Mobiles LTE

Schnelles Internet für unterwegs


Die 4. Mobilfunknetz-Generation (4G) bietet zwei wesentliche Einsatzszenarien. Die erste sieht die Nutzung von LTE als Breitbandalternative im ländlichen Raum vor, wenn kein DSL verfügbar ist. In diesem Zusammenhang wurde schnelles Internet bereits für viele tausend Haushalte und zu fairen Preisen verfügbar gemacht. Selbst ohne kostenintensive Tiefbauarbeiten! Bis ungefähr 2021 könnten, aller Wahrscheinlichkeit nach, endlich auch die letzten weißen Flecken erschlossen sein.

Der UMTS-Nachfolger sorgt indes dafür, dass das mobile Surfen schneller und komfortabler wird. Sozusagen der „VDSL-Anschluss zum mitnehmen“. Mittlerweile sind viele Mobilfunktarife deutlich schneller, als die flottesten Heimanschlüsse! Und in naher Zukunft könnte LTE weit leistungsstärker als Glasfaser sein. Erfahren Sie hier, was dafür nötig ist und was das kostet.

Der momentane Stand der Dinge

Die ersten 2 Jahre überwog bei LTE noch der Einsatz als DSL-Alternative für daheim. Die LTE-Anbieter verpflichteten sich nämlich im Vorfeld, mindestens 90% der „weißen Flecken“ auf dem Land mit der Breitbandtechnik zu versorgen. Diese Quote gilt in allen Bundesländern schon seit Mitte 2012 als erreicht, betrifft allerdings nur die Breitbandlücken - die allgemeine LTE-Abdeckung liegt im bundesweiten Schnitt noch darunter.

Die Anfänge: Im Juni 2012 gaben Vodafone und die Deutsche Telekom bekannt, dass nötige Netz stehe in 50 Städten zur Verfügung. Innerhalb weniger Monate konnte dieser Stand nahezu verdoppelt werden. Seit 2014 haben die Telekom und Vodafone das 4G-Netz in praktisch allen größeren Städten (gut 200) fertiggestellt. O2 folgt mit Abstand, holt aber kontinuierlich auf. Der Startschuss zum urbanen Ausbau fiel übrigens schon Mitte 2011. Vodafone widmete sich medienwirksam  zunächst Düsseldorf, wo sich auch der Firmenhauptsitz befindet. Die Deutsche Telekom legte den Grundstein damals in Köln.
Seit 10 Jahren gibt es auch Tarife und Angebote für mobiles LTE. Sowohl am Smartphone, Laptop/Netbook oder Tablet, beschleunigt LTE die Internetverbindungen extrem auf ungeahnte Geschwindigkeiten, die oft sogar mit High-End-Glasfaseranschlüssen nicht erzielt werden. Bis zu 500 MBit sind über die Netztechnik der neusten Generation heute theoretisch möglich. Ein Vielfaches der Datenrate, welches DSL-Anschlüsse heute bieten.

Was brauche ich? Die Voraussetzungen für das "Hosentaschen DSL" …

Heute bietet der Markt für jeden Einsatzweck das passende Angebot, selbst für kleines Geld. Es kann also theoretisch sofort losgehen! Sie benötigen neben einem passenden Vertrag beim Anbieter der Wahl, noch ein LTE-fähiges Endgerät. Dies kann ein Surfstick sein, ein Smartphone oder Tablet. Die gängigste und flexibelste Variante, ist ein mobiler LTE-Tarif samt Surfstick. Zu jeder geplanten Internetsitzung wird der Stick am USB-Anschluss mit dem Laptop oder Netbook verbunden.

Passende Modelle erhalten Sie bei Abschluss eines Neukundenvertrages vom Anbieter. Das ist zumeist die günstigste Variante. Wer ein spezielles Modell oder einen anderen Hersteller wünscht, kann das Gerät auch im Fachhandel (oder in Mobilfunkshops) erwerben. Zirka 50 bis 200 € sollten eingeplant werden.

» hier mobile LTE-Tarife für Telekom, O2 Telefonica und Vodafone vergleichen

Nutzung am Smartphone

Dank hohen Bandbreiten ist, theoretisch,
auch TV sehen per LTE kein Problem ...

Der Absatz von Smartphones boomt weltweit ungebrochen. Immer mehr Verbraucher steigen auf die „intelligenten“ Begleiter um. Bis zum 1. Quartal 2012 gab es in Deutschland allerdings praktisch keine Modelle, die neben UMTS auch LTE unterstützten. Mittlerweile gibt es kaum noch Modelle ohne 4G-Unterstützung, so dass Kunden die Wahl der Qual haben. LTE ist also längst Standard, selbst im Billigsmartphone-Segment. Vodafone, O2 und die Dt. Telekom bieten entsprechende Tarife an, die teils bis zu 500 MBit Datenrate versprechen. Die Preise unterscheiden sich jedoch teils recht deutlich und schwanken, je nach Ausstattung, zwischen rund 15 € und 200 € im Monat. Ein Blick auf unseren Tarifvergleich schafft diesbezüglich schnell Abhilfe.


Tipp: Viele Smartphones können praktischer Weise auch als Mini-Hotspot fungieren. Sie funktionieren daher auf Wunsch auch als eine Art WLAN-Modem. Wer will, kann so stattdessen auch bequem über den Laptop surfen.

Kann ich auch außerhalb der Stadt mobil mit LTE surfen?

Prinzipiell ja. Früher oder später wird dies bundesweit kein Problem sein. Der aktuelle Stand ist schon sehr gut, kann aber weiter verbessert werden. Zudem gilt es, insbesondere auf der Hardwareseite, einiges zu beachten. Auf dem Land wird LTE meist in einem Frequenzband um die 800 MHz übertragen. In Großstädten hingegen sind üblicher Weise Nutzfrequenzen um 1.8 und 2.6 GHz im Einsatz. Sticks oder Handy müssen also kompatibel sein, sprich LTE800 beherrschen. Die UMTS-Netze von heute lassen praktisch flächendeckend das mobile Surfen mit einem Stick zu. Doch der Weg dahin war auch recht lang. Unserer Prognose nach, wird die flexible LTE-Nutzung für unterwegs, also ohne Barrieren, frühestens 2020 Realität werden.

Stationärer DSL-Anschluss überflüssig?

Wenn die Mobilfunkprovider Tarife mit 100 oder sogar 500 MBit als DSL-Ersatz bieten, lohnt es sich da, den vergleichsweise langsamen DSL-Anschluss daheim zu kündigen? Eine berechtigte Frage, schließlich fallen jeden Monat doppelte Kosten für den mobilen LTE-Anschluss UND den DSL-Zugang an. Leider spricht zumindest ein gewichtiges Argument dagegen. Die Provider drosseln die maximale Downloadrate ab einem bestimmten Trafficverbrauch. Auch beim mobilem LTE, wobei das Inklusivvolumen von Tarif zu Tarif schwankt. Daher nehmen wir exemplarisch 60 Gigabyte (GB), wie im Fall von MagentaZuhause via Funk an. Wird dieser Wert überschritten, erfolgt eine Drosselung auf UMTS-Speed (384 Kbit oder weniger) bis Ende des Monats.

Macht LTE für Daheim DSL überflüssig?

Der komplette Wechsel auf LTE lohnt also nur für diejenigen, die wenig Downloads tätigen und das Internet eher zum Surfen nutzen. Wer seinen Datenverbrauch nicht kennt, sollte diesen zunächst über einen Monat beobachten und analysieren. Viele Router haben dafür Statistiken im Nutzerbereich. Als Software zur Kontrolle, bietet sich auch das kostenlose Tool „Netspeedmonitor“ an.

Da heute in der Regel auch der Festnetzanschluss über den heimischen DSL-Zugang abgewickelt wird, wäre zudem eine mobile Festnetzflat am Handy ideal. Diese gibt es im Schnitt für rund 5-10 € im Monat - sogenannte Allnet-Flats decken sogar alle deutschen Netze ab. Nur unter diesen Voraussetzungen kann ein kompletter Wechsel durchaus lohnen. Für Powersauger bzw. Vielnutzer stellt der Gedanke hingegen bisher keine echte Option dar.

Eine Ausnahme bilden lediglich die Hybrid-Tarife der Telekom. Diese kombinieren erstmals DSL mit LTE in einem Anschluss. Der entsprechende Router sorgt für dafür, dass beide Internettechniken perfekt zusammen arbeiten. Eine Drosselung, wie bei reinen LTE-Paketen, gibt es hier nicht. Eine weitere Außnahme bildet der im Sommer 2019 eingeführte Tarif O2 my Data Unlimited.

Wo ist mobiles LTE überall verfügbar?

Aktuell ist die Verfügbarkeit in gut 200 Städten gegeben. Etwa in Berlin und München. Orte mit über 50.000 Einwohnern sind praktisch ausnahmslos erschlossen. Lediglich kleinere Dörfer und ländliche Zwischenräume müssen oft noch ohne LTE-Funk auskommen. Für interessierte Leser bietet diese Karte zudem einen Einblick zur Verfügbarkeit von LTE allgemein.




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