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Nov 30 2022

 von: M_Schwarten

Das Fachmagazin Chip hat in dieser Woche seinen Netztest 2022 veröffentlicht. Wie gewohnt, wurde die Qualität der Mobilfunknetze von Telekom, Vodafone und O2 auf den Prüfstand gestellt.

LTE oder 5G?

Chip hat die Ergebnisse seines Netztests 2022, der zusammen mit dem Partner Net Check durchgeführt wurde, veröffentlicht. Im Fokus stand dieses Jahr vor allem die Frage, ob sich ein Wechsel auf 5G lohnt oder ob man weiter bei LTE bleibt. Vor dieser Entscheidung stehen viele Mobilfunkkunden, weshalb Chip im Rahmen des Netztests unter anderem darauf geachtet hat, bei welchem der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 der neue Mobilfunkstandard 5G am besten ausgebaut ist und wie gut die neue Technologie im Vergleich zu 4G wirklich ist.

 

Wie in den vergangenen Jahren, hat Chip erneut zahlreiche Daten gesammelt, um die Netzqualität in Deutschland zu bewerten. Hierbei kommen nicht nur spezielle Messfahrzeuge zum Einsatz, mit denen innerhalb von drei Wochen knapp 16.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland zurückgelegt wurden. Sondern es fließen auch Daten von populären Apps von ca. 2,5 Millionen Smartphones ein. Das Crowd-Sourcing (natürlich mit Zustimmung der Nutzer) bleibt das wichtigste Mittel zur Bewertung der geografischen Verfügbarkeit der Netze.

Telekom holt den gewohnten Testsieg

Wie immer in den letzten Jahren, gewinnt auch 2022 wieder die Deutsche Telekom den Chip Netztest 2022. Der Mobilfunker schneidet mit einer Gesamtnote von 1,3 sehr gut ab. In allen drei Teilbereichen Internet (1,3), Telefonie (1,2) und Verfügbarkeit (1,2) kann sich die Telekom gegen die beiden Wettbewerber durchsetzen und stets die beste Note sichern.

 

Auch dem zweiten Platz kommt Vodafone ins Ziel. Der Abstand ist mit einer Gesamtnote von 1,4 gering zur Telekom. In allen Teilwertungen liegt der Konzern 0,2 Notenpunkte hinter denen der Telekom. Mit 1,7 leicht abgeschlagen auf dem dritten Platz und der Gesamtnote „gut“ landet O2 bzw. Telefónica Deutschand. Bei der Verfügbarkeit kann man sich ebenfalls eine sehr gute Note (1,5) sichern. Vor allem die 1,9 bei der Internet-Wertung verhagelt ein besseres Gesamtabschneiden, während der Bereich Telefonie mit 1,6 knapp an einer sehr gute Bewertung vorbeischrammt.

Telekom hat das beste 5G-Netz

Einer der Gründe, warum die Telekom sich den Platz an der Sonne erneut sichern konnte, ist die beste Verfügbarkeit beim neuen Standard 5G. Laut den Messungen von Chip, liegen die Werte bei gut 91 Prozent in der Stadt, wobei in gut 57 Prozent der Fälle mit der schnellen Frequenz bei 3,6 GHz gefunkt wird. Vodafone mit gut 87 Prozent und O2 mit rund 79 Prozent hängen bei der 5G-Verfügbarkeit in der Stadt hinterher. Beim schnellen 5G kann O2 mit gut 51 Prozent sogar Vodafone mit knapp unter 45 Prozent hinter sich lassen.

 

Auch bei der Verfügbarkeit auf dem Land ist die Telekom mit gut 83 Prozent führend. Der Anteil bei 3,6 GHz fällt mit unter 14 Prozent hier aber deutlich geringer aus. Mit knapp 80 bzw. gut 12 Prozent kaum schlechter sind die Werte von Vodafone. O2 muss bei der 5G-Verfügbarkeit auf dem Land hingegen mit gut 61 Prozent abreißen lassen, stellt aber immerhin in knapp 12 Prozent der Fälle schnelles 5G.

5G macht einen Unterschied

Einen Unterschied macht 5G auch bei der Geschwindigkeit aus, wie die Ergebnisse von Chip zeigen. Die durchschnittliche Datenrate mit einem LTE-Handy lag bei der Telekom bei rund 143 Mbit/s, mit 5G mit ca. 291 Mbit/s hingegen gut doppelt so schnell. Auch bei O2 sind die Unterschiede mit 65,4 zu 139 Mbit/s beachtlich. Kunden von Vodafone profitieren laut den Messungen von Chip hingegen weniger von 5G. Hier ist die Differenz mit gut 106 Mbit/s zu knapp 154 Mbit/s zwar auch vorhanden, aber nicht so groß. Die Ursache dürfte die gute LTE-Geschwindigkeit und die noch eher maue 5G-Verfügbarkeit auf dem schnellen Band sein.

 

Probleme gibt es hingegen weiterhin entlang der Bahnschienen. Während Telefonie und Internet entlang der Straßen meist gut funktioniert haben, lagen die Fehlerquoten im Zug bei allen drei Netzbetreibern deutlich höher. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas getan.

Quelle: Chip

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