Fonic Prepaid: Tarife und Angebote mit LTE

Günstig ohne Vertrag mobil mit 4G surfen und telefonieren


Fonic Starterset

Der Prepaid-Anbieter "Fonic" gehörte lange zu den populärsten deutschen Mobilfunk-Discountmarken und wurde nicht zuletzt durch diverse Werbekampagnen mit „Bruce“ bekannt. Heute wirbt das Unternehmen zwar mit einem anderen Konterfei, geblieben sind aber der Slogan „Das ist die Wahrheit“ und die durchweg günstigen Tarife.

Sämtliche Angebote von Fonic sind Prepaid – es gibt also keine Vertragslaufzeit und das Guthaben kann u.a. bequem über Wert-Bons aufgeladen werden. Im Folgenden erfahren Sie mehr zum Tarifangebot zum mobilen Surfen und günstigen telefonieren und ob es LTE oder 5G bei Fonic gibt.


Über den Anbieter

Die meisten Prepaid-Anbieter in Deutschland sind eigenständige Unternehmen, betreiben aber kein eigenes Funknetz. Sie agieren als Reseller der großen Netzbetreiber und bieten hauseigene Produkte auf Basis eines bestimmten Netzbetreibers (z.B. Dt. Telekom). Beispiel hierfür sind Blau, Aldi-Talk, oder Nettokom. Bei Fonic handelt es sich dagegen um ein Tochterunternehmen der „Telefónica Deutschland“, also „O2“. Ähnlich wie „congstar“ eine 100% Tochter der Deutschen Telekom ist. Alle Angebote basieren daher auf dem Mobilfunknetz von O2.


Ist 4G/LTE bei Fonic möglich?

Der Mutterkonzern „O2“ bietet LTE-Tarife fürs Smartphone, Tablet oder Surfsticks schon seit 2013 [zeigen]. Aber erst im Juli 2016 konnten wir erstmals eine LTE-Verbindung mit einer Fonic Prepaid SIM-Karte nachweisen. Bis dato wurde 4G/LTE für Fonic-Nutzer nämlich von O2 nicht freigegeben. Mittlerweile surfen alle Kunden mit LTE bei maximal 25 MBit/s im Downstream und 10-11 MBit/s Upstream. Nur in den wenigen Regionen wo das O2-Netz den Mobilfunkstandard noch nicht abdeckt, gehts mit 2G/3G ins Netz. Dank einer Abdeckung von über 98 Prozent dürfte dies aber nur sehr selten vorkommen. Die O2-Ausbaukarte kann hier eingesehen werden. Und wie sieht es mit 5G aus? Leider müssen Fonic-Kunden aktuell noch auf 5G verzichten. Dies ist eher den teuren Vertragstarifen der Konzernmutter vorbehalten.

Volle Flexibilität und Kostenkontrolle dank Prepaid

Wie schon angedeutet, handelt es sich um echte Prepaid-Tarifmodelle. Daher kommen die Angebote vor allem für Wenigtelefonierer bzw. Gelegenheitsnutzer in Frage. Wer mobiles Internet vor allem im Urlaub, beim Campen oder im Garten nutzen möchte, zahlt immer nur dann, wenn Bedarf besteht und nicht 12 Monate im Jahr für die Nichtnutzung. Nichts desto trotz, bietet Fonic auch preisewerte All-Smartphone Netz-Flatrates für unbegrenzte Gespräche im kompletten deutschen Mobil- und Festnetz - samt Surfflat versteht sich.

Smartphone: Allnet-Flat für unter 10 Euro

Fonic bietet insgesamt drei Smartphone-Pakete zur Auswahl. Bei allen handelt es sich um Allnetflats für unbegrenzte Telefonate in alle deutschen Netze. Unterschiede gibt es lediglich in Hinsicht auf das inkludierte 4G-Datenvolumen. Die günstigere Variante bietet immerhin schon 3 GB Volumen monatlich im LTE-Datennetz von O2.


Fonic Smartphone-Tarife Smart 3 GB Smart 5 GB Smart 7 GB
monatliche Kündbarkeit ja ja ja
Surfen mit bis zu ... 25 MBit/s 25 MBit/s 25 MBit/s
Uploadrate bis zu ... 10 MBit/s 10 MBit/s 10 MBit/s
LTE möglich ja ja ja
Highspeed-Volumen / 28 Tage 3 GB 6 GB 12 GB
Laufzeit jeweils 4 Wochen 4 Wochen 4 Wochen
bundesweit telefonieren Flat Flat Flat
SMS innerhalb Deutschlands Flat Flat Flat
EU Roaming
Preis pro 4 Wochen 9.99 € 16.99 € 19.99 €




Zwischenfazit:

Die Fonic-Tarife sind im Vergleich zu anderen Anbietern im O2-Netz nicht mehr ganz konkurrenzfähig. Sowohl in Bezug auf Datenvolumen als auch Übertragungsrate. Denn der LTE-Zugang bleibt mit maximal 25 MBit/s relativ langsam. Zum Vergleich: Über Callya bietet Vodafone eine Prepaid-Allnetflat mit 3 GB und LTE mit bis zu 500 MBit zum Preis von 10 € in 4 Wochen! Aldis "Paket M" umfasst für rund 13 € monatlich 6 GB LTE mit 25 MBit und unlimitierte Telefonie.

Mobil surfen per Surfstick oder Tablet ab 1.99 € pro Tag

In Punkto "Internet für unterwegs", bietet Fonic seinen Kunden nur zwei speziell optimierte Tarife. Einmal das Tages-Ticket, welches mit 500 MB je 24 Stunden aufwartet und 1.99 € kostet. Ideal also zum Testen, für Ausflüge oder Kurzurlaube innerhalb von Deutschland. Nachdem dies aufgebraucht wurde surft man, statt mit maximal 25 MBit, gedrosselt weiter (höchstens 32 Kbit/s (GPRS). Oder aber 3,5 GB für 4 Wochen.

Daten-Tarife Fonic Tagesticket Surf Flat 3,5
Kündbarkeit gilt nur für 24 Sunden je 4 Wochen
Surfen mit bis zu ... 25 MBit/s 25 MBit/s
Uploadrate bis zu ... 10 MBit/s 10 MBit/s
LTE möglich ja ja
Highspeed-Volumen 500 MB 3,5 GB
gültig jeweils für 1 Tag 4 Wochen
optional bundesweit telefonieren 9 Cent / Min. 9 Cent / Min.
Kosten pro SMS innerhalb Dtl. 9 Cent 9 Cent
Preis 1.99 € pro Nutzungstag 9,99 €


Empfohlener Surfstick

Auf fonic.de lässt sich Surf-Card (Fonic Starterkit) für mobiles Internet optional auch gleich mit passendem USB-Surfstick bestellen. Dieser kostet rund 20 Euro. Allerdings sollte man für diesen Preis nicht gerade ein High-End-Gerät erwarten. LTE-kompatibel ist der Stick ebenfalls nicht. Wer für die LTE-Nutzung empfehlen wir eine andere Alternative. Welche Modelle als Stick oder mobile Router es auf dem Markt gibt, zeigen wir hier.

Surfen mit Fonic Data per LTE-Stick von O2

Mit dem kostengünstigen O2 LTE-Stick ist surfen komfortabler und zukunftssicherer, als mit dem Billig-Stick von Fonic ...


„Fonic classic“

Wer sein Starterpaket erhalten und aktiviert hat, landet automatisch zunächst im „Classic Paket", welches 0 € monatlich kostet. Hier kann, bei bestehendem Guthaben, für günstige 9 Cent je Minute telefoniert werden. SMS kosten ebenfalls 9 Cent. Lediglich mobil surfen sollte in diesem Standard-Pack tunlichst vermieden werden, da jedes Megabyte mit exorbitanten 24 Cent abgegolten wird. In wenigen Minuten mit aktiviertem Internet, kann sich so unbemerkt das gesamte Guthaben der Karte in Luft auflösen. Internet also nur bei gebuchter Datenoption einschalten!

Europa Tarife

Sofern keine Flatrate oder Sprachoption gebucht wurde, gilt ein Minutenpreis von 9 Cent pro Minute innerhalb Europas. Im Einzelnen also:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich inkl. folgender Überseegebiete (Französisch Guayana, Guadeloupe, La Réunion, Martinique, Mayotte, Saint Barthélemy, Saint-Martin), Griechenland, Großbritannien (inkl. Gibraltar, Nordirland), Irland, Island, Italien (inkl. San Marino, Vatikanstadt), Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal (inkl. Azoren, Madeira), Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien (inkl. Kanarische Inseln), Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.


Wie läuft die Buchung und Bezahlung?

Zunächst benötigen Interessenten, wie bei Prepaid üblich, ein Fonic Starter-Paket. Dieses kann entweder auf der Homepage bestellt, oder aber bei einem der zahlreichen Partner im Handel erworben werden. Und zwar bei Real, Drogerie dm & Müller und JET-Tankstellen. Im Promarkt, REWE und Rossmann finden sich Werte-Bons zum Aufladen. Das Starterpack kostet 9,95 € und enthält ein 10 € Guthaben-Bonus. Zudem die SIM-Karte mit PIN, PUK und Mobilfunknummer.

Im Zuge der Onlinebestellung fragt Fonic zunächst die Adressdaten ab und wie man das Starterset bezahlen möchte - zum Beispiel per Kontoeinzug. Später kann man aber immer noch selbst entscheiden, wie man sein Guthaben auflädt. Etwa via Voucher oder Kreditkarte.

Fonic SIM bestellen | Screenshot Fonic

Als nächstes hat man die Wahl wie die Identitätsprüfung erfolgen soll. Entweder über Postident oder Videochat. Beides wird von der Deutschen Post abgewickelt und ist für Sie kostenlos. Für Video-ID muss aber ein Smartphone mit einer halbwegs guten Kamera verwendet werden, da hier Fotos von Gesicht und Ausweis nötig sind.

Wird die SIM-Karte geliefert (ca. 2-3 Werktage), muss diese nur noch unter https://www.fonic.de/freischalten aktiviert werden. Sie benötige hier den mitgelieferten SIM-Karten-Träger. Denn dieser enthält die Rufnummer und eine Freischaltnummer.

Direkt nach der Freischaltung der SIM-Karte (dauerte im Test 30 Minuten) kann man Tarife oder Optionen buchen, zum Beispiel für mobiles Internet.

Wer sein Guthaben aufgebraucht hat, erhält bei den genannten Partnern im Einzelhandel Guthabenkarten. Diese können unter fonic.de im persönlichen Bereich, via SMS oder die Fonic App freigeschaltet werden können. Wer es noch bequemer mag, hinterlegt eine Einzugsermächtigung zum Aufladen via Girokonto.

Fonic App

Wie eigentlich heute alle Anbieter, hat auch Fonic eine kostenlose Kunden-App im Angebot. Darüber kann zunächst mit einem Klick das verbleibende Datenvolumen eingesehen werden. Auch Tarifoptionen lassen sich bequem zu- oder abbuchen.

Fonic App installieren

Praxischeck und Speedtest mit Fonic

Der Netzprovider O2 verfügt über eines der besten deutschen Mobilfunknetze, auch wenn noch nicht ganz das Niveau der Konkurrenz erreicht wird. Im Chip-Netztest 2020 belegte O2 den dritten Platz nach Vodafone und der Deutschen Telekom. Besonders in den Städten gibt es kaum Probleme mit dem Empfang und der Datenrate. Im ländlichen Raum hingegen klaffen hier und da noch Löcher. Hier sind die Dt. Telekom und Vodafone nach wie vor besser aufgestellt, dafür aber teils auch deutlich teurer. Keine Probleme gibts dagegen in städtischen Gefilden.

Mit dem Smartphone (Samsung A90 5G) erzielten wir im leipziger Büro problemlos fast die maximal möglichen 25 MBit/s. Lediglich der Upstream rangierte unter den machbaren 10 MBit/s.

Mein LTE-Speedtest

Als nächstes prüften wir das Ergebnis indoor mit einem Router nach. Zum Einsatz kam beim Test eine FritzBox 6890 LTE. Die Ladegeschwindigkeit war dabei nahezu unverändert, aber die Sendedatenrate konnte noch etwas zulegen.

Mein LTE-Speedtest

Rein subjektiv gab es beim Surfen am Handy keine Probleme. Alle aufgerufenen Seiten luden flott und ohne größere Hänger. Vergleichbar also mit einem schnellen VDSL-Heimanschluss. Auch wenn man mit Fonic keine Rekorde im Speedtest knackt, ist die Geschwindigkeit für den Alltag vollkommen ausreichend. Selbst Videostreaming ist mit 10-20 MBit/s absolut kein Problem, sogar in HD!


Fonic Test in einer FritzBox LTE

Oberes Bild: Screenshot FritzBox LTE-Verbindungsübersicht


VoLTE und Wifi-Telefonie

Fonic Nutzer profitieren ohne Aufpreis von zwei Mobilfunktechniken, welche die Sprachqualität bzw. Verbindungsstabilität enorm erhöhen. Voice over LTE sorgt für 1a Tonqualität und zehrt bei Gesprächen weniger am Akku. Wifi-Calling hingegen ermöglicht, selbst in isolierten Innenräumen ohne bzw. mit schlechtem Empfang, eine gute Verbindung zum Telefonieren. Vorausgesetzt, Ihr Endgerät unterstützt diese Techniken. Das ist bei fast allen Geräten seit 2018 der Fall. Man kann zudem in den Mobilfunkeinstellungen erkennen, ob z.B. VoLTE supported wird. Das sieht dann in etwa so aus wie auf dem folgenden Screenshot:

VoLTE und Wifi Calling bei Fonic

Alternative Anbieter

Wer sich mit den etwas angestaubten Tarifen von Fonic nicht anfreunden kann, hat einige andere Option. Beispielsweise Blau oder Aldi (je O2), MagentaMobil Prepaid (Telekom) und per Callya (Vodafone). Mehr dazu erfahren Sie hier. Ansonsten bleibt der Griff zu einem Vertragstarif von O2, Vodafone oder der Telekom. Ab ca. 20-30 Euro monatlich wird man hier fündig. Eine detaillierte Übersicht, je nach Anbieter, finden Sie folgend unter:  » Tarife Vodafone » Telekom » O2

FAQ: Wie lauten die APN Zugangsdaten?

Wird die SIM-Karte in ein Smartphone oder Tablet eingelegt, müssen keine besonderen Einstellungen vorgenommen werden. Kurz nach dem Anschalten erhalten Sie automatisch eine Konfigurations-SMS, die alle nötigen Änderungen vornimmt. Anders verhält es sich, wenn man Fonic für mobiles Internet über einen Surfstick nutzt.

Hier muss noch die APN definiert werden, wie auf dem Screenshot rechts beispielhaft zu sehen. Und zwar sind folgende Einstellungen nötig bzw. werden empfohlen:

Konto: „beliebig wählbar, z.B. Fonic“.
Benutzername: frei lassen
Passwort: frei lassen
APN: pinternet.interkom.de

Welches Netz hat Fonic?

Mit einem Fonic-Tarif telefonieren und surfen Sie über das O2-Netz.

Gibt es schon eSIM bei Fonic?

Nein, aktuell noch nicht.



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