LTE FAQ - häufige Fragen mit Antworten zu LTE & mobilem Internet


Wie ist der aktuelle Stand des LTE-Netzausbaus in Deutschland?

Zur Beantwortung dieser Frage haben wir eine Extraseite zum Thema „Verfügbarkeit von LTE in Deutschland“ eingerichtet. Dort berichten wir regelmäßig für Sie über Fortschritte und dem aktuellen Status des LTE-Ausbaus. Zudem finden Besucher eine Karte, mit einer Vielzahl von LTE-Standorten bundesweit. Diese wird auch um Großstädte erweitert, in denen LTE verfügbar ist.


Wird UMTS/HSDPA durch LTE ersetzt oder ergänzt?

Weil Nachfolgestandards in der Regel erhebliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger bieten, werden UMTS und HSDPA früher oder später dem moderneren LTE weichen. Da dies natürlich ein jahrelang andauernder Vorgang ist, bietet die Abwärtskompatibilität der meisten LTE-Endgeräte genug Spielraum für diesen evolutionären Prozess. Nach 2020, mit der Einführung des LTE-Nachfolgers "5G", könnten ggf. Ressourcen alter 3G-Netze zugunsten von LTE oder 5G aufgegeben werden. Details dazu sind aber noch nicht bekannt.


Haben mit LTE endlich auch Dörfer oder DSL-schwache Gebiete eine Chance auf einen schnellen Internetzugang?

Das ist sogar einer der Hauptvorteile von LTE! Die Telekommunikationskonzerne, welche sich die LTE-Netzfrequenzen gesichert hatten, sind damals verpflichtet worden unterversorgte Regionen mit schnellem Internet per LTE auszustatten. Eine Übersicht der Vorgaben und Planungen samt Karte, finden Sie hier. Das zumindest sahen die Lizenzbedingungen der Bundesnetzagentur vor. LTE ist praktisch für viele eine Art "Heilsbringer" - endlich schnelles und bezahlbares Internet. Auch wenn es natürlich Nachteile gibt.

Seit Jahren werden von Politik und seitens der Wirtschaft immer wieder Versprechungen laut, mehr für den Ausbau schneller Breitbandtechniken auf dem Land zu tun. Doch auch heute klaffen immer noch weiße Flecken auf der Breitbandinternet-Landkarte. Und Besserung schien viele Jahre nicht in Sicht. Internet via Funk per LTE bedeutet endlich die Lösung für betroffene Gebiete. Denn in entlegenen Regionen sind kabelbasierte Netze einfach zu teuer und zu unwirtschaftlich. Spätestens bis 2020 dürften aber die Probleme gelöst, sprich alle Breitbandflecken geschlossen sein.


Kann ich mit meinem LTE-Handy, beziehungsweise LTE-Modem, auch im Ausland surfen?

Wahrscheinlich schon, denn bei LTE handelt es sich um keine Technologie eines Unternehmens oder Landes im Alleingang, sondern um einen etablierten Standard. Zudem wurden die LTE-Netze global massiv ausgebaut. Dahinter steht das so genannte 3GPP – dem  "3rd Generation Partnership Project". Das ist eine weltweite Kooperation von Standardisierungsgremien, welche auch schon die Fäden im Standardisierungsverfahren der weltweit genutzten UMTS-Mobilfunktechnologie zogen und selbstredend für den 4G-Nachfolger 5G. Daher können LTE-Geräte auch überall im Ausland genutzt werden, sofern diese mehrbandfähig sind. Denn in anderen Ländern kommen in der Regel andere Frequenzbänder zum Einsatz. Einige Leser werden dies vielleicht vom Handy kennen. In diesem Zusammenhang spricht man oft auch von Multiband-Handys, welche etwa auch in Amerika funktionieren. Über das Thema können Sie sich hier ausführlich in unserem Spezial zum Thema LTE-Frequenzen informieren.


O2 LTE bei 800 MHz

Soweit die technischen Aspekte. Wer aber einen deutschen Mobilfunkvertrag sein eigen nennt, muss im Ausland auf das sogenannte Roaming zurückgreifen. Vereinfacht gesagt, leiten dann die lokalen Provider die Internet- oder Telefonverbindung weiter, da ja z.B. O2 in den USA kein eigenes Netz hat. Diesen Service lassen sich die Unternehmen aber außerhalb der EU fürstlich bezahlen. Seit einigen Jahren gibt erste Roaming-Lösungen, um LTE auch international nutzen zu können. Zudem endeten 2017 endlich die Mehrkosten für Telefonate sowie Internet innerhalb der EU. » mehr zu diesem Thema erfahren

Kann ich mit LTE am Handy mittels VOIP kostengünstiger telefonieren oder gar kostenlos?

Diese Idee ist nicht neu und rein technisch spricht tatsächlich nichts dagegen. Spätestens seit UMTS besteht die Möglichkeit, VOIP am Handy über mobile Datennetze zu nutzen. Doch natürlich sehen einige Mobilfunkprovider hier ihre Geschäftsgrundlage gefährdet. Die Folge war, dass die meisten Netzprovider zunächst die Nutzung von VOIP am Handy rigoros ausschlossen. Bei LTE zeichnete sich lange eine ähnliche Entwicklung ab. Mittlerweile haben aber viele Anbieter, wie die Telekom, derartige Beschränkungen größtenteils wieder aufgehoben. Zudem betrifft dies ohnehin nur die mobilen Surfflatrates am Smartphone. Am Laptop oder PC können Sie natürlich VOIP nutzen - zum Beispiel über Skype. Aber: Schauen Sie in jedem Fall in den AGBs nach, ob Ihr Anbieter die Nutzung von VOIP einschränkt oder ausschließt. Im Zweifel greifen Sie lieber zu einem LTE-Tarif mit Telefon. Es gibt es sogar Komplettpakete (als DSL-Ersatz) inklusive Festnetzflatrate. Jetzt hier Tarife vergleichen ...

Nicht zu verwechseln ist die Thematik jedoch mit dem sogenannten VoLTE - also Voice über LTE. Dabei wird LTE nicht nur für den Datentransfer genutzt, sondern auch zur Abwicklung mobiler Telefonate. Leider kommt die Technik nur sehr langsam voran. Anfang 2016 gab es weltweit erst einige dutzend Netze, in denen VoLTE zum Einsatz kam und auch läuft noch längst nicht jedes Telefonat über diese Technik.

Das dies so lange dauert, hat rein technische Ursachen. Denn der sogenannte "Handover", für den Fall, dass während des Gespräches kein LTE-Empfang mehr besteht, ist sehr kompliziert. Zudem müssten die Endgeräte sowie Tarife kompatibel sein. Dennoch bietet die VoLTE-Technik etliche Verbesserungen für Verbraucher UND Netzbetreiber. Etwa in Form eines geringeren Stromverbrauchs und besser Sprachqualität. Bereits seit Frühjahr 2015 bieten Vodafone und O2 ihren Mobilfunkkunden die Möglichkeit, per Voice ober LTE zu telefonieren. Anfang 2016 zog auch die Telekom nach. Allerdings gibt es VoLTE noch nicht in allen Tarifen. So langsam kommt aber Bewegung in die neuste Generation mobiler Telefonie. Mehr dazu hier.


besser telefonieren per Voice over LTE

Was versteht man unter Drosselung?

Jeder der sich mit dem Thema LTE beschäftigt, stößt früher oder später auf diesen Begriff. Denn fast alle momentan erhältlichen Tarife sind nicht unlimitiert nutzbar. Eine Ausnahme bilden spezielle ungedrosselte Premium-Tarife. Mit maximaler Geschwindigkeit surft der Kunde daher nur, solang er innerhalb von 4 Wochen bzw. 1 Monat nicht einen bestimmten Verbrauchswert überschreitet. Gemeint ist natürlich der Datenverbrauch, welcher auch beim Surfen anfällt und nicht nur für Downloads. Jede Webseite besteht ja aus Text und Bildern. Pro Seite können da schon 0,2 bis 1 Megabyte zusammen kommen. Wer also plant LTE zu bestellen, sollte sich dem Thema vorher genauer widmen - insbesondere der Frage nach dem eigenen Bedarf. Hier finden Sie alles Wichtige zum Thema Drosselung.


Gibt es preiswerte Prepaid-Pakete mit LTE?

Die ersten 3 Jahre gab es tatsächlich keine Möglichkeit, LTE ohne teure Vertragstarife zu nutzen. Seitdem E-Plus sein Netz für LTE-Kunden im März 2014 freischaltete, folgten immer mehr günstige Prepaid-Angebote mit dem Datenturbo. Und auch die Angebotsvielfalt nimmt stetig zu! Mittlerweile stehen Tarife von allen dt. Mobilfunknetzbetreibern zur Wahl.

Wie kann ich meinen Empfang verbessern?

Wer LTE zuhause als DSL-Alternative einsetzt, möchte natürlich so schnell wie möglich surfen und die im Tarif vorgesehene Datenrate auch voll ausnutzen. Leider ist die Sache mit der Empfangsqualität keinesfalls trivial. Wir haben daher einen sehr ausführlichen Ratgeber für Sie entwickelt, der Ihnen bei allen Fragen und Aspekten behilflich ist.



Was bedeutet RSRP, RSRQ und RSSI?

Diese drei Abkürzungen spielen eine gewichtige Rolle bei der Empfangsverbesserung (vorhergehender Abschnitt) und der Ausrichtung externer LTE-Antennen. Zumindest ein rudimentäres Verständnis der Parameter kann sehr hilfreich sein bei der Problemlösung vieler empfangsbedingter Fehlerquellen. Ausführliches hier: RSRQ, RSSI und RSRP

Kann man über LTE auch Fernsehen schauen?

Ja, mit Einschränkungen ist dies tatsächlich möglich. Mobiles IPTV für unterwegs sozusagen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie genau, welche Anbieter es gibt, was es zu beachten gilt und wie hoch die Kosten sind. » Fernsehen per LTE


Ist LTE sicher?

Diese Frage lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Prinzipiell schon - es gibt aber viele Angriffspunkte und Aspekte die man beachten bzw. kennen sollte. Unser Sicherheitsspezial zeigt, wo gefahren lauern und warum.


Was ist LTE-Advanced?

Zwar ist LTE international noch nicht flächendeckend verbreitet - nichts desto trotz wurde schon frühzeitig am Nachfolgestandard gearbeitet. Strong genommen handelt es sich bei LTE auch noch nicht um ein Netz der vierten Generation (4G), wie häufig behauptet wird. Korrekter wäre die Bezeichnung 3.9G mit „G“ für „Generation“. Erst „LTE-Advanced“ trifft alle von 3GPP geforderten Parameter der 4. Generation. Dieser kleine aber feine Unterschied hat jedoch nie Berücksichtigung im im allgemeinen Sprachgebrauch gefunden, so dass im prinzip alles als 4G verorted wird.

LTE-Advanced verspricht vor allem noch höhere, maximale Datenübertragungsraten. Theoretisch bis in den Bereich von 1000 MBit/s. Erstmals eingeführt wurde die Technik im November 2014 von der Deutschen Telekom - zunächst mit 300 MBit/s, 2017 dann sogar 500 MBit. Seit einigen Jahren sind solche Funk-Highspeednetze also in Deutschland bereits Realität. Mobilfunk ist somit teils schneller als die meisten Glasfaser- oder Kabelanschlüsse. Mehr zu den Anbietern, Kosten und der Verfügbarkeit von LTE-Advanced, finden Sie hier. Der nächste Zwischenschritt hin zu 5G ist übrigens 4.5G oder "LTE-Advanced Pro".


LTE & Digitale Dividende!?

Die Lösung fürs Land versprach vor allem die so genannte "Digitale Dividende". Hierbei handelt es sich um ein Frequenzband im 800-MHz-Bereich, welches nicht mehr benötigt wurde und somit frei für alternative Aufgaben war. Zum Einsatz kamen die Frequenzen vorher zur Übertragung des analogen Antennen-Fernsehens und auch das Militär hatte einige davon in Benutzung. Ein weiterer Vorteil der Frequenzen im 800-MHz-Bereich, betrifft die höheren Reichweiten jener Wellen. Damit sinken gleichzeitig auch die Kosten für eine großflächige Versorgung auf dem Land. Zwar sind die effektiv zu erwartenden Datenübertragungsraten hier niedriger als die in Zusammenhang mit LTE meistens angegebenen Maximalwerte von über 100 MBit. Aber auch Leistungen im zweistelligen Megabit-Bereich sind für diese Regionen bereits ein Segen. Die Digitale Dividende 2.0 brachte Mitte 2015 sogar noch mehr Frequenzbänder für den LTE-Ausbau im ländlichen Raum.


Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen 4G und LTE?

Eigentlich handelt es sich bei beidem um die selbe Mobilfunktechnik. Oder doch nicht? Mehr dazu hier.



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