LTE-Antenne für den GigaCube Router

Welche Antennen eignen sich für den Einsatz mit dem GigaCube?


Antennenratgeber GigaCube

Im Frühsommer 2017 überraschte Vodafone mit einem neuen LTE-Tarif für Regionen, in denen keine passenden Lösungen per DSL oder sonstigen festnetzbasierten Breitbandtechniken vorliegen. Mit dem „GigaCube“ lässt sich Turbo-Internet samt WLAN nun überall mit "hinnehmen", samt 50 bis 200 GB Datenvolumen pro Monat. Doch gerade fernab der Städte reichen die integrierten Antennen nicht immer aus. Dann sind passende, externe LTE-Antennen gefragt.

Glücklicher Weise bietet der Router entsprechende Anschlüsse. Doch welcher Stecker ist der richtige und welche LTE-Antennen sind geeignet? Dieser Ratgeber verrät, was Sie alles brauchen und wie hoch die Kosten sind.

Wann brauch ich eine Zusatzantenne für den Vodafone-Cube?

Vereinfacht gesagt, wenn die LTE-Signalstärke vor Ort zu gering ist. Dann lässt sich durch anschließen passender Antennen eine Verstärkung erzielen. Auf diese Weise steigert man nicht nur die effektive Datenübertragungsrate (Geschwindigkeit), sondern auch die Stabilität der Verbindung.

Wie ermittelt man die Signalstärke am GigaCube?

Hierzu steht ein spezielles Menü im GigaCube-Router zur Verfügung. Und zwar in der Rubrik  „System“ bei  „Geräteinformationen“. Schlechter Empfang liegt dann vor, wenn der RSRP-Wert größere Werte als -95 dBm aufweist. Ihr RSRQ sollte zudem geringer als -10 dBm ausfallen (Zahlen näher jeweils an 0). Im Fall des Signalrauschabstandes, wären Werte größer 0 wünschenswert und ab ca. 10 dBm  gut. Tipp: Bei der Empfangsanalyse hilft besonders unser kostenloses Tool LTEWatch.

Empfangsstärke prüfen

Was hat der GigaCube für Antennenanschlüsse?

Bevor wir uns den eigentlichen Modellen widmen, noch kurz ein Hinweis zu den Steckern und Normen. Auf der Rückseite über dem LAN-Port, bietet der GigaCube zwei kleine Steckverbindungen. Dabei handelt es sich um sogenannte TS-9 Buchsen. Man benötigt also entweder Antennen, deren Kabel bereits am Ende diesen passenden Steckertyp aufweisen, oder passende Adapter. Dazu später mehr.

Welche Antenne ist die Beste für den GigaCube?

Diese Frage wird unserer Redaktion sehr oft gestellt. Aber „die Beste“ an sich gibt es nicht, sondern eher „die Beste für Ihren präferierten Einsatzweck“. Im offenen Gelände würde sich schließlich kaum jemand für einen Porsche entscheiden, wenn ein alter Jeep zur Wahl steht. Auf der Autobahn fällt das Ergebnis wahrscheinlich genau anders herum aus. Genauso verhält es sich mit LTE-Antennen ...

Daher ist zunächst die Frage zu klären, wo der Gigacube-Tarif bzw. Router vornehmlich eingesetzt werden soll. Nur stationär daheim oder am Campingplatz als DSL-Ersatz? Oder als mobiler Internetanschluss im Wohnwagen bzw. Auto – zum Beispiel auf Reisen im Urlaub? Möglichkeiten gibt es schließlich eine Menge. Folgend präsentieren wir ausgesuchte Modelle je nach Einsatzort.


Fokus lokaler Einsatz:

In diesem Szenario wird die Antenne einmalig außen fix montiert, ausgerichtet und nach Möglichkeit nicht wieder abgenommen. Der Hauptschwerpunkt zielt also auf schnelles Internet per LTE an einem bestimmten Ort – zum Beispiel daheim oder im Garten. In diesem Fall empfehlen wir die folgenden Antennen samt Zubehör:

Einsatz daheim

Hinweis vorweg: Nahezu alle vorgestellten Antennen verfügen von Haus über SMA-Stecker. Daher benötigen Sie zum Betrieb am GigaCube zwingend Adapter, zwei SMA zu TS9 Adapter - und zwar diese hier.

WMM8G-7-27-5SP: Diese Panorama-Antenne, vom gleichnamigen Hersteller „Panorma Antennas“, unterstützt LTE in den Frequenzbereichen von 700-960 MHz sowie 1710-2700 MHz. Dadurch sind Sie für alle jetzigen und künftigen LTE-Frequenzbereiche optimal gewappnet. Zudem ist das Modell abwärtskompatibel zu 3G und 2G. Als möglichen Gewinn gibt der Hersteller 6 dBi (700-960 MHz), 9 dBi (1710-2170 MHz) bzw. 6 dBi bei 2400-2700 MHz an. Genug Verstärkung also, auch bei schwierigen Bedingungen. Die MIMO 2x2 Antenne verfügt über eine UV-beständiges Gehäuse und wird mit 5 Meter langem Kabel geliefert. Alle Eckdaten finden Sie auch im Datenblatt des Herstellers. Erhältlich ist das Modell hier bei Amazon für rund 80 Euro.

LTE LOG Richtantenne: Tipp Nummer 2 der Redaktion, geht an eine Hochleistungs Log-Antenne (Logarithmisch). Laut Hersteller, sind bis zu 20 dBi möglich, wobei dies etwas zu hoch gegriffen scheint. Insgesamt sind aber gut und gerne 12-15 dBi Gewinn realistisch. Die Multibandantenne deckt ebenfalls mehrere Frequenzbereiche ab (800, 1800 & 2600 MHz) und ist daher ideal für den GigaCube-Einsatz. Mitgeliefert werden zum Zweier-Antennenset auch zwei 10 Meter lange Kabel. Der Komplettpreis liegt bei ca. 90 Euro - bestellbar hier im Amazonshop, wo sich auch die guten Bewertungen studieren lassen.


Novero Dabendorf: Bei diesen Flach-Richtantennen handelt es sich seit Jahren um die beliebtesten Modelle im LTE-Bereich. Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Varianten, sind diese aber immer nur für einen speziellen Frequenzbereich optimiert. Zum Beispiel für 800 MHz. Entsprechend zuverlässig und stabil fällt dann auch der Gewinn (ca. 8 dBi) aus. Verfügbar sind die Dabendorfer für 800, 1800, 2100 und 2600 MHz. Interessenten sollten also wissen, welches Band vor Ort am stärksten oder vorherrschend ist. Prinzipiell lassen sich mit dem GigaCube bei 1800 und 2600 MHz die höchsten Datenraten erzielen. Bei 800 MHz ist die Geschwindigkeit auf 50 MBit begrenzt. Alle Modelle sind hier bei conrad.de sehr preiswert erhältlich.


Flachantenne Beispiel

Vodafone Antenne für den GigaCube: Die von Vodafone selbst angebotene Außenantenne für den GigaCube im eigenen Shop auf www.vodafone.de (rund 70 €), können wir leider nicht empfehlen. Der Gewinn liegt bei lediglich 2-5 dBi, je nach Betriebsfrequenz. Das ist, verglichen mit anderen Lösungen, etwas zu wenig. Hier gibt es bessere Alternativen.

Fokus mobiler Einsatz:

Wer den Gigacube vornehmlich unterwegs oder Reisen einsetzen möchte, kann natürlich nicht immer irgendwo erst eine Außenantenne installieren und aufwändig auf den nächstgelegenen Sender ausrichten. Hier benötigt man eine schnelle, platzsparende und flexible Lösung. Zudem sollte eine penible Ausrichtung nicht nötig sein. Solche Antennen gibt es natürlich auch! Der Preis für die Flexibilität ist allerdings eine deutlich geringere Ausbeute. Der zu erwartende Gewinn bei solchen Antennen liegt im Bereich von bis zu 6 dBi. Meist völlig ausreichend, es sei denn, der nächste Funkmast befindet sich in mehr als 6 km Entfernung oder wird durch extreme Hindernisse unterbrochen (z.B. Berge).

Gigacube unterwegs als Surf-Zugang

Fledermausantenne: Unser Favorit für die Außeneinsatz auf Reisen ist die Wittenberg Fledermausantenne – genauer gesagt die „K-102926-10“. Der Spitzname kommt durch die flügelhafte Form der Antennenelemente. Dank der angebrachten 2 Saugnäpfe, lässt sich der Empfangsverstärker spielend leicht an glatten Oberflächen (z.B. Scheiben) befestigen und wieder entfernen. Perfekt also für den Campingalltag!

Fledermausantenne am Auto unterwegs

Unterstützt wird LTE, GSM und UMTS. Empfangen werden kann damit 4G auf den Frequenzen 800, 1800, 2100 und 2600 MHz – ideal im Einsatz mit dem Vodafone GigaCube. Den Gewinn beziffert der Hersteller mit ca. 3 dBi. Geliefert wird die Antenne mit zwei 1,5 Meter langen Kabeln samt SMA-Stecker. Daher auf Adapter achten. Erhältlich ist das Modell für ca. 60-70 € bei conrad.de oder hier bei Amazon.


Haft-Antennen: Speziell für den Einsatz am Auto, bieten sich sogenannte Saugnapf- bzw. Magnethaft-Antennen an. Wie der Name schon andeutet, finden diese recht kurzen Stabantennen per Saug- oder Magnetkraft Halt am Fahrzeug. Die besten Modelle stammen unserer Ansicht nach von „Panorama Antennas“. Zum Beispiel die LPBEM-7-27-2SP mit Magnetfuß und rund 2 dBi Gewinn für ca. 35 Euro. Abgedeckt werden die LTE-Frequenzen 700-960 bzw. 1710-2700 MHz. Wiederum ist ein SMA auf TS9-Adapter nötig. Erhältlich z.B. hier auf reichelt.de .


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