LTE Wechsel-Ratgeber

Wann lohnt der Anbieter und Tarifwechsel für LTE bzw. DSL-Kunden?


Sie wollen auch unterwegs turboschnell ins Internet? Oder Ihr Heim-Anschluss ist viel zu langsam? Dann sind Sie hier genau richtig! Denn der Wechsel zu LTE kann in vielen Fällen endlich den erhofften Turbo-Boost beim Surfen bringen. Der Umstieg ist in der Regel völlig unkompliziert und mittlerweile zahlt man für LTE-Tarife mitunter nicht mal einen Aufpreis gegenüber Altverträgen. Dennoch lohnt ein Wechsel des Anbieters oder Tarifes nicht immer und für jeden. In diesem Ratgeber zeigen wir, wer wovon profitiert und wer nicht.

Wechseln: 3 Szenarien zum Umstieg auf LTE/4G

Am wichtigsten ist zunächst eine kleine Selbsteinordnung: Was ist der Status Quo und was das Ziel? Haben Sie schon einen LTE-Anschluss daheim und wollen endlich ohne Drossel surfen (Fall1)? Oder zahlen Sie am Smartphone noch für einen Uralt-Tarif mit langsamen 3G und wollen auch von der LTE-Power mit bis zu 375 MBit profitieren (Fall 2)? Vielleicht reicht der langsame DSL-Anschluss nicht mehr und außer LTE gibt’s keine Highspeed-Alternative im Heimatort (Fall 3)? Für all diese drei Fälle haben wir folgend einen separaten Ratgeber auf Ihren Fall zugeschnitten …

1) Wechsel von einem regulären LTE-Zuhause Tarif hin zu Hybrid?
Vor einigen Jahren starteten die Telekom, Vodafone und O2 den Vertrieb von Heim-Anschlüssen auf LTE-Basis, zur Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Highspeed-Internet. Zwar können betroffene Regionen ohne DSL-Ausbau nun endlich mit bis zu 100 MBit surfen – doch aufgrund der Drosselpraxis nur in sehr begrenztem Umfang. Auch heute gibt es in Deutschland leider noch keine reinen LTE-Tarife ohne Datenbegrenzung bzw. Drosselung.

Sofern Magenta Hybrid verfügbar ist, sollten Kunden mit reinen LTE-Anschlüssen dringend wechseln!

Dafür hat die Telekom aber 2014 ein neues Produkt auf Basis der neuen „Hybrid-Technik“ eingeführt. Bei „Magenta Zuhause Hybrid“ reicht bereits ein langsamer DSL-Zugang mit wenigstens 384 Kbit aus – den Rest erledigt die LTE-Komponente. DSL und LTE arbeiten also gemeinsam im "Team" und teilen sich die Aufgaben. Eine Volumenbegrenzung (Drosselung) gibt es nicht. Daher empfiehlt sich dringend ein Wechsel zu MagentaZuhause Hybrid, sofern vor Ort verfügbar. Ob dies der Fall ist, können Interessenten hier bei der Telekom testen. Besonders Vodafone-Kunden mit einem „LTE Zuhause“-Tarif, sollten über einen Wechsel nachdenken. Hier liegt das monatliche Highspeed-Kontingent bei nur 10, 15 oder 30 GB. Gleiches gilt für Telekom-Kunden mit einem veralteten "Call&Surf via LTE"-Paket. Jetzt testen und endlich ohne Drossel surfen! » zur Telekom » Details zu Magenta Hybrid » alles zum Hybrid-Router


Hybrid: Demonstration auf der Cebit

2) Umstellung von einem Smartphone-Vertrag (oder Stick/Tablet) mit 3G auf 4G/LTE
Wechsel des Mobilfunkanbieters oder Tarif für Smartphone/ Stick / Tablet
Mittlerweile gehört LTE auch bei Smartphone-Tarifen und mobilen Surf-Paketen für Tablets/Sticks zum Standard. Sogar immer mehr Prepaid-Anbieter setzten auf den 4G-Highspeed Booster. Bei Altverträgen ist LTE aber häufig noch nicht Bestandteil! Zudem haben sich viele Konditionen in den letzten Jahren deutlich verbessert, so dass ein Wechsel des Tarifes oder Anbieters durchaus auch Sparmöglichkeiten eröffnet. Gerade um Neukunden, buhlen die Mobilfunkprovider nicht selten mit erheblichen Neukundenvorteilen von mehreren hundert Euro. Ein Wechsel kann daher auch aus finanzieller Sicht extrem interessant sein. Rufnummern können natürlich stets mitgenommen werden.


Zunächst empfehlen wir den Blick auf unseren Tarifvergleich. Für den Wechsel zu einem Paket mit LTE, kommt dann entweder ein Anbieterwechsel in Frage (siehe unten) oder aber ein Tarif-Upgrade. Hierfür muss einfach nur der aktuelle Provider kontaktiert werden. Recht einfach geht das auch über die entsprechenden Kundenlogins im Internet beim jeweiligen Anbieter. Mehr nützliche Infos: » Hab ich schon LTE? » Wie schnell ist LTE?


3) DSL zu langsam? Umstieg auf LTE oder Hybrid ratsam?
Umsteigen auf LTE oder Hybrid? Auch im Jahr 2017 gibt es leider nach wie vor Gebiete in Deutschland, die entweder gar kein DSL haben oder nur vergleichsweise langsam angebunden sind. Zum Beispiel mit 1-2 MBit/s. Was vor 4-5 Jahren vielleicht gerade noch „OK“ war, koppelt immer mehr Betroffene komplett von der Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ab. Entsprechende LTE-Zuhause-Tarife, versprechen da mit bis zu 100 MBit eine elegante Lösung. Aber Vorsicht: Wie schon erwähnt, haben diese Angebote (außer Hybrid) einen entscheidenden Nachteil – die hohen Datenraten gelten nur so lange, bis das im Vertrag festgelegte Volumen im laufenden Monat verbraucht wurde. Dann geht’s mit ca. 384 Kbit (UMTS-Speed) weiter.

DSL-Anschlüsse bieten dagegen eine echte Flatrate, also ohne Begrenzung. Daher ist ein Wechsel von DSL zu LTE prinzipiell nicht für alle ratsam. Wer vor Ort einen DSL-Anschluss nutzt oder nutzen kann, sollte sich ein Umstieg auf LTE vor diesem Hintergrund zweimal überlegen! Die Frage ist dann, ob man zwar um Faktor x schneller surfen möchte, aber nur für begrenzte Zeit. Denn 15 Gigabyte (z.B. Vodafone Zuhause M) können bei der Nutzung von Onlinevideos (Mediatheken etc.) schon innerhalb weniger Stunden aufgebraucht sein. Hier muss jeder eine persönliche Abwägung vornehmen – unlimitiert, langsamer surfen oder schneller mit Limitierung. Für Gelegenheitsnutzer kann ein Wechsel wahrscheinlich von Vorteil sein – Vielnutzer oder Familienhaushalte werden mittelfristig kaum profitieren. Einzig der Umstieg von einem langsamen DSL-Zugang auf Hybrid, ist von unserer Seite aus in diesem Zusammenhang uneingeschränkt zu empfehlen – siehe dazu auch Punkt 1 oben in unserem Wechselratgeber.

Tipp: Wann haben Sie den letzten DSL-Verfügbarkeitscheck gemacht? Mitunter ist an Ihrer Adresse mittlerweile doch schon ein Anschluss verfügbar. > Test bei der Telekom > Test bei Vodafone


Denn: Gerade durch DSL-RAM / Annex-J, hat die Telekom teils erhebliche Fortschritte in den letzten Jahren gemacht. Mehr dazu hier. Ein Test bei einem der großen Netzanbieter macht also Sinn. Des weiteren hat Vodafone durch die Übernahme von Kabel Deutschland seine Reichweite für schnelle Kabel-Flatrates deutlich erhöht.

Quick-Check: Anbieter wechseln – so geht’s!

Bei Mobilfunkverträgen sind die Deutschen recht wechselfreudig. Kein Wunder, denn der Umstieg ist schnell, unkompliziert und spart mitunter mehrere hundert Euro während der Mindestvertragslaufzeit. Auch Verbesserungen beim Internetanschluss, wie mehr Volumen und höhere Datenraten, belohnen wechselwillige Verbraucher. Sogar neue Endgeräte, also Router oder Smartphones, sind zu vergünstigten Konditionen erhältlich oder gar inklusive. Doch wie wechsele ich meinen Vertrag richtig?

Zunächst einmal gilt es zu beachten: Nicht selbst kündigen, auch wenn das erstmal naheliegend erscheint. Besonders bei festnetzbasierten Internet- und Telefonieverträgen ist dies wichtig. Alle nötigen Formalitäten übernimmt der neue Anbieter bei einem Wechsel! Des Weitern benötigt man die genaue Laufzeit des aktuellen Vertrages und die Kündigungsfristen. In der Regel beträgt in Deutschland bei Mobilfunk- oder DSL-Verträgen die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate. Die Kündigungsfrist wiederum liegt branchenüblich 3 Monate davor. Das bedeutet: Spätestens 3 Monate vor Ablauf des 24 monatigen Laufzeitvertrages, muss ein Anbieterwechsel erfolgen. Sonst verlängert sich der alte Vertrag um 12-24 Monate.

Kündigungsfrist einhalten | Schema

Es gibt aber auch Ausnahmen, wo keine Mindestlaufzeit vorgegeben wird. Die Kündigungsfrist beträgt dann, anbieterabhängig, einen Monat (z.B. O2 Tarife mit kurzer Laufzeit) oder drei Monate (z.B. 1&1).

Fazit: Wechsler müssen also spätestens vor Ablauf der Kündigungsfrist den neuen Tarif beim Anbieter der Wahl bestellen. Dabei kann stets auf Wunsch auch die Rufnummer mitgenommen werden. In manchen Fällen verlangt der alte Provider dafür eine Gebühr, meist 25 Euro. Aus diesem Grund spendieren viele bei Rufnummer-Mitnahme auch eine Prämie, damit für den Neukunden daraus kein Nachteil entsteht.

Unser Gesamtfazit zum Thema Anbieterwechsel

Ein regelmäßiger Check (alle 1-2 Jahre) der Tarife des eigenen Anbieters oder des Wettbewerbs, zahlt sich fast immer aus. Besonders bei sehr alten Verträgen, profitiert man immer von besseren Konditionen. Nicht selten lohnt auch der Wechsel des Anbieters. Besonders LTE-Zuhause Kunden sollten regelmäßig prüfen, ob nicht andere Alternativen ohne Drossel (wie Hybrid) möglich sind.


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