LTE Prepaid – rasantes, mobiles Internet zum kleinen Preis

Surfen per LTE ohne Vertragsbindung


Der große Verbraucherratgeber zum surfen und telefonieren per LTE via Prepaid

Dezember 2017: Wer mobil ins Internet möchte, muss normaler Weise einen Laufzeitvertrag eingehen. Nicht nur, wenn man sich für den neuen Mobilfunkstandard LTE (4G) entscheidet. Auch bei Kunden festnetzgebundener Internetzugänge, etwa bei DSL, sind 24 Monate Vertragslaufzeit die Regel. Doch es gibt auch Angebote für Verbraucher, die keine langen Vertragsbindungen eingehen möchten. Die Rede ist von sogenannten Prepaid-Angeboten. Prepaid bedeutet so viel wie „vorbezahlt“. Dieser Beitrag zeigt, für wen Prepaid-LTE geeignet ist, was die Vorteile sind und was die Prepaid-Angebote kosten.

Wozu LTE per Prepaid buchen?

4G Prepaid Tarife
Längst nicht jeder nutzt mobiles Internet gleichermaßen. Während Herr „A“ ständig online ist, E-Mails schreibt, in der Mediathek der ARD fernsieht oder seinen Blog füllt, ist Herr „B“ da ganz anders. Er geht nur aller paar Tage mal mit seinem Laptop mobil ins Internet. Vor allem aber im Urlaub. Während unser Herr „A“ mit einer LTE-Flatrate am besten beraten ist, kommt für „B“ idealer Weise nur eine Prepaid-Lösung in Frage und spart so unter Umständen viele hundert Euro im Jahr. Warum? Statt nur ein paar Euro für den tatsächlichen Bedarf, würde „B“ monatlich um die 20 bis 30 Euro zahlen. Gerade wer eine Lösung für den sporadischen Einsatz sucht und flexibel bleiben will, ist bei Prepaid-Angeboten gut aufgeboben.

Wer bietet solche Lösungen mit 4G?

Lange, lange Zeit mussten sich Sparfüchse und Wenig-Nutzer gedulden. Im Frühjahr 2014 starteten in Deutschland endlich die ersten Prepaid-Angebote mit LTE. Seiher haben Stück für Stück alle anderen Netzbetreiber und viele Discount-Anbieter nachgezogen! LTE-Anbieter.info hat für Sie ausführlich alle möglichen Anbieter und Optionen recherchiert und ausgetestet.

Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten der populärsten Anbieter

Doch wie unterscheiden sich die Prepaid-Anbieter allgemein voneinander? Gibt es große Unterschiede beim Preis? Welches Netz kommt jeweils zum Einsatz? Mit dem folgenden Prepaid-Vergleichsrechner finden Sie im handumdrehen den günstigsten Prepaid-Tarif für Ihr Smartphone. Wer dagegen nur einen reinen LTE-Datentarif ohne Telefonie benötigt, wird hier garantiert fündig.



Anbieter nach Mobilfunk-Netz im Überblick:

Wie der Vergleich oben zeigt, finden interessierte Verbraucher aktuell bereits eine recht gute Auswahl an Prepaid-Angeboten mit LTE. Je nach Netzanbieter schwankt die Vielfalt jedoch teils erheblich. In der folgenden Übersicht haben wir noch einmal die populärsten zusammen gefast. Hinter den Links finden Sie zudem alle wichtigen Infos, samt Test zum jeweiligen Angebot. Angefangen von der Einrichtung, den Voraussetzungen zur LTE-Nutzung, Speedtests im jeweiligen Netz und nützliche Erfahrungsberichte unserer Redaktion. Wir haben jeden Anbieter ausführlich getestet und geben wertvolle Tipps für Einsteiger ...


Telekom-Netz

MagentaMobil Start (Smartphone) und Data Start (Tablet/Router)

Nach wie vor ist im Telekomnetz Prepaid-LTE nur direkt beim Anbieter zu haben. Drittmarken, wie congstar oder klarmobile, werden immer noch ausgesperrt.


im Vodafone-Netz

Prepaid LTE über Callya (Smartphone) oder Websessions (Tablet/Stick)

Gleiches gilt leider auch für Vodafone. Einzig die eigene Hausmarke "Callya" offeriert schnelles 4G. Beliebte Prepaid-Provider welche auf Vodafone als Netzpartner setzen (z.B. Lidl), müssen noch auf den Vorgängerstandard 3G ausweichen.


Einzig O2/Eplus hat sein Netz mittlerweile komplett geöffnet. Das bedeutet, das z.B. auch Kunden von Fonic oder Tchibo mit LTE ins Internet kommen. Und das ganz ohne extra Mehrkosten.


Fazit: Alle oben genannten Anbieter offerieren sehr preiswerte Modelle für mobiles Internet und günstige Telefonie am Smartphone, Tablet oder Surfstick. Sogar All-Net-Flatrates, wo sämtliche Gesprächsgebühren im deutschen Netz abgegolten sind, stehen zur Verfügung. Und das deutlich unter den Gebühren gängiger Vertragstarife von O2, Vodafone oder der Telekom. 4G/LTE ist dagegen noch nicht überall Grundbestandteil - die Zahl der "LTE-Verweigerer" sinkt aber zunehmend...


Wer bietet noch kein LTE?

Es gibt bekanntlich dutzende Prepaid-Marken in Deutschland. Aktuell sind es zirka 50 Stück - eine schier unüberblickbare Angebotsvielfalt. Die Mehrheit der Marktanteile konzentrieren sich allerdings auf weniger als ein Dutzend Anbieter. Wahrscheinlich verschwinden daher immer wieder auch einige Exoten, wie z.B. A.T.U Mobil - das Mobilangebot der Autoschrauber. Nach wie vor bieten aber nicht alle Prepaidprovider Internet per LTE. Einige der interessantesten Marken funken weiterhin über UMTS & Co, also 3G! Dazu gehört zum Beispiel das ziemlich populäre Bildmobil, Lidl connect oder Edeka Mobil - allesamt im Vodafone-Netz. Leider vermissen auch Kunden congstar und callmobile nach wie vor schmerzlich das schnelle 4G/LTE. Wir erwarten jedoch, dass auch diese Nachzügler bis spätestens 2018 auf 4G umstellen.


In welchen Netzen wird das angeboten?

Viele Verbraucher treffen die Entscheidung gerne anhand des zugrunde liegenden Mobilfunknetzes. Daher haben wir folgend noch einmal kurz zusammengefasst, wo schon Angebote auf Prepaid-Basis möglich sind. Mittlerweile lautet die Antwort glücklicher Weise "in allen Netzen". Bis Anfang 2016 gehörte lediglich O2 mit dem Hauseigenen Offerten noch zu den "Prepaidverweigerern". Wie im vorangegangenen Abschnitt gezeit, gibt es nach wie vor etliche virtuelle Provider, welche kein 4G bieten. Im Falle der Telekom und von Vodafone, sind entsprechende Tarife nämlich immer noch nur beim Anbieter selbst erhältlich.

In welchem Netz geht Prepaid LTE eigentlich?


Alternative: Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit

Wir haben noch eine mögliche Alternative recherchiert. Und zwar für alle, die ohne Vertragsbindung (ähnlich wie bei Prepaid), preiswerte LTE-Lösungen fürs Smartphone, Tablet oder einen Surfstick suchen:

1. O2 Mobile

schnell surfen mit LTE ohne Bindung
O2 bietet mobile Surfstick-Tarife optional auch ohne Mindestvertragslaufzeit. Die Kündigungsfrist beträgt dann nur 4 Wochen. Alle "O2 Blue Data"-Tarife sind LTE-fähig. Zwar handelt es sich hier, wie gesagt, nicht um "Prepaid" im eigentlichen Sinne - ohne die Vertragsbindung genießt man aber zumindest ein hohes Maß an Flexibilität und kann das Paket jederzeit kündigen, wenn es nicht mehr benötigt wird. Und auch die Smartphone-Tarife gibt es optional ohne Laufzeit. Eine Übersicht der Preise und Konditionen finden Sie hier.

2. smartmobil

Bei Smartmobil handelt es sich um eine recht populäre Marke der Drillisch AG. Sie wirbt seit einigen Monaten mit dem Protagonisten „Podolski“, der das „schnelle LTE“ lobt. Tatsächlich sind die Tarife mitunter durchaus attraktiv. So gibt’s beispielsweise eine Allnet-Flat mit LTE bereits ab 9.99 Euro, was überaus günstig ist. Zudem besteht auch hier eine monatliche Kündbarkeit. Kunden surfen übrigens hier im LTE-Netz von O2. Mehr über Smartmobil und Bestellung hier unter www.smartmobil.de.


3. sim.de
Wie bei "smartmobil", verbirgt sich Drillisch hinter dem Angebot von sim.de. Wiederum steht O2 mit seinem Netz Pate und die Tarife lassen sich jeden Monat kündigen - völlig ohne Risiko also. Für Wenigtelefonierer könnte das Angebot "LTE All S" interessant sein. Mobile Telefonflat und 1 Gigabyte mit LTE-Highspeed (bis 50 MBit), gibt es hier schon ab 5.99 € im Monat.

4. congstar
Die Telekomtochter "congstar" bietet attraktive und preiswerte Lösungen für Smartphone-Nutzer und mobiles Internet per Surfstick. Inoffiziell ließ sich via congstar jahrelang günstig im LTE-Netz der Telekom surfen. Ende 2015 wurde leider auch die letzte "Lücke" geschlossen, so dass der "Trick" nur noch für einige Bestandskunden funktioniert. Dennoch sind die Angebote durchaus attraktiv. Mehr dazu erfahren Sie hier in unserem congstar-Spezial (auch ohne MVLZ). Bei callmobile hingegen, scheint eine Nutzung schon länger nicht mehr möglich zu sein.


Was gibt es für Gebühren-Modelle bei Prepaid?

Prinzipiell unterscheidet man in zwei Prepaid-Abrechnungsmodelle. Beim ersten berechnet sich das Entgelt nach der verbrauchten Surfzeit bzw. Gesprächszeit. Also beispielsweise 9 Cent pro Minute oder ein Internetzugang für 24 Stunden. Die zweite Variante orientiert sich am Datenvolumen. Man bucht also per Postpaid oder Prepaid ein bestimmtes Kontingent, was dann zeitunabhängig „verbraucht“ werden kann. Auf dem Markt dominiert mittlerweile letztere Variante. Zeitabhängig wird, zumindest bei Internetpaketen, so gut wie gar nicht mehr abgerechnet. Auch Vodafone stellte 2013, als einer der letzten, seine „WebSession“-Prepaid-Tarife von Zeit- auf Volumenbasis um. Wer oft zeitintensive Aufgaben im Internet erledigt, die wenig datenhungrig sind, fährt mit Volumentarifen ohnehin besser. Denn während Sie z.B. eine E-Mail schreiben oder chatten, fällt praktisch kein nennenswerter Datenverkehr an. Aber die Uhr läuft!


Volumentarife (Regelfall): Die Staffelung erfolgt hier nach Megabyte (MB) und Gigabyte (GB). 1000 Megabyte entsprechen rund 1 GB. Gängige Prepaidangebote könnten demnach so aussehen: 1 GB für 5 Euro, 5 GB für 10 Euro und 30 GB für 20 Euro. Diese Kontingente gelten dann meist á 30 Tage. In Ausnahmen gilt ein Zyklus von 28 Tagen, wie im Fall der Telekom.

Zeit-Tarife: Der Anbieter differenziert die buchbaren Kontingente nach Minuten, Stunden, Tag oder Monat. Sie haben also z.B. die Wahl zw. 15 Min, 1 Stunde, 1 Tag, 1 Woche oder 1 Monat.

Highspeedoptionen auf Prepaid-Volumenbasis

Beispiel: Typische Staffelung bei blau.de nach Datenvolumen für mobiles Surfen | Screenshot


Häufige Fragen (FAQs) zum Thema

Einige Interessenten fragen uns häufig, ob man den alten Prepaid-Tarif behalten kann und stattdessen nur einen LTE-Stick bzw. 4G-Smartphone kaufen soll? Dies ist in der Regel nicht möglich - außer bei Anbietern welche in jedem Fall auf LTE zurückgreifen, wenn der Standard vor Ort verfügbar ist. Ansonsten gilt: Der Stick kann zwar prinzipiell das LTE-Netz (falls kompatibel) nutzen, doch die SIM-Karte bzw. der Tarif des Mobilfunkanbieters determiniert letztendlich, welche Datenrate man erhält und in welches Netz sich das Endgerät einbucht. Mit anderen Worten, die Tarifkonditionen sind entscheidend! Beachten Sie aber, dass die Nutzung von 4G bei den oben genannten Anbietern natürlich nur über eine kompatibles LTE-Endgerät (Smartphone, Stick, Router oder Tablet) möglich ist. Diese können im Fachhandel erworben werden.

Ein kurzer Blick zurück: Seit wann gibt’s Prepaid-LTE eigentlich?

Den Startschuss gab damals E-Plus und ließ März 2014 überraschend das Surfen im superflotten LTE-Mobilfunknetz zu. Und zwar ohne Aufpreis für alle Kunden. Bis dahin war dieses Gebührenkonzept bundesweit nur für UMTS oder HSPA (3G) verfügbar. Ein Großteil der 4G-Angebote basierte somit lange auf dem Netz von E-Plus. Der neue Eigentümer O2 gewährt den Zugang nach wie vor für jeden, also auch den Prepaid-Nutzern.


Blick über den Tellerrand nach Österreich und die Schweiz

Schweiz: Bereits 2013 kam in der Schweiz, dort im LTE-Netz der Swisscom, ein erstes 4G-Prepaid Angebot auf den Markt. Einfach Guthaben aufladen und lossurfen. Eine Tarif-Option bietet beispielsweise ein Datenpakete mit 5 GB für 24h und bis zu 21 MBit ab 5 CHF. Besonders attraktiv finden wir zudem das „Prepay“-Angebot von Salt (ehemals Orange). Zwar sind bei dieser SIM Gespräche innerhalb der Schweiz mit 0.49 CHF recht teuer, dafür surft man aber unbegrenzt(!) für 1.99 CHF am Tag im LTE-Netz von Salt!

Österreich: Das Land der Almen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Paradies für Mobilfunker entwickelt. Seit 2015 gibt es dort nun sogar erstmals Prepaid-Tarife ohne Volumenbegrenzung! Das ist unserem Wissen nach sogar weltweit einzigartig. Besonders der Anbieter „Drei.at“ sticht hier besonders hervor. In Österreich spricht man übrigens von „Wertkarten“, anstelle von „Prepaid“. Die unlimitierte 4G-Flat gibt’s bei Drei schon ab 25 € im Monat. T-Mobile vertreibt mit „KLAX“ ebenfalls interessante Wertkarten. Zum Beispiel 5000 Freiminuten mit 5 GB Surfvolumen für nur 10 €. Davon können deutsche Kunden leider nach wie vor nur träumen.




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