LTE-Stick an einer FritzBox

Wie man eine herkömmliche DSL-FritzBox zum „LTE-Router“ umfunktioniert


Ratgeber zur Einrichtung

Obwohl es von AVM spezielle LTE Fritz!Boxen gibt, kann es durchaus Sinn machen, herkömmliche Modelle für (V)DSL mit einem  LTE-Stick zu kombinieren. Die Einrichtung ist recht simpel, wie wir im Folgenden ausführlich Schritt für Schritt zeigen wollen.

Verwendete Geräte und Tarife

Im folgenden Beispiel haben wir mit einer modernen FrizBox 7580 gearbeitet. Das Modell bietet seitlich einen schnellen USB 3.0 Port. Die Box ist somit ideal für den Betrieb im Doppelgespann aus  LTE-Stick und flotten Tarifen über 100 MBit geeignet. Prinzipiell können natürlich auch ältere Modelle, wie eine 7270, 7390 oder 7490 verwendet werden.



Optimal sind jedoch Varianten mit leistungsstarken USB3.0 Anschlüssen, doch dazu später mehr. Beim LTE-USB Stick griffen wir auf einen Speedstick III von der Telekom zurück. Dieser beherrscht 4G nach CAT4 mit bis zu 150 MBit. Befeuert wurde die Versuchsanordnung durch einen Data Start Prepaid-Tarif der Telekom.

Einrichtung – so stellen Sie die Verbindung her

Um die Installation zu erleichtern, stellen Sie bitte zunächst sicher, dass die Internetverbindung in Verbindung mit dem LTE-Stick funktioniert. Also SIM-Karte einlegen, Internetverbindung herstellen wie gewohnt und kurz testen. Im nächsten Schritt benötigen wir die Fritz!Box. Je nach dem, welches Modell zum Einsatz kommt, bitte den Stick in den USB-Port einführen. Die 7580 besitzt praktischer Weise direkt an der Seite einen Port, was die Sache sehr erleichtert. Außerdem benötigen wir nun noch einen PC oder Laptop, von dem aus wir per LAN-Kabel auf die Box zugreifen können.




Im nächsten Schritt gehen wir in das Routermenü. Dieses erreicht man, sofern nicht bekannt, im Browser durch Eingabe von „fritz.box“ in der Adresszeile.

Der Router erkennt theoretisch automatisch, dass am genutzten USB-Anschluss sich ein Mobilfunk-Endgerät befindet. Klicken Sie bitte als erstes links ins Menü „Internet“. Dort befindet sich nun ein Unterpunkt „Mobilfunk“. Hier lassen sich einige wichtige Einstellungen vornehmen, etwa zum Provider oder der APN. Zunächst müssen wir, falls noch nicht aktiv, die Option „Mobilfunkverbindung aktiv“ anwählen.

Einrichten der LTE-Verbindung | klicken zum vergrößern


Hinweis: Je nach Firmware-Version (hier > 6.5), kann die Optik natürlich von dem hier gezeigten abweichen oder Einstellungsmöglichkeiten fehlen.

Der Router startet nun unter dem Punkt „Netzverfügbarkeit“ automatisch eine Netzsuche, welche gut 1-2 Minuten dauern kann. In unserem Fall wurde anschließend korrekt „Telekom.de“ gefunden und LTE als Verbindungsart angegeben. Ab diesem Zeitpunkt kann man bereits lossurfen. Die Einrichtung ist also extrem einfach und schnell!


LTE-Verbindung steht erfolgreich | Klicken zum vergrößern


Vorteile des ganzen?

Der Betrieb des LTE-Sticks an der Fritzbox hat mehre Vorteile. Regulär könnte man diesen nur an einem PC oder Laptop nutzen. Sobald aber mehr Teilnehmer per Funk-Internet versorgt werden sollen, benötigt man entweder einen speziellen Mini-Hotspot oder spezielle LTE-Router. In der Kombi Stick/FritzBox lässt sich dies aber auch eleganter lösen. Denn nach erfolgter Verbindung, kann man ganz normal das WLAN in der FB einrichten und beliebig viele Endgeräte (Tablets/Smartphones etc.) wie gewohnt versorgen, als wenn man über DSL surft.

Der folgende Screenshot zeigt, wie ein Smartphone an die 7580 problemlos per WLAN gekoppelt wurde.



Sinnvolle Einsatz-Szenarien

Spontan fallen uns hier die Stichworte Urlaub, Ferienwohnung und Gartenlaube ein. Einfach die heimische DSL-Fritzbox mitnehmen samt 4G-Stick (den man ggf. ohnehin hat) und vor Ort auch ohne extra DSL- oder Kabelanschluss die Familie mit Internet versorgen. Natürlich ist hier etwas mehr Disziplin als zuhause angesagt, wegen der Volumenbeschränkung der meisten LTE-Tarife.

Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich, der fast alle betreffen kann, liegt in der Versorgungssicherheit. Fällt einmal die festnetzbasierte Flatrate aus oder zieht man gerade zu einem anderen Anbieter um, kann man mit dem Gespann aus LTE-Stick und Fritzbox die Phase bequem ohne große Einschnitte überbrücken.

USB 3.0 bevorzugen

Auch wenn rechnerisch USB 2.0 von der Datenrate für die meisten LTE-Tarife völlig ausreicht, in der Praxis scheinen die Anschlüsse bei AVM irgendwie limitiert. Wie in unserem Forum hier z.B. einige Nutzer berichteten, kommt bei diversen Modellen kaum über 20 MB je Sekunde, was also maximal 160 MBit bedeuten würde.


Weiterführendes

» Ratgeber Empfangsoptimierung
» LTE Speedtest durchführen
» zum LTE-Forum




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