Congstar Homespot (flex)

Der Zuhause-Tarif mit LTE von congstar


Die Marke „congstar“ steht seit Jahren für günstige Mobilfunktarife im ausgezeichneten Netz der Telekom. 2016 wurde die Telekomtochter bereits zum fünften Mal in Folge „Mobilfunkanbieter des Jahres“ bei der Connect-Leserwahl[1]. Neben preiswerten Smartphone-Paketen und Tarifen fürs Tablet, richtet sich „congstar Homespot“ erstmalig an eine ganz andere Zielgruppe – nämlich der Nutzung Zuhause als DSL-Alternative. Wir zeigen, was der Tarif bietet, für wen dieser geeignet ist und wie hoch die Kosten sind. Natürlich hat unsere Redaktion das Angebot auch ausführlich getestet.



Was ist congstar Homespot?

Seit September 2016 bietet congstar eine für den Anbieter völlig neue Tarif-Kategorie. Mit „congstar Homespot“ möchte man nun auch Kunden erreichen, welche zu Hause schnell surfen möchten, aber ganz ohne Festnetz. Realisiert wird der Internetzugang via LTE/UMTS. Nutzen lässt sich der Tarif aber auch als günstiger Internetanschluss für Zweitwohnsitze, Ferienwohnungen und vielem mehr. Geworben wird nicht ohne Grund mit dem Slogan „Auspacken, einschalten, sofort lossurfen via Mobilfunk“! Das Angebot ähnelt in gewisser Weise Vodafones LTE-Zuhause Angebot, ist aber um einiges attraktiver, wie wir noch zeigen werden.

Erstmals LTE bei congstar, aber …

Auch wenn congstar diesen Umstand nicht direkt kommuniziert – „Homespot“ nutzt, sofern vor Ort verfügbar, auch das schnelle LTE-Netz der Telekom. Damit bricht der Anbieter erstmals mit dem firmeneigenen „Tabu“ in Punkto 4G/LTE. Alle sonstigen, bislang erhältlichen Mobilfunktarife von congstar, sind bekanntlich explizit nur 3G-fähig. Das betont man bei congstar geradezu als Mantra. Zwar war es ein offenes Geheimnis, dass jahrelang viele Tarife inoffiziell LTE-fähig waren, diese Lücke wurde aber bereits vor längerem endgültig geschlossen. Lediglich einige Alt-Tarife funktionieren noch mit LTE. Pläne, dass auch alle anderen Handy-Tarife irgendwann mal LTE erhalten, gibt es bislang offensichtlich nicht.

Was kostet der Homespot-Tarif?

Erfreulicher Weise ist die Preisgestaltung äußerst simpel. Congstars Homespot-Angebot besteht nur aus einem einzigen Paket, welches 20 Euro monatlich kostet und dabei immerhin 20 Gigabyte (GB) Datenvolumen bietet. Die Maximale Datenrate liegt technikunabhängig (3G/4G) bei rund 20 MBit pro Sekunde. Leicht zu merken also 20 €/ 20 GB / 20 MBit. Ebenfalls sehr fair: Homespot lässt sich monatlich kündigen. Im Gegensatz zu anderen Angeboten am Markt (Vodafone, Telekom), muss man sich also nicht gleich 2 Jahre lang binden.




Volumen nachbuchen

Trotz des eigentlich relativ üppigen Volumens, kann bei Bedarf auch mehr nachgebucht werden. Sollte man innerhalb eines Monats doch mal in die Drossel rutschen, lassen sich jeweils 10 GB für 10 € nach ordern. Der relative Preis pro GB fällt mit 1 € erfreulich gering aus. Wie eine Studie Mitte 2016 zeigte, liegt der EU-weite Durchschnittspreis pro GB bei rund 2,80 € - in Deutschland sind sogar noch höhere Werte die Regel.

Das Homespot-Angebot im Vergleich zu ähnlichen Tarifen

Wie schon erwähnt, bietet Vodafone mit den LTE-Zuhause-Tarifen eine sehr ähnliche Lösung. Insbesondere adressiert man damit Kunden in Regionen völlig ohne DSL-Zugang. Magenta Hybrid von der Telekom kommt zwar ohne Datendrossel aus, ist aber leider nicht überall verfügbar. Im direkten Vergleich zu Vodafone, kann congstars Homespot unserer Meinung nach fast überall punkten.

Vodafone vs congstar Heim-Tarif

LTE Zuhause M beispielsweise kostet mit gleicher Datenrate und nur 15 GB (5 GB weniger), satte 39.99 € monatlich. Fairer Weise sei erwähnt, dass noch eine Festnetzflat mit Tarifbestandteil ist. Ob diese allerdings jedem knapp 20 € Aufpreis monatlich, bei geringerem Volumen wert ist, darf bezweifelt werden. Die Vodafone-Variante mit 30 GB schlägt sogar mit 54.99 € im Monat zu Buche. Bei congstar fallen im Vergleich schlappe 30 € (durch 1 x Nachbuchung 10 GB) an. Wer in die Drosselung fällt, surft übrigens bei beiden Anbietern mit 384 KBit weiter, sofern keine Volumennachbuchung erfolgt. Die folgende Tabelle fasst nochmal die Unterschiede zusammen.

Erhältlich seit 26. September 2016!

Vergleich Vodafone LTE-Zuhause congstar Homespot
LTE-fähig ja ja
Netz Vodafone  Telekom
Datenrate Download bis 7 - 50 MBit 20 MBit
Uploadrate bis 1,4 - 10 MBit 5,7 MBit
Drosselung auf 384 KBit/s 384 KBit/s
Inklusivvolumen 10-30 GB 20 GB
Festnetzflat ja, ab Zuhause M nein
Volumen nachbuchbar ja ja, in 10 GB Schritten
kalkulatorische Kosten je GB 3.00 € (S), 2.66 € (M) bzw. 1.80 € (L) 1 € je GB
Kosten je Monat 29.99 € (S), 39.99 (M) bzw. 54.99 € (L) 20 Euro
Unsere Wertung
zum Anbieter » zu den Vodafone-Angeboten » zum congstar-Angebot





Alternativen ohne Drosselung?

Gerade Vielsurfer stoßen mit Volumenbegrenzungen von 20 GB meist schnell an Grenzen. Wer Angebote sucht, die "echte Flatrates" sind, sollte einen Blick hier auf die Telekom Hybrid-Tarife werfen. Diese kombinieren DSL mit LTE und sind vollkommen unlimitiert nutzbar. In den meisten Regionen kann Hybrid schon genutzt werden.

Kein Telefon

Wie schon erwähnt, umfasst das Angebot keine Festnetztelefonie. VOIP, wie Skype, ist aber explizit erlaubt, so dass der „Nachteil“ für viele verschmerzbar sein dürfte. Ohnehin verzichten viele Verbraucher heute bereits auf einen Festnetzanschluss und telefonieren rein mobil. Die aufgezeigte Kostenersparnis im vorangegangenen Abschnitt, reicht schließlich bereits für eine mobile Allnetflat am Smartphone! Beispiel: Die congstar Allnetflat gibts z.B. schon ab 20 € je Monat. Der Versand und Empfang von SMS ist hingegen möglich (9 Cent).


Regionale Nutzungsbeschränkung

Wer nun auf die Idee kommt seine Homespot SIM in ein Tablet zu packen - praktisch als günstigen Mobilfunktarif mit LTE für unterwegs - den enttäuscht congstar leider. Denn technisch funktional ist das Angebot nur innerhalb einer Art „Homezone“. Bei der Bestellung muss diese ausgewählt werden. Die Reichweite entspricht dann der Funkweite Ihrer lokalen LTE-Zelle. Das können 300 Meter sein oder 10 Kilometer, in diesem Fall lassen sich keine allgemeingültige Aussage treffen. In unserem ausführlichen Homespot-Testbericht haben wir einmal nachgemessen. Mit sehr überraschendem Ergebniss, was Sie interessieren wird!

Die Änderung des Home-Bereiches ist übrigens auch möglich, z.B. bei einem Umzug oder wenn man längerfristig an einem bestimmten Ort Urlaub macht. Umgestellt wird der Surfbereich via Kundenservice. Dafür fallen je 20 € Gebühr an.

Illustration Reichweite Heimbereich congstar | Karte: Openstreetmap.de


Hardware: "WLAN Cube" LTE-Router von Huawei

Interessenten bietet congstar bei der Bestellung hier auf www.congstar.de gleich ein passendes Endgerät mit dazu. Genauer gesagt den „Huawei E5180s-22“ ohne Telefonie-Funktion. Das LTE-Modem genügt der Kategorie 4 (CAT4), kann also prinzipiell auch mit anderen LTE-Tarifen bis 150 MBit betrieben werden. Der Router besticht durch sein elegantes, würfelförmiges Design und bietet per WLAN Konnektivität für bis zu 32 Endgeräte. Externe Antennen zur Empfangsverbesserung lassen sich leider nicht anschließen, so dass vor Ort die Bedingungen bereits recht gut sein sollten. Das Gerät ist zudem mit einmalig 119.99 € Zuzahlung sehr günstig. SIM-Lock frei kostet der Router bei Amazon sonst aktuell gut 160 Euro. Alternativ können sich Neukunden aber auch für die Miete des Routers entscheiden, wofür 4 € monatlich anfallen.

congstar LTE-Cube Frontseite mit Info LEDs

Glücklicher Weise lässt sich aber jedes beliebige Endgerät (idealer Weise unterstützt dies LTE) nutzen. Sehr empfehlenswert und optisch recht ähnlich, ist der „LTE 4056“ von Zyxel, welcher sogar CAT 6 (LTE-Advanced) unterstützt. Früher oder später hebt congstar vielleicht die Datenrate an?! Dann ist man bereits für die Zukunft gerüstet. Direkt im Telekomnetz gibt es zumindest seit einiger Zeit keine Speedlimitierung mehr. Alle Mobilfunkkunden surfen mit „LTE Max“, also aktuell 300 MBit/s.

Tasten, Anschlüsse und LEDs des LTE Cubes

Der LTE Cube verfügt über mehrere Info LED Leuchten, die einiges über den aktuellen Betriebszustand des Routers verraten. Ganz oben, praktisch der Kopf, repräsentiert den Netztaster zum Ein- und Ausschalten. Direkt unter diesem hat Huawei einen dekorativen Leuchteffekt verbaut, der die Oberseite im edlen blau illuminiert. Der Effekt kann aber auf Wunsch durch kurzes Drücken deaktiviert bzw. aktiviert werden.

LTE-Cube: Blaue stylische Beleuchtung oben

Unten links vom congstar Logo (siehe auch vorhergehendes Bild oben) befinden sich auf der Front zwei weitere LEDs. Einmal die Signal-Kontrollleuchte sowie die WLAN-Anzeige. Erstere kodiert über drei Farben die Empfangsstärke des LTE-Signals. Blau ist ideal und steht für guten Empfang. Gelb zeigt schwache Werte an und rot bedeutet, der Router hat leider kein ausreichendes Signal. Bei Gelb oder Rot sollte also ein anderer Standort gesucht werden, der ggf. bessere Werte verspricht. Diese Dreistufige Aufteilung genügt zwar im Alltag oft, nur ist die präzise Kenntnis aller relevanter Empfangsparameter oft viel Hilfreicher, gerade um Verbesserungen oder Verschlechterungen bei der Standortsuche direkt ablesen zu können. Dabei hilft unser kostenloses Tool LTEWatch [H]. Wie der folgende Screenshot zeigt, können hier ganz genau alle Parameter in Echtzeit verfolgt und ausgewertet werden.

Empfangswerte mit Tool ablesen

Die bietet den LAN-Port (RJ45) und eine weitere Info-LED  - die Netzwerkanschluss-Anzeige. Leuchtet diese grün und gelb ist aus bedeutet das: Der Cube wurde an ein Endgerät angeschlossen, es werden aber gerade keine Daten übertragen. Grün leuchtet und gelb blinkt codiert, dass Daten übertragen werden. Grün + gelb aus: Der Router ist mit keinem Gerät verbunden.



Für Notfälle bietet der Reset-Taster rechts neben dem SIM-Kartenschacht die Möglichkeit den Router auf Werkszustand zurückzusetzen.


Verfügbarkeit: Wo ist das überall schon möglich?

Da die Abwicklung über das gut ausgebaute LTE-Netz der Telekom erfolgt, lautet die Antwort „nahezu überall“. Die LTE-Versorgung beträgt dem Unternehmen nach heute schon 91 Prozent und kann hier direkt bei der Telekom auf einer Karte nachgeprüft werden! Congstar Homespot ist daher fast überall verfügbar. Während der Bestellung wird zudem extra noch ein Verfügbarkeitscheck durchgeführt.

Erfahrungsbericht und Speedtest

Wir haben das Angebot natürlich ganz genau getestet. Wie lief die Bestellung? Ist die Einrichtung einfach und was muss man tun? Welche Beschränkungen gibt es und wie schnell ist das Internet? In unserem ausführlichen Testbericht gibt die Antworten auf alle und mehr Fragen.




Alternativen zu Homespot

Wem das Angebot nicht zusagt, hat noch einige andere Optionen. LTE für Zuhause gibt es noch von Vodafone und der Telekom. Bei Vodafones "LTE Zuhause", ist das Datenvolumen monatlich ebenfalls beschränkt. Mit enthalten ist aber eine Festnetzflat. Der wohl attraktivste Tarif kommt von der Konzernmutter. Mit Magenta-Hybrid werden DSL und LTE zu einem Anschluss zusammengefasst. Eine Datenlimitierung (Drosselung) findet hier nicht statt.

Häufige Fragen zum Produkt

Kann ich die congstar Homespot SIM auch in andere Geräte einlegen und mitnehmen?
Prinzipiell kann die SIM in jedem beliebigen LTE-Endgerät betrieben werden. Allerdings ist der Nutzungsradius begrenzt. Genauer gesagt auf die Reichweite der Heimischen, vor Ort am nahe liebendsten LTE-Zelle. Eine Art „Homezone“ also. Der Betrieb außerhalb ist leider nicht möglich. Mehr dazu in unserem Testbericht.




Wie lautet die APN bei congstar Homespot?
Die nötige APN ist schon im Router hinterlegt. Wer Sie dennoch benötigt, z.B. für ein anderes Endgerät: Sie lautet internet.telekom

Darf ich VOIP nutzen?
Ja, glücklicher Weise schränkt congstar die Nutzung nicht ein bzw. erlaubt diese sogar explizit.


Gibt es die Tarife auch ohne Mindestlaufzeit?
Ja, Homepsot hat von Haus aus keinerlei Vertragsbindung. Die Kündigungsfrist beträgt also demnach 1 Monat.

Fällt ein Bereitstellungsentgelt an
Ja, einmalig 30 Euro für Versand, SIM, Aktivierung etc.

Kann ich die Homezone Adresse wechseln?
Ja das ist möglich, dafür fällt allerdings eine Gebühr in Höhe von einmalig 20 € an.

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[1] http://www.connect.de/ratgeber/kundenzufriedenheit-mobilfunk-anbieter-umfrage-3194845.html



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