Alternativen zu LTE

Oder: Ist LTE wirklich die optimale Lösung für mich?




Sie möchten endlich richtig schnelles Internet? Aber DSL ist in Ihrem Umfeld noch nicht erschlossen oder die Geschwindigkeit niedriger als 1 MBit/s? Dieser Ratgeber zeigt eine Reihe von Varianten auf, mit denen man relativ preiswert Breitband-Internetzugänge mit 2 - 50 MBit erhalten kann und warum LTE nicht immer und für jeden ideal ist …

Hintergrund

Zwei große Unternehmen bieten in Deutschland stationäre Internetzugänge per LTE mit bis zu 50 MBit/s. In Ausnahmen sogar bis zu 100 MBit/s! Gerade im ländlichen Raum, wo oft nur DSL-Light (~0,4 MBit), oder im schlimmsten Fall sogar gar kein DSL verfügbar ist, scheint LTE daher die Ideallösung zu sein. Fast! Denn die Mobilfunktechnik hat im Wesentlichen zwei elementare Nachteile gegenüber kabelbasierten Zugängen. Die von den Providern beworbenen Datenraten, gelten immer nur für ein fixes Datenkontingent. Gängig sind z.B. 15 Gigabyte (GB) im Monat. Verbraucht man mehr, und das geht bei Vielnutzern mitunter recht schnell, erfolgt bis Monatsende eine Drosselung der Geschwindigkeit auf (meist) 384 Kbit/s - also ungefähr DSL-Light-Niveau. Der Zweite Nachteil: LTE ist noch eine sehr junge Technologie und daher noch nicht überall ausgebaut. Daher sollten im Vorfeld einer LTE-Bestellung noch einmal gewissenhaft alle Optionen und Alternativen sorgfältig geprüft werden. Das folgende Schemata soll Ihnen dabei helfen.


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1. Alternative: Das Hybrid-Konzept - der perfekte Mittelweg?!

Bei Hybrid-Lösungen verschmelzen praktisch die Grenzen zwischen DSL und LTE zu einem Anschluss. Die Telekom hat Ende 2014 diese Lösungen eingeführt, welche gerade in ländlichen Wohngebieten einen attraktiven Mittelweg verspricht. In unserem Themenspezial erfahren Sie alles Wichtige über Hybrid Internet. Darin zeigen wir auch, wer davon profitiert und was es kostet.

2. Alternative: DSL Annex J -  erneute Prüfung der Ausgangsituation

An erster Stelle empfehlen wir eine erneute Prüfung der DSL-Verfügbarkeit bei der Deutschen Telekom. Und zwar hier unter www.telekom.de/dsl-verfuegbarkeit. Der Konzern hat vor einigen Monaten durch einen technischen Kniff die Verfügbarkeit enorm erweitert. Daher können jetzt hunderttausende Haushalte DSL erhalten, denen noch vor kurzem eine Absage erteilt wurde. Möglich wird dies durch Verwendung der AnnexJ-Spezifikation und DSL-RAM. Hier finden Sie ausführliche Informationen worum es sich dabei handelt und was die Unterschiede zu „normalen DSL“ sind. Die Datenraten reichen meist von 2-6 MBit. Vorteil: Man surft zwar langsamer als mit LTE, dafür aber unbegrenzt, also ohne Volumenbegrenzung, und mit einer relativ akzeptablen Datenrate. Von daher sollte jeder genau überlegen, ob er lieber kurzfristig richtig schnelles Internet haben möchte oder dauerhaft im Mittelfeld. Wir raten in diesem Fall zur DSL-Variante. Es sei denn, Sie nutzen ohnehin kaum datenintensive Applikationen, wie etwa Onlinevideos, regelmäßig große Downloads (Programme, Spiele) etc. Dann ist LTE die erste Wahl!

3. Alternative: DSL via Satellit

Ja, richtig gelesen, es gibt nicht nur TV über die SAT-Schüssel! Diese Ersatz-Variante führt in Deutschland seit jeher eher ein Schattendasein. Wahrscheinlich wegen eines schlechten Images. Auch wir waren bis zur Recherche von diesem Beitrag noch dem alten Vorurteil erlegen: Internet per Satellit ist teuer, maximal 6 MBit schnell, benötigt sündhaft teure Hardware und der Upload (Rückkanal) ist quälend langsam, da dafür z.B. ISDN verwendet wird. Viele Jahre war dies auch der Status Quo. Doch mittlerweile haben sich die Angebote zu einer echten Alternative gemausert. Wir waren jedenfalls bei den Recherchen sehr überrascht. So sind seit einigen Jahren schon 2-Wege-LBNs Standard, was bedeutet, dass der Rückkanal direkt per SAT-Schüssel realisiert wird! Zum anderen haben wir einige Angebote entdeckt, die etwas über 20 MBit bieten OHNE Drosselung und zu vertretbaren Preisen! Hier mehr zu SAT-DSL als Alternative zu LTE.

4. Alternative bzw. Option: Andere Netzprovider checken

Vereinfacht gesagt, gibt es nicht nur ein Breitbandnetz. Die Deutsche Telekom unterhält eigene Netz-Infrastrukturen, ebenso wie Vodafone, O2, sowie etliche regionale Provider. Unserer Erfahrung nach denken einige Verbraucher immer wieder, der DSL-Verfügbarkeitscheck bei einem Anbieter reicht aus. Dem ist mitnichten so! Testen Sie daher immer mehrere Unternehmen! Insbesondere auch regionale Provider aus Ihrer Region oder die Kabel-Anbieter. Vodafone Kabel (Test), der größten Kabelanbieter bundesweit (ehemals Kabel Deutschland), baut z.B. verstärkt auch im ländlichen Raum seine Netze aus.


Notlösung: Surfstick per Mobilfunk (UMTS / HSPA ...)

Solle keine Möglichkeit aus unserem Schema bei Ihnen zum gewünschten Erfolg geführt haben und SAT-DSL keine Option sein, bleibt eigentlich nur noch eine Notlösung. Ansonsten muss das alte Analog-Modem weiter bemüht werden, was eigentlich heute kaum noch praktikabel ist. Wenn Alternative 1, 2, 3 und 4 ausfallen und LTE auch nicht möglich ist, könnte eventuell ein Surfstick per Mobilfunk herhalten. Dieser wird einfach an ihren Laptop / PC gesteckt und man kann lossurfen. Die Datenraten schwanken, je nach verfügbarem Standard vor Ort. Per UMTS bzw. HPSA, sind zwischen 0,5 und etwa 42 MBit/s möglich.

Größter Nachteil: Die Inklusivvolumen sind hier meist noch niedriger als bei stationärem LTE und bewegen sich im Rahmen von 1-10 GB pro Monat. Zudem müssen die lokalen Empfangsbedingungen ausreichend sein. Immerhin lassen sich viele Surfsticks oder Router um externe Antennen erweitern. Genutzt werden können übrigens auch die meisten neuen LTE-Sticks, da diese neben 4G auch 3G oder niedriger beherrschen.

Und was kostet das? Je nach Geschwindigkeit, bevorzugtem Funkstandard und Inklusivvolumen schwanken die Preise zwischen ca. 10 € und 40 € monatlich. Prinzipiell können aber auch alle LTE-Tarife für Tablets/Sticks gebucht werden, da automatisch immer der beste Funkstandard vor Ort zum Einsatz kommt. Wenn also LTE nicht anliegt, wird beispielsweise auf HSDPA runtergeschaltet. Es muss auch nicht immer ein teurer Vertrags sein. Mittlerweile gibt es diverse günstige Prepaid-Anbieter, die teils auch LTE-fähig sind. Unsere Marktübersicht zeigt die populärsten Netzbetreiber und Provider am Mobilfunkmarkt und gibt u.a. Aufschluss darüber, wer welche Services bietet.





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