LTE Prepaid – rasantes, mobiles Internet zum kleinen Preis

Surfen per LTE ohne Vertragsbindung


Der große Verbraucherratgeber zum surfen und telefonieren per LTE via Prepaid

Februar 2017: Wer mobil ins Internet möchte, muss normaler Weise einen Laufzeitvertrag eingehen. Nicht nur, wenn man sich für den neuen Mobilfunkstandard LTE (4G) entscheidet. Auch bei Kunden festnetzgebundener Internetzugänge, etwa bei DSL, sind 24 Monate Vertragslaufzeit die Regel. Doch es gibt auch Angebote für Verbraucher, die keine langen Vertragsbindungen eingehen möchten. Die Rede ist von sogenannten Prepaid-Angeboten. Prepaid bedeutet so viel wie „vorbezahlt“. Dieser Beitrag zeigt, für wen Prepaid-LTE geeignet ist, was die Vorteile sind und was die Prepaid-Angebote kosten.

Wozu LTE per Prepaid buchen?

Längst nicht jeder nutzt mobiles Internet gleichermaßen. Während Herr „A“ ständig online ist, E-Mails schreibt, in der Mediathek der ARD fernsieht oder seinen Blog füllt, ist Herr „B“ da ganz anders. Er geht nur aller paar Tage mal mit seinem Laptop mobil ins Internet. Vor allem aber im Urlaub. Während unser Herr „A“ mit einer LTE-Flatrate am besten beraten ist, kommt für „B“ idealer Weise nur eine Prepaid-Lösung in Frage und spart so unter Umständen viele hundert Euro im Jahr. Warum? Statt nur ein paar Euro für den tatsächlichen Bedarf, würde „B“ monatlich um die 20 bis 30 Euro zahlen. Gerade wer eine Lösung für den sporadischen Einsatz sucht und flexibel bleiben will, ist bei Prepaid-Angeboten gut aufgeboben.

Wer bietet solche Lösungen mit 4G?

Lange, lange Zeit mussten sich Sparfüchse und Wenig-Nutzer gedulden. Im Frühjahr 2014 starteten in Deutschland endlich die ersten Prepaid-Angebote mit LTE. Seiher haben Stück für Stück alle anderen Netzbetreiber und viele Discount-Anbieter nachgezogen! LTE-Anbieter.info hat für Sie ausführlich alle möglichen Anbieter und Optionen recherchiert und ausgetestet.

Anbieter nach Mobilfunk-Netz im Überblick:

Interessierte Verbraucher finden aktuell bereits eine recht gute Auswahl. Je nach Netzanbieter schwankt diese jedoch teils noch erheblich, wie die folgende Übersicht zeigt. Hinter den Links, finden Sie alle wichtigen Infos. Angefangen von der Einrichtung, den Voraussetzungen zur LTE-Nutzung, Speedtests im jeweiligen Netz und erste Erfahrungsberichte unserer Redaktion. Wir haben jeden Anbieter ausführlich getestet und geben Tipps für Einsteiger...


Telekom-Netz:

MagentaMobil Start (Smartphone) und Data Start (Tablet/Router)

Nach wie vor ist im Telekomnetz Prepaid-LTE nur direkt beim Anbieter zu haben. Drittmarken, wie congstar oder klarmobile, werden immer noch ausgesperrt.


Vodafone-Netz:

Prepaid LTE über Callya (Smartphone) oder Websessions (Tablet/Stick)

Gleiches gilt leider auch für Vodafone. Einzig die eigene Hausmarke "Callya" offeriert schnelles 4G. Beliebte Prepaid-Provider welche auf Vodafone als Netzpartner setzen (z.B. Lidl), müssen noch auf den Vorgängerstandard 3G ausweichen.


O2/Eplus-Netz:

O2 Loop Prepaid, Blau.de, Aldi-Talk, Nettokom, Fonic, Tchibo, Kauflandmobil

Einzig O2/Eplus hat sein Netz mittlerweile komplett geöffnet. Das bedeutet, das z.B. auch Kunden von Fonic oder Tchibo jetzt mit LTE ins Internet kommen.


Fazit: Alle genannten bieten sehr preiswerte Modelle für mobiles Internet und günstige Telefonie am Smartphone, Tablet oder Surfstick. Sogar All-Net-Flatrates, wo sämtliche Gesprächsgebühren im deutschen Netz abgegolten sind, finden sich im Angebot. Und das deutlich unter den Gebühren gängiger Vertragstarife von O2, Vodafone oder der Telekom.


Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten der populärsten Anbieter:

Doch wie unterscheiden sich die Prepaid-Anbieter allgemein voneinander? Gibt es große Unterschiede beim Preis? Welches Netz kommt jeweils zum Einsatz? In der folgenden Vergleichs-Tabelle, haben wir alle wichtigen Fakten übersichtlich zusammengefasst, um Ihnen die Entscheidung etwas zu vereinfachen.

Prepaid-Vergleich

Zum Vergrößern auf die Tabelle klicken!


Wer bietet noch kein LTE?

Es gibt bekanntlich dutzende Prepaid-Marken in Deutschland. Aktuell sind es zirka 50 Stück - eine schier unüberblickbare Angebotsvielfalt. Die Mehrheit der Marktanteile konzentrieren sich allerdings auf weniger als ein Dutzend Anbieter. Wahrscheinlich verschwinden daher immer wieder auch einige Exoten, wie z.B. A.T.U Mobil - das Mobilangebot der Autoschrauber. Noch bieten aber nicht alle Internet per LTE. Einige der interessantesten Marken funken weiterhin über UMTS & Co, also 3G. Dazu gehört zum Beispiel das ziemlich populäre Bildmobil, Lidl connect oder Edeka Mobil - allesamt im Vodafone-Netz. Leider vermissen auch Kunden congstar und callmobile nach wie vor schmerzlich das schnelle 4G/LTE. Wir erwarten jedoch, dass auch diese Nachzügler bis spätestens 2017 auf 4G umstellen.


In welchen Netzen wird das angeboten?

Viele Verbraucher treffen die Entscheidung gerne anhand des zugrunde liegenden Mobilfunknetzes. Daher haben wir folgend noch einmal kurz zusammengefasst, wo schon Angebote auf Prepaid-Basis möglich sind. Bis Anfang 2016 gehörte lediglich O2 noch zu den "Prepaidverweigerern". Nach wie vor gibt es aber noch etliche virtuelle Provider, die kein 4G im O2-Netz bieten. Eplus wäre noch zu nennen, wurde jedoch aus der Betrachtung bereits ausgeklammert. Denn die Netzfusion mit O2 schreitet gut voran. Mitte 2016 läuft zudem die Aktion für LTE ohne Aufpreis bei Eplus aus.
In welchem Netz geht Prepaid-LTE?

Alternative: Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit

Wir haben noch eine mögliche Alternative recherchiert. Und zwar für alle, die ohne Vertragsbindung, ähnlich wie bei Prepaid, preiswerte LTE-Lösungen fürs Smartphone oder Surfstick suchen:

1. O2 Mobile

schnell surfen mit LTE ohne Bindung
O2 bietet mobile Surfstick-Tarife optional auch ohne Mindestvertragslaufzeit. Die Kündigungsfrist beträgt dann nur 4 Wochen. Alle "O2 Blue Data"-Tarife sind LTE-fähig. Zwar handelt es sich hier, wie gesagt, nicht um "Prepaid" im eigentlichen Sinne - ohne die Vertragsbindung genießt man aber zumindest ein hohes Maß an Flexibilität und kann das Paket jederzeit kündigen, wenn es nicht mehr benötigt wird. Und auch die Smartphone-Tarife gibt es optional ohne Laufzeit. Eine Übersicht der Preise und Konditionen finden Sie hier.

2. smartmobil

Bei Smartmobil handelt es sich um eine recht populäre Marke der Drillisch AG. Sie wirbt seit einigen Monaten mit schrillen Werbespots und dem Protagonisten „Heino“, der das „schnelle LTE“ lobt. Tatsächlich sind die Tarife mitunter durchaus attraktiv. So gibt’s beispielsweise eine Allnet-Flat mit LTE bereits ab 12.99 Euro, was überaus günstig ist. Zudem besteht auch hier eine monatliche Kündbarkeit. Kunden surfen übrigens hier im LTE-Netz von O2. Mehr über Smartmobil und Bestellung hier unter www.smartmobil.de.


3. sim.de
Wie bei "smartmobil", verbirgt sich Drillisch hinter dem Angebot von sim.de. Wiederum steht O2 mit seinem Netz Pate und die Tarife lassen sich jeden Monat kündigen - völlig ohne Risiko also. Für Wenigtelefonierer könnte das Angebot "LTE Zwei Mini" interessant sein. 100 Freiminuten und satte 2 Gigabyte mit LTE-Highspeed (bis 50 MBit), gibt es hier schon ab 8.99 € im Monat.

4. congstar
Die Telekomtochter "congstar" bietet attraktive und preiswerte Lösungen für Smartphone-Nutzer und mobiles Internet per Surfstick. Inoffiziell ließ sich via congstar jahrelang günstig im LTE-Netz der Telekom surfen. Ende 2015 wurde leider auch die letzte "Lücke" geschlossen, so dass der "Trick" nur noch für einige Bestandskunden funktioniert. Dennoch sind die Angebote durchaus attraktiv. Mehr dazu erfahren Sie hier in unserem congstar-Spezial (auch ohne MVLZ). Bei callmobile hingegen, scheint eine Nutzung schon länger nicht mehr möglich zu sein.


Was gibt es für Gebühren-Modelle bei Prepaid?

Prinzipiell unterscheidet man in zwei Prepaid-Abrechnungsmodelle. Beim ersten berechnet sich das Entgelt nach der verbrauchten Surfzeit bzw. Gesprächszeit. Also beispielsweise 9 Cent pro Minute oder ein Internetzugang für 24 Stunden. Die zweite Variante orientiert sich am Datenvolumen. Man bucht also per Postpaid oder Prepaid ein bestimmtes Kontingent, was dann zeitunabhängig „verbraucht“ werden kann. Auf dem Markt dominiert mittlerweile letztere Variante. Zeitabhängig wird, zumindest bei Internetpaketen, so gut wie gar nicht mehr abgerechnet. Auch Vodafone stellte 2013, als einer der letzten, seine „WebSession“-Prepaid-Tarife von Zeit- auf Volumenbasis um. Wer oft zeitintensive Aufgaben im Internet erledigt, die wenig datenhungrig sind, fährt mit Volumentarifen ohnehin besser. Denn während Sie z.B. eine E-Mail schreiben oder chatten, fällt praktisch kein nennenswerter Datenverkehr an. Aber die Uhr läuft!


Volumentarife (Regelfall): Die Staffelung erfolgt hier nach Megabyte (MB) und Gigabyte (GB). 1000 Megabyte entsprechen rund 1 GB. Gängige Prepaidangebote könnten demnach so aussehen: 1 GB für 10 Euro, 5 GB für 15 Euro und 30 GB für 20 Euro. Diese Kontingente gelten dann meist á 30 Tage.

Zeit-Tarife: Der Anbieter differenziert die buchbaren Kontingente nach Minuten, Stunden, Tag oder Monat. Sie haben also z.B. die Wahl zw. 15 Min, 1 Stunde, 1 Tag, 1 Woche oder 1 Monat.

Highspeedoptionen auf Prepaid-Volumenbasis

Beispiel: Typische Staffelung bei blau.de nach Datenvolumen für mobiles Surfen | Screenshot


Häufige Fragen (FAQs) zum Thema

Einige Interessenten fragen uns häufig, ob sie den alten Prepaid-Tarif behalten können und stattdessen nur einen LTE-Stick bzw. 4G-Smartphone kaufen sollen? Dies ist in der Regel nicht möglich - außer bei Anbietern, die auf das Netz von E-Plus zurückgreifen. Denn wie schon angedeutet, müssen bei E-Plus momentan keine speziellen Tarife zur LTE-Nutzung hinzugebucht werden. Ansonsten gilt: Der Stick kann zwar prinzipiell das LTE-Netz (falls kompatibel) nutzen, doch die SIM-Karte des Mobilfunkanbieters determiniert letztendlich, welche Datenrate man erhält und in welches Netz sich der Stick einbucht. Mit anderen Worten, die Tarifkonditionen sind entscheidend!

Beachten Sie aber, dass die Nutzung von 4G bei den oben genannten Anbietern natürlich nur über einen kompatiblen LTE-Surfstick möglich ist. Dieser kann im Fachhandel erworben werden - eine Übersicht gängiger Modelle finden Sie hier. Der Stick lässt sich selbstverständlich auch mit älteren Mobilfunkstandards nutzen, da der überwiegende Teil abwärtskompatibel zu 2G / 3G ist. Vorteile gewinnt man daraus hingegen nicht.

Ein kurzer Blick zurück: Seit wann gibt’s Prepaid-LTE eigentlich?

Den Startschuss gab damals E-Plus und ließ März 2014 überraschend das Surfen im superflotten LTE-Mobilfunknetz zu. Und zwar ohne Aufpreis für alle Kunden. Bis dahin war dieses Gebührenkonzept bundesweit nur für UMTS oder HSPA (3G) verfügbar. Ein Großteil der 4G-Angebote basierte somit lange auf dem Netz von E-Plus. Der neue Eigentümer O2 gewährt den Zugang nach wie vor für jeden, also auch den Prepaid-Nutzern.


Blick über den Tellerrand nach Österreich und die Schweiz

Schweiz: Bereits 2013 kam in der Schweiz, dort im LTE-Netz der Swisscom, ein erstes 4G-Prepaid Angebot namens „NATEL easy“ auf den Markt. Einfach Guthaben aufladen und lossurfen. Datenpakete mit 5 GB für 24h und bis zu 21 MBit bietet Natel easy so bereits ab 5 CHF. Besonders attraktiv finden wir zudem das „Prepay“-Angebot von Salt (ehemals Orange). Zwar sind bei dieser SIM Gespräche innerhalb der Schweiz mit 0.49 CHF recht teuer, dafür surft man aber unbegrenzt(!) für 1.99 CHF am Tag im LTE-Netz von Salt!

Österreich: Das Land der Almen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Paradies für Mobilfunker entwickelt. Seit 2015 gibt es dort nun sogar erstmals Prepaid-Tarife ohne Volumenbegrenzung! Das ist unserem Wissen nach sogar weltweit einzigartig. Besonders der Anbieter „Drei.at“ sticht hier besonders hervor. In Österreich spricht man übrigens von „Wertkarten“, anstelle von „Prepaid“. Die unlimitierte 4G-Flat gibt’s bei Drei schon ab 25 € im Monat. T-Mobile vertreibt mit „KLAX“ ebenfalls interessante Wertkarten. Zum Beispiel 1500 Freiminuten mit 3 GB Surfvolumen für nur 15 €. Oder „SurfKlax LTE“ nur zum Browsen mit satten 10 GB für nur 15 Euro. Davon können deutsche Kunden leider nach wie vor nur träumen.




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