LTE Speed optimieren
Es gibt
zahlreiche Faktoren, die die Geschwindigkeit Ihres LTE-Internetzugangs beeinflussen. Wer mit seinen Messwerten nicht zufrieden ist, kann damit erste Ansatzpunkte für Optimierungen finden. Darüber hinaus gibt es ein paar einfache Möglichkeiten, die für gewöhnlich schnell zum Erfolg führen und für mehr LTE-Speed sorgen. Los geht’s!
Ausgangssituation prüfen
Wer seinen Anschluss noch nicht getestet hat, sollte dies mit unserem LTE Speedtest zuvor nachholen. Denn nur wer weiß, wie die Ausgangslage ist, wird später auch ggf. Verbesserungen feststellen können. Zumindest solche, die über das subjektive Empfinden hinausgehen.
2 prinzipielle Möglichkeiten
Es gibt prinzipiell 2 Ansatzpunkte, den LTE-Speed zu verbessern. Der eine zielt auf die Empfangsverbesserung, der andere auf das Heimnetzwerk und Ihr PC-System.
Empfang verbessern:
Beim Satellitenfernsehen merkt man Empfangsprobleme meist in abgehackten und klötzchenhaften Bildern. Wer noch analoges SAT-TV nutzt, im bekannten Grissel-Bild. Ist beim LTE-Anschluss hingegen die Empfangsqualität unzureichend, merkt man dies entweder an dauerhaft, deutlich zu langsamen Downloadraten. Unter Umständen sogar an Verbindungsabbrüchen.
- a) Außenantenne installieren
- Wird LTE als DSL-Ersatz zuhause genutzt, ist die beste Möglichkeit die Anbringung einer externen LTE-Antenne. Damit sind die besten Ergebnisse zu erwarten. Die Kosten dafür belaufen sich, je nach Antennentyp, auf ca. 60 - 150 €.
- b) Empfang des LTE-Sticks optimieren
- Wer LTE am Laptop oder PC mit einem Surfstick nutzt, kann unter Umständen mit einem USB-Verlängerungskabel schon viel erreichen. Zum einen werden Störfaktoren in der Umgebung des Laptops minimiert, zum anderen kann der Stick so idealer Weise am Fenster platziert werden. Solche Kabel kosten im Fachhandel zwischen 5 und 15 €. Achten Sie bei über 2m Länge auf gute Qualität. Optimal ist ein Modell mit Verstärker (Repeater).
- c) Standort im Haus / Wohnung ändern
- Wenn für den LTE-Empfang nur der Router oder Stick genutzt wird, und Vorschlag a) und b) nicht in Frage kommen, kann eine Änderung des Standorts mitunter ebenfalls helfen. Am leichtesten finden Sie „gute Plätzchen“ so: Einfach einen Laptop samt USB-LTE-Stick nehmen und die Signalqualität beobachten. Dann langsam (höchstens 1m aller 10-20 Sekunden) sich im Haus bewegen. Alternativ kann man dabei auch einen Download durchführen und die Downloadrate beobachten. Zur Verifizierung den Speedtest nutzen.

System optimieren: Hart aber wahr – auf einer „lahmen Ente“, können Sie leider kein Highspeed-Internet erwarten. Selbst wenn der LTE-Anschluss 50 MBit/s schafft, wird ein alter PC (>5 Jahre) damit wahrscheinlich nicht zurecht kommen. In diesem Fall könnte eine Aufrüstung (mehr RAM, schnellere HD) unter Umständen schon ausreichend sein. Ansonsten empfiehlt sich der Kauf eines neuen Computers. Modelle, die zum Surfen ausreichend sind und für die meisten Applikationen, sind bereits ab ca. 300 € erhältlich. Doch auch in aktuellen Systemen, können Bremsen lauern. Hier ein paar einfache Tipps, die jeder einfach beherzigen kann:
- a) Achten Sie darauf, möglichst die neusten Browserversionen zu verwenden. Nicht selten bedeutet eine neue Version auch ein Plus an Geschwindigkeit. Die Macher des Firefox-Browsers bspw., bewarben den Sprung von Version 3.x auf 4.x mit dem Versprechen, mit „6x so schnell, wie Firefox 3.6“.
- b) Updaten Sie Ihr Betriebssystem regelmäßig
- c) Systemoptimierer, wie „TuneUp Utilities“ können(!) unter Umständen ein paar Pluspunkte rausschlagen. PS: Ein guter Zeitpunkt mal aufzuräumen und ungenutzte Programme zu deinstallieren
- d) Vermeiden sie zu viele (meist unnötige) Hintergrundprozesse und Browserplugins laufen zu lassen. Viele fressen Systemressourcen oder greifen sogar auf das Internet zu, was wiederum Datenrate kostet.
Zu guter Letzt sei noch das Stichwort
Heimnetzwerk genannt. In den meisten Haushalten kommt mittlerweile WLAN zum Einsatz. Achten Sie hier auf die Verwendung des neuesten WPA2-Verschlüsselungsstandards. Mehr Leistung verspricht der aktuellste N-Standard. Einige Router (wie
Fritz!box 6340) unterstützen darüber hinaus schon den WLAN-Betrieb auf 5 GHz, statt auf 2,4 GHz. Das kann teils deutliche Vorteile mit sich bringen. Denn noch senden auf dieser Frequenz die wenigsten WLAN-Nutzer. Störungen durch Interferenzen sind somit unwahrscheinlicher. Der Funkbereich um 2,4 GHz wird übrigens noch von etlichen, anderen Geräten verwendet, wie etwa Babyphones. Einige emittieren derartige Strahlung – Stichwort Mikrowellenöfen. Auch die Erregerfrequenz von Wasser entspricht leider diesem Wert. Wasserleitungen können daher als echt hartnäckige Isolatoren wirken. Kurzum: Wenn möglich das Heim-WLAN auf 5 GHz einrichten.