anbieter haben entsprechende Übersichtskarten ins Netz gestellt. Der Schweizer Anbieter Salt beispielsweise, listet auf seiner Webseite explizit die mit LTE versorgten Skiorte Davos, Klosters, Lauterbrunnen, Saas Fee und St.Moritz / Celerina auf.

Hier die Netzabdeckung der jeweils drei größten LTE-Anbieter:
Schweiz: Swisscom / Salt / Sunrise
Österreich: A1 / Drei / T-Mobile
Frankreich: SFR / Bouygues

Sie haben Fragen zu diesem Thema oder möchten sich mit anderen darüber austauschen? Dann haben Sie in unserem LTE Forum jederzeit Gelegenheit dazu.

Weiterführendes

» beliebte Urlaubs-Apps
» günstig außerhalb der EU nach Deutschland telefonieren



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