LTE für Zuhause

Ratgeber zur schnellen DSL-Alternative per Funk


LTE zuhause nutzen - schnell surfen auch wenn kein DSL geht!

Die LTE-Funktechnik beschleunigt mittlerweile das mobile Internet vieler Smartphone-Nutzer. Doch 4G LTE erfüllt noch eine weit wichtigere Funktion: Nach dem Start vor 7 Jahren, konnten erstmals auch ländliche und mit DSL unerschlossene Gebiete mit Highspeed versorgt werden. Die Erschließung von „weißen Flecken“ war für die Mobilfunkprovider sogar eine verpflichtende Auflage. Mittlerweile können fast alle Verbraucher, in den ehemals betroffenen Gebieten, von der neuen Technik profitieren. Dieser Ratgeber zeigt, was beim Einsatz von „LTE für Zuhause“ alles nötig ist und wo die Vor- und Nachteile liegen. Zudem geben wir viele wertvolle Tipps für Einsteiger!

1. Für wen eignet sich LTE Zuhause?

Auch im Jahr 2017 gibt es leider nach wie vor Regionen auf der Landkarte, die vollkommen von der DSL-Versorgung abgekoppelt sind - von VDSL oder Glasfaser ganz zu schweigen. Oder aber die Daten tröpfeln so langsam durch die Leitung, dass zeitgemäße Applikationen im Internet schlicht unmöglich sind - Stichwort „DSL-Light“. Es werden zwar Alternativen wie SAT-DSL angeboten, doch auch hier existieren wie so oft Schattenseiten. LTE für Zuhause, also den stationären Einsatz, verspricht zumindest temporär Abhilfe, bis in Zukunft kabelbasierte Breitbandangebote erschlossen sind. Aktuell bieten drei Anbieter in Deutschland Kombipakete aus einem LTE-Anschluss mit bis zu 50 MBit (regional sogar 100 MBit) und einer Festnetzflatrate ab ca. 25 Euro monatlich. Die Angebote werden wir später noch genau vorstellen.

2. Voraussetzungen bzw. Verfügbarkeit

Router für den LTE-Empfang stationär im Haus

LTE-Router für Daheim - Beispiel

Die Verfügbarkeit für „Heim LTE“ ist mittlerweile exzellent. Spätestens 2017/18 wird eine nahezu flächendeckende Versorgung erwartet. Ende 2016 konnten Vodafone und die Telekom schon für rund 80-90 Prozent der Fläche LTE bereitstellen. Mehr dazu finden Sie hier auf unserer Karte. Zum Einsatz von LTE Zuhause, wird außerdem ein spezieller LTE-Router benötigt. Konventionelle DSL-Router sind natürlich nicht geeignet. Die nötigen Geräte erhalten Sie beim Anbieter Ihrer Wahl zu einem Neuvertrag oder können natürlich auch separat im Einzelhandel erworben werden. Die Auswahl ist mittlerweile recht gut. Unsere Empfehlung für Heimkunden geht an die Fritz!Box 6842 von AVM.

3. Vorteile und Nachteile von LTE für daheim

Die Vorzüge liegen klar auf der Hand. Auch ohne DSL sind per LTE Datenraten erreichbar, die sonst nur über VDSL- oder Kabelanschlüsse angeboten werden. Unter guten Bedingungen, lassen sich durchaus 50 bis 100 MBit erzielen. Innerhalb weniger Tage nach Bestellung erhält der Kunde Zugriff auf eine Highspeed-Lösung.

Es gibt aber natürlich auch Nachteile. Wie jede Funktechnik, ist auch LTE anfällig für Störungen. Bei schlechten Empfangsbedingungen kann es daher nötig sein, mit einer externen LTE-Antenne den Empfang zu verbessern. Hauptkritikpunkt ist hingegen, dass der superschnelle Zugang nicht unlimitiert nutzbar ist. Je nach Tarif und Anbieter, steht dem Kunden aktuell ein Kontingent zwischen 10 und 30 Gigabyte monatlich zur Verfügung. Zum Vergleich: Eine DVD fasst rund 5 Gigabyte. Wird in den 30 Tagen mehr verbraucht, rutscht der Kunde in die die sogenannte Drosselung. Statt Highspeed LTE gibt’s dann Retro-Feeling mit ca. 380 Kbit/s, was einer einfachen UMTS-Verbindung entspricht. Mehr berechnet wird allerdings nicht. Man wird nur ausgebremst.

Vergleich:
Highspeed-Volumen der Zuhause-Tarife bei Vodafone (links) und congstar (rechts) in Megabyte


Vermeiden lässt sich das nur, indem man entweder kostenpflichtig neues Highspeedvolumen bucht oder über „Hybrid“. Letzteres bietet die Telekom seit Ende 2014, wenn zumindest ein langsamer DSL-Anschluss mit wenigstens 384 Kbit anliegt. Die Kombi aus DSL und LTE unterliegt nämlich keiner Volumendrosselung. Seit einiger Zeit bietet die Telekom über Hybrid sogar ihren TV-Anschluss Entertain an! » mehr über Magenta Hybrid

Tipp: Nur bei der Telekom gibts unlimitierte Flatrates per Hybrid-Technik!

4. Anbieter, Kosten und Preisvergleich

Wie schon angedeutet, wird Zuhause-LTE momentan ausschließlich von der Telekom. Vodafone und mittlerweile auch congstar (siehe nächster Abschnitt) angeboten. Die Entscheidung dürfte daher auch weit einfacher ausfallen. Die Zuhause-Angebote gleichen sich zudem sehr was Ausstattung, Preis und Verfügbarkeit angeht. Den günstigsten Tarif bietet Vodafone mit „LTE Zuhause S“ und 7,2 MBit ab rund 25 € monatlich. Hier fehlt allerdings die Festnetzflatrate. Doppelflats starten bei ca. 35 € im Monat. Wer sich für die Pakete interessiert, findet unter folgenden Links alle Details, Preise und Sparaktionen. » LTE Zuhause Tarife Telekom » LTE Zuhause Vergleich Vodafone » LTE Zuhause von congstar

4.2 congstar als neuer Heim-LTE Anbieter

Zur IFA 2016 hatte congstar angekündigt, einen neuen Heim-Tarif via LTE anzubieten. Dieser beeindruckt mit einfacher Handhabe und günstigem Volumenpaket. Seit Ende September ist "congstar Homespot" nun verfügbar. Wir haben uns das Angebot natürlich ganz genau angesehen und zeigen, was der Home-Tarife bietet und für wen er geeignet ist. Hier gehts zum Spezial für congstar Homespot.


LTE Zuhause von congstar kommt ....

4.3 Otelo: Auch Internet für daheim!?

Im Sommer 2015 startete auch die Vodafone Marke „Otelo“ schnelles Internet für Zuhause per LTE-Internet* oder 3G. "Otelo Internet Zuhause" beeindruckte mit einer Besonderheit - nach dem Highspeed-Volumen von 15 GB (bei 16 MBit/s), erfolgte eine Drosselung auf 1 MBit und nicht wie im Heimbereich üblich auf 384 KBit/s. Auch beim Preis von 19.99 € war das Produkt ziemlich attraktiv. Leider handelte es sich nur um einen Testlauf. Im Februar stellte Otelo den Internet-Zuhause-Tarif leider still und heimlich wieder ein. Ein Relaunch ist angeblich nicht geplant. Schade!

5. LTE-Zuhause Anschluss richtig einrichten

Im Gegensatz zur Installation von herkömmlichem DSL, gibt es etliche Fallstricke bei der Einrichtung des neuen Anschlusses. Diese führen im schlimmsten Fall dazu, dass entweder kein Empfang besteht oder die Verbindung dauerhaft sehr instabil ist. Je nach gewähltem Anbieter und dem eingesetzten Router unterscheiden sich zudem die ersten Schritte. Gerade für Einsteiger mitunter schwierig. In diesem Installationsratgeber zeigen wir im Einzelnen und verständlich, worauf man achten muss und wie die Konfiguration für die gängigen Router (auch Hybrid) abläuft.



6. Empfangsoptimierung: So holen Sie das Maximum raus

Nur bei optimalen Empfangsbedingungen lassen sich die im Zuhause-Tarif versprochenen Übertragungsraten annähernd erreichen. Daher optimieren viele LTE-User die Verbindungsqualität durch den Einsatz spezieller LTE-Antennen. Diese werden idealer Weise außen angebracht, wie auch bei SAT-Antennen üblich. Wichtig sind dabei vor allem: Eine korrekte Ausrichtung, der Kauf einer für den persönlichen Bedarf geeigneten Antenne, sowie ordentliche Kabel. Im Forum finden Sie zudem eine Anlaufstelle für Fragen aller Art zum Thema.

BASE, O2 und 1und1?

Der ein oder andere wird sich fragen, was mit den anderen LTE-Anbietern ist. Tatsächlich hatten sowohl O2, als auch 1&1 (via Vodafone) in den Anfangsjahren auch stationäre Tarife im Programm. Doch diese wurden still und leise wieder eingestellt. Und auch von E-Plus wird es keine Heim-Lösungen geben. Nach der Übernahme von O2, wurde die einstige E-Plusmarke "Base" mittlerweile komplett einverleibt. Seit Anfang 2016 werden nur noch O2-eigene Produkte vertrieben.

Weiterführendes

» Ratgeber zur Empfangsverbesserung bei LTE
» LTE Speedtest durchführen



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