Installation: Ratgeber für LTE Zuhause Kunden

Fehler vermeiden und LTE richtig einrichten - so gehts!


Installationsanleitung LTE / 4G


Mobilfunk per LTE ermöglicht auch in Regionen ohne DSL-Verfügbarkeit den schnellen Zugang zum Internet. In der Regel sind bis zu 50 MBit möglich, teils auch mehr. Im Gegensatz zu kabelbasierten Anschlüssen, wie DSL oder VDSL, sollten bei der Installation des LTE-Zugangs allerdings einige Besonderheiten beachten werden. Wir zeigen, wie Sie Telefon und Internet richtig installieren und einrichten und nicht die gängigen Fehler machen. Wer diese vermeidet, kann sich über stabilere und schnellere Internet- sowie Telefonverbindung per LTE freuen. Los geht’s!

Zunächst widmen wir uns dem Angebot von Vodafone, das als einziges momentan auf eine „LTE-only“ Lösung setzt. Unter dem Gliederungspunkt 2) stehen wir dagegen Telekom-Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Hier handelt es sich nämlich um sogenanntes „Hybrid“ aus LTE & DSL, was bei der Installation und Einrichtung einige Besonderheiten mit sich bringt. Folgend erfahren Sie noch, was man beim Router-Stellplatz beachten sollte und welche Hilfsmittel mitunter nützlich sind.

1. Installation LTE mit Vodafone LTE-Zuhause

Mit „Vodafone LTE Zuhause“ oder dem GigaCube verspricht der Konzern 50-150 MBit auch in Gebieten, wo kein kabelbasiertes Highspeed-Internet ausgebaut ist. Die Tarife funktionieren also rein über Funk, auch das Festnetztelefon wohlgemerkt! Dadurch müssen wir später noch einige Vorkehrungen treffen. Zunächst bereiten wir jedoch die Inbetriebnahme des Anschlusses vor:

Vodafone LTE zuhause einrichten


Allgemein ist die Einrichtung des Routers recht simpel und kann problemlos auch von Laien durchgeführt werden. Prinzipiell sieht der Werdegang wie folgt aus: Nach der Bestellung erhalten die Kunden (1-3 Wochen) den LTE-Router sowie einen separaten Brief mit einer Freischaltbestätigung, der SIM-Karte und den Zugangsdaten. Im ersten Schritt wird die SIM in das Endgerät eingeführt. Per LAN-Kabel stellt man anschließend eine Verbindung zum PC her, so dass ein Zugriff auf den Router erfolgen und die Installation abgeschlossen werden kann. Falls vorgesehen, ist  der Anschluss eines Telefons und/oder Faxes sowie die Konfiguration eines WLAN-Netzes machbar.


All diese Arbeitsschritte gleichen sich, sind aber im Detail vom verwendeten Endgerät abhängig. Im Detail geben wir in den folgend Ratgebern eine routerspezifische Anleitung und Hilfestellungen. Einmal hier für die Easybox 904 LTE sowie hier für Nutzer einer LTE-Fritzbox – beides gängige Router für Vodafone-Kunden.

Seit 2017 bietet Vodafone zudem einen weiteren interessanten Tarif für schnelles Internet ohne nötige Festnetzleitungen via Funk - gemeint sind die GigaCube-Tarife. Hierüber sind sogar satte 150 MBit pro Sekunde im Vodafone LTE-Netz möglich. Tipps zur Einrichtung und Installation des GigaCube-Routers, haben wir hier für Sie zusammengestellt: » Vodafones GigaCube richtig installieren

2. Installation Hybrid (Telekom)

Ratgeber zur Einrichtung des Hybridrouters

Nutzer der innovativen Telekom Hybrid-Tarife freuen sich über einen ungedrosselten Internetzugang, da hier LTE-Funk und DSL geschickt kombiniert werden. Doch gerade weil hier zwei Empfangs-Komponenten fusioniert werden, stellt dies etwas andere Anforderungen an die Installation. Per se ist diese nicht unbedingt schwieriger als bei „only LTE“-Lösungen von Vodafone. Dennoch gilt es bei der Standortauswahl einiges zu beachten, wie Sie unter 3.1 erfahren werden. Zunächst muss jedoch der Router mit dem Internet verbunden und für den ersten Start konfiguriert werden. Wie das im Einzelnen aussieht, zeigen wir hier: » Hybridrouter installieren

3. Der richtige Standort für den Router

Nachdem das Endgerät nun korrekt eingerichtet und mit dem Internet verbunden ist, sollten wir uns dem wohl wichtigsten Punkt widmen – dem Standort und der Empfangsoptimierung. Bei der Wahl des Platzes im Haus bzw. der Wohnung, gehen viele leider den bequemsten Weg. Der LTE-Router landet meist dort, wo das Telefon steht. Also im Flur oder im schlimmsten Fall noch versteckt in einem Schränkchen neben jenen. Was für DSL-Kunden kein Problem darstellt, ist hingegen bei LTE wohl der schlimmste Fehler, den man machen kann! Hier sollten wir uns noch einmal vor Augen halten, dass es sich bei LTE um eine Funktechnik handelt. Telefon und Internet funktionieren also am besten und störungsfrei, wenn die Empfangsqualität stimmt. Sie telefonieren mit dem Handy ja schließlich auch nicht vorzugsweise im Keller …

Standortwahl

Daher ist der beste Platz zunächst einmal am Fenster und generell so hoch wie möglich. Wo genau im Haus, muss man leider selbst ausprobieren, da die individuellen Empfangsbedingungen sich stets unterscheiden. Der Router gibt die Empfangsstärke über eine Balkenanzeige grob wieder, was bei einer ersten Orientierung hilft. Sollte sich kein Fleck finden, wo mehr als ein Balken signalisiert wird, empfiehlt sich der Anschluss und die Installation einer externen LTE-Antenne zur Empfangsoptimierung.


geeignete Positionen für den LTE-Router

3.1 Standortwahl für Hybrid-Router

Rufen wir uns noch einmal kurz ins Gedächtnis, dass Hybrid einmal die Luftschnittstelle via LTE und zusätzlich DSL als Zweitkomponente verwendet. Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, repräsentiert ein möglichst hochgelegener Fensterplatz prinzipiell die beste Position für einen LTE-Router. Sollten externe Antennen eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4), sind Platzierungen so nah wie möglich an der Außenantenne vorzuziehen, um die Kabellängen minimieren zu können. Die Telefondose für den DSL-Zugang befindet sich allerdings meistens im Erdgeschoss bzw. im Flur.

Hybridkunden stehen daher vor einer Art „trade off“ Situation, denn Flur und hochgelegene Zimmer mit Fensterplatz schließen sich untrennbar aus. Aus Kostengründen empfiehlt sich dann folgendes:  Das mitgelieferte TAE-Telefonkabel für den IP-basierten Anschluss (grauer Stecker), wird einfach zum idealen Hybrid-Router Standort verlängert. Unser Fazit: Die ideale Position des Hybridrouters ist für jeden Haushalt individuell und muss anhand der beiden Parameter „Nähe zur TAE-Dose“ und „bester Standort für idealen LTE-Empfang“ abgewogen werden.

4. Empfang verbessern mit externer Antenne

Empfang mit Antenne optimieren

Der Markt bietet eine Vielzahl von Antennen für LTE-Kunden zur Optimierung bei schlechten Empfangssituationen vor Ort. Die meisten stationären LTE-Router verfügen je über zwei passende SMA-Antennenbuchsen. Das trifft sowohl für den Telekom Hybrid-Router, den A1 Hybrid Router, als auch Vodafones Easybox 904 zu, wie auch für die FritzBox 6840 und FB 6842. Einzig bei der FritzBox 6810 und 6820, hat der Hersteller AVM auf eine solche Möglichkeit verzichtet. Hier schafft aber bei Bedarf ein Umrüst-Kit Abhilfe.

Eine Beratung, wie man die persönlich beste LTE-Antenne findet, würde allerdings hier den Rahmen sprengen, so dass wir dem Thema einen extra Ratgeber gewidmet haben.


5. DLAN als Hilfsmittel zur Standortwahl

Eine Alternative zum Wireless-LAN (WLAN), ist das sogenannte dLAN, welches unter Umständen helfen kann, den Standortnachtteil bei der Positionierung des LTE- bzw. Hybrid-Routers wieder auszugleichen. Mit einem dLAN-Adapterset lassen sich nämlich Daten im hauseigenen Stromnetz übertragen. Die Handhabe ist dabei äußerst simpel: Im Umfeld des Routers, wird per LAN-Kabel das Datensignal in einen dLAN-Adapter eingespeist. Letzterer wird dafür einfach in die Stromdose gesteckt. Über den passenden Gegenadapter, kann nun an einer beliebigen Stelle im Haus, das Signal wieder per LAN-Kabel abgegriffen werden. Die Datenübertragung erfolgt natürlich verschlüsselt, wie auch bei WLAN-Netzen.

dLAN Starterkit von Devolo

Entsprechende Kits gibt es im Fachhandel ab ca. 50 Euro, teurere Modelle verfügen meist über eine höhere Übertragungsrate (bis 1200 MBit) und gleich über mehrere Adapter. Über dLAN-Sets lässt sich der Router also auch an etwas abgelegenen Ecken im Haus platzieren. Nur fürs Telefon muss dann unter Umständen ein längeres TAE-Kabel gezogen werden. Dieses Szenario ist aber weit günstiger und weniger aufwendig, als möglicher Weise mehrere WLAN-Repeater zu installieren. Oder gar lange, teure LTE-Antennenkabel einzusetzen, die wiederum viel vom Antennengewinn kosten.

Weiterführendes

» Ratgeber Empfangsoptimierung
» LTE Speedtest durchführen
» mehr über LTE für Zuhause erfahren
» Höhenprofil erstellen
» LTE Stick mit Fritzbox betreiben
» zum LTE-Forum



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