10 Tipps zur Schonung der Volumenflatrate

Inklusivvolumen sparen und länger mit LTE-Highspeed surfen


Ratgerber: Gut Haushalten mit Volumenflats
Bei Überschreitung eines bestimmten Datenvolumens innerhalb eines Monats, wird die Geschwindigkeit Ihrer LTE-Flat stark reduziert. Bei LTE für Zuhause, je nach Tarif, üblicher Weise bei 10, 20 oder 50 Gigabyte. Eine Ausnahme bilden lediglich die Hybrid-Tarife bei der Telekom. Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Tipps und Maßnahmen vorstellen die helfen, den Verbrauch zu senken. Dann surfen Sie umso länger mit der vollen LTE-Geschwindigkeit, die sie auch gebucht haben!


1. Spartipp: Werbung ade!

Zu viel Werbung im Internet ist nicht nur nervig. Banner, insbesondere mit Flash, knappern ganz schön an Ihrem Volumenkontingent. Pro Monat können da schon mehrere hundert Megabyte zusammen kommen. Abschalten schont also Ihre Nerven und Ihr Volumenkonto! Für den Firefox-Browser gibt es beispielsweise Add-ons extra für diesen Zweck. Unsere Empfehlung: AdBlock Plus für Firefox. Spareffekt: mittel bis hoch


2. Spartipp: Prefetching abschalten

Browser sind recht „intelligente“ Programme. So versucht z.B. der Firefox „vorauszuplanen“. Besuchen Sie eine Seite XY, so lädt der Browser dort verlinkte Unterseiten bereits vor (Prefetch). Folgt man später einem Link, so lädt die Seite vermeintlich schneller. In Wirklichkeit aber, hat der Firefox diese nur vorher in den Cache geladen. Das hat 2 Nachteile. Einmal einen datenschutzrechtlichen Aspekt und der Speicherverbrauch steigt natürlich ebenfalls deutlich. Wenn 4 Seiten vorgeladen werden, von denen Sie nur eine besuchen, sind 3 umsonst geladen worden. Bei DSL-Flatrates kein Problem, aber mit Volumenbegrenzung ärgerlich …


So schalten Sie die Prefetchfalle ab:

Geben Sie im Firefox in der Adresszeile (wo sonst die Internetadresse steht) ein about:config
Bestätigen Sie die Warnung bezüglich der Gewährleistung. Dann erscheint eine sehr lange Liste. Suchen Sie den Eintrag „network.prefetch.next“. Ein Doppelklick darauf genügt und der Parameter „true“ ändert sich in „false“. Mit anderen Worten, die Funktion ist ausgeschaltet. Spareffekt: mittel


3. Spartipp: Cache vergrößern

Alle Browser nutzen einen Cache-Speicher, wo Texte und Bilder bereits besuchter Seiten  für eine bestimmte Zeit zwischengespeichert werden. Ruft ein Nutzer z. B. nach 2 Tagen eine Seite X erneut auf, so schaut der Browser, ob er bestimmte Elemente aus dem Cache verwenden kann, ohne diese neu zu laden. Das spart natürlich Transfervolumen! Einziger Nachteil: Wurde die Seite inzwischen geändert, bekommen Sie das nur mit, wenn der Cache gelöscht und neu geladen wird. Die Speichergröße und die „Haltbarkeit“ können im Browser frei konfiguriert werden. Vergrößern Sie den Cachspeicher auf 100 - 500 MB. Für die Speicherdauer sind 10 - 30 Tage sicher ein guter Wert. Wenn Sie vorrangig Seiten ansehen, bei denen es nicht so sehr auf Aktualität bzw. auf +/- 30 Tage ankommt (z.B. Wikipedia), können auch höhere Werte sinnvoll sein. Das sollten Sie selbst abwägen. Spareffekt: gering bis mittel


4. Spartipp: Komprimierung

Packprogramme für Dateien, wie Winzip, kennen die meisten. Doch auch für Datenübertragungen aller Art sind Kompressionsverfahren enorm nützlich und wichtig. Generell wird diese, im gewissen Maße, auch ohne Ihr Zutun verwendet. Doch einige Provider oder Browser bieten eine „Extra-Kompression“. Dabei werden beispielsweise zu übertragende Bilder nochmals stärker nachkomprimiert. Das kann sich zwar sichtbar auf die Qualität auswirken, dafür spart es Traffic!

Möglichkeit a)

Turbo Modus im Opera anschalten

Screenshot Opera Turbo Option | Klicken zum vergrößern   

Einige Provider bieten im Kundenmenü oder in der Software für den Surfstick eine Option dafür. Hier sei Vodafone als Beispiel genannt. Rufen Sie die Adresse http://performance.vodafon.de auf (nur für Kunden) und loggen sich ein. Im Expertenmodus klicken Sie bitte „Höchste Geschwindigkeit“ an.

Noch einfacher geht es mit dem „Vodafone HighPerformance Client“. Eine kleine Software, mit der Vodafone-Kunden alle Einstellungen bequem durchführen können. Im Hintergrund optimiert das Tool vollautomatisch die gesamte Kommunikation. Spareffekt: mittel


Möglichkeit b)
Der Browser „Opera“ hat von Hause aus ein internes Komprimierungstool, genannt „Opera Turbo“. Auch dieser komprimiert Bilder nach, was Ressourcen spart, aber zu unschönen Bildartefakten führen kann. Spareffekt: niedrig bis mittel


5. Spartipp: Computerzeitschriften CDs und Updatepacks

Wer seinen Computer mit einem gut gepflegten und aktuellen System betreiben will, benötigt einiges an Treibern, Updates und Tools. Leider kann dabei einiges zusammen kommen. Allein der Grafikkartentreiber von Nvidia ist an die 300 MB groß. Eine Demo-Version (Schnupperversion) von einem modernen Spiel oder Programm kann gut und gerne über 5 GB groß sein. Zudem kommen fast monatlich neuere Treiberversionen für diverse PC-Komponenten heraus. Um auf dem Laufenden zu bleiben, sprengt man da schnell die Grenzen seiner LTE-Flat. Eine einfache und günstige Lösung sind Computerzeitschriften. Fast alle bieten DVD-Ausgaben, die prall gefüllt sind mit aktuellen Treibern, Tools und Programmen. So sparen Sie sich mitunter mehrere Gigabyte Downloadtraffic im Monat. Spareffekt: sehr hoch


Windows Update: Man sollte zudem stets alle verfügbaren Updates für das Betriebssystem aufspielen - egal ob für Windows 7, 8 oder 10.. Diese verschlingen einzeln im Download ebenfalls mehrere hundert Megabyte bis Gigabyte. Wer sein System einmal frisch aufspielt, muss zudem alle erneut laden. Effizienter sind Updatepacks (z.B. von Winfuture) oder offizielle Servicepacks von Microsoft. Letzteres ist für Windows 7 & 8 fast 1 GB groß. Das Windows 10 Updatepack fasste Anfang 2017 sogar über 4 GB! Es gilt also: Man lädt den Großteil der Updates nur ein einziges Mal als handliche Datei herunter. Auf DVD gebrannt, kann das Servicepack später jederzeit wieder nachinstalliert werden. Spareffekt: hoch


6. Spartipp: Bilder aus!

Darstellung von Bildern im Firefox deaktivieren | Screenshot

Schaltet Sie im Browser die Darstellung von Bildern ab. Zugegeben, das ist wirklich nur etwas für Puristen oder echte Sparfüchse! Die Maßnahme lohnt sich unter Umständen dann, wenn Sie deutlich weniger als 2 GB Inklusivvolumen je Monat haben (z.B. Mobil-Tarif für Surfstick), aber oft im Netz sind. Nachteil: Teils hässliche Seiten, da viele Designelemente aus Bildern bestehen! Spareffekt: mittel bis hoch


7. Spartipp: Freunde mit DSL?

Haben Sie vielleicht Freunde oder Verwandte, die DSL haben und häufig zu Besuch kommen? Dann sammeln Sie doch einfach Wünsche für größere Downloads. Wie etwa das Servicepack 1 für Windows 7 mit 1000 MB oder diverse Treiber und Programme. Der Transport erfolgt bequem per DVD oder USB-Stick. Da hilft man sicher gern! Spareffekt: mittel bis hoch


8. Spartipp: Speichern und Archivieren

Manche Informationen benötigt man immer wieder. Doch warum immer neu laden? Es gibt ein wirklich geniales Tool von der Firma Macropool namens „Web-Recherche“. Früher „Internetsammler“. Ich selbst habe das Programm jahrelang genutzt. Das Prinzip: Interessante und wichtige Seiten können Sie mit einem Klick komplett abspeichern. So kann man sich ein kleines, eigenes Webarchiv aufbauen. Das schont das Volumenkontingent bei Bedarf bis zu 100%, da die Seite von der Festplatte geladen wird. Interessenten können das Programm vorher als Demo testen. Spareffekt: mittel


9. Spartipp: Downloadtiming und Downloadmanagement

*DSL Light wird von der Deutschen Telekom in einigen unterversorgten Regionen angeboten, wo die Geschwindigkeit nicht für „normale“ DSL Tarife mit 1 - 16 MBit pro Sekunde ausreicht.
Wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist, erfolgt wie erwähnt ein Downgrade der Geschwindigkeit Ihres LTE-Anschlusses. Nicht mehr und nicht weniger! Meist auf UMTS-Speed, was immerhin noch um die 390 Kbit/s sind. Zum Vergleich: Das ist rund 6 x so schnell, wie ein einfacher ISDN-Internetzugang und in etwa so flott wie DSL-Light*.

Downloads verwalten und wieder aufnehmen

Bildschirmfoto: "Free Download Manager" -
alle Downloads im Griff

Mögliche Strategie: Heben Sie sich nicht dringende, größere Downloads und Updates bis zum Downgrade auf. Installieren Sie zudem einen guten Downloadmanager. Der schützt zum einen vor den gefürchteten Downloadabbrüchen. Im Falle des Falles, kann das Programm den Transfer an der Stelle des Abbruchs fortführen. Normaler Weise muss die Datei sonst komplett neu geladen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Tools mit diversen Tricks die Downloadgeschwindigkeit optimieren. Mit diesem Rüstzeug, laden Sie auch größere Dateien einfach im Hintergrund. Idealer Weise über Nacht oder man lässt den PC dann am Wochenende permanent laden, während man im Park Eis ißt. So schont man das Inklusivvolumen mit dem vollen LTE-Speed und kann länger, schneller surfen. Unser Softwaretipp: der kostenlose "Free Download Manager". Einzig der etwas höhere Stromverbrauch für längere PC-Laufzeiten ist hier ärgerlich...


10. Spartipp: Verbindung trennen

DSL-Kunden sind meist permanent mit dem Internet verbunden. Auch wenn es nicht genutzt wird. Wozu auch trennen, kostet ja nix! Doch LTE-Nutzer sollten bestehende Verbindungen stets trennen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Denn im Hintergrund kommunizieren permanent Programme und Systemanwendungen nach „draußen“, ohne dass Sie es merken. Als Beispiel seien genannt: Windows Update, Virenscanner Updatemanager oder die Uhrzeit-Synchronisation von Windows und viele andere mehr. Einige lassen sich ausstellen, aber nicht alle. Wer unseren Tipp aus dem Spezial „Downloadvolumen messen“ beherzigt und den „Netspeedmonitor“ installiert hat, kann sich selbst überzeugen. Pro Stunde kommt dabei gut und gerne ein einstelliger Megabyte-Betrag zusammen, was sich im Laufe eines Monats auf über 100 MB aufsummieren kann. Verschwendete Ressourcen finden wir! Spareffekt: gering aber sinnvoll


Was sonst noch nützlich sein könnte:

» Einführung - Surfvolumen sparen
» Surfvolumen im Blick - so kontrollieren Sie Ihren Verbrauch
» LTE Verfügbarkeit - hier jetzt testen...
» Anbieter und Tarife im Vergleich





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