Testbericht Telekom Speedport LTE II

Der LTE-Router der 2. Generation von der Telekom im Test


Seit Dezember 2012 bietet die Deutsche Telekom ihren Kunden einen neuen Funk-Router an: den Speedport LTE 2. Das Gerät ist der Nachfolger der beiden Geräte "Speedport LTE" und "Speedport HSPA" und vereint die Funktionen beider Vorgänger. Er bietet also ein Modem sowohl für 4G-LTE als auch für 3G bzw. UMTS. Der Speedport LTE II ist für die Verwendung in den Call & Surf Comfort via Funk Tarifen der Telekom vorkonfiguriert und entspricht technisch gesehen dem Huawei B593. Der gleiche Router ist übrigens auch bei Vodafone unter dem Namen B2000 im Sortiment zu finden. Max vom lte-anbieter.info Team hat sich das neue Modem der Telekom für den folgenden Testbericht mal etwas genauer angesehen. Erfahren Sie folgend, ob sich der Kauf bzw. Umstieg vom Vorgängermodell lohnt oder eher nicht.

Lieferumfang und erster Eindruck

Im Lieferumfang befinden sich neben dem weißen Speedport nur noch ein LAN-Kabel, das Netzteil und eine Schnellstartanleitung. Ein Klebestreifen am Router zeigt die Stelle, an der die Sim-Karte eingesteckt werden muss, bevor das Gerät in Betrieb genommen werden kann. Die Anschlüsse sind im Vergleich zum ersten Speedport deutlich umfangreicher: Neben den vier LAN-Anschlüssen, gibt es noch 2xUSB 2.0 (etwa für Speichersticks oder Drucker), zwei Anschlüsse für externe Antennen, einen separaten Power-Schalter und Tasten für WLAN und WPS. Auf der Front zeigen diverse LEDs den Betriebsstatus und den Empfang an.

Die Einrichtung wird über den Browser direkt am Computer oder Tablet vorgenommen und ist auch für Laien kein Problem. Zuerst muss der PC über LAN oder WLAN mit dem Speedport LTE II verbunden werden. Der WLAN-Name und das Passwort sind hinten auf dem Router abgedruckt und sollten bei der Erstkonfiguration geändert werden. Um das Einstellungsmenü aufzurufen, muss man im Browser die Adresse http://speedport.ip und das Gerätepasswort eingeben, welches ebenfalls auf der Rückseite zu finden ist. Ein Startassistent führt durch die grundlegenden Einstellungen, sodass die Internetverbindung innerhalb weniger Minuten verfügbar ist. Natürlich kann man im Webinterface auch noch weitere Konfigurationen vornehmen, etwa die Internetverbindung auf „nur LTE“ festlegen, um zu vermeiden, dass das langsamere UMTS-Netz benutzt wird. Insgesamt halten sich die Konfigurationsmöglichkeiten aber in Grenzen.



Unter "Einstellungen" -> "Systemeinstellungen" -> "Diagnose" lassen sich viele relevante Eckdaten abrufen, die zur Einschätzung der Verbindungsqualität wichtig sind. Etwa den RSRQ-Wert oder RSRP. Ebenso die Cell-ID und die aktuell genutzte Bandbreite in kHz. Anhand dieser kann man leicht ermitteln, auf welcher Frequenz der Router gerade funkt. LTE800 hat 10.000 kHz (= 10 MHz Zellbandbreite), LTE1800 mindestens 15.000 kHz, manchmal auch 20.000. Bei LTE2600 kommt grundsätzlich mindestens ein 20.000 kHz breites Band zum Einsatz. Mehr zum Thema Empfangsqualität und Verbesserung der Signalstärke bei LTE, finden Sie hier in unserem Spezial.

Empfang und Leistung

Der Empfangsleisstung ist gut und in etwa vergleichbar mit dem des Vorgängers. Sollte der Empfang zu schwach sein, so kann per externer Antenne Abhilfe geschaffen werden. Im UMTS-Netz gibt es aktuell noch das Problem, dass die Anzeige den Empfang meist zu niedrig anzeigt, die Datenraten sind jedoch trotzdem völlig in Ordnung. Über UMTS erreicht der Router mit DC-HSPA+ theoretisch 42,2 MBit/s im Download und 5,76 MBit/s im Upload. Im Test waren bei gutem Empfang jedoch maximal 30 MBit/s möglich, die Regel waren Bandbreiten zwischen 20 und 25 Megabit/s im Download. Wesentlich schneller ist der Speedport LTE II natürlich im LTE-Netz: Hier unterstützt er alle drei für Deutschland wichtigen LTE-Frequenzen (800, 1800 und 2600 Megahertz) und bietet dank LTE-Kategorie 3 Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Solch hohe Datenraten sind aber nur möglich, wenn man das LTE-Netz auf 1800 oder 2600 MHz nutzt. Denn via 800 MHz sind, technisch bedingt, "nur" rund 50 MBit/s möglich. 2G bzw. GSM unterstützt der Speedport LTE II übrigens nicht, denn diese Funktechnologie ist im Call & Surf Comfort via Funk Tarif nicht vorgesehen.

Telefonanlage

Da die Telefonie bei den Telekom LTE-Tarifen weiterhin über das klassische Festnetz abgewickelt wird, besitzt der Speedport LTE II keine Telefon-Anschlüsse und keine DECT-Funktion für drahtlose Telefone. Möchte man dennoch über die LTE-Verbindung telefonieren, so bietet sich zum Beispiel ein Voice over IP Dienst wie Skype an, der dann über WLAN mit dem PC oder dem Smartphone genutzt werden kann. Die WLAN-Verbindung ist maximal 300 MBit/s schnell und funkt auf 2,4 GHz, die Reichweite liegt im Vergleich mit anderen Routern im Mittelfeld – die AVM FritzBox 6810 LTE hat zum Beispiel etwas bessere Funkleistungen.

Fazit:

Im Intensiv-Test hat der Speedport LTE II gezeigt, dass er der dauerhaften Benutzung standhält und je nach Tarif und Netzausbau sehr gute Datenraten liefern kann. Einzig die Software ist bei den Einstellungsmöglichkeiten auf das Wesentliche beschränkt. Möchte man erweiterte Einstellungen haben, so sollte man sich die FritzBox LTE Router-Serie von AVM etwas genauer anschauen, wobei diese Modelle den Nachteil haben, dass sie nur LTE unterstützen und kein UMTS. Auf Grund des günstigen monatlichen Mietpreises von nur 4,95€ kann man den Umstieg auf den Speedport LTE II absolut empfehlen, denn er bietet mehr Funktionen für weniger Geld als die Vorgängergeneration. Die 2. Generation eignet sich also ideal für die neuen Call & Surf Comfort via Funk Tarife, die bis zu 100 MBit/s im Download erlauben. Eine Übersicht dieser samt Preisen, finden Sie hier im Vergleich.

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